Mittwoch, 23. August 2017

Vaterunser

Dieses Gebet, das Jesus selbst uns hinterlassen hat, wird so häufig gesprochen, wie wohl kaum ein anderes. - Doch mal ehrlich: Stehen wir wirklich hinter dem, was wir da beten?
Kürzlich kam mir diese Stelle des Gebetes in den Sinn:

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Wir bitten also einerseits darum, Gott möge uns die Dinge verzeihen, die wir anderen zugefügt haben und andererseits sagen wir zu, den Personen zu vergehen, die etwas an UNS verschuldet haben.

Und da frage ich mich doch:
Lassen wir diesem Satz tatsächlich Taten folgen?

Und wie der Zufall es wollte, las ich kurze später etwas, dass in diese Richtung geht. Dort stand sinngemäß: Hofft nicht auf eure Genesung, solange es noch Menschen gibt, denen ihr nicht verziehen habt.
Darüber habe ich in letzter Zeit viel nachgedacht. Klar, solange wir mit anderen hadern, haben wir ihnen nicht vergeben. Ich bin dann mal in mich gegangen und habe geforscht, was da in dieser Beziehung noch so an 'unerledigten Dingen' in mir ist. - Es kamen mir 'uralte' Dinge in den Sinn, über die ich schmunzeln musste. Wie, dachte ich, ihr seid noch da? Dann mal schnell weg mit euch, denn irgendwann muss es einfach mal 'gut' sein. Ich glaube wirklich, dass wir uns mit verbitterten Gedanken und Gefühlen - und seien sie auch noch so klein - nur selber schaden. 
Deshalb:
Ab und zu 'ausmisten'!
Auch IN uns selbst!


Sonntag, 20. August 2017

Frage 12: Gibt es Engel?

Engeln bilderEs gab Zeiten, da sah man sie nur zur Weihnachtszeit, doch in den letzten Jahren hat die Industrie die Engel für sich entdeckt. 
Keine Tasse, kein T-Shirt, auf dem sie sich nicht tummeln. – Schutzengel in jeglicher Form. Sehr beliebt als Kettchen- oder Armbandanhänger.


Ist das nur ein Trend, eine Mode-Erscheinung, oder haben die Menschen die Engel tatsächlich für sich und als ihre Begleiter ‚entdeckt’?

Wenn es sie tatsächlich gibt:

Welche Aufgabe haben sie?
Uns zu beschützen vor Unheil?
Uns zu begleiten und auf den rechten Weg zu führen?
Aber wo sind sie?
Überall?
Um uns herum?
Stets bei uns?
Oder gibt es sie nur im sog. ‚Himmel’?
Doch wie sollen sie von dort auf uns acht geben?
Hat jeder Mensch seinen eigenen Engel?

Bei ca.  7.473.690.000 Menschen, die z. Zt. in etwa die Welt bevölkern, wären das ebenso viele Engel.

Hältst du das für möglich?

In der Bibel begegnen sie uns an vielen Stellen. Vom Himmel hoch, da kommen sie her, um den Menschen etwas zu verkünden. Sie melden sich, wenn es um eine Botschaft Gottes an uns Menschen geht. Sie treten in vielfacher Form auf: als Beschützer, aber auch als Mahner. 'Damals' schien dieser Kontakt zwischen Menschen und Engeln möglich gewesen zu sein. 


Heute auch noch?
Können wir auch heute noch
mit diesen geistigen Wesen in Kontakt treten
oder sind sie verstummt,
weil wir keine 'Antennen' mehr dafür besitzen,
ihre Botschaft wahrzunehmen?


Eines ist sicher: Um dies geschehen zu lassen, müssen wir uns für sie öffnen, müssen bereit sein für eine Begegnung mit den uns unbekannten Wesen.

 Wärst du bereit?


