Freitag, 29. November 2013

Amerika, ich komme!

(Eine weitere Erinnerungsgeschichte)

Regina vom Tag-zu-Tag-Blog hat uns verraten, dass ihr Mann einen runden Geburtstag feiert. Und schon fiel mir eine weitere Erinnerungsgeschichte ein. Sie liegt zwar noch nicht so lange zurück, aber immerhin sind seitdem auch schon wieder 8 Jahre vergangen: Der 50. Geburtstag meines Mannes. Für die Geschichte muss ich zunächst zurückgehen in das Jahr 1975.
Als ich damals zum ersten Mal sein damaliges Zimmer in seinem Elternhaus betrat, wurde ich erschlagen von Jerry-Cotton-Heften und New-York-Postern. Er war und ist ein ganz großer Fan dieser Stadt. (Ich weiß nicht, wie oft ich schon das Lied von Neil Diamond ‚It’s a beautiful noise’ in seinem Auto mit anhören musste. Aber ich mag das Lied auch, so ist es nicht.)
Er wollte sich immer seinen großen Traum erfüllen und nach New York reisen, doch nie klappte es. In jungen Jahren fehlte das Geld und später rückte der Traum aus irgendwelchen Gründen immer weiter weg. Ich weiß noch wie heute, dass er mit Tränen in den Augen vor dem Fernseher saß, als das World Trade Center einstürzte und er dann sagte: „Jetzt brauch ich gar nicht mehr dort hin“.
Als etwas später sein 50. Geburtstag anstand und alle überlegten, was schenken wir ihm und womit könnte man ihm eine Freude machen, dachte ich an seinen Wunsch. Er hatte nicht viele Wünsche, doch nach New York zu fahren, war ein ganz großer. Ich habe dann alle Freunde und Verwandten, die zu dem Fest eingeladen werden sollten angerufen und von dem Plan erzählt, ihm diese Reise zu seinem 50. zu schenken. Natürlich waren alle begeistert.
Zunächst habe ich eine USA-Flagge gekauft und die ging von Haus zu Haus weiter. Jeder Gast beteiligte sich an diesem Geschenk und unterschrieb auf dieser überdimensionalen Geburtstagskarte. Außerdem war ausgemacht, dass jeder Gast wirklich ohne ein Geschenk in der Hand gratuliert. Kein Umschlag, keine Karte, keine Kleinigkeit. Und das hat wirklich geklappt.
Wir hatten die Möglichkeit, bei Freunden auf einer großen Bauerndeele zu feiern. Das waren viele Vorbereitungen, die aber auch Spaß gemacht haben. Als wir am Abend vorher alles soweit vorbereitet hatten, sagte mein Mann plötzlich: „Ich habe ja gar keinen Geschenketisch.“
„Ja, daran haben wir noch gar nicht gedacht“, haben wir sofort gesagt und einen ziemlich kleinen Tisch geholt und an die Haustür gestellt. Er wird sich gedacht haben: „Wenn der Tisch man ausreicht“. Gesagt hat er aber nichts.
Nun kam der Geburtstag. Die Gäste trudelten ein. Kein Mensch übergab ein Geschenk. Mein Mann sagte wieder nichts, doch sein Gesicht sprach Bände. Er wusste nicht, was los war. Kein einziges auch noch so kleines Geschenk lag auf seinem doch arg kleinen Geschenketisch. Das blieb auch so bis nach dem Essen.
Jeder Gast bekam vorher genaue Instruktionen, wie er sich verhalten sollte. Ich hatte ein Gedicht gemacht und darin aufgezählt, was man so alles hätte schenken können. Das Gedicht steuerte dann im letzten Absatz auf unser eigentliches Geschenk zu. Ein Freund ließ das Lied von Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“ von der CD laufen, alle Gäste holten plötzlich kleine Papierfähnchen mit der USA-Flagge hervor, schwenkten sie und sangen mit. Dann haben wir die große Flagge entrollt und sie ihm übergeben mit den Worten: „Wir schenken dir eine Woche New York.“ Ich bekomme jetzt beim Schreiben noch eine Gänsehaut. Es gab kaum einen Gast, der keine Tränen in den Augen hatte. Mein Mann legte sich die Flagge um die Schultern und ging von Gast zu Gast und bedankte sich handlich.
Es dauerte dann noch 10 Monate, bis es endlich los ging und dann haben wir ihm noch – zum nächsten Geburtstag als vorträgliches Geburtstagsgeschenk – einen Flug mit dem Helikopter über New York geschenkt. Das bleibt unvergessen.
Nun steht in zwei Jahren wieder ein runder Geburtstag an und sein Wunsch lautet: Ich möchte gerne noch einmal nach New York. 
Die Überraschung vom 50. Geburtstag lässt sich nicht wiederholen, doch ich könnte mir vorstellen, dass er vielleicht seinen 60. dort feiert – 
Schaun wir mal!



