Freitag, 27. September 2013

Altweibersommer


Woher kommt eigentlich die Bezeichnung, fragte ich mich und fand bei 'Bauernregeln.net' folgendes dazu:
Gemeint ist mit dem Begriff "Altweibersommer" kein Sommerwetter für ältere Frauen. Der Ursprung dieser Bezeichnung führt weit in die Vergangenheit, in die germanische Mythologie. Mit ‚weiben’ wurde im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben bezeichnet.
An September-Tagen mit sonnigem Wetter kühlt es sich in den klaren Nächten stark ab, so dass in den Morgenstunden durch den Tau die Spinnweben deutlich zu erkennen sind.
Die seltsam glänzenden Fäden (oder "Herbstfäden") glitzern im Sonnenlicht wie lange, silbergraue Haare. Früher glaubten die Leute, so erzählen es alte Sagen, dass alte Weiber (damals war das noch kein Schimpfwort für alte Damen) diese "Haare" beim Kämmen verloren hätten und dass dies das Wirken der "Nornen", der alten Schicksalsgöttinnen, die die Lebensfäden der Menschen spinnen, war. Alten Menschen, an denen solche Spinnfäden hängen bleiben, sollten sie Glück bringen. Spätere - im Christentum entstandene - Legenden wiederum wissen zu berichten, dass die Silberfäden des Altweibersommers aus dem Mantel Marias stammen, den sie bei ihrer Himmelfahrt trug. Im Volksmund heißen deshalb diese Spinnfäden auch "Marienfäden", "Marienseide" oder "Marienhaar".

Diese Spinnennetze zwischen Gräsern, Blumen, Zweigen, Büschen, an Dachrinnen und Fensterläden, an Zäunen und Mauern, entdeckt man vor allem an den ungewöhnlich warmen und sonnigen Tagen im Herbst.

(Morgen geht es weiter mit dem ‚Indian Summer’)

Foto: Pixelio.de/Alisara

Kommentare:

  1. Und dich hat die Spinne nur gebissen, weil du sie am weiben gehindert hast, grins LGLore

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Damit könntest du recht haben, obwohl ich mir gar keiner Schuld bewusst bin.

      Löschen