Donnerstag, 31. Oktober 2013

Was man so denkt, während man putzt

Meine Tochter und ich, wir haben gestern beim Mittagessen sehr gelacht, weil ich folgenden geistreichen Satz von mir gab:

‚Ich hab eben geputzt und wenn man putzt, dann kann man ja gut denken, weil man ja nicht denken muss, was man putzt!’

Sie hat mich gleich verstanden – und ich hoffe, ihr versteht mich auch.

Was ich meinte ist, dass ich über Gott und die Welt nachdenke, während ich putze.

baum-0091.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandGestern schaute ich beim Fenster putzen auf den schön gefärbten Laubbaum meines Nachbarn. Bald werden alle Blätter vom Baum gefallen sein, dachte ich so bei mir, aber im Frühjahr kommen ja neue. Es werden neue Blätter am ‚alten’ Baumstamm sein. Die alten Blätter werden niemals wieder kommen – sie sind tot. Nur der Baum, an dem die Blätter austreiben, der bleibt.

Und dann hab ich diese Gedanken auf mein Leben übertragen. Ich bin im Moment die Blätter an einem Baum, auch schon ein wenig (grau J) eingefärbt. Ich befinde mich also auch im Herbst des Lebens – oder steuere darauf zu. Der normale Werdegang ist, dass ich dann auch versterbe, quasi den Baum verlasse. Diese Blätter – also, mein jetziges Leben -, werden nie wieder kommen. Doch an dem Stamm werden nach einiger Zeit neue Blätter sein – also (m)ein neues Leben.

Dieser Stamm, dass könnte meine Seele sein, die dann wieder mein neues Leben austreibt. Es wird nichts mehr mit meinem jetzigen Leben zu tun haben. Es wird ein völlig anderes Leben sein.

Doch der Stamm (meine Seele), wird immer bleiben.

Jahr für Jahr – Leben für Leben!


Sonntag, 27. Oktober 2013

Das letzte Blatt am Baum


Es war einer dieser schaurig-schönen Herbsttage. Draußen stürmte es und drinnen loderte das Feuer und es war gemütlich und warm. Rudi hatte einen Tee gekocht – Fencheltee. Den mochte seine Lilly am liebsten. Seiner Frau ging es schon lange nicht gut. Sie konnte seit Tagen ihr Bett nicht mehr verlassen. Jetzt hatte der Hausarzt auch noch eine Lungenentzündung festgestellt.
Er verordnete starke Medikamente, doch der Husten wollte und wollte nicht weichen. Lilly wurde immer schwächer und Rudi fürchtete, seine Frau zu verlieren. Was sollte er denn ohne sie machen? Ein Leben ohne seine Lilly war für Rudi unvorstellbar.
Rudi hörte Lilly husten. Als er das Zimmer betrat, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Er war der beste Mann der Welt. Das hatte sie immer schon gewusst.
Heute wollte sie mit ihm reden, ihn darauf vorbereiten, wie es sein würde, wenn sie nicht mehr bei ihm sein könnte. Rudi stellte den Tee auf den Nachttisch. „Fencheltee“, sagte er, „damit es dir bald wieder besser geht.“
Er war kein Mann der vielen Worte, das wusste Lilly und dass er sie immer noch liebte, genau wie sie ihn, das wusste sie, auch wenn er es ihr nicht sagen konnte. Es lag ihm einfach nicht. Sie wusste seine Liebe aber an seinen Gesten abzulesen.
„Rudi“, sagte Lilly, „wenn ich bald gehen muss, dann darfst du dich nicht hier im Haus verkriechen. Das musst du mir versprechen.“
„Hör auf Lilly“, fuhr Rudi sie an. „Ich will davon nichts hören. Nachher bringe ich dir noch Hühnersuppe und du nimmst deine Medikamente und dann wird es bald besser.“
Lilly sah nach draußen. Vor dem Fenster stand ein wunderschöner alter Baum. Als sie damals das Haus bauten, da hatte Rudi diesen Baum gepflanzt. ‚Als Zeichen unserer Liebe’, sagte er damals und  - ‚solange dieser Baum steht, solange wird unsere Liebe bestehen.’
„Sieh dir den Baum an“, bat Lilly ihren Mann. baum-0101.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand„Ein Blatt hängt noch daran. Solange dieses Blatt dort hängt, werde ich noch bei dir sein. Wenn es herunterfällt, dann werde ich gehen müssen.“
Rudi wusste, dass kaum eine Chance bestand, dass dieses Blatt den Sturm überstehen würde, doch er betete inständig, es möge hängen bleiben.
Es wurde dunkel und Rudi ließ die Rollläden herunter. Zum Abend brachte er Lilly dann die versprochene Hühnersuppe und später ging er schlafen.
Am nächsten Morgen brachte Rudi das Frühstück. Er zog die Rollläden hoch und Lilly sah aus dem Fenster. Das Blatt hing noch an seinem Platz und der Sturm hatte sich gelegt. Sollte das ein Zeichen sein? Ein Zeichen dafür, dass sie doch noch gesund werden sollte?
Tag für Tag vollzog sich das Ritual. Rudi brachte das Frühstück, zog die Rollläden hoch und Lilly betrachtete ungläubig das Blatt. Doch etwas veränderte sich. Lilly ging es zunehmend besser. Die Medikamente zeigten Wirkung und Rudis Hühnersuppe tat ihr übriges. Sie würde wieder gesund werden. Der Arzt hatte es bestätigt. So unglaublich es auch war: Das Blatt war immer noch da.
„Ist es nicht ungewöhnlich“, sagte Lilly als es schon Richtung Frühjahr ging und sie das Bett bereits für längere Zeit verlassen konnte, „dass das Blatt immer noch am Baum hängt?“
Ja“, dachte Rudi, „es hängt immer noch dort.“ Und gleichzeitig fragte er sich, ob seine Lilly wohl noch bei ihm wäre, wenn er das Blatt damals in der Nacht des Sturmes nicht mit Draht am Zweig befestigt hätte.


