Montag, 30. September 2013

Die traurige Kerze (Fortsetzung)

Die dicke kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand sah sich interessiert im Zimmer um. Wo war sie hier? 
Zum ersten Mal in ihrem Leben hörte sie Musik. Das gefiel ihr. Wenn sie nur nicht so weit hinten in der Ecke stehen würde, dann könnte sie das Mädchen besser beobachten. Schade. So begnügte sie sich damit, der Musik zu lauschen. Die Wochen vergingen. Die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand stand immer noch hinten in der Ecke und das machte sie traurig. Manchmal war sie ganz verzweifelt, da sie keinen Sinn in ihrem Leben sah. Wozu war sie nur erschaffen worden. Niemand beachtete sie. Sie war nicht einmal besonders hübsch, hatte Anna einmal gesagt.

Es war ein dunkler Herbsttag, als die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand wieder einmal sehr traurig war. Gott sei Dank konnte sie von ihrem Platz aus nach draußen schauen, sonst wäre sie vor lauter Traurigkeit schon gestorben.
Heute herrschte ein mächtiger Sturm. Die Äste der dicken Eiche, die vor dem Fenster stand, neigten sich hin und her. Der Wind sauste um das Haus und gab Furcht erregende Töne von sich.
Anna betrat gemeinsam mit ihrer Freundin Sophie das Zimmer. Beide Mädchen betrachteten ebenso wie die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand das Schauspiel draußen.
Die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand hörte, wie Anna mit ihrer Freundin sprach.
„Hoffentlich legt sich der Sturm heute Abend, wenn meine Eltern ausgehen“, meinte Anna.
„Macht doch nichts. Lass den Wind doch heulen. Das stört doch niemanden. Und du bist ja nicht alleine. Ich bleibe doch bei dir.“
„Das ist auch gut so. Ich glaube, sonst wäre mir schon etwas mulmig zumute“, prophezeite Anna.
Dann rief Annas Mama die beiden Mädels zum Abendessen in die Küche. Die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand blieb traurig und einsam zurück.
Der Sturm wurde immer heftiger. Annas Eltern hatten inzwischen das Haus verlassen und die beiden Freundinnen saßen vor dem Fernseher. Den Film durften sie bis zum Ende schauen, aber dann sollten sie sich schlafen legen.
Immer wieder flackerten die Fernsehbilder. „Das liegt am Sturm“, sagte Sophie. „Das war beim letzten Herbststurm genau so. Ich kann mich noch gut daran erinnern.“
Pitsch! Der Fernseher ging aus und alle Lampen der Wohnung ebenso.
„Ach du meine Güte“, rief Anna. „Der Strom ist ausgefallen. Bist du noch neben mir, Sophie?“, rief sie panisch.
„Ja klar, wo soll ich denn sonst sein.“
„Sophie, ich hab Angst. Es ist so dunkel. Mach was.“
„Na, du bist gut“, murrte Sophie. „Was soll ich denn deiner Meinung nach machen. Wir brauchen eine kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand Anna und ein Feuerzeug oder Streichhölzer. Wo finde ich das denn?“
Anna überlegte. Dann fiel ihr die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand in ihrem Zimmer ein.
Sophie schlich langsam in Annas Zimmer und holte sie.
„So“, sagte Sophie an die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand gerichtet. „Du kommst jetzt mit und spendest uns Licht.“
Was sollte sie machen? Licht spenden? Aber sie wusste doch gar nicht, wie man das macht.
Anna fand trotz der Dunkelheit ein Feuerzeug und hielt die kleine Flamme nun an den Docht der kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand, die stumm, aber sehr aufgeregt, auf dem Tisch stand.
Dann wurde es hell im Raum. Doch woher kam plötzlich das Licht? Wohin die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand auch sah, sie fand die Lichtquelle nicht. Eigenartig.
„Gut, dass wir die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand haben“, sagte Sophie, „sonst wäre es jetzt verdammt dunkel und ungemütlich. Aber so ist es richtig schön. Die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand verbreitet ein schönes und warmes Licht.“
Wie bitte? Was sagte Sophie da? Sie, die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand, sollte ein warmes Licht verbreiten?
Dann sah sie nach oben und traute ihren Augen kaum. Sie war die Lichtquelle! Sie, die hässliche dicke kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand, die niemand beachtete, war zu einer Lichtquelle für andere geworden.
Stolz schenkte diekerzen-0201.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandder Flamme ihr Wachs, auch wenn sie das ihr Leben kostete. Niemals hätte sie gedacht, dass sie so wertvoll sein könnte - sie fühlte sich wie eine wahre Heldin!

