Dienstag, 31. Dezember 2013

Jahresende-Blues

Gerade habe ich die Geburtstage in den neuen Kalender übertragen und schon ist es wieder geschehen: 
Ich stimme den Jahresende-Blues an.
frohes-neues-jahr-0099.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandEigentlich passiert ja gar nichts Besonderes. 
Ein Tag folgt auf den anderen – wie immer:
Auf den Dienstag folgt der Mittwoch. 
Und doch: In den letzten Jahren hat so ein Jahresende für mich etwas Melancholisches.
Ich habe mehrere Kalender – einen wunderschönen Kunstkalender mit Blumen, den eine Freundin von mir selbst gestaltet hat, einen mit einem täglichen Abreißblatt und einen, in den ich alle Geburtstage und andere Jubiläen, die im kommenden Jahr anstehen, eingetragen habe.
Einige Geburtstage fehlen schon, die früher immer im Kalender standen, zum Beispiel die meiner Eltern, die beide nicht mehr leben. Und dabei wurde mir klar: In jedem Jahr begehen wir nicht nur unseren Geburtstag, sondern wir erleben auch das Datum unseres Todes. Habt ihr auch schon einmal darüber nachgedacht?
Dass sich alles von heute auf morgen verändern kann, sehen wir gerade wieder am Beispiel von Michael Schumacher. Von einer Sekunde auf die andere verändert sich das Leben – von einer Sekunde auf die andere kann es auch vorbei sein.
Ich kann mich diesen Gedanken zum Jahreswechsel einfach nicht entziehen. Und es ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn man sich das wieder einmal vergegenwärtigt, dass eben nichts Bestand hat und alles auch immer ganz anders kommen kann – von jetzt auf gleich.
Vielleicht helfen diese Gedanken dabei, das eigene Leben mehr wertzuschätzen.
2014. Möge es ein himmlisches Jahr für uns alle werden! Neujahrskarte mit Djabbi Teddys
Ich danke euch allen für das Lesen bei mir 
und wünsche euch
einen guten Rutsch!
Möge es ein himmlisches Jahr
für uns alle werden!





Montag, 30. Dezember 2013

Die Panzerknacker ...

... haben Zuwachs bekommen:




Unser Krümel hat im Kindergarten eine Brille gebastelt. Ich finde, sie ist ihr wirklich gelungen!!!


Sonntag, 29. Dezember 2013

Wofür wir dankbar sein sollten, es aber oft nicht sind!




Den nachfolgenden Text las ich im Netz. Leider kann ich nicht sagen, von wem er stammt, doch ich fand ihn so wahnsinnig zutreffend und schön, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte:


Für den Partner, der dir jede Nacht die Decke wegzieht -
weil es bedeutet, dass er mit keinem anderen aus ist.            

Für das Kind, das nicht sein Zimmer aufräumt und 
stattdessen lieber fernsieht –
weil es bedeutet, dass es zu Hause ist und nicht auf der Straße.

Für die Steuern, die ich zahlen muss –
weil es bedeutet, dass ich eine Arbeit habe.

Für die riesige Unordnung, die ich nach einer Party wieder aufräumen muss –
weil es bedeutet, dass ich von Freunden umgeben war.

Für die Kleidung, die mal wieder zu eng geworden ist –
weil es bedeutet, dass ich genug zu essen habe.

Für den Schatten, der mich ‚verfolgt’ –
weil es bedeutet, dass ich mich im Sonnenschein befinde.

Für den Teppich, den ich saugen muss und die Fenster, 
die geputzt werden müssen –
weil es bedeutet, dass ich ein Zuhause habe.

Für die vielen Beschwerden, die ich über die Regierung höre –
weil es bedeutet, dass wir die Redefreiheit besitzen.

Für die Straßenbeleuchtung, die so unendlich weit von meinem Parkplatz weg ist –
weil es bedeutet, dass ich laufen kann und ein Beförderungsmittel besitze.

Für die hohe Heizkostenrechnung –
weil es bedeutet, dass ich es warm habe.