                    
Fotos: Pixelio.de / Rike und Lars Heims                                                


Donnerstag, 28. November 2013

Interview

hochzeit-0074.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandIch habe euch ja schon von Mila erzählt, 
die verheiratete Blogger interviewen möchte.
Ich hab’s hinter mir JJ.
Wen es interessiert: Klick!!



Mittwoch, 27. November 2013

hund-0018.gif von 123gif.dePelle, der kleine Dieb
-          hier ist die bereits angekündigte Geschichte

Lea saß am Küchentisch und malte einen großen ovalen Bauch. Links oben kam ein Viereck auf den Bauch und darauf ein kreisrunder Kopf. Dem Kopf malte sie ein Gesicht und zwei Ohren.
„Wie viele Beine muss ich malen?“, überlegte Lea und zählte leise:  
1, 2, 3, 4.
„Was malst du denn?“, fragte Mama und sah ihrer Tochter vom Herd aus zu.
„Siehst du doch“, war Leas patzige Antwort.
Doch Mama konnte es noch nicht erkennen. Als Lea dem Tier dann noch eine Mähne und einen langen Schweif malte, war es klar.
„Ach, du malst ein Pferd“, sagte Mama. „Das ist aber schön geworden.“
Unter dem Tisch lag Pelle. Er hatte geschlafen und kam jetzt langsam hervor gekrochen. Er gähnte, streckte zuerst seine Vorder- und dann seine Hinterbeine aus und ging mit hoch erhobener Schnauze schnüffelnd auf Mama zu.
„Na, mein kleiner krummbeiniger Dackel“, sagte Mama, „du riechst wohl die Mettwurst, die auf dem Küchenschrank liegt. Nein, nein, die ist nicht für dich. Die kommt gleich in den Linseneintopf.“
‚Piep, piep, piep, piep.’ Der Trockner meldete sich.
„Kommst du mit Lea, und hilfst mir?“, fragte Mama.
Mit ihrer Tochter und dem Hund im Schlepptau ging Mama in die Waschküche. Lea half ihr, die Strümpfe zusammenzulegen. Schwupps – der Dackel schnappte sich eine Socke und rannte durch die Wohnung.
„Pelle, gib mir sofort den Strumpf zurück“, rief Lea und rannte hinter dem Hund her. Der lief immer im Kreis und hielt die Socke dabei wie eine Trophäe in der Schnauze. Immer wieder sah er sich nach Lea um und fand Gefallen daran, verfolgt zu werden. Irgendwann holte Lea Pelle dann ein und nahm ihm die Socke aus der Schnauze.
Lea ging zu Mama, die die Wäsche in die Schränke räumte. Keinem fiel auf, dass der Hund in die Küche gerannt war.
Pelle erinnerte sich daran, dass es dort so wunderbar gerochen hatte. Deshalb lief er schnurstracks dorthin. Es musste doch eine Möglichkeit geben, an die leckere Wurst zu kommen. Er schaute sich kurz um, sprang auf den Stuhl, ging über den Tisch und gelangte zu der Wurst.      
„Na, wer sagt es denn“, dachte sich Pelle „die lasse ich mir jetzt erst einmal schmecken“.
Er saß noch schmatzend und kauend auf der Arbeitsplatte, als Mama und Lea die Küche betraten.
Als Mama sah, was geschehen war, schimpfte sie wie ein Rohrspatz mit dem Hund. Pelle kniff seinen Schwanz zwischen die Hinterbeine, denn er wusste, dass er etwas Verbotenes getan hatte. Mama schnappte sich die Zeitung und der Hund bekam damit einen Klaps auf den Po. Jetzt war er beleidigt.
„Ab in dein Körbchen - sofort“, schimpfte Mama, „und da bleibst du.“
Mama half dem Dackel vom Tisch. Er hatte die gesamte Wurst verputzt und sein Bauch hing fast bis zum Boden.
„Oh weh, hoffentlich bekommt er jetzt kein Bauchweh“, sagte Lea.
„Das würde ihm recht geschehen“, antwortete Mama - meinte es aber gar nicht so.
Pelle verzog sich in sein Körbchen und wurde für eine lange Zeit nicht mehr gesehen.
Mama holte eine Dose Wiener Würstchen aus dem Vorratsschrank. Als Papa nach Hause kam, erzählten sie ihm die Geschichte von Pelle und wie er in Windeseile die Wurst verspeist hatte. Dann lachten sie über den kleinen Dieb und aßen gemeinsam den Eintopf. Nur Pelle nicht. Der bekam an dem Tag nichts mehr zu fressen.
                   