© Martina Pfannenschmidt


Sonntag, 29. September 2013

Die traurige Kerze


Famje, die nette junge Frau hinter dem 'Krimskramsblog', beteiligt sich an dem
'Heldentag bei Roboti'’.
Und so hat sie am vergangenen Dienstag kurzerhand die Kerze zur 'Heldin' ernannt.
Als ich das las, dachte ich mir, daraus könnte man doch eine Geschichte machen. 
Gesagt – getan!
Heute und morgen könnt ihr die Geschichte in meinem Blog lesen:


„Puh, heute ist ein scheußlicher Tag“, rief Anna, als sie aus der Schule nach Hause kam und die Küche betrat.
„Hallo, meine Süße!“, sagte Mama. „Ja, du hast Recht, heute ist es scheußlich. Deshalb habe ich uns einen deftigen Eintopf gekocht, der uns von innen wärmen kann.“
„Eintopf?“ Anna war mäßig begeistert. „Na gut, wenn du meinst, er wärmt mich auf, dann esse ich ihn halt.“
„Nun zieh mal keine Schnute, er wird dir bestimmt schmecken.“
Eine kurze Zeit später saßen Mutter und Tochter am Küchentisch. Der Eintopf schmeckte Anna besser, als sie zunächst gedacht hatte, doch das verriet sie ihrer Mutter nicht.
„Wir haben heute keine Hausaufgaben auf“, sagte Anna. „Kann ich dann zu Sophie gehen?“
„Von mir aus gerne“, antwortete Mama. „Habt ihr denn schon eine Uhrzeit ausgemacht?“
„Nein, bisher nicht. Ich rufe sie gleich mal an“, meinte Anna und war schon Richtung Telefon unterwegs.
Nach einiger Zeit kam sie betrübt in die Küche zurück.
„Sophie hat heute keine Zeit. So was Blödes. Was mach ich denn nun? Mir ist jetzt schon langweilig“, maulte Anna.
„Du könntest lesen, puzzeln oder deine Nase in das Vokabelheft stecken“, schlug Mama vor.
„Ne, keine Lust“, nörgelte Anna herum.
„Na, dann muss ich mir wohl etwas einfallen lassen, um meine Tochter zu bespaßen“, lachte Mama. „Was hältst du davon, wenn wir kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand ziehen?
Annas Gesicht hellte sich auf.
„Das ist eine prima Idee. Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Wollen wir gleich loslegen?“
„Lass mich zunächst die Küche aufräumen, dann können wir beginnen“, meinte Mama. „Du kannst schon mal alle kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandkerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand-reste zusammen suchen, aus denen wir neue kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandkerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand ziehen können.“
Anna war mit Feuereifer dabei. Sie brachte alle kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandkerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand-stumpen in die Küche. Mama holte einen alten Topf aus dem Keller und dann ging es los.
Als das Wachs die passende Temperatur hatte, hielt Anna einen Docht hinein. Die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandkerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand-reste vermischten sich zu einer eigenwilligen Farbe, die Anna nicht besonders gefiel. Dennoch machte ihr das kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandkerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand-ziehen Freude. Zu sehen, wie die kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand dicker und dicker wurde, war spannend.
Nach einiger Zeit entstand eine ansehnliche kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand, für die Anna sogar einen passenden kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandkerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand-ständer fand. Da sie farblich jedoch nicht so gelungen war, stellte Anna sie in die hinterste Ecke ihres Zimmers. Den Rest des Nachmittags verbrachte sie damit, Musik zu hören und zu lesen.

(Wie es weitergeht mit der dicken kerzen-0215.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand und weshalb sie so traurig ist, erfahrt ihr morgen.)


© Martina Pfannenschmidt

Samstag, 28. September 2013

Indian Summer

Das weiß 'Bauernregeln.net' zum Indian Summer:

Foto: Pixelio.de/Karl-Heinz Liebisch


Der Altweibersommer tritt in Amerika fast zur gleichen Zeit auf. Er nennt sich dort ‚Indian Summer’ und ist berühmt für die prächtige Herbstfärbung der Laubbäume. Der Name ‚Indian Summer’ begründet sich auf einer alten indianischen Legende, nach der das Rot der Bäume das Blut eines erlegten Bären symbolisieren soll. In Schweden spricht man vom ‚Birgitta-Sommer’, in Finnland von ‚ruska-aika’ (Zeit der Braunfärbung). In diesen Ländern liegt der Altweibersommer meist Anfang bis Mitte Oktober.

In Polen nennt man dieses Phänomen ‚Babie Lato’ (Weiber-Sommer). In den Mittelmeerländern ist eine ähnliche späte Warmperiode, dort im November, als ‚St.-Martins-Sommer’ bekannt. Viele Menschen bezeichnen diese Tage auch als die fünfte Jahreszeit. Die heiße Zeit des Sommers ist vorbei, die Nächte oft schon recht kühl, aber der Herbst hat noch nicht so richtig Einzug gehalten.

Von Mitte bis Ende September gibt es fast jedes Jahr eine der schönsten und beständigsten Hochdruckwetterlagen über Mitteleuropa. Ursache ist ein Festlandshoch über Osteuropa, das trocken-kontinentale Luft nach Mitteleuropa einströmen lässt. Typisch sind auch die morgendlichen Nebelfelder in den Flussniederungen, die sich durch die noch ausreichend starke Sonneneinstrahlung vormittags auflösen. Dieses schöne Hochdruckwetter kann von mehreren Tagen bis Wochen dauern, ja selbst noch bis in die ersten Oktobertage hinein. In Wetterstatistiken ist diese Schönwetterperiode seit ca. 200 Jahren nachweisbar und in Bauernregeln sogar seit mehreren Jahrhunderten.