Sophia: Ja und ja..
Ich glaube an die Existenz, oder vielleicht wünsche ich es mir auch nur?
Wenn ich daran glauben kann dass es mehr gibt, als ich sehen kann, dann ist es tröstlich und lässt mich beruhigt aufatmen.
Helfende Hände und besonders emphatische Menschen, selbstlos im Umgang mit anderen, werden auch als Engel benannt, ja, vielleicht sind sie das auch, wer kann das schon sagen.
Meine Engel, mit denen ich mich schon seit vielen Jahren gerne umgebe, sind wichtig für mich und manche Ereignisse könnten als Bestätigungen angesehen werden.
Aber ich weiß nicht genau, ob das wirklich notwendig ist.
Allein der Gedanke und diese Hoffnung... sie sind schon sehr wohltuend für mich.
Martina: Ich glaube, wir Menschen der heutigen Zeit sind so gestrickt, dass wir am besten das annehmen können, was wir mit unseren fleischlichen Augen sehen können. Doch es gibt eine geistige Ebene und die entzieht sich unserem 'normalen' Blick! -Menschliche Engel in seiner Nähe zu wissen, tut einfach gut!
Alexander: Ja selbstverständlich gibt's Engelwesenheiten (, aber bitte ohne Flügel). Ich kann da nur mein 3-Seelen-Buch empfehlen. Unabhängig davon, sollte ich dazu mal etwas Genaueres darüber schreiben. Vielleicht eine reale Begebenheit? Oder einen "Durchblicker" a la "Ein Tag mit meinem Sehsinn durch die Welt" ...? :-) 
Martina: Am meisten freue ich mich darüber, dass du so klar 'Ja, selbstverständlich gibt es sie' sagst. Ich stimme dir zu 100 Prozent zu (was ja in dieser hohen Prozentzahl nicht immer der Fall ist - lach). --- Ja, bitte, schreib darüber!!
Angel: wenn ich an Engel denke dann sehe ich damit Schutzengel vor meinem geistigen Auge, empfinde es so, dass es einen Schutz für uns gibt und egal ob man sie Engel nennt - wenn man daran glaubt dass es jemanden gibt der auf uns achtet und uns schützt, dann gibt es das auch genauso wie das Gute im menschen niemals aufgibt daran zu glauben...
Martina: Schön, wenn man sagen kann: Ich habe das Gefühl, beschützt zu werden!
Klaudia: Ein schweres Thema;-) (Martina: Leicht kann jeder - lach!)
Engel sind nicht sichtbar, sie wirken eher im verborgenem...so zumindest mein Glaube. Ich bin davon überzeugt, das es so eine Art Schutzengel gibt....oder wünsche ich es mir nur. Bei Engel denke, ich an ein besonderes Bild, welches bei meinen Eltern übern Bett hing, das hat mir oft Kraft gegeben, bestimmte Dinge anzugehen und durchzustehen.
Martina: Als ich deinen Kommentar las, stand mir sofort ein Bild vor Augen. Es hing auch über dem Bett (meiner Großeltern), war ziemlich groß und zeigte die Darstellung von Kindern, über denen Engel schwebten. - 'Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten, auf all deinen Wegen!' - So steht es in der Bibel und darauf können wir ganz sicher bauen!
Varis: Ich habe so meine Probleme mit dem Begriff "Engel", weil er für mich einen zu religiösen Beigeschmack hat. Religionen sind für mich ein rotes Tuch, weil sie meiner Meinung nach die spirituelle Entwicklung der Menschheit eher unterdrücken als vorantreiben. Aber das ist ein anderes Thema. Die Realität hat viel mehr Ebenen und Facetten als der Mensch mit seinen physischen Sinnen wahrnehmen kann. Deshalb ja, es gibt diese geistigen Wesenheiten und man kann mit ihnen auch Kontakt aufnehmen, auch wenn diese naturgemäß meist jenseits der physischen Sinne stattfindet. 
Martina: Jeder sollte seinen spirituellen Weg auf seine Weise gehen. Der eine benötigt dazu vielleicht die Religionen. Ein anderer nicht. - Es gibt viele 'Realitäten' - da bin ich ganz bei dir. Diese hier, in der wir zur Zeit leben, ist eine davon. - Wir sind ja auch eine 'geistige Wesenheit', die sich im Moment in einem Körper hier auf der Erde befindet. - Daher kann ein Wahrnehmen der 'Engel' wohl auch nur über diese Ebene geschehen.
Christine: An das, was religiöse Menschen unter Engeln verstehen, glaube ich absolut nicht. Ebenso wenig wie an eine Existenz nach dem Tod.
Aber ich kenne durchaus reale Menschen, die ich so bezeichnen würde.
Martina: Ich muss ein bisschen schmunzeln, weil ich ja schon weiß, was ich dir antworten möchte - lach! Pass auf: Wenn es doch anders ist und es ein Leben nach dem Tod gibt, dann gibst DU einen aus, wenn wir uns treffen - okay? ;-)
Jutta K.: Tja was soll ich sagen.
Ich denke mal, dass Engel die Beschreibung ist für etwas eigentlich Unbeschreibliches.
Ich meine damit himmlische Begleitung.
Begleitung für tatsächlich jeden einzelnen Menschen, egal wie viele wir auch sind !
Engel beschützen uns dann, wenn unser vorbestimmter Lebensweg noch nicht voll gelebt ist.
Wenn Böses sich unserer Seele bemächtigen will.
Dann heißt es, Gott, der oder die hat aber einen Schutzengel gehabt.
Daher glaube ich, dass es nicht unbedingt Sinn macht zu sagen, lieber Schutzengel, bitte hilf mir da oder da . . !
Er ist um uns und wacht über uns, bis wir bereit sind zu gehen.
In eine andere Wirklichkeit.
Hmm, ich hoffe, ich konnte zum Ausdruck bringen, was ich meine.

