Donnerstag, 29. August 2013

Glücksmomente


Foto: Pixelio.de/Ulla Thomas


Eigentlich wollte ich heute mit einer Geschichte starten, doch nun ist etwas Anderes in meinem Kopf. Da muss die Geschichte noch einen Tag warten.
Gestern Abend kam ich beim Zappen auf die von Sonja Zietlow moderierte Sendung ‚Die 25 unglaublichsten …’.
Gestern ging es um Wünsche. Vielleicht hat es der eine oder Andere auch gesehen.
Als ich einschaltete, sah man einen 26jährigen Amerikaner, der einen Stall ausfegte. Dann erfuhr man, dass dieser Mann geistig behindert sei. Doch was war sein Wunsch, fragte man sich.
Andere in seinem Alter hätten eine Schulter zum Anlehnen und auch schon sexuelle Erfahrungen gemacht. Nur er habe niemanden und das mache ihn traurig, erzählte der junge Mann.
Doch nicht nur er war darüber traurig, sondern auch seine Mutter und deshalb beschloss sie, für einen ‚Glücksmoment’ im Leben ihres Sohnes zu sorgen. Das war eine echte Überraschung und wohl nicht nur für den 26jährigen, sondern auch für den Zuschauer, denn dann kam eine Prostituierte ins Spiel. 
Die Mutter engagierte sie für ihren Sohn. Diese Frau hatte sich – man höre und staune – auf Behinderte ‚spezialisiert’. Sie müsse sehr einfühlsam sein, sagte sie und das glaubte ich ihr sofort.
Es kam dann - selbstverständlich hinter verschlossenen Türen - zu einem Treffen.
Als der junge Mann nach 2  Stunden zu seiner Mutter zurückkehrte, hatte er ein unbeschreibliches Strahlen in seinem Gesicht. Er war einfach nur glücklich.
Es ist sicher nicht einfach, sich in einen geistig behinderten Menschen hinein zu versetzen. Doch wenn man dessen Wünsche kennt und sie ihm erfüllt, muss das auch für den ‚Schenkenden’ ein unglaubliches Glücksgefühl sein.
Ich habe größten Respekt vor den beiden Frauen, finde ihren Einsatz grandios und wünsche dem 26jährigen noch viele weitere Glücksmomente in seinem Leben.


Kommentare:

  1. Habe ich auch gesehen, liebe Martina

    und ich hatte ähnliche Gedanken dazu. Ein glücklicher junger Mann und er strahlte übers ganze Gesicht!

    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Es ist ganz eigenartig, liebe Regina, jetzt hatte ich gerade ganz andere Gedanken dazu. Vielleicht währt die Freude des Mannes nur kurz, denn eigentlich war er ja auf der Suche nach Liebe. Die gibt ihm die Frau natürlich nicht. Ein zweischneidiges Schwert.
      LG Martina

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  2. Ach nein, das glaube ich nicht, es war sicher ein Erlebnis, das er nicht vergisst. Männer ticken anders in Bezug auf Sex.
    Ich denke, dass er noch nie Sex hatte, hätte ihn schwer gestört.
    Jetzt fühlt er sich doch trotz seiner Behinderung als Mann.

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  3. Wahrscheinlich hast du Recht. Der junge Mann strahlte wirklich über das ganze Gesicht. Es wird schon richtig gewesen sein. Mütter sind schon etwas ganz Besonderes - nicht wahr. Sie wollen doch stets nur das Beste für ihre Kinder.

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