Freitag, 27. September 2013

Altweibersommer


Woher kommt eigentlich die Bezeichnung, fragte ich mich und fand bei 'Bauernregeln.net' folgendes dazu:
Gemeint ist mit dem Begriff "Altweibersommer" kein Sommerwetter für ältere Frauen. Der Ursprung dieser Bezeichnung führt weit in die Vergangenheit, in die germanische Mythologie. Mit ‚weiben’ wurde im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben bezeichnet.
An September-Tagen mit sonnigem Wetter kühlt es sich in den klaren Nächten stark ab, so dass in den Morgenstunden durch den Tau die Spinnweben deutlich zu erkennen sind.
Die seltsam glänzenden Fäden (oder "Herbstfäden") glitzern im Sonnenlicht wie lange, silbergraue Haare. Früher glaubten die Leute, so erzählen es alte Sagen, dass alte Weiber (damals war das noch kein Schimpfwort für alte Damen) diese "Haare" beim Kämmen verloren hätten und dass dies das Wirken der "Nornen", der alten Schicksalsgöttinnen, die die Lebensfäden der Menschen spinnen, war. Alten Menschen, an denen solche Spinnfäden hängen bleiben, sollten sie Glück bringen. Spätere - im Christentum entstandene - Legenden wiederum wissen zu berichten, dass die Silberfäden des Altweibersommers aus dem Mantel Marias stammen, den sie bei ihrer Himmelfahrt trug. Im Volksmund heißen deshalb diese Spinnfäden auch "Marienfäden", "Marienseide" oder "Marienhaar".

Diese Spinnennetze zwischen Gräsern, Blumen, Zweigen, Büschen, an Dachrinnen und Fensterläden, an Zäunen und Mauern, entdeckt man vor allem an den ungewöhnlich warmen und sonnigen Tagen im Herbst.

(Morgen geht es weiter mit dem ‚Indian Summer’)

Foto: Pixelio.de/Alisara

Donnerstag, 26. September 2013

„Immer muss ich dich um etwas bitten.“

Das dürfte wohl jedem von uns bekannt sein. Oft setzen wir voraus, dass 
‚der andere’ doch wissen muss, was wir gerade von ihm erwarten. Manchmal geht es auch um irgendwelche Aufgaben von denen wir denken, wir müssen ‚den anderen’ nicht beauftragen, er wird die Arbeit auch so sehen. 
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Da ist wohl der überquellende Mülleimer der Klassiker.

Ich las einmal den Satz: „Eine Partnerschaft ist kein Rätselraten“. Der andere ist nicht dafür da, unsere Wünsche zu erahnen. Der andere ist nun mal anders, sonst wäre er ja nicht ‚der andere’, der nun mal anders tickt.

Wenn wir lernen, unsere Wünsche auszusprechen und dabei nicht die kleinen Wörtchen ‚Bitte’ und ‚Danke’ vergessen, haben wir bestimmt schon viel für ein harmonisches Zusammenleben getan.

Mittwoch, 25. September 2013

Du bist jetzt wohl ...

Meine Enkelkinder sind in einem Alter, in dem sie sich und anderen ständig neue Identitäten zusprechen. Du bist jetzt wohl …
So war ich in den letzten Tagen ein Baby, ein Kindergarten- und Schulkind, eine Mama und ein Opa.

Doch gestern kam mir eine ganz besondere Aufgabe zu. Ich war der Krankenwagen: Tatü, Tata, Tatü, Tata!

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Dienstag, 24. September 2013

Es gibt Dinge, die möchte ich gar nicht wissen

Letztens spielten meine Enkelkinder mit zwei anderen Kindern im Garten. Die Mutter der Kinder und meine Tochter sind befreundet. Sie standen auf der Terrasse und unterhielten sich. Dann ging meine Tochter ins Haus und sagte zu ihrer Freundin: „Du hast ja ein Auge auf die Kinder.“ Weg war sie.

Als meine Tochter etwas später wieder nach draußen kam, sagte besagte Freundin: „Morgen könnte ich sogar noch ein paar Augen mehr auf die Kinder haben“, und lachte über ihren Scherz, den meine Tochter nicht verstand. „Ich war nämlich vorhin beim Fleischer“, ergänzte die Freundin, „und habe 20 Rinderaugen vorbestellt.“
                   
kuh-0015.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand„Was?“, schrie meine Tochter sie an. „Wegen dir und deiner Kinder mussten 10 Rinder sterben. Und da machst du mir einen Vorwurf, dass ich Fleisch esse und meinetwegen ein Tier sterben muss“.

Es war der Beginn einer endlosen Debatte, deren Ausgang mir nicht bekannt ist.

Zum besseren Verständnis: Besagte Freundin ist zum einen Vegetarierin und zum anderen unterrichtet sie Bio am Gymnasium. Die Rinderaugen benötigte sie für den Unterricht. 

Es gibt Dinge, die möchte ich gar nicht wissen.