Martina: Ich denke schon, dass ich dich verstanden habe. - Engel werden uns beschützen, doch manchmal hat eben auch etwas für uns Sinn, was uns 'Schaden' zufügt. Da wird der Engel dann nicht eingreifen, da er ja unseren Weg kennt (wahrscheinlich sogar besser, als wir selbst). Vielleicht ist er dazu da, uns immer wieder in die richtige Richtung zu lenken, wenn wir unseren Weg (gravierend) verlassen haben.
Klärchen: Ich glaube all die kleinen Engel und Schutzengel um uns sind immer da und im rechten Augenblick zur Stelle, wenn wir sie brauchen ohne gefragt zu werden.Es gibt sie die Wesen, auch in Menschengestalt, helfende Hände im rechten Augenblick.Glaube,Liebe und Hoffnung, da sind sie zu finden.
Liebe Grüße und ein Danke an dich für deine schönen Themen, immer wieder neu.
Martina: Was mir gerade auffällt ist, dass noch niemand von einem Moment geschrieben hat, wo er gespürt hat, dass er bewahrt wurde. - Ich denke, dass es diese Situationen in jedem Leben gibt. Manchmal gehen wir vielleicht einfach darüber hinweg, ohne zu beachten, wie viel Schutz uns gerade gewährt wurde. - Du hast recht: Wir müssen die Engel nicht bitten. Sie gewähren uns ihre Hilfe auch so. 
Helga F.: Letzten Montag bin ich rückwerts über einen kleinen Absatz nach unten gestürzt und mit dem Rücken und Kopf aufgeschlagen.Alle dachten ich wäre nach diesem Sturz auf Beton zumindest schwer verunglückt,aber ich habe mit einer kleinen Kopfwunde und einer leichten Gehirnerschütterung diesen schlimmen Sturz überlebt. Soviel zur realen Hilfe von meinem Schutzengel. 
Martina: Oh, Helga, da bist du wirklich vor Schlimmerem bewahrt worden. - Was die leichten Verletzungen betrifft: Gute Besserung!
Elke: ich bin schon mehrfach in meinem Leben von meinem Schutzengel beschützt worden, wenn es ihn denn gibt und das alles kein Zufall war, dass im rechten Augenblick die richtigen Leute zur Stelle waren, die mich gerettet haben.
Martina: Ist das nicht schön, wenn man bemerkt, dass alles sich fügt?! - In solchen Momenten verspürt man eine große Dankbarkeit.
Azmuto:  Danke :-)
Martina: Gerne! ;-)
Rosi: oh ja..
es gibt Engel
und manchmal können wir sie spüren ..
es ist wie ein Hauch..der uns zum Beispiel einem Moment lang zurück hält
und so ist z.B.nichts passiert
ein Gedanke der uns zufliegt
ein Lied im Radio dass gerade genau so zu unserer Verfassung passt und Trost gibt
eine Feder die vor die Füße fällt obwohl kein Vogel in der Luft ist
da (für mich)ein Engel "Geist" ist.. Energie.. kann er auch überall sein auch wenn es schön ist sich einen persönlichn Engel vorzustellen ..
wie heißt es in der Bibel?
Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;
Martina: Man wartet noch einen Moment, bevor man los geht oder wird durch einen Telefonanruf aufgehalten. Wenn wir dann an einem Unfall vorbei fahren, können wir es ahnen, warum!
Meisje: So schön! Hab es fein du Liebs, Meisje
Martina: Danke dir - auch für deinen Besuch bei mir!
Eva: Ja, es gibt ganz bestimmt Engel. Vor allem Schutzengel. Aber alles ist von Gott gesteuert. Das fließt alles ineinander. Davon bin ich überzeugt und das ist mein Glaube.
Martina: Ich bin wie du überzeugt, dass es Engel gibt und ich glaube wie du an eine höhere Macht.


Donnerstag, 17. August 2017

Dumm aus der Wäsche schauen

Unsere Enkelkinder haben ja noch Ferien und so durfte gestern jede eine Freundin zum Übernachten einladen. Da wir zusammen in einem Haus wohnen, sind mir die Freundinnen bekannt und ich kenne auch ihre Vornamen, doch welche Familien dahinter stehen, weiß ich nicht unbedingt.
Freunde bilder
Die Freundin der Großen wurde heute von der Oma abgeholt. Ich bekam das mit, weil ich mich gerade draußen auf dem Hof aufhielt. – Als ich die Oma sah, dachte ich: Das kann doch nicht wahr sein. Auch wenn wir uns fast 40 Jahre lang nicht mehr gesehen hatten, erkannten wir uns dennoch – auf den zweiten Blick 😊 - und unsere Enkelkinder schauten ziemlich dumm aus der Wäsche, denn: Wir waren damals Kolleginnen - und heute sind unsere Enkeltöchter miteinander befreundet. 
Solche Zusammenhänge faszinieren mich!



Dienstag, 15. August 2017

Großtante Gertrud

Kartoffelsalat – Treppenstufe – verschwinden – öde - glühend

Das sind die Reizwörter,
die in meiner Geschichte und in denen von
zu finden sind.

Die Fotos stammen von Klärchen.
Danke dafür!