© Martina Pfannenschmidt

Freitag, 25. Oktober 2013

Eine wahre Geschichte?



baum-0075.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand"Kevin, wie oft soll die Mama dich dat noch sagen, dat du mit die Äpfels nich Fußball spielen sollst, sonst triffte noch die Chantalle damit annen Kopf. Und die armen Kinder, die gar nix zu essen haben, die wärn getz froh, wenn se die Äppel von unserm Baum hätten.“
„Schnauze“, murmelte Kevin. 
Gott sei Dank hörte es seine Mutter nicht.
„Mama tut getz einkaufen fahrn. Wollter mit?“
Kevin und Chantalle schlichen Richtung Auto.
„Gehtet auch en bisken schneller?“
Kurze Zeit später türmten sich die Waren im Warenkorb.
„Chantalle, willste Obst.“
„Oh ja“, rief Chantalle „wir können doch ein paar Äpfel mitnehmen.“
„Is gut, Chantalle. Such dich welche aus. Aber pass auf, dat se keine braunen Stellen haben, sonst können wir se gleich innen Müll tun.“
Kurz darauf gesellten sich ein paar grüne Äpfel zu den Chips- und Maggitüten.
„Weisse wat“, sagte Mama zu Kevin. „Hol mal noch nen Glass Appelmus. Dann gibtet Reibekuchen mit Appelmus.“
Wieder zu Hause angekommen, hören sie, dass der Vater Rasen mäht und dabei mächtig schimpft. 
Als die drei später auf der Terrasse stehen, sagt er: „Da könnter sagen, watter wollt, nächstes Jahr hau ich den blöden Appelbaum um. Immer diese Äppel aufm Rasen. Wenn de mittem Rasenmäher rübergehst, spritzen se durche Gegend. Da hab ich kein Bock mehr drauf.“
„Ja, kannste machen. Der Kevin tut sowie nur Fußball spielen damit.“


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Flugzeugabsturz



flugzeug-0189.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandGerade sah ich aus meinem Dachfenster, weil ich ein Motorengeräusch vernahm. Es war ein Doppeldecker, der über unser Haus flog.

Deshalb gehen meine Gedanken zu einem Gespräch, das ich gestern mit einer Bekannten führte. Sie erzählte, dass eine Freundin von ihr mit ihrem Mann, einem Piloten, in einer kleinen Maschine unterwegs sein wollte, doch dann flog sie doch nicht mit, weil sie unter starken Kopfschmerzen litt. Sie machte den Vorschlag, dass ihre Schwester doch statt ihrer mitfliegen könne. 

Weder die Schwester, noch der Ehemann kamen zurück. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte das Flugzeug ab und die beiden Insassen kamen ums Leben.

Das sind so Momente, in denen man nachdenklich wird. Immer wieder kommt es vor, dass bei Flugzeugabstürzen Menschen erzählen, sie hätten den Flug verpasst, seien kurzfristig vom Flug zurückgetreten usw. und andere erhaschen stattdessen den letzten Platz im Flieger.

Ich glaube einfach nicht daran, dass dies zufällig passiert. Die Menschen, die dann stattdessen mitfliegen, die sterben nicht zufällig und die, die den Flug verpassen, die überleben nicht zufällig, sondern weil es so kommen sollte.


Ob es tatsächlich so ist, wie ich denke, weiß ich natürlich nicht, kann es nicht beweisen, doch es sind meine Gedanken – es ist mein Glaube.


Dienstag, 22. Oktober 2013

Die Meinung der anderen



strichmaennchen-0006.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandManchmal könnte ich aus der Haut fahren, wenn mir jemand seine Meinung sagt. Und warum ist das so? Weil derjenige den Nagel auf den Kopf getroffen hat.

Sagt mir jemand etwas, dass diesen Widerstand in mir nicht erzeugt, dann weiß ich: Er hat halt nur eine andere Meinung als ich und dann schenke ich dieser Ansicht weiter keine Bedeutung.

Wenn ich aber derartig gereizt auf das reagiere, was gerade gesagt wurde, dann weiß ich, mein Gegenüber hat Recht. Dann sollte ich über das Gesagte noch einmal nachdenken.