Montag, 23. September 2013

Zahnarzt

medizin-0069.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandHeute musste ich zum Zahnarzt, denn mir ist am Wochenende ein kleines Stückchen aus einem Backenzahn gebrochen. 
Da fand ich im Netz diese dazu ‚wie die Faust auf’s Auge’ passenden Gedichte:

Für Jeden gibt´s, so glaube ich,
wohl irgendwas, das mag er nich´,
ob Angst vor´m Flug, vor´m Hund von Schmitz,
nichts gleicht der Furcht vor´m Zahnarzt-Sitz.
Ich kenn´ den Spruch "Tut gar nicht weh",
doch wenn ich schon das Werkzeug seh´,
dann läuft der Schweiß, gibt´s weiche Knie,
ich hab `ne echte Bohr-Phobie.
Seit Jahren schon geh´ ich nicht hin
weil ich doch kein Indianer bin,
man nennt mich nur `Old Hasenherz´
denn "weißes Mann kennt großes Schmerz".
Doch jetzt, - oh weh -, gibt´s kein Zurück,
vom Backenzahn, da fehlt ein Stück,
der Teufel selbst hat mich geneckt
und in dem Brot `nen Stein versteckt.
Beim Frühstück war´s, - noch nicht ganz wach -,
ein Biss, ein `Knirsch´, ein lautes `Krach´,
aus meinem Mund fiel Brot und Stein
und schließlich auch ein Zahnilein.
Kein Uhu half, kein Wehgeschrei,
ein gottverdammter Nerv liegt frei,
jetzt sitz´ ich hier im Wartesaal
bei Dr. med. Hans HÖLLENQUAL.


Dazu hat mir ein Patient eine nette Fortsetzung gedichtet:

Warum der Mann, der dies geschrieben,
bei  Dr. HÖLLENQUAL geblieben,
ich weiß es nicht. Ich weiß nur das:
Bei Dr. WILDNER macht´s mir Spaß!
Er bohrt so sanft, es ist ein Traum,
und auch die Spritze spürt man kaum,
wenn´s Loch mal wirklich etwas tiefer
im Ober- oder Unterkiefer.
Die Höllenqual´n sind überwunden,
ich mach mir ein paar schöne Stunden.
Geh zweimal jährlich in die Praxis.
Zur Durchsicht nur, und damit hat sich´s.
Sein Trick, damit Ihr´s alle wisst:
Als ob er selbst sich bohren müsst,
so geht er mit Patienten um.
Das find´ ich gut und gar nicht dumm.



Leider sind mir die Verfasser dieser Gedichte nicht bekannt.

Sonntag, 22. September 2013

Zwei Welten prallen aufeinander



Und ich meine damit jetzt nicht die Frauen und die Technik – sondern meinen Mann und die Spülmaschine.

Seit 34 Jahren gibt es in unserem Haushalt eine Spülmaschine und seit besagten 34 Jahren rege ich mich darüber auf, dass mein Mann es nicht schafft, sein benutztes Geschirr oder auch nur ein Glas, in diese Maschine hinein zu stellen. Es steht immer alles oben drauf.

Ich hab schon mal ein Schild mit einem Pfeil und dem Text: „Unsere Spülmaschine befindet sich genau dort“ gemacht, doch auch das war erfolglos.

Letztens in einer Fernsehsendung erklärte eine mir auf Anhieb sympathische junge Frau, dass das Einräumen einer Spülmaschine durchaus mit Intelligenz zu tun habe.


Ach, jetzt verstehe ich! 
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Samstag, 21. September 2013

Wenn die Kraniche ziehen

Heute hätten Tim und seine Eltern ausschlafen können, denn es war Samstag. Doch Tim war ein Frühaufsteher.
Wie an jedem Morgen, so wurde er auch an diesem sonnigen Herbsttag bereits um 7 Uhr wach.
Langsam schlich er aus seinem Zimmer in das Schlafzimmer seiner Eltern. Die beiden schliefen noch. Er krabbelte ganz vorsichtig in die Mitte des Bettes. Seine Eltern taten so, als würden sie es nicht bemerken. Tim versuchte, die Füße seiner Eltern zu erwischen, um sie zu kitzeln. Das klappte und Mama und Papa waren auf der Stelle munter.
Sie blieben zusammen noch eine ganze Weile im Bett liegen, kuschelten miteinander und machten eine Kissenschlacht. Dann standen sie auf.
Papa holte Brötchen, Mama kochte Frühstückseier und Tim deckte den Tisch. Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen alle nach draußen. Papa wollte den Garten winterfest machen und Mama das Laub von den Rasenflächen harken. Tim half beiden dabei.
Als alle fleißig bei der Arbeit waren, hörte man in der Ferne ein lautes Krächzen. vogel-0112.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand

„Schau Tim“, sagte Papa. „Das sind Kraniche. Man erkennt sie sofort an ihrem Ruf und dem langen Hals. Sie sind über 1 Meter groß und damit fast so groß wie du, Tim.“

Die drei sahen sich das Schauspiel am Himmel an. 
„Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, es kälter wird und die Kraniche im Norden nur noch wenig Nahrung finden, dann fliegen sie in den Süden, wo es wärmer ist und sie genügend Nahrung finden. Nach Spanien oder Afrika zum Beispiel“, erklärte Mama. 
„Und weil sie in den Süden ziehen, nennt man sie auch Zugvögel“, ergänzte Papa.
„Sie fliegen immer in Gruppen zusammen in einer Keilform oder in schrägen Reihen. Das machen sie, um Energie zu sparen. Der erste Vogel, der ganz vorne fliegt, benötigt die meiste Kraft.
Die Kraniche, die dahinter fliegen, werden von ihm wie in einem Sog mitgezogen.
Und weil das für den Vogel sehr anstrengend ist, fliegt immer wieder ein anderer Kranich an die Spitze der Formation. Schwache Tiere dürfen immer ganz hinten fliegen. Das ist nicht so anstrengend. Während des Fluges verständigen sich die Kraniche durch das laute Krächzen, das wir sogar hier unten hören können.“
„Ach, wie gerne würde ich jetzt mit den Kranichen in den Süden fliegen, wo es schön warm ist“, sagte Mama. 