„Mensch, Pia, wenn jemand dein Gesicht sieht, könnte er denken, du hättest ein schlechtes Zeugnis bekommen.“
„Hab ich aber nicht“, maulte Pia ihre Mutter an.
„Ja, weiß ich doch. Ich weiß nur nicht, warum du schaust, wie 7 Tage Regenwetter?“
Darauf antwortete Pia nicht. Das konnte sich Mama ja wohl denken. Anstatt in den Urlaub, fuhren sie in dieses öde Kaff. Pia wollte sich nicht einmal den Namen dieses Ortes merken.
Vorhin auf dem Pausenhof war sie ständig gefragt worden: „Und, Pia, wohin fährst du in diesem Jahr in den Urlaub?“
Sie konnte einfach nicht die Wahrheit sagen. Das wäre ihr zu peinlich gewesen. Deshalb hatte sie behauptet, sie wollten ganz spontan entscheiden, wohin die Reise gehen solle. Dabei stand längst fest, dass sie das Haus von Mamas Großtante Gertrud ausräumen mussten. Mama hatte es ganz unerwartet geerbt und nun hatte sich ein Käufer dafür gefunden.
„Weißt du, ich habe so viele schöne Sommermonate bei meiner Großtante verbracht“, versuchte Mama, ihre Tochter aufzumuntern, „und ich bin ganz sicher, dass es auch dir dort gefallen wird.“
Pia warf ihrer Mutter einen viel sagenden Blick zu. Das würde niemals geschehen! Was sollte sie überhaupt machen in dieser Einöde, wo sie keinen Menschen kannte?
Einen Tag später standen sie vor dem kleinen Häuschen. Es war wirklich in die Jahre gekommen, doch es schien, als hätte der Käufer erkannt, dass sich hinter der maroden Fassade ein liebevolles Zuhause befand.
Papa öffnete die Haustür und Pia wich einen Schritt zurück.
„Hier bleibe ich nicht. Hier stinkt’s“, verkündete sie und stapfte Richtung Auto.
„Pia, bitte, komm zurück. Es riecht hier so eigenartig, weil lange nicht gelüftet wurde. Wir öffnen schnell alle Fenster und du wirst sehen, bald hat sich das Problem wie von selbst gelöst“, meinte Mama.
„Nee, ganz sicher nicht“, erwiderte Pia patzig, „es riecht nach alt und das lässt sich durch Lüften bestimmt nicht ändern.“
Mama und Papa wechselten einen Blick und gingen ohne einen weiteren Kommentar ins Haus. Bald darauf standen alle Fenster weit offen. Pia setzte sich derweil auf die Treppenstufen, die zum Haus führten. Es war einfach nicht zu fassen, dass sie jetzt hier herum saß und all ihre Freundinnen sich irgendwo in der Sonne aalten. Warum musste ausgerechnet ihre Mutter dieses blöde Haus erben? Vielleicht spukte es sogar darin! – Ein kalter Schauer lief ihr bei diesem Gedanken über den Rücken.
Bald darauf verspürte Pia Hunger. Doch zum Essen würde sie ins Haus gehen müssen und das wollte sie ja eigentlich nicht, doch gerade in dem Augenblick rief Mama: „Pia, es gibt Kartoffelsalat und Würstchen. Papa und ich, wir essen jetzt. Wenn du auch Hunger hast, müsstest du herein kommen.“
Pia schlich in die Küche und ließ ihren Blick schweifen. Wie das hier aussah! Alles war uralt und richtig schäbig. Sie konnte sich gar nicht vorstellen, dass die alte Tante und auch ihre Mutter es hier schön fanden. Sie fand einfach alles grauenhaft. Doch irgendwie begriff sie, dass aller Widerstand nichts nutzte. Für ein paar Tage saß sie hier fest.
Da es keine Spülmaschine gab, musste Pia nach dem Essen sogar das Geschirr abtrocknen. Es fühlte sich wirklich so an, als sei in diesem Haus die Zeit stehen geblieben.
Bald darauf begannen Mama und Papa mit den ersten Aufräumarbeiten. Das Kind entschied, das Haus einmal genauer in Augenschein zu nehmen. Irgendwann gelangte Pia über eine schmale und knarrende Holztreppe in den Bodenraum. Duster war es hier und stickig. Sie zog einen alten Hocker unter das kleine Dachfenster, um es öffnen zu können. Anschließend sah sie sich in dem staubigen Raum um. Was hier alles herumstand! Unfassbar! Einige Dinge kannte sie überhaupt nicht. Es würde bestimmt Wochen dauern, bis ihre Eltern das alles entsorgt hätten.
Vorsichtig öffnete Pia den Deckel eines alten Koffers. Einige vergilbte Spiele und eine Puppe kamen darin zum Vorschein. Die Puppe trug ein braunes Kleid mit einer hellen Schürze. Als Pia sie aus dem Koffer nahm, öffneten sich ihre Augen. Das Mädchen fragte sich in diesem Moment, wie lange die Puppe wohl schon hier oben gelegen haben mochte.
„Es werden wohl bald 70 Jahre sein“, sagte daraufhin eine Stimme. Pia drehte sich abrupt um und erschrak. Sie erkannte es nicht deutlich, doch sie nahm eine helle Gestalt wahr, bei der es sich um eine alte Frau handeln musste.
„Entschuldige bitte, wenn ich dich erschreckt habe“, meinte die alte Dame. „Du musst Pia sein, die Tochter meiner Großnichte. Ich habe dich als ganz kleines Mädchen einmal gesehen. Außerdem hat mir deine Mutter in jedem Jahr zum Weihnachtsfest geschrieben und ein Foto von dir beigelegt. Daher kenne ich dich. Aber du kannst dich gewiss nicht mehr an mich erinnern. Ich bin Tante Gertrud.“
Pia hatte es gewusst: Hier spukt es! Starr vor Schreck war sie weder in der Lage, zu schreien, noch, sich zu bewegen und diesen Raum zu verlassen.
„Es ist bestimmt komisch für dich, mich hier zu sehen. Weißt du, Pia, ich wollte gerne noch eine Weile in diesem Haus sein, bevor es der Käufer umbaut und es sich verändert. Ich dachte, hier auf dem Dachboden wird mich niemand finden. Das war, wie es scheint, wohl dumm von mir. Kinder sehen halt Dinge, die Erwachsene nicht mehr wahrnehmen können.“
Pia war immer noch nicht in der Lage, zu reagieren. Aber ganz so schaurig fand sie die Situation jetzt nicht mehr. Außerdem wurde die Gestalt immer deutlicher für Pia, je länger sie hinschaute.
„Das ist Marie“, sagte die Tante und zeigte auf die Puppe, die Pia noch immer in ihren Händen trug. „Ich habe sie so sehr geliebt. Du musst wissen, dass wir früher nicht so viele Spielsachen hatten, wie ihr heute. Nach dem Krieg hatten die Menschen wenig Geld. Aber wir Kinder hatten viel Fantasie und fanden immer etwas, was und womit wir spielen konnten. Weißt du, was ‚knickern’ bedeutet?“, fragte die Tante. Das Mädchen schüttelte mit dem Kopf.
„Pia, wo bist du?“, rief Mama in diesem Augenblick und eine Treppenstufe knarrte. 
„Wenn du möchtest, erzähle ich dir später mehr davon“, flüsterte Tante Gertrud noch schnell, bevor sie in einer dunklen Ecke verschwand.
 „Was machst du denn hier oben?“, fragte Mama, als sie den Raum betrat.
„Ich? Ich hab diese Puppe hier gefunden“, antwortete Pia schnell und hielt sie ihrer Mutter entgegen. Mit glühenden Wangen fügte sie hinzu: „Sie hat bestimmt deiner Tante Gertrud gehört.“
„Ja, ganz sicher sogar“, entgegnete Mama. „Weißt du was, die nehmen wir mit nach Hause, als Erinnerung an meine Tante.“
Mama sah sich um und seufzte. Es gab wirklich noch viel zu tun. „Kommst du wieder mit runter?“, wollte sie von Pia wissen.
„Nee, ich bleib noch ein bisschen hier oben und schau mich weiter um. Irgendwie find ich es doch ziemlich cool hier.“
Mama grinste. Schade, dass sie nicht sehen konnte, dass auch über Tante Gertruds Gesicht ein Lächeln huschte.