Montag, 25. November 2013

Die Erinnerungen gehen weiter

Am Sonntag brachte mir Lore Erinnerungen an unseren Hund und heute ist es Mila vom married-blog.
Sie hat mich angeschrieben, weil sie demnächst heiraten möchte und darüber bloggt. Nun ist sie auf der Suche nach verheirateten Bloggern, die von ihrer Hochzeit erzählen.
Also kommt heute nochmals eine Erinnerungsgeschichte – nämlich die Erinnerung an unsere Hochzeit.

Nachdem mein Mann und ich uns in diesen Tagen vor 39 Jahren kennen gelernt hatten, haben wir uns im Oktober 1978 verlobt. Mila fragt nach dem Heiratsantrag, doch den gab es gar nicht. Der Grund, sich zur Ehe zu entschließen, war ein anderer. - Nein, ich war nicht schwanger J. –
Heute werden die jungen Leute darüber schmunzeln, denn es war so, dass mein Mann in unserer Gegend keine Arbeit fand. Es ergab sich, dass 200 Kilometer von unserem damaligen und heutigen Zuhause eine Arbeitsstelle frei war. Die bekam mein Mann und zog 1978 nach Helmstedt. Vielen wird der Ort durch die damalige innerdeutsche Grenze bekannt sein. Ich wollte ihm folgen und genau das war der Grund, zu heiraten.
Es gab zwar schon das eine oder andere Paar, das in ‚wilder Ehe’ - wie es so schön hieß - lebte, doch das traute ich mich nicht. Meine Eltern hätten dafür keinerlei Verständnis aufgebracht. Also musste (nein, quatsch) durfte vorher geheiratet werden.
Da ich ab dem 1. März 1979 dort auch eine Arbeitsstelle gefunden hatte, musste dies noch vorher geschehen. Das heißt, wie heirateten im Februar. Nun werden die Älteren von euch wissen, dass der Februar 1979 sehr schneereich war. Er ging wohl als einer der schneereichsten Winter in die Geschichte Deutschlands ein.
Es war eigentlich eine standesamtliche und kirchliche Trauung für den Tag geplant, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es fiel soviel Schnee, dass die auswärtigen Gäste reihenweise absagten. Auch etliche heimische Gäste meldeten sich kurz vor dem großen Tag ab, denn eine Grippewelle durchzog die Bundesrepublik. Von über 120 Gästen blieben maximal 50, die mit uns gefeiert hätten. Nun war guter Rat teuer.
Ich weiß es noch wie heute, dass ich wie ein Häufchen Elend heulend auf einer Treppenstufe neben dem Telefon saß, als meine Mutter mit dem Pfarrer telefonierte und sagte, wir müssten die Hochzeit absagen bzw. auf einen späteren Termin verschieben. Das war kein Problem, doch mussten wir diesen Termin bis Ende April verschieben, da in der damaligen Zeit von Seiten der Kirche keine Trauung in der Fastenzeit durchgeführt wurde.
Dann rief meine Mutter noch in dem Haus an, in dem gefeiert werden sollte. Sie nahmen die Absage auch an, ohne dass uns Kosten entstanden. Das war unser Glück.
Die standesamtliche Trauung fand dann aber statt. Das Problem war: Die Braut war da – aber der Bräutigam nicht, denn die Trauung fand in unserem Heimatort statt und er musste zunächst dorthin gelangen.
Es war ihm nicht möglich, mit dem Auto zu fahren. Ich erinnere mich noch daran, dass wir es später unter vielen Schneehaufen gesucht haben. Keiner wusste mehr so genau, wo sein Auto stand.
Übrigens gestaltete sich die Fahrt zum Standesamt auch abenteuerlich. Eine breite Straße war quasi um die Hälfte geschrumpft. Man hoffte inständig, dass sich keine zwei LKW auf der Strecke begegneten. Dann wäre es schwierig geworden. Die Schilder an der Straße waren nicht mehr zu erkennen, da sie unter einem Berg von Schnee begraben waren. Wir fuhren damals wie durch eine Schneise – rechts Schnee, links Schnee, unter uns und über uns: Schnee, Schnee, Schnee!
Doch zurück zur Zugfahrt: Nun, mein Mann wollte ja gerne an seiner Hochzeit teilnehmen J und deshalb nahm er die Bahn. Das war aber eine richtig abenteuerliche Fahrt über viele, viele Stunden. Er musste in Hannover umsteigen, ist dann einfach aus seinem Zug heraus in den gegenüberliegenden hinein gesprungen, der gerade abfahren wollte, ohne zu wissen, ob es der richtige Zug war. 
Ja, es war der richtige Zug und Ja, es war der richtige Mann, denn wir sind noch heute verheiratet und wollen es auch bis zum Lebensende bleiben.
Das wünsche ich auch Mila von Herzen, dass sie den richtigen Mann gefunden hat.
Was mir im Übrigen auch noch in besonderer Erinnerung ist, ist die ‚neue’ Unterschrift mit dem neuen Namen im Standesamt. Das war etwas ganz Besonderes. 
Ich habe mich auch später niemals versprochen oder verschrieben. Vom ersten Tag an gehörte der neue Name zu mir.