Tim sah sie verständnislos an. Mama wollte in den Süden?
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„Da komme ich aber nicht mit“, war seine spontane Antwort.
Mama wunderte sich. „Wieso nicht“, fragte sie ihn. „Du magst doch den Sommer auch sehr gerne.“
„Ja, das stimmt“, sagte Tim. „Aber jetzt im Herbst machen wir im Kindergarten ein 'Dunkel-Munkel-Frühstück' und wir basteln schon für die Adventszeit. Ich kann jetzt auf keinen Fall in den Süden fliegen.
Papa lachte. „Du hast Recht, Tim“, sagte er. Auch im Herbst ist es schön.“
„Genau“, meinte Tim. „Tschüß, Kraniche. Macht es gut auf eurem Weg in den Süden. Wir bleiben lieber hier.“
Am Nachmittag ließen Papa und Tim einen Drachen steigen, denn der Wind hatte genau die richtige Stärke, um den Drachen hoch oben am Himmel stehen zu lassen – und in der Ferne hörten sie die Kraniche ziehen.

© Martina Pfannenschmidt

Freitag, 20. September 2013

Haltet den Dieb!

Ich wurde bestohlen. Gestern Abend ist es passiert. So eine Unverschämtheit – oder? 

Und hier ist die Geschichte dazu:

Der Postbote stellte mir freundlicherweise einen kleinen Katalog eines bekannten Versandhauses zu, der lauter reduzierte Kleidungsstücke enthielt. Reduziert ist immer gut. J

Oh, diese schwarze Jacke ist schick. Reduziert von 99 € auf 69 €. Die bestelle ich mir. Internetseite aufgerufen. Bestellnummer eingegeben. Oh, die Freude wird noch größer. Sie kostet laut Internet nur noch 49 €. Die bestell ich mir. Und tatsächlich. Sie ist in meiner Größer noch zu haben. Da freut man sich doch.

Und wenn man schon einmal die Seite aufgerufen hat, da kann man doch gleich mal nach weiteren Schnäppchen Ausschau halten – und wird natürlich fündig. Alles hinein in den Warenkorb. Was nicht passt, wird zurück geschickt. Gar kein Problem.


Warenkorb aufgerufen. Nanu? Was ist das? Wo ist meine Jacke? Weg! Das kann doch nicht wahr sein.

Noch einmal die Bestellnummer eingegeben. Jacke aufgerufen. In meiner Größe: Ausverkauft!!!! Da hat mir doch jemand meine Jacke aus meinem Warenkorb geklaut. So eine Frechheit!!!! Na warte, wenn ich den erwische!!!!



Donnerstag, 19. September 2013

Lebensfreude

An manchen Tagen stehen wir sprichwörtlich ‚mit dem falschen Fuß auf’. Das sind diese Tage, an denen uns nichts gelingen will. Alle und alles scheint gegen uns zu sein.

Und doch werden wir auch diesem Tag etwas Gutes abgewinnen können, wenn wir uns bemühen. Wir sollten an diesen – und vielleicht auch an allen anderen Tagen – abends überlegen, was dieser Tag an schönen Erlebnissen für uns bereithielt. 


Wir könnten uns daran erinnern, dass die Sonne heraus kam und den Regen vertrieb, dass wir eine kleine weiße Wolke beobachteten, die aussah wie ein Herz oder an den Kollegen, der uns einen 'schönen Tag' wünschte - usw.

Wenn wir uns angewöhnen, diese schönen Erlebnisse allabendlich in unseren Gedanken Revue passieren zu lassen, dann werden wir mit offeneren Augen durch die Welt gehen, um diese kleinen Dinge ja nicht mehr zu übersehen.

Natürlich werden die vielen negativen Dinge, die uns tagein, tagaus begegnen und geschehen, dadurch nicht weniger, doch vielleicht können die kleinen positiven Dinge die negativen aufwiegen.

Wir haben bestimmt schon viel für uns getan, wenn wir unseren Blick weg von den negativen und hin zu den positiven Dingen richten, denn dann geben wir den negativen Ereignissen nicht mehr unsere Aufmerksamkeit und Energie, sondern den positiven.

Vielleicht schaffen wir es mit diesem geringen Aufwand, unsere Lebensfreude ein klein wenig zu erhöhen.

Foto:pixelio.de/knipseline

Mittwoch, 18. September 2013

Das kann doch wohl nicht wahr sein, ...

wc-0001.gif from 123gifs.eu Download & Greeting Card… dass ich zu dumm bin, den Bügel in einen WC-Stick einzuhängen.