Sonntag, 13. August 2017

Frage 11: Kannst du dich gut von Dingen trennen?

Ich weiß, dass es jetzt eine Bloggerin gibt, die schmunzelt, weil sie genau weiß, dass ich durch ein Gespräch mit ihr auf diese Frage gekommen bin. J
Wie ich euch schon erzählt habe, renovieren wir unser Schlafzimmer und bekommen in dem Zug auch neue Möbel. Das heißt: Alle alten Schränke mussten ausgeräumt werden und ich staunte nicht schlecht, was da alles zum Vorschein kam.
Da wir ganz bewusst weniger Stauraum im neuen Schlafzimmer haben werden, müssen wir uns von vielen Dingen trennen und das ist auch gut so. – Immer mal wieder räume ich auf und aus, denn eines ist nicht zu unterschätzen: 


Alles gibt seine Energien ab.

Foto: Pixelio.de/Margot Kessler

Manche Menschen hüten viele Schätze aus Kindertagen. Einige bewahren Liebesbriefe auf. Daran kann doch nichts Schlechtes sein – oder doch?
Wenn wir Dinge aus Kindertagen aufheben, sollten wir uns vielleicht fragen, warum wir das tun. Haben wir Angst, die Verbindung zu früher und zu den Menschen, an die wir dabei denken, völlig zu kappen? Halten wir mit den Objekten eine unsichtbare Verbindung aufrecht?
Wenn die Tage unserer Kindheit glücklich waren, wird der Gegenstand keine negativen Energien abgeben. Doch wie sieht es aus, wenn das Objekt mit vielleicht traurigen Erinnerungen verbunden wird? Was macht es dann mit uns, wenn wir es betrachten? – Was macht es mit uns, wenn wir spüren, dass diese Zeit vorüber ist und nicht zurückkommen wird?


Foto: pixelio.de/Rainer Sturm


Auch bei den Liebesbriefen! 
Warum heben wir sie auf? 

Um uns an die schöne Zeit zu erinnern? Klar! Doch beim Lesen dieser alten Briefe passiert etwas mit uns. - Vielleicht machen sie uns ebenfalls traurig, weil wir erkennen, dass es so wie damals nicht mehr ist. Oder ist es ganz anders und bei der Erinnerung kommen Gefühle hoch, die wir gerne wieder aufleben lassen möchten?

Denkt ihr auch über derartige Dinge nach 
und trennt euch ganz bewusst von einigen Erinnerungsstücken, 
weil die Energien euch beeinflussen könnten, 
nicht mehr zu euch passen 
oder die Dinge 
einfach abgeschlossen werden sollten?