Montag, 21. Oktober 2013

2.000 Klicks!

Habt ihr das auch gehört oder gesehen, dass letztens eine Frau ihre Kündigung getanzt hat?
tanzen-0064.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand
Ich tanze auch für euch - 
ein Dankeschön für 2.000 Klicks!

Viele haben den Tanz nicht gesehen. Deshalb habe ich ihn im Internet gesucht und Gefunden:





Sonntag, 20. Oktober 2013

Herbst (Gedicht)



Wenn die Nebel über den Wäldern hängen,
die Kühe wieder in die Ställe drängen –
wenn das Weinlaub feurig das Haus verziert,
eine Frau stilvoll Kürbisse arrangiert –
wenn sich die Sonne nur noch selten zeigt,
der Drachen der Kinder zum Himmel steigt –
wenn die Menschen brauchen wieder Socken
und die Hexen tanzen auf dem Brocken – 
wenn die Kraniche wieder gen Süden ziehen,
um der kommenden Kälte zu entfliehen –
wenn im Kamin brodelt wieder das Feuer,
dann ist wohl Herbstzeit heuer.

© Martina Pfannenschmidt

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Samstag, 19. Oktober 2013

Der Wind - Ein starker Geselle (Fortsetzung)

„Der Wind ist eigentlich nichts anderes als Luft in Bewegung“, sagte Papa. „Und Luft ist das, was wir einatmen. Im Sommer, wenn sich die Luft nur sehr wenig bewegt, dann ist der Wind nur sehr schwach zu spüren. Und dann freuen wir uns über ihn, denn es ist warme Luft, fast so wie aus einem Fön und wir empfinden den Wind als angenehm. Doch im Herbst wird die Luft stärker bewegt und dann macht sie uns auch eher kalt. Deshalb sagt Mama im Herbst auch immer: ‚Maren, zieh dich warm an, draußen ist es windig!’“
Papa stand auf und holte die leere Küchenpapierrolle, die auf dem Küchenschrank lag.
 „Schau“, sagte er, „wir können auch Wind machen.“ Er legte die Rolle auf den Küchentisch und alle drei pusteten sie vom Tisch. „Siehst du, Maren, jetzt haben wir drei die Luft in Bewegung gebracht. Luft kann man nicht sehen, doch Wind kann man spüren. Er hat ganz viel Kraft.“
„Ja“, sagte Maren, „ich weiß. Er hat vorhin die Mülltonne von Manfred umgeworfen.“
„Genau“, sagte Papa „und dazu braucht man Kraft. Manchmal kann der Wind sogar einen Baum umschmeißen. Aber der Wind heute, der schafft das nicht. Dazu ist er nicht stark genug.“
menschen-0185.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandAm nächsten Tag hatte sich der Sturm gelegt. Nachbar Manfred trieb mit seinem Laubbläser die Blätter vor sich her, wie es gestern der Wind gemacht hatte. Papa, Mama und Maren hatten einen Rechen in der Hand. Papa hatte extra für Maren einen kleinen Kinderrechen gekauft. Die drei trugen die Blätter im Herbst immer in eine Ecke des Gartens, wo der Wind sie nicht wegwehen konnte. Dort blieben die Blätter den ganzen Winter über liegen, damit kleine Tiere dort einen Unterschlupf vor dem kalten Winter fanden. Im letzten Jahr wohnte dort eine Igelfamilie.
Mama war inzwischen ins Haus gegangen. Sie hatte Kaffee gekocht und einen Kakao für Maren. Sie rief die beiden zu sich in die Küche. Auf dem Tisch stand Gebäck und …
„Was ist das denn?“, fragte Maren.
„Das sind Windbeutel“, sagte Mama.
„Windbeutel?“, fragte Maren weiter. „Wie kommt denn der Wind in die Beutel?“