Zum ersten Mal kaufte ich einen XXL-WC-Stick, denn XXL verspricht auch XXL Sauberkeit – nicht wahr? (Quatsch, bin natürlich wieder einmal auf die Werbung herein gefallen. Aber das nur nebenbei.)

Nun steh ich im Bad, in der linken Hand den Stick – in der rechten den Bügel. Immer wieder versuche ich, diesen Bügel einzuhängen. Es gelingt mir einfach nicht. Das kann doch wohl nicht wahr sein, oder?

Dann nehme ich die Verpackung noch einmal zur Hand. Vielleicht gibt es ja eine Gebrauchsanweisung. Gibt es:

1.      Bügel am XXL-Stick einhängen.

Ah ja, damit ist mein Problem leider nicht gelöst. Denn genau das klappt ja nicht.

Meine Tochter kommt ins Bad. 
„Was machst du da?“
"Blöde Frage. Wonach sieht es denn aus?"
„Gib her!“

Sie nimmt mir die Sachen aus der Hand, dreht den Bügel einmal um seine Achse, hängt ihn ein – fertig!

Ach, was hatte ich doch letztens so klug geschrieben: (Klüger, als der Schmetterling?) Man sollte seine Probleme nicht immer auf die gleiche Art und Weise zu lösen versuchen, sondern nach anderen Wegen Ausschau halten.

Dass sich das auch auf WC-Sticks bezieht, wusste ich da noch nichtwc-0001.gif from 123gifs.eu Download & Greeting Card




Dienstag, 17. September 2013

Montag, 16. September 2013

'Dingsda' sucht Gott (Fortsetzung)


Nach einem gemeinsamen Frühstück verabschiedete sich Dingsda von Jonathan und machte sich wieder auf den Weg. Er traf viele Tiere, doch keines hatte Gott gesehen.
In jeder Nacht bot ihm ein anderes Tier Unterschlupf. Zuletzt teilte ein Eichhörnchen seinen Kobel mit ihm. Doch auch das Eichhörnchen wusste nichts von Gott.
Am nächsten Tag erreichteminis-0164.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand  das Meer. Dingsda war von der Größe beeindruckt. Mindestens so groß müsste Gott auch sein, stellte er sich vor.                       
Dann kam eine sehr alte Schildkröte aus dem Meer direkt auf Dingsda  zu und fragte: „Na, kleine Maus, hast du dich verlaufen?“
„Nein“, antwortete Dingsda, „verlaufen habe ich mich nicht. Ich heiße Dingsda und suche Gott. Keiner kennt ihn. Aber ich hätte ihn so gern einmal gesehen. Weißt du, wo sich Gott versteckt?“
Da lachte die alte Dame, dass die Erde bebte.
Als sich die Schildkröte wieder beruhigt hatte, sagte sie geheimnisvoll: „Schau zum Meer. Was siehst du?“
„Wasser sehe ich“, sagte die Maus.
„Und jetzt schau nach oben“, forderte sie ihn auf. „Was siehst du dort?“
„Den Himmel“, antwortete das Mäuschen.                     
„Und wenn du mich ansiehst“, fragte Jolantha, „was siehst du dann?“             
„Na, dann sehe ich eine alte lahme Schildkröte“, war seine Antwort.
Dingsda wurde blass. Das hätte er nicht sagen dürfen. Jetzt war die alte Dame bestimmt beleidigt.
Doch Jolantha war sehr weise. Die Worte der kleinen Maus kränkten sie nicht. Im Gegenteil, sie lachte darüber.
„Wenn du das Meer siehst“, sagte sie dann, „oder den Himmel oder mich – einfach alles, die gesamte Natur, dann siehst du Gott. Alles zusammen, die ganze Schöpfung, das ist Gott. Du musst ihn nicht suchen. Er ist einfach überall. In allem, was du siehst, ist Gott.“
Da war Dingsda enttäuscht. Er hatte sich auf diese anstrengende lange Reise gemacht und Gott gesucht, dabei war er ständig von ihm umgeben. Warum war er nur so blind gewesen und weshalb wusste es niemand außer der Schildkröte?
Jolantha schien seine Gedanken lesen zu können und antwortete ihm, ohne dass er gefragt hatte: „Weißt du, nur wenige machen sich Gedanken darüber und deshalb konnte dir bisher niemand eine Antwort geben.“
So langsam begriff die minis-0164.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand die Worte der Schildkröte. Dann war ja auch er, Dingsda, göttlich. Er bedankte sich bei Jolantha und machte sich auf den Weg zurück nach Hause.
Als er wieder dort war, freute sich seine Familie.
„Und“, fragten sie ihn, „hast du Gott gesehen?“
„Ja“, sagte Dingsda, „doch jetzt bin ich müde und möchte schlafen. Morgen erzähle ich euch, was ich auf meiner Reise erlebt und wo ich Gott gefunden habe“.
Dann schlief er friedlich ein. (Ende)

© Martina Pfannenschmidt



Sonntag, 15. September 2013

Getaggt!!

