Mittwoch, 16. Oktober 2013

Nur 100 Gegenstände


Letztens sah ich im Fernsehen eine Sendung, in der sich eine Frau auf das Experiment einließ, minimalistisch zu leben. Sie wollte versuchen, mit nur 100 Dingen aus zu kommen. Da hieß es natürlich zunächst einmal, die Wohnung ausräumen.
Was würde ich behalten wollen, wenn ich nur noch 100 Dinge behalten dürfte. Ganz vorne wäre der Laptop. Ohne ihn geht ja heute gar nichts mehr. Telefon, Kaffeemaschine, Bügeleisen, Waschmaschine, Trockner, Bett, Matratze, Kissen, Decke, nicht zu vergessen die Wärmflasche gegen die kalten Füße. Tasse, Teller, Messer, Gabel, Löffel, Topf, Pfanne, Grünpflanzen, Shampoo, Fön, Handtuch, Duschtuch, Toilettenpapier, Zahncreme, Zahnbürste, Tisch, Stuhl usw. usw. 100 Dinge sind schnell erreicht.
kerzen-0204.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandIch könnte aber auch schwer auf Dekorationsstücke in meiner Wohnung verzichten, denn ohne sie wäre es doch sehr kahl. Also kleine Lampen und Kerzen, gerade jetzt im Herbst, auf die möchte ich auch nicht verzichten.
Es ist sicher richtig, dass wir uns mit vielem umgeben, was unnütz ist. Auch auf Dinge, die man als ‚Statussymbol’ bezeichnet, könnte ich verzichten. Auf Schmuck zum Beispiel. Den trage ich schon lange nicht mehr – nicht einmal mehr eine Armbanduhr. Als ich noch jünger war, besaß ich viel Schmuck. Heute nicht mehr.
Wichtig ist nur, sein Herz nicht zu sehr an diese materiellen Dinge zu hängen, denke ich. Zu erkennen, dass ich auf Dinge verzichten könnte ist natürlich etwas anderes, als es wirklich zu tun. Deshalb habe ich großen Respekt vor den Menschen, die tatsächlich minimalistisch leben.

Kommentare:

  1. Ach du liebes Bisschen, da müsste ich schon mal meine über tausend Bücher weg geben, nä, das ginge nicht, aber auf ein Auto kann ich verzichten, Schmuck trage ich sowieso nicht, aber ich brauche sicher mehr als hundert Dinge. Man ist sie halt gewöhnt.
    Da ich auf dich auch nicht verzichten möchte, grins, wünsche ich dir einen schönen Tag und sende herzliche Grüße, aus dem heute sehr kalten Bayern. Lore

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    1. Nun hab ich auch gegrinst. Da hab ich doch ganz vergessen, dich und Regina aufzuzählen. Aber dass ich auf euch nicht mehr verzichten möchte, ist doch klar - oder?
      Danke für den lieben Kommentar - ruf dich morgen mal wieder an. LG Martina

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  2. Hallo Martina,

    das ist wirklich ein sehr interessantes Experiment.
    Mich hat besonders Dein vorletzter Satz zum Nachdenken gebracht. Ich könnte auch diverse Sachen aufzählen, auf die ich theoretisch verzichten könnte, aber wie wäre es in der Praxis?
    Vielleicht werde ich einfach mal versuchen auf dieses oder jenes EINE Woche zu verzichten. Mal sehen, ob es klappt und ob ich es wirklich mache, denn ohne Not so etwas zu tun ist glaube ich ganz schön schwierig.
    Ich finde das auch bewundernswert.

    Liebe Grüße
    Thomas

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    1. Wenn du es wirklich ausprobierst, dann würde es mich freuen, wenn du davon berichtest. Du hast recht, dass es besonders schwierig ist, wenn keine Not besteht. Man kann irgendwie nicht einsehen, auf lieb Gewonnenes zu verzichten.
      Danke für den Kommentar und liebe Grüße! Martina

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