Magst du davon erzählen?


Varis: Ich bin ein Mensch, der sich auf die Gegenwart konzentriert und Gegenstände aus der Vergangenheit nicht hortet. Die Vergangenheit trägt man im Herzen und sie wird immer ein Teil von einem sein, aber das Leben spielt sich im Hier und Jetzt ab. 
Martina: Dem ist nichts hinzuzufügen. :-)
Klaudia: Ein sehr interessantes Thema...jedoch habe ich bisher nicht noch wirklich drüber nachgedacht. Leider horte ich viel zu viel....und das werde ich mir mal mehr bewusst machen und in Angriff nehmen;-).
Martina: Das freut mich, dass du darüber nachdenken möchtest.
Regina: Seit ich die sechzig überschritten habe, bin ich ein wenig gründlicher im Aussortieren geworden. Manchmal denke ich: Wenn ich mal nicht mehr da bin, wer will diesen ganzen "Mist" entsorgen und will ich eigentlich, dass andere (auch meine Kinder) darin herumwühlen? Nee, will ich nicht. Deshalb trenne ich mich von Dingen (auch alten Briefen), die nicht unbedingt für andere Augen bestimmt sind. Auch bei den Büchern habe ich schon angefangen. Bücher, die ich nie und nimmer mehr lesen werde, bringe ich entweder in die öffentlichen Bücherschränke oder entsorge sie im Papiermüll, wenn sie vermutlich auch niemand anders lesen will. Einmal habe ich eine ganze Kiste einer Frau geschenkt, die damit so Bücherkunst macht, also Staubfänger, die dann Wörter wie LOVE oder sowas bilden. Hast du bestimmt schonmal gesehen ...
Mit Kleidung bin ich noch vorsichtig, habe ja verschiedenen Größen in meinem Kleiderschrank, die immer mal wieder passen könnten - alles bis Größe 42, also die Elfengrößen, habe ich aber bereits verschenkt, eine Elfe werde ich wohl nicht mehr werden.
Martina: Lach! Das kenne ich. Auch in meinem Kleiderschrank gab es verschiedene Größen. Heute nicht mehr. Es ist, wie es ist und gut! - Was du schreibst, macht mich nachdenklich und ist ein Aspekt, den man bedenken sollte. - Ich weiß von einem Fall, wo das ganze Haus voll ist von Dingen, die die Mutter nicht wegwerfen konnte (wie sie immer gesagt hat). Jetzt tun sich die Kinder schwer damit, diese zu entsorgen, weil es ja Dinge sind, die der Mutter wichtig waren. - Ich habe in dieser Hinsicht nichts mehr, woran ich mein Herz hängen könnte - außer den Menschen, die zu meiner engsten Familie gehören!
Sophia: Trennen von Dingen, Puh..
Ich bin in meinem Leben schon so unglaublich oft von einem Ort zum nächsten gezogen, dass ich solche Erinnerungsstücke gar nicht habe. Schade vielleicht, aber wie du schon sagst, alles ist Energie. Lediglich Kleinkindererinnerungsstücke meines Sohnes hab ich zu meiner Mutter gebracht um sie aufzubewahren, falls er sie einmal haben/sehen möchte, oder seinen Kindern zeigen will.
Ich finde es schön, Erinnerungen nicht nur im Kopf zu haben, sondern sie auch anfassen zu können... ab und zu mal
Lieben Gruß und danke für deine Denkanstöße, mir tun sie gut
Martina: Ich finde es gut, dass du die Entscheidung, wie er mit seinen Erinnerungsstücken umgehen möchte, bei deinem Sohn lässt und nicht für ihn entscheidest. - Dazu neigen Eltern häufig! :-) 
Helga: Ja ich trenne mich ganz bewusst von vielen alten Erinnerungsstücken.
Aus meiner Kindheit habe ich nur ein paar selbst gemachte Dinge aufgehoben.
Alte Liebesbriefe, Geschenke und meine alten Tagebücher habe ich vor Jahrzehnten mit einem Feuerritual entsorgt, nachdem ich mich innerlich davon gelöst hatte.
Aber von extrem vielen alten Gebrauchsgegenständen haben wir uns im letzter Zeit verabschiedet, wir brauchten Platz für unsere neuen Obermieter (sie wohnen oben :)) Da staunt man /frau beim ausmisten, was sich so alles in den Räumen versteckt hatte... Nun fühle ich mich erleichtert, es ist immer noch zu viel von uns und unseren Jungen im Haus, wir werden immer mal wieder Razzia mit Rauswurf machen, der Dachboden ist als nächstes dran.
In diesem Sinne wünsche ich ein fröhliches loslassen innen wie außen. 