Eben erhielt ich eine Nachricht von Famje: Ich habe dich getaggt, schrieb sie.  
Was macht da eine Internet-Omi, wie ich eine bin, zunächst einmal?
Dumm aus der Wäsche schauen!
Was bitte, liebe Famje, hast zu gemacht? Der Nachsatz: Ich hoffe, dass du mitmachst, ließ mich vermuten, dass ich in irgendeiner Art und Weise tätig werden sollte. Doch wie?
Dann wurde ich auf ihrer Internet-Seite fündig: Ich soll 11 Fragen beantworten, die sie mir – und noch 4 weiteren Personen - gestellt hat und dann selbst anderen ebenfalls 11 Fragen stellen.
Ach so – ja kar, da mach ich natürlich mit:

  1. Wie viele Icons befinden sich auf deinem Desktop?
Das war nicht so schwierig – musste nur zählen: 12!

  1. Bist du mit deinem realen Vornamen zufrieden?
Die Frage kann ich mit ‚Ja’ beantworten. Obwohl ich als Kind lieber ‚Monika’ heißen wollte. Da hab ich kurzerhand meine Puppe so genannt.

  1. Hast du einen Führerschein und die Prüfung im ersten Anlauf bestanden?
Zweimal: Ja! Obwohl ich spaßeshalber sage, ich habe nur einen Führerschein für einen Umkreis von 50 Kilometer. Das liegt aber nicht daran, dass ich so schlecht fahre, sondern an meiner Orientierungslosigkeit. J

  1. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?
Eindeutig: schwarz.

  1. Gehst du am kommenden Sonntag zur Wahl oder ‚streikst’ du?
Es gab in der Tat Wahlen, bei denen ich nicht gewählt habe – sozusagen aus stummem Protest. Diesmal wähle ich – hab es sogar schon getan – per Briefwahl.

  1. Welches ist dein Traumurlaubsziel?
Darüber muss ich etwas länger nachdenken, denn eigentlich gibt es keins. Doch wenn, dann vielleicht die Malediven.

  1. Ist in der Zeitung schon einmal über dich berichtet worden?
Ja, sogar schon mehr als einmal.

  1. Bist du ein Morgenmuffel?
Eigentlich nicht – wenn man mich irgendwann aus dem Bett bekommen hat, bin ich relativ gut drauf. J

  1. Würdest du dir einen Bungeesprung zutrauen?
      In meinem ganzen Leben nicht !!!!!

  1. Angenommen, du hättest drei Wünsche frei, welche wären das?
Es wären keine materiellen Wünsche.
Mein größter Wunsch wäre, wieder gut gehen zu können, denn das ist mir nach einem Unfall vor 25 Jahren nicht mehr möglich.
Dass ich noch viele schöne gemeinsame Jahre mit meinem Mann und unserer Tochter mit Familie verbringen kann.
Dass mir meine Geschichten nicht ausgehen und ich immer weiter schreiben kann.

  1. Mit welchem unserer Politiker/innen würdest du dich gerne mal ganz privat unterhalten?
Ursula von der Leyen

Das hat mir viel Freude bereitet und jetzt kommen meine 11 Fragen:
  
  1. Gibt es ein ‚Lieblingsfoto’ und wer ist darauf zu sehen?
  2. Gibt es auch ein ‚Lieblingserinnerungsstück’ und warum?
  3. Unter welchem Sternzeichen wurdest du geboren und was ist ein typisches Merkmal der Menschen, die unter diesem Sternzeichen geboren wurden?
  4. Was kannst du am besten?
  5. Dein Lieblingsbuch – oder gibt es mehrere?
  6. Dein Lieblingslied?
  7. Wobei/Wann geht dir das Herz auf?
  8. Glaubst du an die ‚Liebe auf den ersten Blick?’
  9. Was tolerierst du nicht?
  10. Hast du ein ‚Lieblingszitat’?
  11. Was würdest du gerne in der Welt verändern?
Diese Fragen möchte ich – außer Famje – den Bloggern stellen, denen ich noch folge:


    