Sonntag, 24. November 2013

Erinnerung an Charly

Gerade habe ich bei Lore im Märchenzauberblog vom diebischen Mäxchen gelesen, die mich an eine Geschichte erinnerte, die vor über 30 Jahren passierte. Damals hieß der Dieb nicht Max, sondern Charly. Er war auch keine Katze, sondern ein Hund – genauer gesagt ein Langhaardackel.
Damals waren mein Mann und ich jung verheiratet und unsere Tochter noch nicht geboren. Meine Schwiegereltern hatten ihren Besuch angekündigt – wegen der Entfernung immer mit mindestens einer Übernachtung. 
Das war für mich eine willkommene Gelegenheit, meinen Schwiegereltern zu zeigen, dass sie eine ‚tüchtige’ J Schwiegertochter hatten. Ich habe mir immer sehr viel Mühe gemacht und ein wunderbares Essen vorbereitet. Diesmal sollte es eine Hühnersuppe geben und von dem Fleisch Frikassee. 
Ich kochte also das Huhn aus, um eine Suppe zu erhalten. Dann wurde es in kleine Stückchen zerlegt. Das machte ich am Küchentisch. 
Als ich fertig war, piepte der Trockner. Das passt ja gut, dachte ich mir, bevor du das Fleisch jetzt weiter verarbeitest, kannst du zunächst einmal den Trockner leeren.
hund-0019.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandIhr ahnt schon, was passierte – ich ließ das Fleisch auf dem Küchentisch stehen. Da war es natürlich eine Leichtigkeit für unseren Hund, zunächst auf einen Stuhl und von da aus auf den Tisch zu springen und das komplette Fleisch zu vertilgen. Sein Bauch hing wirklich bis auf den Boden – genauer gesagt bis auf den Tisch.
Als ich in die Küche zurückkehrte und die Bescherung sah, hab ich einen Tobsuchtsanfall bekommen und der Hund hat zum ersten Mal einen Klaps bekommen. Er verkroch sich dann in eine Ecke und ich stand da - mit einer Brühe ohne Fleisch und Tränen in den Augen.
Ich war total aufgelöst, weil ich nicht wusste, was es jetzt zu essen geben sollte. In meiner Panik rief ich meinen Mann auf seiner Arbeitsstelle an und schilderte die Situation - und was machte er: Er nahm sich einen Lachanfall! Das machte mich noch wütender. 
Er brachte dann aber abends 2 halbe Hähnchen mit und das Fleisch hab ich für mein Frikassee verwendet. Alles war am Ende gut.
Dieses Geschehen habe ich zum Teil in einer Geschichte ‚verarbeitet’, die ich dann in den nächsten Tagen hier einstellen werde. 



liebe-0162.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand  für 3.000 Klicks!

Samstag, 23. November 2013

Gedanken zum Ewigkeitssonntag

Gestern war ich auf dem Friedhof – wir evangelischen Christen feiern am Sonntag den Ewigkeitssonntag. Der Tag wird oft auch Totensonntag genannt. Ich sage dies ungern, mag dieses Wort nicht.

Ich habe die Grabstätte meiner Eltern gepflegt – das letzte Mal in diesem Jahr, denn dann kommt der Winter und alles ruht. Natürlich habe ich auch einen Kranz auf die Stätte gelegt.

Auf dem Grab schräg gegenüber liegt die Schwiegermutter einer früheren Schulfreundin begraben. Wir haben uns seltsamerweise noch nie dort getroffen. Diesmal waren wir zur gleichen Zeit am Grab. Auch sie nahm die Blätter von der Grabstätte und legte ein Gesteck hin.

Wir kamen ins Gespräch. „Weißt du“, sagte sie „ich mache nicht so ein Gedöns um den Friedhof. Klar halte ich ihn in Ordnung und jetzt hab ich auch was hingelegt, doch eigentlich ist dass doch nur was für die Leute. Wenn man nichts zum Totensonntag auf’s Grab legen würde, dann käme man ins Gerede.“

Ja, bei uns auf dem Dorf wäre das so. Da würde schnell geredet. Dann meinte sie noch: „Eigentlich ist das doch sowieso sinnlos und nur ein Geschäft für die Blumenhändler.“ Auch da fand ich: So ganz Unrecht hat sie nicht.

Wir haben eine große Grabstätte. Dort, wo meine Eltern beerdigt wurden, sind noch zwei freie Grabplätze. Meine Eltern dachten weit im Voraus und haben bei diesen Plätzen an mich und meinen Mann gedacht. Doch wir zweifeln, ob wir jemals dort beerdigt werden möchten.