Martina: Ich bin auch ein 'Obermieter' :-), weil ich sooo gerne oben wohne! - Dadurch, dass wir unser Haus über Jahre hinweg umgebaut und renoviert haben, ist seeehr viel Altes entsorgt worden. - Da mein Opa dieses Haus gebaut hat und es mit seiner Familie und den Schwiegereltern bewohnte, kannst du dir vorstellen, was da alles zu finden war. - Danach bewohnten meine Eltern mit ihrer Familie dieses Haus. - Wir wurden also von vielen Dingen und alten Energien umgeben, die wir mit Respekt vor den Ahnen, aber auch mit Dankbarkeit, dass wir und die Familie unserer Tochter jetzt dieses Haus bewohnen dürfen, entsorgt haben. - Es ist befreiend, sich von Materiellem, aber auch von alten Erinnerungsstücken, zu trennen. Da stimme ich dir zu. Dennoch: Dieses Loslassen - manchmal nicht so einfach.
Manu: mmmh, der Mann würde sagen: "Ja, wir müssen achtgeben, dass wir nicht irgendwann mit einem Schild- Abzugeben - vor der Türe stehen" Aber ganz so schlimme find ich mich nicht! Ich hätte es gerne noch etwas leichter. Das fällt mir aber im Hobbyraum so unendlich schwer, da ich mir jedem Teilchen sofort wieder gefühlte hundert neue Ideen im Kopf habe, was daraus entstehen könnte. Und dann gibt es noch eine Ecke im Keller die voll ist mit alten Schätzen. Die stehen da zwar nicht rum, sondern werden immer wieder verdekoriert, aber es könnte etwas weniger sein. Also kurz und knapp, ein Messie bin ich mit Sicherheit nicht und alles was ich nicht mehr mag, oder mit negativen Gedanken verbunden ist, darf sofort gehen!
Martina: Okay, dass es dir schwer fällt, Dinge aus dem Hobbyraum zu entfernen, das glaube ich gerne. Man könnte es ja nochmal gebrauchen! :-) - Kann ich mir gut vorstellen. - Aber wer ein Haus hat, kennt das: Je mehr Platz zur Verfügung steht, umso mehr bewahrt man auf. - Das kenne ich auch!
Cosmee: Jahrzehntelang habe ich alte Tagebücher gehütet, die ich ab 17 vollgeschrieben habe und dies bis weit in die Vierziger. In diesem Jahr, ich bin über 60, habe ich sie endlich geschreddert. Der Gedanke, dass meine Kinder darin lesen könnten, wenn ich gestorben bin, den fand ich ganz schauderhaft. Denn ich bin längst nicht mehr die, die ich damals war. Und ich bin wirklich froh drum, eine Last fiel von mir.
Martina: Oh ja, gerade Tagebücher enthalten natürlich sehr viele Emotionen - auch wenn es die eigenen sind. Das ist sicher nicht zu unterschätzen. Ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass du dich wie befreit gefühlt hast, als diese 'Altlasten' von dir genommen wurden. - Danke für deinen Kommentar!
Jutta: Ich halte es eigentlich genau wie "Regina ".
Allerdings habe ich eine Erinnerungskiste, da sind mine gesammelten Werke von Tagebüchern drin und ein paar "Werke " meiner Kinder , Briefe zum Muttertag ect.
Da kann ich mich einfach nicht trennen.;-)
Ansonsten weg mit dem Ballast !
Ach ja, meine Tagebücher können meine Kinder ruhig lesen, da verstehen sie mich vielleicht dann besser in so manchen Dingen. 
Martina: Über den letzten Satz musste ich einerseits schmunzeln, andererseits habe ich mich gefragt, ob deine Kinder sie wirklich lesen würden. Empfindet man das nicht als einen Eingriff in die Privatsphäre des anderen - auch über den Tod hinaus? Ich weiß es nicht. - Ja, diese Erinnerungskisten sind sehr beliebt - aber voller Energien und Emotionen :-)!! 
Klärchen: Oh,je, Martina, ich bin gerade dabei auszumisten, weil ich muss... Viel ist es nicht, aber eine Kiste(Blechdose habe ich, da fällt es schwer),aber ich empfinde wie Regina und Jutta.In der großen alten Dose habe ich nur schöne Erinnerungen. Allerdings die Todesanzeigen meiner Mutter und meines Vaters, die sind etwas besonderes.Die Briefwechsel mit meiner Freundin, die Liebesbriefe zwischen meinem Mann und mir, erzählen meine Lebensgeschichte in der Jugend. Die werde ich für meine Biografie verwenden und meinen Kindern schenken.Natürlich nicht alles, das Geheimste bleibt geheim.Auch das Armbändchen meines ersten Kindes habe ich aufbewahrt, blau, eine Freude! Ja, manchmal schaue ich und lese, denke wie viele Veränderungen es gab.Lebe im Heute und brauche Erinnerungen um zu sehen wie sich alles geändert hat.Ich lächele dann und habe die Bilder vor mir ohne Wehmut und bekomme einen andere Sicht auf viele Dinge die passiert sind, eher hat sich alles ins positive gewandelt.Es bleibt Dankbarkeit, und Schmerz der mir zugefügt wurde habe ich verstanden und verziehen, soweit es geht.Es ist eben in der Kiste und abgeheftet!Alles andere ist in meinem Herzen und im Kopf!
Martina: Wenn man beim Anblick von alten Dingen sagen kann, dass sich alles zum Besseren gewendet hat, ist das sehr schön. Auch die Idee, den Kindern eine Biografie zu hinterlassen ist nicht schlecht. Wir wissen es aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man die Mutter nicht mehr fragen kann: Wie war das früher bei dir? So kann man manches besser verstehen. - Doch bei den Todesanzeigen bekomme ich eine Gänsehaut. Was macht sie so besonders für dich?
Erica Sta: Ja und Nein zugleich. Da sind weniger die Erinnerungsstücke - die es freilich gibt - als der Gedanke, das eine oder andere weiter verwenden zu können. Bin ich doch noch in der Generation aufgewachsen, da man lange auf etwas gespart hat und wenn der Stuhl, das Kleid etc. schäbig wurde, hat man sich die Mühe gemacht es zu reparieren und/ oder zu restaurieren.
Inzwischen änderten sich die Materialien, was früher aus Holz gefertigt, liegt als Plastikteil vor, von dem ich mich ohne mit der Wimper zu zucken verabschieden kann.
Fazit: Ich habe Prinzipien!

