Sonntag, 16. Februar 2014

Buddha

Gestern habe ich über den Rotwein geschrieben, der für mich übertrieben viel getrunken wird – zumindest in den Filmen.
Heute wage ich mich an ein noch brisanteres Thema, denn in den Filmen gibt es nicht nur viel zu viel Rotwein, nein, in jedem Film - vom Tatort bis zur Schnulze - wird uns irgendwo ein Buddha begegnen.
Ich habe nichts gegen Buddha, ganz und gar nicht. Es gibt Aussagen von ihm, die ich durchaus schätze. Eine, die ihm zugeschrieben wird, ist:

Nimm dir jeden Tag die Zeit, 
still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens, 
welche in dir schwingt.
Buddha
(560 – 480 v. Chr.)

Ein Wort, das Bestand hat und doch gibt es zwei Dinge, die man - meiner Meinung nach -  bedenken sollte.
Mein erster Gedanke dazu ist: Wir wurden nicht in den Buddhismus hinein geboren. Der Buddhismus hat seine Berechtigung, ganz sicher. Doch nicht hier bei uns in der westlichen Welt.
Wenn sich jemand aus Überzeugung für die buddhistische Religion entscheidet, dann ist das seine ureigene persönliche Entscheidung. Doch in den Filmen wird es so dargestellt, als sei es das Natürlichste von der Welt, dass bei uns Christen eine Buddha-Statue zu Hause ist.
Und mein zweiter Gedanke: 500 Jahre nach Buddha kam Jesus. Und in diesen  Glauben wurden wir hinein geboren. Insofern könnte es sogar rückschrittlich sein, wenn wir plötzlich an etwas glauben, was den Menschen weit vor Christi Geburt gelehrt wurde.
Käme ein Buddhist auf die Idee, sich ein Kreuz an die Wand zu hängen? Ich glaube kaum. Deshalb frage ich mich: Weshalb ist es für uns ‚normal’ geworden, uns mit einer Buddha-Statue zu umgeben? 
Eine reine Modeerscheinung? Für mich eine Fragwürdige.

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Haben wir das Wort Jesu an uns ganz vergessen?



Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    ein wirklich heikles Thema. Beim Studium der Weltreligionen (nur Studium generale) habe ich mich sehr intensiv mit dem Buddhismus beschäftigt. Und bei meinen Reisen nach Asien habe ich etwas mehr dazu gelernt. Aber ich würde niemals auf den Gedanken kommen, mir einen Buddha zu Hause hinzustelleb, auch nicht in den Garten.
    Wir sind Christen und dazu sollten wir stehen. Die Buddhisten passen nach Asien - und nein, ein Kreuz hängen die sich bestimmt nicht in ihre Zimmer.
    Gut, dass du dieses Thema einmal aufgegriffen hast.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Irmi

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  2. Liebe Irmi, bei uns gibt es auch keinen Buddha. Er ist ja auch in Asien zu Hause.
    Wenn ich in den Nachbarort fahre, komme ich an einem Haus vorbei, in dem eine
    Buddha-Figur im Fenster steht. So ausgerichtet, dass sie Richtung Straße blickt.
    Zur Weihnachtszeit hing genau darüber ein Stern - der Stern von Bethlehem.
    Wie passt das zusammen, frage ich mich.
    LG Martina

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  3. Liebe Martina,
    bei uns wirst Du keinen Buddha finden. Aber auch nicht in unserem Bekanntenkreis. Vielleicht liegt das aber auch daran, weil wir auf dem Land leben und dementsprechend auch mit den Kirchenfesten groß geworden sind.

    Liebste Grüsse,
    Silvi

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    1. In meinem Umfeld findet sich auch kein Buddha. Doch in den Filmen wird es so dargestellt, als stehe er in allen deutschen Haushalten und das ärgert mich.
      Einen schönen Dienstag!
      Martina

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