Wir können uns durchaus eine Beisetzung im Friedwald vorstellen. Nicht, weil wir denken, wir leben dann in einem Baum weiter – nein, aus dem Grund heraus, dass wir nicht möchten, dass sich unsere Tochter verpflichtet fühlt, unsere Gräber in Ordnung halten zu müssen.

Natürlich würde sie es machen und unser Schwiegersohn auch – aus Pflichtbewusstsein und vielleicht auch wegen der Leute. Doch sie würden, genau wie ich es auch sehe, nicht den Friedhof benötigen, um sich an uns zu erinnern.

Als meine Mutter verstorben war, ging meine Schwester sehr oft zum Grab. Eigenartigerweise hatte ich überhaupt nicht dieses Bedürfnis. Wenn ich mich an meine Eltern erinnern möchte, dann kann ich dies tun. Immer. Jeden Tag und auch noch nachts, wenn ich nicht schlafen kann. Den Ort ‚Friedhof’ benötige ich dazu nicht.

Meine Schulfreundin erzählte mir, dass sie auch schon mit ihrem Mann darüber gesprochen habe. Auch sie kann sich eher eine Bestattung vorstellen, wo die Angehörigen keine Pflege für 30 Jahre übernehmen müssen. Doch ihr war der Gedanke unangenehm, verbrannt zu werden. Sie tendierte eher zu einer Erbestattung ‚unter einer Rasenfläche’.

In den letzten Jahren hat sich die Meinung der Menschen zu diesem Thema sehr gewandelt. Immer mehr entscheiden sich für ein Urnengrab im Friedwald oder ein Reihen-Urnengrab. Das wäre früher in einem Dorf wie dem unsrigen unvorstellbar gewesen.

Man wurde (sprichwörtlich) schon durch’s Dorf getragen, wenn man für sich eine Urnenbeisetzung vorgesehen hatte.

Wo unsere sterblichen Überreste verbleiben ist, denke ich, sowieso einerlei. Wo unsere Seele ihren nächsten Platz findet, ist viel wichtiger.

Dort, wo Blumen auf dem Grab stehen, stehen sie für die anderen Menschen, die das Grab betrachten – nicht mehr für den Verstorbenen. Einer verstorbenen Seele dürften die Blumen auf dem Grab egal sein.

blume-0394.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandEs gibt doch diesen schönen Spruch, der zu diesem Thema passt: 
„Schenkt Blumen lieber während des Lebens –
denn auf dem Grab blühen sie vergebens!“
                                                                                



Freitag, 22. November 2013

Was sagt man?


Vor 50 Jahren ging ich an der Hand meiner Mutter in ein Fleischerfachgeschäft und ich wurde von der netten Verkäuferin gefragt:
„Möchtest du eine Scheibe Wurst?“
Ich nickte.
Meine Mama fragte: „Was sagt man?“
Ich sagte: „Danke!“

Vor 25 Jahren ging ich in ein Fleischerfachgeschäft mit meiner Tochter an der Hand.
Sie wurde von der netten Verkäuferin gefragt:
„Möchtest du eine Scheibe Wurst?“
Sie nickte.
Ich fragte: „Was sagt man?“
Sie sagte: „Danke!“

Gestern war ich in mit meiner Tochter und den beiden Enkeln in einem Fleischerfachgeschäft.
Sie wurden von der netten Verkäuferin gefragt:
„Möchtet ihr eine Scheibe Wurst?“
Sie nickten.
Meine Tochter fragte „Was sagt man?“
Meine Enkel sagten: „Danke!“

Ist es nicht schön, dass es in unserer schnelllebigen und sich ständig veränderten Welt Dinge gibt, die Bestand haben.



Mittwoch, 20. November 2013

Zeit ist Geld


Stellt euch einmal vor, wir schrieben heute bereits den 1. Dezember. Dann könnten wir schon den 1. Advent begehen. Eigentlich eine schöne Sache. Doch wie wäre es, wenn gestern der 19. November gewesen wäre und heute der 1. Dezember. Ich merke schon, ich verwirre euch. Das ist aber nicht meine Absicht.


Der auf Kaiser Julius Cäsar zurückgehende julianische Kalender musste 1582 dem gregorianischen (benannt nach dem damaligen Papst Gregor) weichen. Man hatte bemerkt, dass der bestehende Kalender immer mehr von den Jahreszeiten abwich, denn die Differenz, so hatte man errechnet, belief sich im Laufe der vielen Jahrhunderte seines Bestehens bereits auf 10 Tage. Um dieses Ungleichgewicht wieder ins Lot zu bringen folgte im Jahr 1582 auf den 4. Oktober der 15. Oktober. Die Verwirrung wird sicher groß gewesen sein. 