'Dingsda' sucht Gott

                                          
Foto: Pixelio.de/Wolfgang Dirscherl
Dingsda war ein Mäuserich. Und natürlich war das nicht sein richtiger Name. Eigentlich hieß er ‚Talib’, was soviel wie ‚Der Suchende’ oder ‚Der Lernende’ bedeutet. Doch Opa Maus vergaß ständig dessen Namen und deshalb war er für alle nur ‚Dingsda’.
Seit seiner Geburt bewohnte er zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern einen Speicher auf einem großen Bauernhof. Sie wussten, wie man sich vor der Katze schützt, wo man etwas zu fressen finden konnte und dass man sich einer Mausefalle besser nicht nähern sollte.
Als Dingsda und seine Geschwister noch Kinder waren, erzählte ihre Mutter ihnen vor dem Einschlafen immer eine Geschichte. Einmal sprach sie von Gott und dass er alles geschaffen hat. Davon war Dingsda sehr beeindruckt und er fragte seine Mutter: „Hast du Gott schon einmal gesehen?“
 „Nein, niemand hat ihn jemals gesehen“, war die Antwort der Mutter.
Das war ja kaum zu glauben. Dingsda beschloss, sich auf den Weg zu machen, um Gott zu suchen.
Etwas Angst hatte er vor der Begegnung mit dem großen Gott schon, denn er war ja nur eine kleine Maus. Doch seine Neugier war riesig. Er packte ein Bündel mit Körnern und verabschiedete sich von seiner Familie.
Vorsichtig, um nicht der Katze zu begegnen, schlich sich Dingsda aus dem Haus. Jetzt stand er an einer Wegkreuzung. In welche Richtung sollte er nun gehen? Er überlegte kurz und erinnerte sich an den Abzählreim, den er von den Kindern kannte: ‚Ene, mene, miste, es rappelt in der Kiste, ene, mene, meck – und du bist weg.’
Links war weg, also ging er nach rechts. So machte er es an jeder Wegkreuzung.
Nach langer Zeit erreichte er den Wald. Es wurde schon dunkel und er suchte ein Nachtlager. Dingsda fand einen wunderbaren Unterschlupf unter einem Baum. Es war dort wie in einer kleinen Höhle und sehr gemütlich.
Dann stand plötzlich eine Haselmaus vor ihm. „Nanu“, sagte sie, „wer bist du denn und was machst du hier?“
„Oh, entschuldige bitte, mein Name ist Talib – aber alle nennen mich Dingsda“, stellte er sich vor. „Ich bin müde von meiner langen Reise und da dachte ich, ich könnte vielleicht hier in der Baumhöhle übernachten.“
 „Ich heiße Jonathan“, antwortete die Haselmaus, „und wohne hier. Für eine Nacht kannst du hier bleiben, aber morgen musst du weiterziehen.“
„Ja“, meinte Dingsda, „das habe ich auch vor, denn ich suche Gott. Kennst du Gott?“
„Nein“, sagte Jonathan, „ich glaube gar nicht an Gott. Das hat sich bestimmt jemand ausgedacht und es ist nur eine Geschichte“.
Das glaubte Dingsda nicht.
 „Ich geh jetzt ins Bett und lass dir ein wenig Platz“, sagte die Haselmaus gähnend.
Dingsda wollte noch eine Weile draußen vor der Höhle sein. Er legte sich auf den Rücken, kreuzte die Arme unter dem Kopf und schaute in den Sternenhimmel.
Wo hatten die Sterne sich bloß die ganze Zeit versteckt?  
Den ganzen Tag über war kein einziger zu sehen und jetzt: Der ganze Himmel war übersät mit ihnen. Dingsda empfand Ehrfurcht vor dem, was der große Gott alles geschaffen hatte. Dann ging er auch ins Bett. Es war kuschelig warm neben der Haselmaus und Dingsda fiel gleich darauf in einen tiefen Schlaf. Psst! Leise!!

(Morgen geht’s weiter!)


© Martina Pfannenschmidt

Samstag, 14. September 2013

Klüger, als der Schmetterling?

Nein, ich bin keinen deut klüger, als dieser Schmetterling, der nun schon zum hundertsten Mal versucht, durch die Fensterscheibe zu fliegen und ziemlich erfolglos damit ist. 

Dabei ist das Fenster einen Spalt breit geöffnet, doch das bemerkt er gar nicht. 

Immer wieder versucht er, auf die gleiche Art und Weise in die Freiheit zu gelangen. ‚Dort ist es doch, das Licht’, scheint er zu denken. 'Weshalb komme ich nicht dorthin?'

Dann spreche ich mit ihm: „Mensch, siehst du denn nicht, dass das Fenster geöffnet ist?“ Doch er hört mich nicht. Ist zu sehr damit beschäftigt, durch die Scheibe fliegen zu wollen.

Ich gebe nicht auf. „Pass auf, ich öffne dir jetzt die Balkontür ganz weit und wenn du es dann immer noch nicht schnallst, dann kann ich dir auch nicht mehr helfen.“

Während ich an der geöffneten Balkontür stehe und den Schmetterling weiterhin beobachte, denke ich darüber nach, dass es mir genau so wie ihm ergeht. Ich versuche auch immer wieder, meine bekannten Probleme auf dieselbe Art und Weise zu lösen. 

Vielleicht sollte ich einmal inne halten und mich umschauen – nach neuen Wegen, nach geöffneten Fenstern.

Ob mich auch jemand bei meinem Tun beobachtet, so wie ich jetzt diesen dummen Schmetterling beobachte? Ob es da auch jemanden gibt, der mir sagt: ‚Such nach neuen Wegen. Du weißt doch, dass es auf diese Weise nicht klappt. Schau dich um. Irgendwo wird ein Fenster einen Spalt breit geöffnet sein oder vielleicht sogar ganz weit. Doch du schaust ja einfach nicht hin.’

Und dann besinnt sich dieser Schmetterling , fliegt weg von der Fensterscheibe und geradewegs durch die Balkontür in die Freiheit und da kommt mir der Spruch von Alexander Graham Bell in den Sinn:

Wenn sich eine Tür schließt, so öffnet sich eine andere. Aber allzu oft, blicken wir so lange voller Bedauern auf die verschlossene Tür, dass wir die, die sich für uns geöffnet hat, gar nicht bemerken.“   Schmetterling

Der Schmetterling hat sie dann doch noch bemerkt, die offene Tür. 

Hoffentlich sehe ich meine auch.