© Martina Pfannenschmidt

Freitag, 18. Oktober 2013

Der Wind - Ein starker Geselle

Heute war es sehr windig und Maren spielte lieber in ihrem Zimmer. ‚Ka-wumm!’ Was war das denn für ein Krach da draußen?
Maren wischte ihre kleinen Stofftiere mit einer Handbewegung von der Fensterbank, zog sich ihren Kinderstuhl heran und schaute aus dem Fenster. Der Wind hatte die Mülltonne von Nachbar Manfred umgestoßen. Er kam schimpfend aus seinem Haus gerannt und versuchte, seinen Müll, der durch die Straße flog, wieder einzusammeln. Das war lustig.
Maren stützte ihren Kopf auf ihre Hände und sah weiterhin aus dem Fenster. Links waren 5 Häuser zu sehen. Sie kannte alle, die dort wohnten, denn es waren ja ihre Nachbarn. Wenn sie nach rechts schaute, dann sah sie Felder und Wiesen und den Wald.
‚Hui, Hui’, machte der Wind. „Ich glaube“, dachte Maren, „der Wind macht sich einen Spaß mit Manfred.“
Da kam Tobi auf seinem Fahrrad. Er musste mächtig in die Pedalen treten, um gegen den Wind anzukommen. „Ganz schön stark kann er sein, der Wind“, ging Maren durch den Kopf.
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‚Plopp, plopp’. Zwei Äpfel, die noch hoch oben im Baum gehangen hatten, fielen herunter und gesellten sich zu den anderen, die schon im Gras lagen.
Maren dachte an das Lied, das sie in den letzten Tagen im Kindergarten geübt hatten. Wie ging das noch?
Eine kleine Strophe fiel ihr wieder ein: „Hui, Hui, ich bin der Wind! Hui, Hui! Das himmlische Kind!“
In ihrem Gute-Nacht-Buch gab es eine Geschichte über den Wind. Da sah man eine wetter-0022.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand Wolke, die ganz tief Luft holte und dann pustete. Ob der Wind wirklich von den Wolken gemacht wurde? Sie wollte später ihren Vater danach fragen. Er wusste auf alle ihre Fragen immer eine Antwort. Und Maren hatte viele Fragen. ‚Hui, Hui’. Der Wind tanzte mit den Blättern. Sie drehten sich wild im Kreis.
Tante Emma kam aus dem Haus. Sie trug eine dicke Jacke und ein Kopftuch. Ein Hut wäre ihr auch sicher vom Kopf geweht. Sie hatte einen Korb im Arm und wollte einkaufen gehen.
Jemand schloss die Wohnungstür auf. Das konnte doch nur Papa sein. War es denn schon wieder so spät? Maren sprang vom Stuhl, rannte in den Hausflur und lief ihrem Vater entgegen.
„Hallo, meine kleine Maus“, sagte Papa, „du bist ja stürmischer, als draußen der Wind.“
„Du Papa, woher kommt eigentlich der Wind?“, fragte Maren.
„Nun lass mich zuerst einmal meine Jacke ausziehen, dann gehen wir in die Küche und dann erklär ich dir den Wind“, meinte Papa.
Eine Weile später saßen alle drei am Küchentisch: Mama, Papa und Maren. 

(Wie Papa Maren die Sache mit dem Wind erklärt, lest ihr morgen!)


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Sein Herz an Dinge hängen


Heute denke ich an ein Gespräch, das ich vor einiger Zeit mit einer früheren Kollegin führte, als ich sie besuchte. Sie besitzt unglaublich viele aber auch wirklich schöne Dekorationsstücke. Teils alte, geerbte Stücke. Zu vielen Dingen kann sie eine Geschichte erzählen. Dann sagte sie: „Wenn ich daran denke, dass diese Dinge vielleicht auf den Müll gelangen, wenn ich nicht mehr lebe, dann könnte ich jetzt schon weinen.“

Wenn sie das nicht nur mir, sondern auch ihren Kindern so sagt, setzt sie sie damit unglaublich unter Druck, ohne sich dessen bewusst zu sein. Ihre Kinder werden irgendwann ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie sich wirklich von diesen Dingen trennen möchten, denn sie haben ja keinen derartigen Bezug zu ihnen, wie meine Kollegin.

Dann fragte ich mich, ob es bei mir Dinge gibt, von denen ich nicht möchte, dass sie irgendwann auf dem Müll landen. Und ich stellte fest: Nein, es gibt sie nicht und darüber war ich unglaublich froh, denn ich dachte daran, dass in der Bibel sinngemäß steht, 'dass wir unser Herz nicht an ‚Schätze’ hängen sollen, denn dort wo eure Schätze sind, da ist euer Herz'.


Doch ich erkannte etwas anderes: Von Dingen könnte ich mich jederzeit trennen – doch wie ist das mit meiner Familie. Und da liegt der Knackpunkt. Mich von ihnen zu verabschieden, dass würde mir unglaublich schwer fallen. Doch auch Menschen ‚gehören’ uns nicht. Sie begleiten uns nur auf unserem Weg. Ich weiß, dass es so ist, doch mein Herz spricht anders.

Foto: Pixelio.de/Katharina Wieland Müller

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Nur 100 Gegenstände


Letztens sah ich im Fernsehen eine Sendung, in der sich eine Frau auf das Experiment einließ, minimalistisch zu leben. Sie wollte versuchen, mit nur 100 Dingen aus zu kommen. Da hieß es natürlich zunächst einmal, die Wohnung ausräumen.
Was würde ich behalten wollen, wenn ich nur noch 100 Dinge behalten dürfte. Ganz vorne wäre der Laptop. Ohne ihn geht ja heute gar nichts mehr. Telefon, Kaffeemaschine, Bügeleisen, Waschmaschine, Trockner, Bett, Matratze, Kissen, Decke, nicht zu vergessen die Wärmflasche gegen die kalten Füße. Tasse, Teller, Messer, Gabel, Löffel, Topf, Pfanne, Grünpflanzen, Shampoo, Fön, Handtuch, Duschtuch, Toilettenpapier, Zahncreme, Zahnbürste, Tisch, Stuhl usw. usw. 100 Dinge sind schnell erreicht.
kerzen-0204.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandIch könnte aber auch schwer auf Dekorationsstücke in meiner Wohnung verzichten, denn ohne sie wäre es doch sehr kahl. Also kleine Lampen und Kerzen, gerade jetzt im Herbst, auf die möchte ich auch nicht verzichten.
Es ist sicher richtig, dass wir uns mit vielem umgeben, was unnütz ist. Auch auf Dinge, die man als ‚Statussymbol’ bezeichnet, könnte ich verzichten. Auf Schmuck zum Beispiel. Den trage ich schon lange nicht mehr – nicht einmal mehr eine Armbanduhr. Als ich noch jünger war, besaß ich viel Schmuck. Heute nicht mehr.
Wichtig ist nur, sein Herz nicht zu sehr an diese materiellen Dinge zu hängen, denke ich. Zu erkennen, dass ich auf Dinge verzichten könnte ist natürlich etwas anderes, als es wirklich zu tun. Deshalb habe ich großen Respekt vor den Menschen, die tatsächlich minimalistisch leben.