Für den Wäscheberg zum Waschen und Bügeln –
weil es bedeutet, dass ich Kleidung besitze.

Für den Wecker, der mich morgens unsanft 
aus meinen Träumen reißt –
weil es bedeutet, dass ich am Leben bin.

Und schließlich: Für die vielen nervenden E-Mails –
weil es bedeutet, dass es Menschen gibt, die an mich denken!





Samstag, 28. Dezember 2013

Hundesch...... im Kamin

Heute Vormittag regnete es bei uns kleine Hunde.
Da sind wir kurz entschlossen in ein Möbelhaus gefahren.
Wir = Mein Mann und ich.
Dort gibt es eine Abteilung mit wirklich schönen Accessoires.
Ich: „Guck mal Schatz, ist das nicht schön?“
Er: „Hmmm“ – Schatz geht schon mal weiter –
       gefällt ihm wohl doch nicht.
Ich: „Guck mal Schatz, das sieht doch auch gut aus.“
Er: „Hmmm“
Ich: „Was meinst du, soll ich das mitnehmen?“
Er: „Was kostet das denn?“
Ich: „14,90 Euro“
Er: „14,90 Euro, das ist aber ganz schön teuer.“
Ich lege es wieder zurück.
Ein anderes Ehepaar geht an uns vorbei.
Sie: „Schatz, brauchen wir noch große Teelichte.“
Er: „Nein“
Sie legt sie wieder zurück.
Sie: „Guck mal Schatz, das ist doch hübsch.“
Er: „Was kostet das denn?“
Sie schaut auf den Preis – stellt es wieder zurück.
Dann stehen wir zu viert vor einem künstlichen Kamin.
kamine-0016.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandIch: „Guck mal, Schatz, da steigt sogar Rauch auf.“
Der andere Mann: „Sieht aus wie dampfende Hundesch….!“
Wir lachen zusammen und gehen auseinander.
Das war mal wirklich eine nette Unterhaltung!


Freitag, 27. Dezember 2013

So zeigte sich der Himmel heute Morgen!!


Sind die denn immer noch am Plätzchen backen?


Manche Leute bekommen von diesen Feiertagen ja nicht genug und begehen sogar noch einen
3. Weihnachtstag!
Dass sind dann zum Beispiel die Menschen,
die am 27. Dezember geboren wurden.
Ich kenne auch jemanden,
der heute Geburtstag hat . 
Sie hat ein tolles 'Bloghaus', 
einen lieben Mann und eine
süße Katze,
die ihr heute ganz besonders gratulieren möchte!
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!




Donnerstag, 26. Dezember 2013

Ungewöhnliche Weihnachtspost

Wir freuen uns darüber, wenn andere Menschen zu Weihnachten an uns denken und uns einen lieben Gruß schicken.
Ich habe sowohl Karten geschrieben, als auch welche erhalten. Man kennt sie, diese typischen weihnachtlichen Motive, die dass widerspiegeln, was wir uns alle zu Weihnachten wünschen: 
Schnee, Licht, Glanz, Freude, Stille, Liebe, Harmonie!
In diesem Jahr war eine Karte dabei, die wollte so ganz und gar nicht in diesen Rahmen hineinpassen. Ich zeig sie euch.


Als ich die Karte in Händen hielt, war ich irritiert - was hat dass mit Weihnachten zu tun, fragte ich mich.
Meine Freundin schrieb: ‚Ich habe diese Karte für dich ausgesucht, weil ich gleich an dich dachte, als ich sie sah.’
Wie bitte? Und dann schrieb sie noch ein paar Worte, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen. 
‚Ich dachte dabei an dich, weil du in den letzten Jahren so viel von dem umgesetzt hast, was hier steht!’
Da war ich baff. Hab ich dass wirklich? Und dann kam ich zu dem Ergebnis: Zumindest versucht hab ich es und das ist ganz wichtig, denke ich, dass man sich nicht irgendwann den Vorwurf machen muss, es nicht einmal versucht zu haben. 
Was passiert, wenn ich mit einer Sache scheitere? 
Ich bin um eine Erfahrung reicher - mehr nicht!

