Samstag, 22. Februar 2014

Geschmacksverstärker

Immer, wenn ich mit Kopfschmerzen aufstehe und später noch Schwindel und ein hoher Puls hinzu kommen, weiß ich, was die Ursache dieser Symptome ist. Ich habe irgendwo und irgendwie einen Geschmacks-verstärker erwischt, auf den ich extrem allergisch reagiere. Am allerschlimmsten ist Mononatrium-Glutamat.

Wenn ich einkaufen gehe, dann gilt mein erster Blick immer zuerst der Zutatenliste. Vieles kann ich dann gleich zurück stellen. Inzwischen kenne ich viele Lebensmittel, die keinen Geschmacksverstärker enthalten. Doch auch da bin ich schon hereingefallen, weil plötzlich von heute auf morgen in einer Wurst Hefeextrakt (ein anderes Wort für den Geschmacks-verstärker, das gern bei Bioprodukten verwendet wird) verarbeitet wurde. Sogar im Curry-Pulver war es plötzlich zu finden.

Vor ein paar Jahren habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht, doch nachdem diese Unverträglichkeit festgestellt wurde, achte ich natürlich sehr darauf. Aber nicht nur für mich, sondern für die ganze Familie. Gerade unsere Enkelkinder sollen möglichst ohne aufwachsen. Immer lässt es sich nicht verhindern, doch wir vermeiden zu Hause ganz bewusst Fertigprodukte mit diesem Inhaltsstoff. Ein ganz großes Problem stellen bei den Kindern auch die Knabbereien dar, in denen sich allzu gerne ein Geschmacksverstärker versteckt.
Aber wie ist das überhaupt, sind sie nun ‚gefährlich’, oder nicht? Hier scheiden sich leider die Geister. Da gibt es die eine Gruppe, die sagt: Alles nicht so schlimm, wenn man sich ansonsten gesund ernährt und die andere Gruppe sagt: Geschmacksverstärker machen krank.
Auch wird davon gesprochen, dass sie den Appetit anregen und damit maßgeblich zum Übergewicht und zur Fettleibigkeit beitragen. 
Während manche Forscher Glutamat für Unverträglichkeitsreaktionen wie Übelkeit und Kopfschmerzen verantwortlich machen, beschwichtigen die Weltgesundheitsorganistion und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und rufen zur Gelassenheit auf.
Schätzungen zufolge werden pro Jahr weltweit 1,5 Millionen Tonnen Geschmacksverstärker hergestellt. Das ist für mich eine alarmierende Zahl. Übrigens wird es von der Industrie gern verwendet, weil es billiger ist, als gleichwertige natürliche Produkte.
"Seit 1969 ist bekannt, dass Glutamat neurotoxisch wirkt und Hirnzellen töten kann, sagt Hans-Ulrich Grimm, profilierter Kritiker der Lebensmittelindustrie. Viele neurodegenerative Erkrankungen gehen mit einem erhöhten Glutamatspiegel im Gehirn einher. In der Folge kommt es zu vermehrtem Absterben von Gehirnzellen. Unklar ist bislang, ob Glutamat die Krankheiten kausal bewirkt oder ob der Glutamatspiegel erst nach Auftreten von Demenz oder Alzheimer steigt.“ 
(gefunden in ‚Die Welt’)

Wer darauf achten möchte, Geschmacksverstärker verstecken sich auch hinter folgenden Kürzeln und Decknamen:
E 621, Würze, Aroma, Hefeextrakt oder fermentierter Weizen und natürlich Glutamat.


Kommentare:

  1. Sehr interessant, und eigentlich erschreckend, wenn Erkenntnisse aus den End-60ern nichts ändern. Das war mir noch gar nicht bekannt. Auch die Sache mit der Hefe.
    Für mich persönlich spielt das aber wenig Rolle, weil seitdem ich mich vegan ernähre, nur noch Produkte nach Hause gebracht werden, wo mir alle aufgeführte Inhaltsstoffe bekannt sind. Und auf alles was Hefe beinhaltet habe ich generell verzichtet (obwohl mir die Info nicht bekannt war, habe ich einfach so "aus dem Bauch heraus" bestimmt), was auch das Ende vieler "vegetarischer Brotaufstriche" war.

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    1. Na, dann hast du eine gute Intuition.
      Bleib gesund!

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  2. Liebe Martina,
    herzlichen Dank für diesen informativen Post. Ich achte seit Neuestem auch verstärkt auf die Inhaltsstoffe. Es ist schade, dass uns die Industrie - obwohl alles bekannt ist - weiterhin vergiftet.
    Allerdings bin ich auch schon einmal bei Bio-Produkten reingefallen.
    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    Irmi

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    1. Ja, Irmi, es ist unglaublich, aber wer denkt, in Bioprodukten würde auf derartige Inhaltsstoffe verzichtet, der sollte sich die Zutatenlisten einmal genauer ansehen.
      Ich wünsch dir auch ein schönes Wochenende!
      Martina

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    2. Stimmt, habe ich auch im Bio-Laden festgesellt.

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  3. Hallo Martina,
    ich bin durch einen cmt von dir am Neckertrand neugierig geworden und möchte mich auch für diesen interesanten Post, mehr noch: für deinen interessanten Blog bedanken. Die Ernährung ist das A&O. Ich achte da auch relativ penibel drauf, dass alles natürlich ist. Allerdings gibt es dann auch mal die Ausrutscher - einfach mal was Leckeres.
    Einen lieben Gruß schickt dir, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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    1. Danke, es freut mich natürlich, dass du mich über Irmis Blog gefunden hast und noch mehr, dass dir auch mein Blog gefällt. Ich schick dir einen lieben Gruß zurück und wünsch dir einen schönen Sonntag - dann wirst du sicher wieder mit der Kamera unterwegs sein ;-)! Martina

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