Sonntag, 23. Februar 2014

Pikantes Geheimnis

Vor einiger Zeit habe ich mir schon einmal Gedanken über Geheimnisse gemacht. Manche Menschen, besonders Kinder, können sie nicht für sich behalten. Diesmal denke ich über 'pikante' Geheimnisse nach und wie man mit ihnen umgeht, wenn man als Erwachsener mit ihnen konfrontiert wird. Diese Geheimnisse können uns nämlich ganz schön zusetzen und wir geraten in einen Gewissenskonflikt.
Ich denke dabei z. B. an folgenden Fall: Deine beste Freundin vertraut dir, natürlich unter dem Siegel der Verschwiegenheit, an, dass sie ihren Mann betrogen hat – mit seinem besten Freund. Eins ist klar, die Freundin hat eine große Last mit sich herum getragen, die sie mit jemandem teilen wollte und wer kommt da als einzige in Frage: Natürlich die beste Freundin. Wie verhält man sich jetzt 'richtig'? Behält man es für sich oder gibt man dem Ehemann einen Tipp? 
Und wie ist es in diesem Fall: Deine Schwägerin vertraut dir unter dem Siegel der Verschwiegenheit an, dass sie deinen Bruder betrogen hat. Darf man schweigen oder muss man seinem Bruder davon erzählen? Ist es in diesem Fall vielleicht sogar unmoralisch, dieses ‚pikante' Geheimnis für sich zu behalten?
Bestimmt gibt es Menschen die sagen: Behalte es lieber für dich. Doch andere würden sagen, dass sie es sogar als ihre Pflicht ansehen würden, den Bruder zu informieren. 
Ich bin zu keinem Ergebnis gekommen, was nun richtig und was falsch wäre. Doch eines ist klar: Ein solches Geheimnis ist eine echte Bürde für den, dem es anvertraut wurde.


Kommentare:

  1. Es sind echte Streitthemen, mit denen Du uns konfrontierst, liebe Martina! Etwas, das natürlich jeder für sich ausmachen muss, wie er es handhabt. Ein Psychologe würde niemals die Angemessenheit besitzen das an den Ehemann weiterzugeben. In diesem Fall sehe ich die beste Freundin als psychologische Zuhörerin an, sie wurde ja nicht gebeten einzugreifen, sondern zuzuhören.
    Es ist vermessen "Richter" zu spielen. Solche Verhaltensweisen haben immer zwei Seiten und "man" kennt nur die eine. "Man" hat es mit Erwachsenen zu tun, nicht mit Kindern. Welche Konsequenzen aus einem Weitertragen entstehen, das kann "man" nicht einschätzen. Dem Leben seinen Lauf lassen, dass tun wir doch in vielen anderen Dingen auch, oder müssen es tun.
    es grüßt Dich
    Beate

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    1. Danke für deine sehr interessanten Gedanken dazu! Du hast Recht damit, dass wir uns nicht als 'Richter' aufspielen sollten und auch damit, das Leben fließen zu lassen.

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  2. Oha... was für ein Thema, liebe Martina.
    Einerseits ist man ja die Vertraute der Freundin und sollte es tatsächlich für sich behalten. Anderseits ist da der unwissende Mann, der da gleich doppelt betrogen wurde, nämlich von seiner Frau UND seinem besten Freund. Wenn ich mich jetzt in seine Lage versetze... ich würde die Wahrheit wissen wollen auch wenn es hart ist.
    Uff... definitiv eine verzwickte Lage! Hoffentlich bist Du aktuell nicht in so einer Entscheidungsphase!

    Liebste Grüsse,
    Silvi

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    1. Nein, in diesen - hier beschriebenen - Konflikten steckte ich noch nicht (ich habe auch gar keinen Bruder ;-) hihi) - aber mir wurde mal etwas zugetragen, mit dem ich sehr schwer umgehen konnte.

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  3. Liebe Martina,
    das ist ein sehr, sehr heikles Thema und ich kann auch auf Anhieb keine Antwort geben.
    Ich zucke immer zurück, wenn mir jemand unter dem Siegel der größten Vertraulichkeit
    etwas erzählen möchte. Ich trage auch an einem Fall sehr schwer. Als ich bemerkte, dass
    alles auf einer großen Lüge basiert, habe ich mich zurückgezogen. Aber das nützt nichts.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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    1. Wie viele - oft negative - Erfahrungen wir alle machen müssen.
      Aber Gott sei Dank überwiegen doch die Positiven!
      Einen guten Start in die neue Woche!
      Martina

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