Deshalb nehme ich mir für 2014 vor:

Ich werde es nicht nur versuchen, sondern auch machen!
Ich werde Dinge sagen, die ich zu sagen habe!
Ich werde nicht nur glauben, sondern den Glauben zur Gewissheit werden zu lassen 
und schließlich:

Ich werde nicht nur träumen – sondern leben!



Montag, 23. Dezember 2013

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter


Silvi zeigt uns in ihrem Blog 
ihren Weihnachtsbaum 2013.
Da hab ich ihr versprochen, 
auch ein Foto von unserem
Tannenbaum einzustellen.
Um es mit Silvis Worten zu sagen:
Oooooohhhh Taaaannneeennnbaauummm!!!
Voilà - hier ist er:



Samstag, 7. Dezember 2013

Ich habe gerade einen Witz gehört – den muss ich euch erzählen!



Treffen sich zwei Rosinen.
Fragt die eine die andere:
„Warum trägst du denn einen Helm?“
Sagt die andere:
„Ich geh gleich in den Stollen!“

treffen_zwei_rosinen




Freitag, 29. November 2013

Amerika, ich komme!

(Eine weitere Erinnerungsgeschichte)

Regina vom Tag-zu-Tag-Blog hat uns verraten, dass ihr Mann einen runden Geburtstag feiert. Und schon fiel mir eine weitere Erinnerungsgeschichte ein. Sie liegt zwar noch nicht so lange zurück, aber immerhin sind seitdem auch schon wieder 8 Jahre vergangen: Der 50. Geburtstag meines Mannes. Für die Geschichte muss ich zunächst zurückgehen in das Jahr 1975.
Als ich damals zum ersten Mal sein damaliges Zimmer in seinem Elternhaus betrat, wurde ich erschlagen von Jerry-Cotton-Heften und New-York-Postern. Er war und ist ein ganz großer Fan dieser Stadt. (Ich weiß nicht, wie oft ich schon das Lied von Neil Diamond ‚It’s a beautiful noise’ in seinem Auto mit anhören musste. Aber ich mag das Lied auch, so ist es nicht.)
Er wollte sich immer seinen großen Traum erfüllen und nach New York reisen, doch nie klappte es. In jungen Jahren fehlte das Geld und später rückte der Traum aus irgendwelchen Gründen immer weiter weg. Ich weiß noch wie heute, dass er mit Tränen in den Augen vor dem Fernseher saß, als das World Trade Center einstürzte und er dann sagte: „Jetzt brauch ich gar nicht mehr dort hin“.
Als etwas später sein 50. Geburtstag anstand und alle überlegten, was schenken wir ihm und womit könnte man ihm eine Freude machen, dachte ich an seinen Wunsch. Er hatte nicht viele Wünsche, doch nach New York zu fahren, war ein ganz großer. Ich habe dann alle Freunde und Verwandten, die zu dem Fest eingeladen werden sollten angerufen und von dem Plan erzählt, ihm diese Reise zu seinem 50. zu schenken. Natürlich waren alle begeistert.