Martina: Das kenne ich natürlich, wie du auch. Es wurde gespart und dann erst gekauft - und zwar etwas Hochwertiges. - Du hast schon recht, dass man sich heute leichter trennt, weil viele Dinge aus Plastik sind, doch auch die könnte mein Mann evtl. noch gebrauchen ;-). - Prinzipien zu haben ist sicher nichts Schlechtes!
Rosi: nein
ich kann mich überhaupt nicht trennen
und ich empfinde es auch nicht als Ballast oder Bürde
auch die schmerzlichen Dinge (Briefe Tagebuchnotizen)habe ich aufbewahrt (seltsamerweise schreibt man fast nur Tagebuch wenn es einem nicht gut geht )
manchmal lese ich sie .. und ja.. dann wird mir das Herz schwer
aber es ist ein Teil von mir
Erinnerungen sind im Kopf.. ja.. aber sie verblassen
manchmal ist es ja vielleicht ganz sinnvoll .. ;)
auch ich bin in meinem Schlafzmmer zu Gange
einige Kleidungsstücke finden doch den Weg zur Kleiderkammer
denn ich habe noch von meiner Mutter Sachen hier und von meinem Mann
meine Kleidung trage ich Jahrzehnte ;)
solange sie mir passt und nicht kaputt geht
von mir aus dürfen die Anderen wegwerfen ;)
ich behalte
Martina: Wie gut, dass wir alle anders 'ticken' und sind! :-) Sonst gäbe es ja nur einen 'Einheitsbrei' - und das wäre richtig furchtbar!

Freitag, 11. August 2017

Kreativ-Award

Alle, die meine Geschichten lesen, wissen, dass diese immer zu Elke und ihrem kleinen Blog gehen. Das mache ich schon so, seit sie die Aktion 'Elkes frohe und kreative Linkparty' ins Leben gerufen hat. Im Juli nahm ich mit der Geschichte 'Der alte Krämerladen' teil. - Ja und nun ist es tatsächlich passiert: Mit einer anderen Bloggerin teile ich mir den im Juli vergebenen Kreativ-Award. Da bin ich doch echt platt!



Wenn ich in manchen Blogs unterwegs bin, staune ich über die große Kreativität. Ich selbst halte mich gar nicht für kreativ, zumindest nicht auf handwerklichem Gebiet.
Auf der anderen Seite sind wir alle kreative Menschen. So kann eine Kreation sein, mit allen unseren Empfindungen und Sinnen im Augenblick zu leben und uns bewusst zu sein, dass das, was wir in dem Moment denken und fühlen, Teil unserer Zukunft wird. - Bei aller Kreativität in dieser Hinsicht sollten wir jedoch bedenken, dass unsere Sorgen und Ängste, die wir in uns tragen, ein Teil unserer Zukunft werden können. Deshalb sollten wir unser Leben in so vielen Momenten wie möglich genießen, damit es auch in Zukunft ein Genuss bleibt, zu leben!

Mein herzliches Willkommen
gilt
Ulrike Schäfer-Zimmermann 
mit ihrem Blog
Sie ist diejenige,
mit der ich mir den Juli-Award teile!



Mittwoch, 9. August 2017

Ich konnte mich sofort erinnern!


 Woran?

An DIESE Tapete hier:




Die kleine Geschichte dazu:

Wir haben beschlossen, unser Schlafzimmer zu renovieren. In dem Zusammenhang sagte ich vor ein paar Tagen, dass ich schon als kleines Kind in dem Zimmer schlief, das heute - wieder - mein (unser) Schlafzimmer ist.
Heute begann mein Mann damit, einen eingebauten Schrank zu entfernen und ich sagte, dass der schon immer dort stand – früher halt in einem anderen Holz.
Als mein Mann nun das Gerüst dieses Schrankes entfernte und auch die Tapeten dahinter, kam darunter an einigen Stellen meine alte Kinderzimmertapete zum Vorschein – ziemlich vergilbt, aber immer noch schön J.



Ich konnte mich sofort an die Frösche unter dem Regenschirm erinnern und an die Marienkäfer und blaue Käfer gab es auch.
Das finde ich unfassbar, denn es ist wirklich schon ziiiiieeeemlich lange her J! - Irgendwie freue ich mich wie Bolle, sie noch einmal zu sehen! Klar, hab ich sie sofort im Bild festgehalten, bevor sie für immer verschwindet!