Doch stellt euch einmal vor, dies würde in der heutigen Zeit geschehen. Wäre das Chaos dann nicht noch viel größer als damals? 

uhren-0226.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandUnvorstellbar wäre das Ausmaß, dass eine solche Maßnahme in unserem Zeitalter hätte - auch das finanzielle. Ganz abgesehen davon, dass uns die Zeit sowieso schon scheinbar davonläuft und unter dem Aspekt, dass wir denken, Zeit sei Geld, wäre es nicht auszudenken.



Dienstag, 19. November 2013

Ich hab's einfach getan!

       Produkt-Information                   Was?                                                   

Meinen ersten kurzen Roman geschrieben und ich freu mich wie verrückt darüber, dass er jetzt im Handel ist – z. B. bei Amazon und Thalia
ISBN: 978-3-7322-7992-0

Der Titel: 
'Alles geschieht, weil es geschehen muss'

Das Buch erzählt eine Geschichte über sich verändernde Lebenssituationen, denn manchmal ist dein Leben von heute auf morgen ein anderes. Dann geht es darum, dies anzunehmen - oftmals findet sich darin das Glück.

Zum Inhalt:

Dagmars Leben scheint perfekt. All ihre Träume haben sich erfüllt. Seit fast fünfundzwanzig Jahren ist sie mit Rainer, dem erfolgreichen Anwalt, verheiratet. Sie wohnen im eigenen Haus auf dem Land, umgeben von einem schönen Garten, den Dagmar liebt. Die beiden Kinder, inzwischen flügge geworden, wohnen jetzt in der Stadt. Sie studieren und sind in der Ausbildung.
Diese heile, liebgewonnene und gewohnte Welt bekommt erste feine Risse, denn neuerdings fühlt Dagmar sich oft einsam. Wie soll sie ihr weiteres Leben gestalten? Hinzu kommen die ganz besonderen Sorgen um ihre Ehe. Rainer hat immer weniger Zeit für sie und scheint sich immer mehr von ihr zurückzuziehen. Was mag dahinter stecken? Dagmar nimmt sich vor, nach der großen Feier zu ihrer Silberhochzeit dringend mit ihrem Mann darüber zu sprechen. Doch dann kommt alles ganz anders.




Montag, 18. November 2013

Heute gab es bei uns 'Nötze'! (Kindermund)


Zumindest behauptet Leonie das.
Ihr kennt keine Nötze?
Na, dann gibt es eine kleine Hilfe.
Es waren ja auch gar keine Nötze –
es waren Roll-Nötze!!







Sonntag, 17. November 2013

Stehbluse


Nachdem gestern eine Jacke in den Sack gewandert ist, war es heute eine ‚Stehbluse’. Wie, du weißt nicht, was das ist? 
Dann musst du ein Mann sein - oder schlankbrille-0016.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand !
Also, liebe Männer und schlanke Frauen, es gibt Blusen, die kann man im Sitzen und im Stehen tragen. Es gibt aber auch Blusen, die lassen sich nur im Stehen tragen. Weil – wenn man sich setzt – klaffen sie, dort wo sie geknöpft werden, auseinander. Man darf sich also mit ihnen nicht setzen. Das sind dann Stehblusen. Eine Stehbluse sitzt im Stehen perfekt – aber leider nicht mehr, wenn man sich setzt. Dieses Problem lässt sich auf dreifache Weise löse:
1.      Man näht die Knopfleiste zu. Dann fühlt man sich, wenn man sie trägt, wie eine Presswurst.
2.    Man nimmt ab. Leichter gesagt als getan. Wäre dann mal eine Aktion, die 2014 in Angriff genommen werden könnte – wieder einmal! – oder
3.    man entsorgt sie.
Genau! Ich habe mich für Variante 3 entschieden!






Samstag, 16. November 2013

Entsorgen!


haushalt-0162.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand

‚Aufräumen’, Dinge entsorgen, die man nicht mehr benötigt, dass ist manchmal gar nicht so einfach. 

Mein Mann ist ein ‚Sammler’. Er kann alles gebrauchen und hebt vieles auf - zumindest bis zu dem Tag, als unser Schwiegersohn ins Haus zog. Er praktiziert genau das Gegenteil. Brauchen wir nicht mehr – weg damit. Und er hat es tatsächlich geschafft, dass sich mein Mann von einigen Dingen getrennt hat. Wenn er jetzt in seinem Werkraum im Keller steht, dann freut er sich, weil es so ‚aufgeräumt’ aussieht. Manchmal meckert er auch, wenn er etwas sucht, von dem er weiß, er hat es einmal besessen und jetzt ist es fort und er könnte es gerade so gut gebrauchen.
In unserem Freundeskreis gibt es jemanden, der, wenn er sich ein neues Kleidungsstück kauft, sofort ein ‚Altes’ dafür entsorgt. Das finde ich eine tolle Sache, schaffe es aber persönlich nicht.
Mein Kleiderschrank müsste auch dringend einmal durchforstet werden, doch es fällt mir im Augenblick schwer.
Vielleicht sollte ich damit beginnen, mich täglich von einem Stück zu verabschieden. Dann hätte ich auch innerhalb kürzester Zeit ‚klar Schiff’ gemacht. Mal sehen, ob es mir gelingt.