Zunächst habe ich eine USA-Flagge gekauft und die ging von Haus zu Haus weiter. Jeder Gast beteiligte sich an diesem Geschenk und unterschrieb auf dieser überdimensionalen Geburtstagskarte. Außerdem war ausgemacht, dass jeder Gast wirklich ohne ein Geschenk in der Hand gratuliert. Kein Umschlag, keine Karte, keine Kleinigkeit. Und das hat wirklich geklappt.
Wir hatten die Möglichkeit, bei Freunden auf einer großen Bauerndeele zu feiern. Das waren viele Vorbereitungen, die aber auch Spaß gemacht haben. Als wir am Abend vorher alles soweit vorbereitet hatten, sagte mein Mann plötzlich: „Ich habe ja gar keinen Geschenketisch.“
„Ja, daran haben wir noch gar nicht gedacht“, haben wir sofort gesagt und einen ziemlich kleinen Tisch geholt und an die Haustür gestellt. Er wird sich gedacht haben: „Wenn der Tisch man ausreicht“. Gesagt hat er aber nichts.
Nun kam der Geburtstag. Die Gäste trudelten ein. Kein Mensch übergab ein Geschenk. Mein Mann sagte wieder nichts, doch sein Gesicht sprach Bände. Er wusste nicht, was los war. Kein einziges auch noch so kleines Geschenk lag auf seinem doch arg kleinen Geschenketisch. Das blieb auch so bis nach dem Essen.
Jeder Gast bekam vorher genaue Instruktionen, wie er sich verhalten sollte. Ich hatte ein Gedicht gemacht und darin aufgezählt, was man so alles hätte schenken können. Das Gedicht steuerte dann im letzten Absatz auf unser eigentliches Geschenk zu. Ein Freund ließ das Lied von Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“ von der CD laufen, alle Gäste holten plötzlich kleine Papierfähnchen mit der USA-Flagge hervor, schwenkten sie und sangen mit. Dann haben wir die große Flagge entrollt und sie ihm übergeben mit den Worten: „Wir schenken dir eine Woche New York.“ Ich bekomme jetzt beim Schreiben noch eine Gänsehaut. Es gab kaum einen Gast, der keine Tränen in den Augen hatte. Mein Mann legte sich die Flagge um die Schultern und ging von Gast zu Gast und bedankte sich handlich.
Es dauerte dann noch 10 Monate, bis es endlich los ging und dann haben wir ihm noch – zum nächsten Geburtstag als vorträgliches Geburtstagsgeschenk – einen Flug mit dem Helikopter über New York geschenkt. Das bleibt unvergessen.
Nun steht in zwei Jahren wieder ein runder Geburtstag an und sein Wunsch lautet: Ich möchte gerne noch einmal nach New York. 
Die Überraschung vom 50. Geburtstag lässt sich nicht wiederholen, doch ich könnte mir vorstellen, dass er vielleicht seinen 60. dort feiert – 
Schaun wir mal!