Montag, 14. Oktober 2013

Worte


bogenschiessen-0004.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand
„Worte können dich wie Pfeile treffen
oder sanft wie eine Feder berühren.“

Dieser Aphorismus stammt aus meiner Feder. J

Manchmal ist uns gar nicht bewusst, was Worte anrichten können. Worte können verletzen – uns wie Pfeile treffen. Das kennt jeder von uns, denke ich. 
Wenn wir zornig sind oder wütend, dann kann es schon einmal passieren, dass wir etwas sagen, was uns hinterher leid tut. Wir müssen uns klar darüber werden, dass Worte Energien sind, die eine Wirkung erzeugen.
Meine Tochter hat in ihrer Ausbildung gelernt, dass sie, wenn sie eine Ware verkauft, im Verkaufsgespräch auf das Wort ‚nicht’ verzichten solle, denn dieses Wort käme oft bei den Kunden nicht an. Als sie mir das damals erzählte, fand ich es sehr interessant. Dann habe ich weiter darüber nachgedacht und geübt, in manchen Situationen ebenfalls auf das Wort ‚nicht’ zu verzichten.
Vermeiden würde ich jetzt: „Ich werde nicht krank“, zu sagen. „Ich bleibe gesund", kommt zwar auf das gleiche heraus, ‚fühlt’ sich aber ganz anders an.
Ebenso achte ich auch auf andere Worte. Wenn man zum Beispiel das Wort „Probleme“ durch das Wort „Herausforderung“ ersetzt, hat es, so empfinde ich es, schon keine ganz so negative Ausstrahlung mehr.
Auch das Wort ‚muss’ setzt uns unter Druck. Wenn ich sage oder denke: Dieses und jenes ‚muss’ ich auch noch erledigen, dann setzt mich das sofort unter Druck. Wenn man etwas tun ‚darf’, anstatt es tun zu müssen, sieht die ganze Sache schon ganz anders aus. Oder nicht?
So, jetzt darf ich aufhören zu schreiben, denn ich darf noch bügeln. buegeleisen-0001.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandLach!


Sonntag, 13. Oktober 2013

Wozu hat (m)ein Mann eigentlich Ohren?


Manchmal könnte ich aus der Haut fahren. 
Weshalb? 
Weil mein Mann mir nicht zuhören kann.

Beispiel Nr. 1: Eine Bekannte meldete sich und fragte, ob sie etwas von meinem Mann ausleihen kann. Er war noch nicht zu Hause, doch ich sagte zu. „Du brauchst es nicht abzuholen“, meinte ich, „mein Mann geht gleich zum Sport und kommt ja quasi an eurer Haustür vorbei. Dann kann er es euch auch gerade bringen.“
Genau so sagte ich es meinem Mann etwas später. Außerdem legte ich noch einen Zettel in die Küche, damit er es bedenkt.
Am darauf folgenden Tag stand die Frau vor unserer Tür. „Du, dass hat nicht geklappt gestern, jetzt komme ich, um es abzuholen“.
Als ich meinen Mann dazu befragte, sagte er: „Da weiß ich nichts von. Dann musst du mir das schon sagen.“ 
Wie bitte?

Beispiel Nr. 2: Gestern schrieb ich ihm wieder einmal einen Erinnerungszettel: „Denk dran, du wolltest noch bei XY anrufen“. Außerdem sagte ich ihm: „Ich hab dir einen Zettel geschrieben, damit du es nicht vergisst.“
Ich bekam sogar eine Antwort. „Ja!“
Super, dachte ich. Es scheint ihn tatsächlich erreicht zu haben.
Mein Mann ging in sein Zimmer, griff zum Telefon, rief XY an und was hörte ich: „Martina sagt, du hattest angerufen“.
Ne, dass ist jetzt nicht wahr?

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Und dann wusste ich plötzlich, wozu die Ohren da sind. Für die Brille natürlich, damit sie ihm nicht vom Kopf rutscht und für den Hut, damit der weiß, wann er ‚stoppen’ muss!