Donnerstag, 14. November 2013

Eine Frage der Einstellung - Wie es auch hätte sein können! (Fortsetzung)



Montagmorgen, 5.00 Uhr in der Früh. Es ist Hochsommer. Das Schlafzimmerfenster ist weit geöffnet. Hans liegt im Bett und schläft. Rummms! Der Nachbar schlägt seine Autotür zu, startet den Wagen und fährt zur Frühschicht.
Hans erwacht durch das Schlagen der Autotür. „Ach, der Nachbar muss schon zur Arbeit, der arme Kerl, und ich als Rentner kann noch liegen bleiben. Und da ist auch Purzel zu hören. Er verabschiedet sein Herrchen immer mit seinem Gebell. Treue Tiere sind es, diese Dackel, wenn auch schwer zu erziehen. Die Spatzen scheinen gemeinsam mit Purzel ein Konzert zu geben. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie lautstark diese kleinen Wesen sich zu Wort melden können. Sie freuen sich halt ihres Lebens. Herrlich. Es scheint ein wunderbarer Tag zu werden. Da könnte ich doch eigentlich aufstehen und einen kleinen Gang zum Meer machen. Jetzt sind dort noch keine Urlauber unterwegs. Das mache ich.“
Gut gelaunt schwingt Hans seine Beine aus dem Bett. „Nanu, wo sind denn meine Hausschuhe?“
Jedenfalls nicht dort, wo sie sein sollten. Er findet sie im Bad. „Da seid ihr ja, ich habe euch schon gesucht. Warum sagt ihr denn nichts? Hab ich euch gestern in Gedanken hierher gestellt? Man wird älter.“
„Guten Morgen Hans“, ruft er seinem Spiegelbild entgegen. „Dann wollen wir dich mal rasieren. Sonst siehst du ja ungepflegt aus“.
mann-0063.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandDann springt er schnell unter die Dusche und kommt nach einiger Zeit gut gelaunt in der Küche an. Hans neigt dazu, Selbstgespräche zu führen. „So, dann wollen wir uns mal einen guten Kaffee kochen“. Gesagt getan. Kurze Zeit später zieht Kaffeeduft durch die Wohnung und treibt Hans ein Lächeln auf die Lippen.
„Herrlich, frühmorgens einen Kaffee zu genießen. Oje, das Marmeladenglas ist leer. Macht nichts. Frischen Toast kann man auch nur mit Butter essen“. Und die schmiert er sich dick auf den goldbraunen Toast.
Da fällt ihm ein. Die Zeitung könnte er ja nebenbei lesen. „Oh, noch gar nicht im Briefkasten. Hoffentlich ist dem Zeitungsboten nichts passiert. Na, dann werde ich zunächst einen Spaziergang machen und danach die Zeitung lesen. Ist vielleicht besser so, dann ist noch niemand am Strand.“
Gut gelaunt verlässt Hans das Haus und genießt die Stille, die nur durch das Vogelgezwitscher unterbrochen wird. „Jeder Vogel hat seine eigene Sprache“, denkt Hans. „Doch niemals ist ein Misston dabei. Zusammen erklingt eine gelungene Symphonie.“
Nach wenigen Minuten geht er durch ein kleines Waldstück. Herrlich frisch ist es hier. Die Luft ist kühl und die Bäume sorgen für Schatten. Hin und wieder schafft es die Sonne, ihre Strahlen durch die Bäume zu schicken. So entsteht ein zauberhaftes Lichtspiel.
„Oh, Vorsicht“. Ein kleiner Zweig hätte ihn fast im Gesicht erwischt. „So kann es gehen, wenn man nicht aufpasst“.
Mit einem kleinen Lied auf den Lippen erreicht Hans das Meer. Smaragdgrüne Wellen treffen auf den Strand. Hans atmet tief durch. Der Strand ist fast menschenleer, nur ein Obdachloser ist auf der Suche nach leeren Flaschen.
„Armer Kerl. Der sorgt wenigstens für Ordnung. Die meisten werfen ihre Flaschen achtlos fort und denken nicht darüber nach, dass sich andere an ihnen verletzen könnten. Hoffentlich findet er genug, um Geld für eine Mahlzeit zu haben und kauft sich dafür keinen Alkohol.“
„Na, kleine Möwe. Auch schon so früh am Morgen unterwegs“, ruft er der Möwe entgegen, die am Strand entlang stolziert und ihn mit ihren runden schwarzen Augen ansieht.
Hans empfindet eine innere Ruhe und Behaglichkeit. Er lebt an einem wunderschönen Fleckchen Erde. Dankbar setzt er seinen Spaziergang am Meer fort.
Und während er dort am Strand entlang spaziert, gehen ihm die bekannten Worte eines amerikanischen Theologen durch den Kopf: „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“