                    
Fotos: Pixelio.de / Rike und Lars Heims                                                


Donnerstag, 28. November 2013

Interview

hochzeit-0074.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandIch habe euch ja schon von Mila erzählt, 
die verheiratete Blogger interviewen möchte.
Ich hab’s hinter mir JJ.
Wen es interessiert: Klick!!



Mittwoch, 27. November 2013

hund-0018.gif von 123gif.dePelle, der kleine Dieb
-          hier ist die bereits angekündigte Geschichte

Lea saß am Küchentisch und malte einen großen ovalen Bauch. Links oben kam ein Viereck auf den Bauch und darauf ein kreisrunder Kopf. Dem Kopf malte sie ein Gesicht und zwei Ohren.
„Wie viele Beine muss ich malen?“, überlegte Lea und zählte leise:  
1, 2, 3, 4.
„Was malst du denn?“, fragte Mama und sah ihrer Tochter vom Herd aus zu.
„Siehst du doch“, war Leas patzige Antwort.
Doch Mama konnte es noch nicht erkennen. Als Lea dem Tier dann noch eine Mähne und einen langen Schweif malte, war es klar.
„Ach, du malst ein Pferd“, sagte Mama. „Das ist aber schön geworden.“
Unter dem Tisch lag Pelle. Er hatte geschlafen und kam jetzt langsam hervor gekrochen. Er gähnte, streckte zuerst seine Vorder- und dann seine Hinterbeine aus und ging mit hoch erhobener Schnauze schnüffelnd auf Mama zu.
„Na, mein kleiner krummbeiniger Dackel“, sagte Mama, „du riechst wohl die Mettwurst, die auf dem Küchenschrank liegt. Nein, nein, die ist nicht für dich. Die kommt gleich in den Linseneintopf.“
‚Piep, piep, piep, piep.’ Der Trockner meldete sich.
„Kommst du mit Lea, und hilfst mir?“, fragte Mama.
Mit ihrer Tochter und dem Hund im Schlepptau ging Mama in die Waschküche. Lea half ihr, die Strümpfe zusammenzulegen. Schwupps – der Dackel schnappte sich eine Socke und rannte durch die Wohnung.
„Pelle, gib mir sofort den Strumpf zurück“, rief Lea und rannte hinter dem Hund her. Der lief immer im Kreis und hielt die Socke dabei wie eine Trophäe in der Schnauze. Immer wieder sah er sich nach Lea um und fand Gefallen daran, verfolgt zu werden. Irgendwann holte Lea Pelle dann ein und nahm ihm die Socke aus der Schnauze.
Lea ging zu Mama, die die Wäsche in die Schränke räumte. Keinem fiel auf, dass der Hund in die Küche gerannt war.
Pelle erinnerte sich daran, dass es dort so wunderbar gerochen hatte. Deshalb lief er schnurstracks dorthin. Es musste doch eine Möglichkeit geben, an die leckere Wurst zu kommen. Er schaute sich kurz um, sprang auf den Stuhl, ging über den Tisch und gelangte zu der Wurst.      
„Na, wer sagt es denn“, dachte sich Pelle „die lasse ich mir jetzt erst einmal schmecken“.
Er saß noch schmatzend und kauend auf der Arbeitsplatte, als Mama und Lea die Küche betraten.
Als Mama sah, was geschehen war, schimpfte sie wie ein Rohrspatz mit dem Hund. Pelle kniff seinen Schwanz zwischen die Hinterbeine, denn er wusste, dass er etwas Verbotenes getan hatte. Mama schnappte sich die Zeitung und der Hund bekam damit einen Klaps auf den Po. Jetzt war er beleidigt.
„Ab in dein Körbchen - sofort“, schimpfte Mama, „und da bleibst du.“
Mama half dem Dackel vom Tisch. Er hatte die gesamte Wurst verputzt und sein Bauch hing fast bis zum Boden.
„Oh weh, hoffentlich bekommt er jetzt kein Bauchweh“, sagte Lea.
„Das würde ihm recht geschehen“, antwortete Mama - meinte es aber gar nicht so.
Pelle verzog sich in sein Körbchen und wurde für eine lange Zeit nicht mehr gesehen.
Mama holte eine Dose Wiener Würstchen aus dem Vorratsschrank. Als Papa nach Hause kam, erzählten sie ihm die Geschichte von Pelle und wie er in Windeseile die Wurst verspeist hatte. Dann lachten sie über den kleinen Dieb und aßen gemeinsam den Eintopf. Nur Pelle nicht. Der bekam an dem Tag nichts mehr zu fressen.
                   








Montag, 25. November 2013

Die Erinnerungen gehen weiter

Am Sonntag brachte mir Lore Erinnerungen an unseren Hund und heute ist es Mila vom married-blog.
Sie hat mich angeschrieben, weil sie demnächst heiraten möchte und darüber bloggt. Nun ist sie auf der Suche nach verheirateten Bloggern, die von ihrer Hochzeit erzählen.
Also kommt heute nochmals eine Erinnerungsgeschichte – nämlich die Erinnerung an unsere Hochzeit.

