Donnerstag, 13. Februar 2014




Wir haben es früher oft bei langen Autofahrten gespielt. Es wird uns allen als Kinderspiel bekannt sein. Und wie steht es damit:


Ich fühle, was du gerade fühlst.

Es ist unwahrscheinlich, dass uns dies wirklich gelingt. Wenn z. B. jemand verstorben ist und wir den Hinterbliebenen schreiben, dann heißt es häufig: Wir fühlen mit euch. Ja, das geht. Wir können mitfühlen, aber wir können nicht fühlen, was der andere fühlt. Dazu müssten wir in dessen Haut stecken und das wird uns nicht gelingen.
Was ein anderer fühlt, ob Trauer, Glück oder Liebeskummer, können wir ihm oft ansehen. Dennoch können wir nicht genau wissen, was er fühlt. Es wird uns leichter fallen, uns in den anderen hinein zu versetzen, wenn wir die Situation in der er sich gerade befindet, auch schon einmal erlebt haben, und Emotionen wie z. B. den Liebeskummer oder die Trauer um einen lieben Angehörigen kennen. Doch mein Gefühl in einer solchen Situation kann ein ganz anderes sein. 

Deshalb:
Ich sehe was, was du nicht siehst: Ja, ist möglich!
Ich fühle, was du gerade fühlst: 
Nein, ist mir nicht möglich!




Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    da mache ich gar nicht viel Worte. Genau
    so sehe ich es auch.
    Einen schönen Tag wünscht Dir
    Irmi

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    1. Ich freue mich, liebe Irmi, dass wir hier überein stimmen!
      LG Martina

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  2. Schön und einfühlsam beschrieben, da braucht es keine Worte mehr

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