© Martina Pfannenschmidt

Dienstag, 12. November 2013

Alles eine Frage der Einstellung - Geschichte

Montagmorgen, 5.00 Uhr in der Früh. Es ist Hochsommer. Das Schlafzimmerfenster ist weit geöffnet. Hans liegt im Bett und schläft. Rummms! Der Nachbar schlägt seine Autotür zu, startet den Wagen und fährt zur Frühschicht.
„Verdammt noch mal“, denkt sich Hans „kann der Kerl seine Autotür nicht leise schließen. Jeden Morgen dasselbe Theater. Immer werde ich wach, weil der Kerl es nicht für nötig hält, Rücksicht zu nehmen“.
Hans liegt wach und dreht sich von der einen auf die andere Seite. 
hund-0073.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand
„Jetzt fängt auch noch der blöde Hund an zu kläffen. Das die dumme Kuh es nicht schafft, den Hund ruhig zu halten, wenn der Mann das Haus verlässt. Ja, war klar, jetzt pfeifen auch noch die blöden Spatzen, die in der Hecke des Nachbarn nisten.“
An Schlaf ist jetzt nicht mehr zu denken. Hans steht missmutig auf.
„Wenn ich sowieso wach bin, dann kann ich auch gleich aufstehen“. Er sucht seine Latschen. „Wo sind die Mistdinger denn jetzt schon wieder. Die stehen doch immer direkt vorm Bett, warum heute nicht.“
Sie stehen im Bad. Hat er selbst dort hingestellt. „Wie blöd muss man sein, die Dinger im Bad zu vergessen“.
Hans schaut in den Spiegel. Ein Griesgram schaut zurück. Er putzt die Zähne, wäscht und rasiert sich. Dann geht er zurück ins Schlafzimmer. „Wo ist denn jetzt wieder diese verflixte Hose. Es kann doch nicht sein, dass sich heute alles gegen mich verschworen hat.“
Sie liegt dort, wo sie immer liegt. Hans zieht sich an, geht in die Küche und kocht Kaffee. Leider vergisst er, das Kaffeepulver einzufüllen. So füllt er nach einiger Zeit nur heißes Wasser in seine Tasse. Er flucht wie ein Rohrspatz.
Die Zeitung steckt auch noch nicht im Briefkasten, dabei ist es bereits 5.30 Uhr.
„Man kann doch wohl verlangen, dass dann die Zeitung da ist“. Er wird sich noch am selben Morgen über den Zeitungsboten beschweren. Der Toast ist schwarz wie die Nacht und das Marmeladenglas leer. Hans steht kurz vor der Explosion. Alles, aber auch wirklich alles hat sich heute gegen ihn verschworen.
Gut, dann geht er halt aus dem Haus. Ein Spaziergang wird ihm gut tun. Nach wenigen Minuten geht er durch ein kleines Waldstück, hinter dem das Meer liegt. Das ist sein Ziel. Im Waldstück angekommen ärgert er sich. Auch hier dringt lautes Vogelgezwitscher an sein Ohr. „Können die denn nicht einmal ruhig sein.“
Im Wald ist es dunkel und viel zu schattig. Wäre er bloß zu Hause geblieben.
„Aber nun bin ich hier, dann geh ich auch bis zum Meer.“
Er passt einen Augenblick nicht auf, übersieht einen kleinen Zweig und schwups fegt ihm dieser durch sein Gesicht. Hans nimmt den Zweig und knickt ihn ab. Jetzt baumelt er wie ein Hampelmann am Baum. „Das hast du nun davon, du blöder Zweig“.
Trübsinnige Gedanken begleiten ihn bis zum Meer. Eine Möwe stolziert am Ufer entlang und schaut ihn mit ihren schwarzen Augen an.
„Glotz nicht so blöd, du Mistvieh“.
Kleine Wellen fressen missmutig Schneisen in das sandige Ufer. Ein Obdachloser sammelt leere Flaschen am Strand.
„Das fehlt mir gerade noch. Zum Kuckuck mit dir, du alter Pennbruder. Ich will meine Ruhe haben, hier. Hoffentlich kommt er jetzt nicht auf mich zu, um mich anzubetteln. Am besten trete ich gleich wieder den Heimweg an.“

(Wie es sich aber auch hätte zutragen können, lest ihr morgen!)

© Martina Pfannenschmidt