Nachdem mein Mann und ich uns in diesen Tagen vor 39 Jahren kennen gelernt hatten, haben wir uns im Oktober 1978 verlobt. Mila fragt nach dem Heiratsantrag, doch den gab es gar nicht. Der Grund, sich zur Ehe zu entschließen, war ein anderer. - Nein, ich war nicht schwanger J. –
Heute werden die jungen Leute darüber schmunzeln, denn es war so, dass mein Mann in unserer Gegend keine Arbeit fand. Es ergab sich, dass 200 Kilometer von unserem damaligen und heutigen Zuhause eine Arbeitsstelle frei war. Die bekam mein Mann und zog 1978 nach Helmstedt. Vielen wird der Ort durch die damalige innerdeutsche Grenze bekannt sein. Ich wollte ihm folgen und genau das war der Grund, zu heiraten.
Es gab zwar schon das eine oder andere Paar, das in ‚wilder Ehe’ - wie es so schön hieß - lebte, doch das traute ich mich nicht. Meine Eltern hätten dafür keinerlei Verständnis aufgebracht. Also musste (nein, quatsch) durfte vorher geheiratet werden.
Da ich ab dem 1. März 1979 dort auch eine Arbeitsstelle gefunden hatte, musste dies noch vorher geschehen. Das heißt, wie heirateten im Februar. Nun werden die Älteren von euch wissen, dass der Februar 1979 sehr schneereich war. Er ging wohl als einer der schneereichsten Winter in die Geschichte Deutschlands ein.
Es war eigentlich eine standesamtliche und kirchliche Trauung für den Tag geplant, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es fiel soviel Schnee, dass die auswärtigen Gäste reihenweise absagten. Auch etliche heimische Gäste meldeten sich kurz vor dem großen Tag ab, denn eine Grippewelle durchzog die Bundesrepublik. Von über 120 Gästen blieben maximal 50, die mit uns gefeiert hätten. Nun war guter Rat teuer.
Ich weiß es noch wie heute, dass ich wie ein Häufchen Elend heulend auf einer Treppenstufe neben dem Telefon saß, als meine Mutter mit dem Pfarrer telefonierte und sagte, wir müssten die Hochzeit absagen bzw. auf einen späteren Termin verschieben. Das war kein Problem, doch mussten wir diesen Termin bis Ende April verschieben, da in der damaligen Zeit von Seiten der Kirche keine Trauung in der Fastenzeit durchgeführt wurde.
Dann rief meine Mutter noch in dem Haus an, in dem gefeiert werden sollte. Sie nahmen die Absage auch an, ohne dass uns Kosten entstanden. Das war unser Glück.
Die standesamtliche Trauung fand dann aber statt. Das Problem war: Die Braut war da – aber der Bräutigam nicht, denn die Trauung fand in unserem Heimatort statt und er musste zunächst dorthin gelangen.
Es war ihm nicht möglich, mit dem Auto zu fahren. Ich erinnere mich noch daran, dass wir es später unter vielen Schneehaufen gesucht haben. Keiner wusste mehr so genau, wo sein Auto stand.
Übrigens gestaltete sich die Fahrt zum Standesamt auch abenteuerlich. Eine breite Straße war quasi um die Hälfte geschrumpft. Man hoffte inständig, dass sich keine zwei LKW auf der Strecke begegneten. Dann wäre es schwierig geworden. Die Schilder an der Straße waren nicht mehr zu erkennen, da sie unter einem Berg von Schnee begraben waren. Wir fuhren damals wie durch eine Schneise – rechts Schnee, links Schnee, unter uns und über uns: Schnee, Schnee, Schnee!
Doch zurück zur Zugfahrt: Nun, mein Mann wollte ja gerne an seiner Hochzeit teilnehmen J und deshalb nahm er die Bahn. Das war aber eine richtig abenteuerliche Fahrt über viele, viele Stunden. Er musste in Hannover umsteigen, ist dann einfach aus seinem Zug heraus in den gegenüberliegenden hinein gesprungen, der gerade abfahren wollte, ohne zu wissen, ob es der richtige Zug war. 
Ja, es war der richtige Zug und Ja, es war der richtige Mann, denn wir sind noch heute verheiratet und wollen es auch bis zum Lebensende bleiben.
Das wünsche ich auch Mila von Herzen, dass sie den richtigen Mann gefunden hat.
Was mir im Übrigen auch noch in besonderer Erinnerung ist, ist die ‚neue’ Unterschrift mit dem neuen Namen im Standesamt. Das war etwas ganz Besonderes. 
Ich habe mich auch später niemals versprochen oder verschrieben. Vom ersten Tag an gehörte der neue Name zu mir.