Samstag, 12. Oktober 2013

Der Igel Peter braucht eine Brille (Fortsetzung)

„Mama, du wirst es nicht glauben“, rief Nina. „Wir haben auf dem Spielplatz einen Igel getroffen. Die Igelfrau sucht für ihren Mann eine Brille, weil der nicht mehr so gut sehen kann. Kannst du eine Brille machen für den Igel?“
„Eine Brille, für einen Igel? Na, das ist ja mal ganz was anderes“, meinte Mama. „Wenn ich morgen zur Arbeit gehe, dann nehme ich deinen Stoffigel mit. Dann kann ich an ihm Maß nehmen.“
Damit war Nina zufrieden. Sie lief gemeinsam mit Lena wieder zum Spielplatz zurück.
„Ich habe meine Mama gefragt“, sagte Nina, „sie wird eine Brille für deinen Mann anfertigen. Komm doch übermorgen um 15 Uhr wieder hier her. Dann ist sie bestimmt fertig.“
Zwei Tage später stand Nina mit einer Brille auf dem Spielplatz. Mama hatte dicken Draht gebogen, so war eine Fassung entstanden, in die zwei winzigkleine Brillengläser passten. Und Bügel hatte die Brille natürlich auch. Beim Stoffigel saß sie perfekt. Jetzt musste sie nur noch Peter passen.
 Heidi kam aus ihrem Versteck und Nina übergab stolz die Brille, die ihre Mama perfekt hinbekommen hatte. Heidi bedankte sich und lief schnell zu ihrem Mann zurück.
„Peter, Peter!“, rief sie ihm zu. „Schau nur, was ich dir mitgebracht habe.“
Peter sah seine Heidi in Windeseile auf sich zukommen. Doch was hielt sie da nur in der Pfote. Er konnte es auf diese Entfernung nicht erkennen.
Heidi war bei ihrem Mann angekommen und überreichte ihm feierlich die Brille. Da erst erkannte er, was sie bei sich trug.

Er probierte die Brille gleich auf und siehe da, sie war einfach perfekt. Und sie stand ihm ausgezeichnet. Peter griff zu seiner Zeitung und rief: „Hurra, jetzt haben die Buchstaben wieder die perfekte Größe und das Lesen wird mich nicht mehr so anstrengen.“

Dann nahm Peter seine Heidi in den Arm – aber ganz vorsichtig, um sich nicht gegenseitig zu pieksen – und gab ihr einen ganz dicken Dankeschön-Kuss.

© Martina Pfannenschmidt


Freitag, 11. Oktober 2013

Der Igel Peter braucht eine Brille

Der Igel Peter lebte glücklich zusammen mit seiner Frau Heidi im Wald. Sie bewohnten eine kleine Höhle im Unterholz.

Heute schimpfte Peter so laut über die zu klein gedruckte Zeitung, dass es seine Frau hörte und zu ihm rannte.
„Was ist denn los?“, fragte sie ihn. „Weshalb schimpfst du denn so?“

„Es ist wirklich zum verrückt werden. Warum wird die Zeitung plötzlich mit kleineren Buchstaben gedruckt?“, empörte sich Peter.
Heidi nahm ihm die Zeitung aus der Hand und dachte: „Die Buchstaben sehen doch aus wie immer.“
Eine kurze Zeit später knurrte Peter der Magen.
„Heidi, wollen wir zu Mittag essen?“, fragte er seine Frau.
„Ja, gerne“, meinte diese und dann gingen die zwei gemeinsam zur Brombeerhecke. Hier am Waldrand wuchsen die schönsten und dicksten wilden Brombeeren. Daran wollten sie sich laben.
„Autsch!“, rief Peter. „Autsch!“ und wieder „Autsch!“
„Was ist denn heute bloß los mit dir?“, fragte ihn seine Frau noch einmal.
„Ich greife immer daneben und gerate in die Dornen“, maulte Peter.
Mit einer zerkratzten Pfote machte sich Peter zusammen mit seiner Frau wieder auf den Heimweg. Da gab es plötzlich einen dumpfen Knall.
„Nanu“, dachte Heidi „was war das denn?“ Sie drehte sich um und sah – ihren Peter. Er war voller Wucht gegen einen Baum gelaufen. Da fiel es Heidi wie Schuppen von den Augen.
„Peter, du kannst nicht mehr richtig sehen. Deshalb bist du gegen den Baum gelaufen und hast die Brombeeren nicht richtig gesehen und deshalb denkst du, die Buchstaben in der Zeitung seien kleiner geworden“.
Heidi hatte Recht. Da war guter Rat teuer. Sie überlegte kurz und hatte plötzlich eine Idee. Ihr fiel ein, dass die beiden Mädchen, die sie auf dem Spielplatz beobachtet hatte, Brillen trugen.    
Heidi verabschiedete sich von ihrem Mann und ging Richtung Spielplatz. Sie versteckte sich unter einer Hecke und vor Aufregung klopfte ihr Herz ganz laut. Dann kamen Nina und Lena und setzten sich in den Sandkasten.
„Jetzt ist die Gelegenheit“, dachte Heidi, „ich werde hingehen und sie fragen. Und wenn sie mir etwas zu leide tun wollen, dann rolle ich mich ein und dann werden sie sich nicht mehr trauen, mich anzufassen. Denn dann würden sie sich an meinen Stacheln pieksen.“
Doch soweit sollte es nicht kommen. Igelschnell rannte Heidi zu den Kindern. „Hallo, Kinder“, sagte sie zaghaft. „Könnt ihr mir sagen, wo man Brillen kaufen kann? Brillen für Igel?“
Die Kinder waren überrascht. Noch nie waren sie einem Igel so nah gekommen.
„Meine Mama ist Augenoptikerin. Dort, wo sie arbeitet, habe ich mir die Brille ausgesucht, die ich trage. Weshalb fragst du?“ forschte Nina nach.
„Weißt du, mein Mann, der Peter, der ist heute gegen einen Baum gelaufen, weil er ihn einfach nicht gesehen hat. Und jetzt hat er eine dicke Beule am Kopf und ist ganz unglücklich. Da habe ich gedacht, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen“, sagte die Igeldame.
„Da werde ich gleich meine Mama fragen, ob sie eine Brille für deinen Mann machen kann“, meinte Nina. „Du kannst ja einen kleinen Moment dort drüben unter der Hecke warten.“
Schon rannten Nina und Lena los und Heidi flitzte unter die Hecke.

