Sonntag, 24. November 2013

Erinnerung an Charly

Gerade habe ich bei Lore im Märchenzauberblog vom diebischen Mäxchen gelesen, die mich an eine Geschichte erinnerte, die vor über 30 Jahren passierte. Damals hieß der Dieb nicht Max, sondern Charly. Er war auch keine Katze, sondern ein Hund – genauer gesagt ein Langhaardackel.
Damals waren mein Mann und ich jung verheiratet und unsere Tochter noch nicht geboren. Meine Schwiegereltern hatten ihren Besuch angekündigt – wegen der Entfernung immer mit mindestens einer Übernachtung. 
Das war für mich eine willkommene Gelegenheit, meinen Schwiegereltern zu zeigen, dass sie eine ‚tüchtige’ J Schwiegertochter hatten. Ich habe mir immer sehr viel Mühe gemacht und ein wunderbares Essen vorbereitet. Diesmal sollte es eine Hühnersuppe geben und von dem Fleisch Frikassee. 
Ich kochte also das Huhn aus, um eine Suppe zu erhalten. Dann wurde es in kleine Stückchen zerlegt. Das machte ich am Küchentisch. 
Als ich fertig war, piepte der Trockner. Das passt ja gut, dachte ich mir, bevor du das Fleisch jetzt weiter verarbeitest, kannst du zunächst einmal den Trockner leeren.
hund-0019.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandIhr ahnt schon, was passierte – ich ließ das Fleisch auf dem Küchentisch stehen. Da war es natürlich eine Leichtigkeit für unseren Hund, zunächst auf einen Stuhl und von da aus auf den Tisch zu springen und das komplette Fleisch zu vertilgen. Sein Bauch hing wirklich bis auf den Boden – genauer gesagt bis auf den Tisch.
Als ich in die Küche zurückkehrte und die Bescherung sah, hab ich einen Tobsuchtsanfall bekommen und der Hund hat zum ersten Mal einen Klaps bekommen. Er verkroch sich dann in eine Ecke und ich stand da - mit einer Brühe ohne Fleisch und Tränen in den Augen.
Ich war total aufgelöst, weil ich nicht wusste, was es jetzt zu essen geben sollte. In meiner Panik rief ich meinen Mann auf seiner Arbeitsstelle an und schilderte die Situation - und was machte er: Er nahm sich einen Lachanfall! Das machte mich noch wütender. 
Er brachte dann aber abends 2 halbe Hähnchen mit und das Fleisch hab ich für mein Frikassee verwendet. Alles war am Ende gut.
Dieses Geschehen habe ich zum Teil in einer Geschichte ‚verarbeitet’, die ich dann in den nächsten Tagen hier einstellen werde. 



Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    dieser Hund muss mit meinem verwandt gewesen sein, denn ähnlich haben wir das erlebt, als ich einmal das Essen für die Familie vorbereitet hatte und vergass, die Mettwurst abzudecken, die neben dem Gemüseeintopf auf einem Teller angerichtet war.
    Ich wollte nur kurz in den Keller und etwas zu trinken holen, schon war es geschehen - zuerst waren wir wütend, später haben wir herzlich gelacht und nie wieder vergessen, dass der Hund leicht auf den Tisch kann.

    Einen schönen Tag dir und liebe Grüße
    Regina

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    1. Ich glaube, das hätten wir uns als Hund auch nicht entgehen lassen - wenn die Menschen so dumm sind - selbst Schuld!! :-)

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