Sonntag, 24. November 2013

Erinnerung an Charly

Gerade habe ich bei Lore im Märchenzauberblog vom diebischen Mäxchen gelesen, die mich an eine Geschichte erinnerte, die vor über 30 Jahren passierte. Damals hieß der Dieb nicht Max, sondern Charly. Er war auch keine Katze, sondern ein Hund – genauer gesagt ein Langhaardackel.
Damals waren mein Mann und ich jung verheiratet und unsere Tochter noch nicht geboren. Meine Schwiegereltern hatten ihren Besuch angekündigt – wegen der Entfernung immer mit mindestens einer Übernachtung. 
Das war für mich eine willkommene Gelegenheit, meinen Schwiegereltern zu zeigen, dass sie eine ‚tüchtige’ J Schwiegertochter hatten. Ich habe mir immer sehr viel Mühe gemacht und ein wunderbares Essen vorbereitet. Diesmal sollte es eine Hühnersuppe geben und von dem Fleisch Frikassee. 
Ich kochte also das Huhn aus, um eine Suppe zu erhalten. Dann wurde es in kleine Stückchen zerlegt. Das machte ich am Küchentisch. 
Als ich fertig war, piepte der Trockner. Das passt ja gut, dachte ich mir, bevor du das Fleisch jetzt weiter verarbeitest, kannst du zunächst einmal den Trockner leeren.
hund-0019.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandIhr ahnt schon, was passierte – ich ließ das Fleisch auf dem Küchentisch stehen. Da war es natürlich eine Leichtigkeit für unseren Hund, zunächst auf einen Stuhl und von da aus auf den Tisch zu springen und das komplette Fleisch zu vertilgen. Sein Bauch hing wirklich bis auf den Boden – genauer gesagt bis auf den Tisch.
Als ich in die Küche zurückkehrte und die Bescherung sah, hab ich einen Tobsuchtsanfall bekommen und der Hund hat zum ersten Mal einen Klaps bekommen. Er verkroch sich dann in eine Ecke und ich stand da - mit einer Brühe ohne Fleisch und Tränen in den Augen.
Ich war total aufgelöst, weil ich nicht wusste, was es jetzt zu essen geben sollte. In meiner Panik rief ich meinen Mann auf seiner Arbeitsstelle an und schilderte die Situation - und was machte er: Er nahm sich einen Lachanfall! Das machte mich noch wütender. 
Er brachte dann aber abends 2 halbe Hähnchen mit und das Fleisch hab ich für mein Frikassee verwendet. Alles war am Ende gut.
Dieses Geschehen habe ich zum Teil in einer Geschichte ‚verarbeitet’, die ich dann in den nächsten Tagen hier einstellen werde. 



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Samstag, 23. November 2013

Gedanken zum Ewigkeitssonntag

Gestern war ich auf dem Friedhof – wir evangelischen Christen feiern am Sonntag den Ewigkeitssonntag. Der Tag wird oft auch Totensonntag genannt. Ich sage dies ungern, mag dieses Wort nicht.

Ich habe die Grabstätte meiner Eltern gepflegt – das letzte Mal in diesem Jahr, denn dann kommt der Winter und alles ruht. Natürlich habe ich auch einen Kranz auf die Stätte gelegt.

Auf dem Grab schräg gegenüber liegt die Schwiegermutter einer früheren Schulfreundin begraben. Wir haben uns seltsamerweise noch nie dort getroffen. Diesmal waren wir zur gleichen Zeit am Grab. Auch sie nahm die Blätter von der Grabstätte und legte ein Gesteck hin.

Wir kamen ins Gespräch. „Weißt du“, sagte sie „ich mache nicht so ein Gedöns um den Friedhof. Klar halte ich ihn in Ordnung und jetzt hab ich auch was hingelegt, doch eigentlich ist dass doch nur was für die Leute. Wenn man nichts zum Totensonntag auf’s Grab legen würde, dann käme man ins Gerede.“

Ja, bei uns auf dem Dorf wäre das so. Da würde schnell geredet. Dann meinte sie noch: „Eigentlich ist das doch sowieso sinnlos und nur ein Geschäft für die Blumenhändler.“ Auch da fand ich: So ganz Unrecht hat sie nicht.