(Ob es klappt mit der Brille für Peter, lest ihr Morgen!)

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Kindermund

Gestern spielte mein Blutdruck wieder etwas verrückt, also habe ich mehrfach den Blutdruck gemessen. Am Nachmittag waren meine beiden Enkelinnen bei mir. Dann darf immer die eine das Gerät ein- und die andere ausschalten. Unsere Kleine durfte einschalten. Also war klar, die Große schaltet aus. Während das Gerät noch aufpumpte, schaute die Kleine schon wie ein Spitzbube und drückte wie der Blitz auf den Aus-Knopf. Natürlich schimpfte ich mit ihr: „Das war nicht in Ordnung. Du warst schon dran. Ausschalten durfte Felina“. Ihr Kommentar: „Is war aber sneller“ – weg war sie.

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Das war auch gut so, denn Oma bekam einen Lachanfall!

Mittwoch, 9. Oktober 2013

'Kiste' aus!

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Manchmal saß ich vor einem furchtbar langweiligen Film und fragte mich, weshalb ich mir diesen Blödsinn anschaue. Doch irgendetwas schien mich daran zu hindern, einfach den Aus-Knopf zu drücken - dabei lag die Fernbedienung direkt neben mir. Wer oder was mich daran hinderte, einfach aufzustehen und den Raum zu verlassen - ich weiß es nicht.
In letzter Zeit schalte ich 'die Kiste' deshalb immer weniger ein, denn meine Zeit ist mir viel zu kostbar für schlechte Filme.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Weniger ist oft mehr

.. sagt man. Manchmal denke ich das bei Frauen, die sich übertrieben schminken oder mit Schmuck behängen, doch jeder nach seiner Fasson.

Doch trifft dieses ‚weniger ist oft mehr’ nicht auch dann zu, wenn wir wieder einmal ‚ranklotzen’. Ich meine, dass uns auch in dieser Hinsicht manchmal das Gespür für die Angemessenheit eines Krafteinsatzes fehlt.

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Wann ist es richtig, alles zu geben und wann sollte man etwas Verhaltener mit seinen Kräften umgehen? Wenn wir uns zu etwas zwingen müssen, dann lohnt sich der Krafteinsatz vielleicht gar nicht. Manchmal  erreichen wir mit einem geringeren Aufwand ebenso viel oder es kommt sogar noch mehr dabei heraus, weil weniger eben oft mehr ist.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Ehrenvolle Aufgabe


Immer wieder werden von Vereinen oder Organisationen Menschen gesucht, die sich ehrenamtlich für eine Sache engagieren, denn ohne helfende Hände geht es nicht.

Treten andere an uns heran, um uns eine solche Aufgabe anzubieten, sind wir im ersten Moment sicher stolz und es ist uns eine Ehre, dass man dabei an uns gedacht hat und uns für fähig hält. Dieses Gefühl stellt ein anderes zunächst in den Hintergrund, nämlich das Gefühl, ob uns diese Sache vielleicht überfordern könnte.

In diesen Situationen und Momenten sollten wir nicht zu spontan antworten. Manchmal ist es besser, sich eine Bedenkzeit zu erbitten und diese Zeit zu nutzen, um sich klar darüber zu werden, ob man das wirklich möchte. 

sprueche-0005.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandWie fühlt es sich an, wenn ich diese Aufgabe übernehme? 
Überlaste ich mich damit oder fühlt es sich gut an?

Eine Nacht darüber zu schlafen, mit dem Partner oder Freunden über die Sache zu reden, hilft uns sicher bei der Entscheidungsfindung.

Und diese Entscheidung, die wir dann treffen, sollte der andere, der an uns herangetreten ist, akzeptieren, denn manchmal muss man ‚Nein’ sagen, um sich selbst vor einer Überbelastung zu schützen.


Samstag, 5. Oktober 2013

Spuck sie wieder aus - sofort!