Wir haben eine große Grabstätte. Dort, wo meine Eltern beerdigt wurden, sind noch zwei freie Grabplätze. Meine Eltern dachten weit im Voraus und haben bei diesen Plätzen an mich und meinen Mann gedacht. Doch wir zweifeln, ob wir jemals dort beerdigt werden möchten.

Wir können uns durchaus eine Beisetzung im Friedwald vorstellen. Nicht, weil wir denken, wir leben dann in einem Baum weiter – nein, aus dem Grund heraus, dass wir nicht möchten, dass sich unsere Tochter verpflichtet fühlt, unsere Gräber in Ordnung halten zu müssen.

Natürlich würde sie es machen und unser Schwiegersohn auch – aus Pflichtbewusstsein und vielleicht auch wegen der Leute. Doch sie würden, genau wie ich es auch sehe, nicht den Friedhof benötigen, um sich an uns zu erinnern.

Als meine Mutter verstorben war, ging meine Schwester sehr oft zum Grab. Eigenartigerweise hatte ich überhaupt nicht dieses Bedürfnis. Wenn ich mich an meine Eltern erinnern möchte, dann kann ich dies tun. Immer. Jeden Tag und auch noch nachts, wenn ich nicht schlafen kann. Den Ort ‚Friedhof’ benötige ich dazu nicht.

Meine Schulfreundin erzählte mir, dass sie auch schon mit ihrem Mann darüber gesprochen habe. Auch sie kann sich eher eine Bestattung vorstellen, wo die Angehörigen keine Pflege für 30 Jahre übernehmen müssen. Doch ihr war der Gedanke unangenehm, verbrannt zu werden. Sie tendierte eher zu einer Erbestattung ‚unter einer Rasenfläche’.

In den letzten Jahren hat sich die Meinung der Menschen zu diesem Thema sehr gewandelt. Immer mehr entscheiden sich für ein Urnengrab im Friedwald oder ein Reihen-Urnengrab. Das wäre früher in einem Dorf wie dem unsrigen unvorstellbar gewesen.

Man wurde (sprichwörtlich) schon durch’s Dorf getragen, wenn man für sich eine Urnenbeisetzung vorgesehen hatte.

Wo unsere sterblichen Überreste verbleiben ist, denke ich, sowieso einerlei. Wo unsere Seele ihren nächsten Platz findet, ist viel wichtiger.

Dort, wo Blumen auf dem Grab stehen, stehen sie für die anderen Menschen, die das Grab betrachten – nicht mehr für den Verstorbenen. Einer verstorbenen Seele dürften die Blumen auf dem Grab egal sein.

blume-0394.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandEs gibt doch diesen schönen Spruch, der zu diesem Thema passt: 
„Schenkt Blumen lieber während des Lebens –
denn auf dem Grab blühen sie vergebens!“
                                                                                



Freitag, 22. November 2013

Was sagt man?


Vor 50 Jahren ging ich an der Hand meiner Mutter in ein Fleischerfachgeschäft und ich wurde von der netten Verkäuferin gefragt:
„Möchtest du eine Scheibe Wurst?“
Ich nickte.
Meine Mama fragte: „Was sagt man?“
Ich sagte: „Danke!“

Vor 25 Jahren ging ich in ein Fleischerfachgeschäft mit meiner Tochter an der Hand.
Sie wurde von der netten Verkäuferin gefragt:
„Möchtest du eine Scheibe Wurst?“
Sie nickte.
Ich fragte: „Was sagt man?“
Sie sagte: „Danke!“

Gestern war ich in mit meiner Tochter und den beiden Enkeln in einem Fleischerfachgeschäft.
Sie wurden von der netten Verkäuferin gefragt:
„Möchtet ihr eine Scheibe Wurst?“
Sie nickten.
Meine Tochter fragte „Was sagt man?“
Meine Enkel sagten: „Danke!“

Ist es nicht schön, dass es in unserer schnelllebigen und sich ständig veränderten Welt Dinge gibt, die Bestand haben.