Eigentlich bin ich ein gutmütiger Mensch. Eigentlich! 
Doch jetzt gerade nicht! 
Drohend stehe ich vor meiner Waschmaschine: 
„Gib sie sofort wieder her, meine Lieblingssocke!“

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Gibt es eigentlich eine wissenschaftliche Studie darüber, wo die 2. Socken bleiben, die die Waschmaschine scheinbar verschluckt?!
„Du blödes Mistding, spuck sie wieder aus. Sofort. Sonst …“


Freitag, 4. Oktober 2013

Daumen hoch

Letztens las ich etwas Tolles, das ich bei nächster Gelegenheit einmal ausprobieren möchte. Und zwar geht es darum, dass ich manchmal Probleme damit habe, mir in Gesprächsrunden Gehör zu verschaffen. Das hört sich jetzt ein wenig arrogant an, denn ich weiß, die Welt wartet nicht auf mich und meine Meinung, und doch – manchmal möchte ich sie kundtun.

Nun zu dem, was ich gelesen habe. Dort stand, man solle es einmal mit der unterstützenden Körpersprache versuchen. Interessant, wie ich fand. Doch wie? Gerade aufrichten vielleicht? Ja – genau! Und zwar nicht nur den Rücken, sondern den Daumen. Daumen hoch!

Dieser Finger soll für die Willensstärke stehen. Man kann das ja einmal heimlich unter dem Tisch ausprobieren, dann sieht es nicht gleich jeder. Dass es eine positive Geste ist, wenn man jemandem zeigt: ‚Daumen hoch’, das war mir schon klar. Doch dass ich diese Geste vielleicht auch positiv für mich nutzen kann, wusste ich bisher nicht.

In jedem Fall werde ich es ausprobieren.


Foto: Pixelio.de/S. Hofschläger

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Tränen

Kennt ihr das auch? Man hört ein Lied, eine Zeile, und wird tief im Herzen angerührt?

Mir erging es so bei der Liedzeile „Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben“. Ein herrliches Lied von Peter Maffay.

Gestern hat es mich zu Tränen gerührt.

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Ich wollte nie erwachsen sein
hab' immer mich zur Wehr gesetzt.
Von außen wurd' ich hart wie Stein
und doch hat man mich oft verletzt.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Unten auf dem Meeresgrund
wo alles Leben ewig schweigt
kann ich noch meine Träume seh'n
wie Luft, die aus der Tiefe steigt.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Ich gleite durch die Dunkelheit
und warte auf das Morgenlicht.
Dann spiel' ich mit dem Sonnenstrahl
der silbern sich im Wasser bricht.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Krieg oder Frieden



Zwei Freundinnen, mit denen ich auch wiederum befreundet bin, haben Streit miteinander. Das kommt in den besten Familien vor, sagt der Volksmund.
Streit bilder
Natürlich hat mir jede ihre Version des vorangegangenen Geschehens geschildert. Wenn ich mich nun frage weshalb, komme ich zu der Überzeugung: Um mich jeweils in ‚ihr’ Boot zu holen. Doch da mache ich nicht mit. 
Ein Streit beruht meistens auf Missverständnissen. Würden sich die Streithähne die Mühe machen, einen Gang zurückzuschalten und die Sache in Ruhe zu betrachten – oder noch besser -, sich in die Lage der jeweils anderen Person zu versetzen, würde dieser Streit im Nu beendet sein können.
Eine Weile werde ich mir das zwischen den beiden noch anschauen und wenn sie sich nicht bald wieder aufeinander zu bewegen, dann werde ich sie fragen, ob sie eigentlich den Frieden in der Welt wünschen, oder den Krieg. Die Antwort ist klar. Beide wollen Frieden. Und dann werde ich sie fragen, wie es denn die Völker der Welt schaffen sollen, friedlich miteinander umzugehen, wenn es nicht einmal zwischen zwei Freundinnen möglich ist, im Frieden miteinander aus zu kommen.
Über 7.000.000.000 Menschen leben auf der Erde. Was denkt ihr, werde ich weiter fragen, wie viele von ihnen werden wohl auf diese Frage antworten: Natürlich möchten wir den Frieden. 
Dann sollten wir alle, die den Frieden wünschen, bei uns selbst anfangen. Wir sollten dafür sorgen, dass wir mit unseren Freunden, Familien und Nachbarn im Frieden zusammen leben. Dann wird das vielleicht irgendwann auch etwas mit dem Frieden auf der Welt.
Doch so, wenn ihr schon gegenüber Freunden keinen Frieden im Herzen habt, werden wir noch lange auf den Frieden in der Welt warten müssen. 
Mal sehen, wie sie darauf reagieren.



Dienstag, 1. Oktober 2013

Heute geht die Fantasie mit mir durch

menschen-arbeit-0051.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand

Der Grund: Gestern Abend verschickte ich eine Mail. Eigentlich nichts Besonderes. Nur: Ich schickte sie nicht dem richtigen Empfänger. Wahrscheinlich bin ich in der Zeile verrutscht. In diesem Fall war der Schaden nicht so groß, doch dann dachte ich mir: Ob es vielleicht schon einmal passiert ist, dass jemand über seinen Freund, über den er sich vielleicht gerade geärgert hat, schreibt: „Der Dieter, der ist doch so dumm wie Brot.“ Und dann passiert es. Er schickt genau diesem Freund versehentlich diese Mail. Oder noch besser: Anstatt der Geliebten schickt man der eigenen Frau eine Mail: „Freu mich schon! Wie immer, 21 Uhr im Hotel …“

Wie gesagt, heute geht die Fantasie mit mir durch. J