Donnerstag, 13. März 2014

Backe, backe Kuchen!


Durch ein Gespräch, das ich kürzlich mit anhörte, komme ich noch einmal auf die Bäckereien von gestern zurück. Es verlief in etwa so:

‚Warst du auch schon bei Bäcker Fritz, in dem neuen Laden?’

‚Ja, da kann man ganz günstig frühstücken – viel günstiger als bei Müller.’

‚Ne, du, dass stimmt nicht, bei dem einen kommt nämlich der Kaffee noch extra dazu.’

Sagt ein Dritter: ‚Ich war grad gestern bei Bäcker Fritz. Zuerst war ich bei Müller. Doch da gab es um kurz vor 18 Uhr schon keine Laugenbrötchen mehr. Also ich finde, dass geht gar nicht. Ich bin berufstätig und kann nicht früher einkaufen und da erwarte ich, dass ich auch dann noch ein komplettes Angebot vorfinde. Da bin ich rüber zu Fritz. Die hatten noch welche. Und die waren sogar viel besser, wie die von Müller. Ich geh da jetzt immer hin.’

Uff! Ist unsere Erwartungshaltung wirklich so gestiegen? Müssen oder dürfen wir wirklich erwarten, um kurz vor 18 Uhr noch alle Produkte zu bekommen? 

Gott sei Dank gehen die meisten übrig gebliebenen Backwaren hierzulande an ‚Die Tafel’, doch dieses Übermaß an Produktion dieser beiden Bäcker kann auch eine Tafel nicht bewältigen.



Wenn ich an die ungleiche Verteilung der Lebensmittel auf unserer Welt blicke, dann frage ich mich: Was kann ich an meinem Platz dagegen tun?



Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Martina,

    du stellst eine Frage, mit der ich mich auch schon befasst habe. Ich bin der Meinung, Qualität kommt vor Quantität, deshalb kaufe ich wenn es irgendwie möglich ist nicht bei Ketten.
    Nur soviel Ware einkaufen, wie auch benötigt wird!
    Ich bin in einen kleinen Dorf aufgewachsen, dass hat mein Kaufverhalten dauerhaft geprägt. Der nächste Bäcker war 3 km entfernt. Im Tante Emmaladen, der nur 500 m weit weg war, wurden zwei-oder dreimal in der Woche frische Backwaren angeliefert. Hier kauften wir einmal in der Woche ein Graubrot. Samstags wurde soviel Brot und Kuchen gebacken, dass es für die ganze Woche reichte.
    Ich betreibe noch heute eine gute Vorratswirtschaft(Backwaren werden eingefroren), weil ich weder Zeit noch Lust habe, mehrmals in der Woche einkaufen zu gehen.
    Auch bin ich der Meinung, dass wir unser Anspruchsdenken herunterfahren sollten. Durch unser Konsumverhalten haben wir es in der Hand, ob z.B. die kleine ortsansässige Bäckerei ihren Betrieb weiterführen kann oder nicht. Die „Geiz ist geil“ Mentalität bringt uns nicht wirklich weiter. Vielleicht haben wir ein paar Cent mehr im Portemonnaie, aber wie sieht die Ware aus? Sie ist in der Regel nicht hochwertig, macht uns vielleicht auf Dauer krank, muss oft neu gekauft werden( Ich denke dabei nicht nur an Lebensmittel, sondern auch an Kleidung, eigentlich an alle Waren)! Und was ist mit den Wegen. Wir werden alle älter und können vielleicht eines Tages nicht mehr in die Umgebung fahren und wären froh, einen kleinen Laden/Bäcker ganz in unserer Nähe zu haben.
    Ich denke, viel mehr können wir als Verbraucher nicht tun. Ich bin gespannt, welche Vorschläge andere Leser auf deine Frage machen. Vielleicht kann ich etwas davon übernehmen!

    Einen schönen Donnerstag wünscht dir

    Anita

    AntwortenLöschen
  2. Wie du schon sagst, man muss die kleinen Läden unterstützen, wenn man nicht möchte, dass sie von den 'Großen' geschluckt werden. LG Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau das ist auch meine Meinung!
      Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen und fröhlichen Nachmittag!
      ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

      Löschen
    2. Oh ja, er war wunderschön und sonnig - ich glaub, ich habe mir schon einen kleinen Sonnenbrand eingefangen. Aber am Wochenende wird es wohl noch einmal winterlich. Gut, dass wir vorher schon mal Sonne tanken durften. LG Martina

      Löschen
  3. Liebe Martina,
    ich frage mich auch oft, was ich gegen den Überfluss - und damit gegen das Wegschmeissen -
    tun kann. Ich persönlich kann mich disziplinieren und nur so viel einkaufen, wie ich benötige.
    Aber Menschen, die auch im 18 Uhr noch Laugenbrötchen kaufen wollen, sorgen für die Über-
    schussware, die an die Tafel geht. Bei unserem Bäcker steht ab 6 Uhr in der Früh ein Korb mit "alten" Backwaren - da dürfen sich Odachlose und Andere (ich nenne sie jetzt mal so)
    bedienen. Um 7 Uhr ist alles fort. Und es sind nicht nur die "Armen" die hier zulangen.
    Einen schönen Tag wünscht dir
    Irmi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das gibt es hier bei uns nirgendwo - eine sehr gute Idee. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich dort viele bedienen, die es nicht müssten. Aber so sind sie, die Menschen. Was wollen wir machen - andere gibt es nicht! LG Martina

      Löschen
  4. Wenn ich bestimmte Produkte erst zu einem bestimmten Zeitpunkt abholen kann, gäbe es die Möglichkeit, sie mir zu bestellen, damit sie dann noch vorrätig sind.
    Ja es ist leider so, dass unser denken davon bestimmt ist, zu jedem Zeitpunkt alles haben zu können. Eine bedenkliche Entwicklung wie ich finde.
    Neuerdings erlebe ich ( wegen der Mitfahrgelegenheit ) wie bei der Ausgabe von Lebensmitteln bei der Tafel umgegangen wird und bin ebenso schockiert. Was es gibt, wird gnadenlos zugeteilt, ob es gebraucht wird oder nicht. Viele dieser Lebensmittel landen deshalb bei den Hühnern, schließlich muss man nehmen was kommt und darf noch dankbar darüber sein. Ganz ehrlich, das gefällt mir auch nicht.
    Liebe Grüße Joona

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie das 'Treiben' bei 'Der Tafel' angesehen. Wenn das so ist, wie du schilderst, bin ich geradezu entsetzt!!! LG und Danke fürs Lesen!
      Martina

      Löschen
  5. Musste schmunzeln über deinen Ausspruch: " so sind die Menschen , was wollen wir machen, wir haben keine anderen," du bist wirklich genial, ein Glück dass es auch so Menschen wie dich gibt.
    Wünsche dir einen schönen Sonntag, übrigens dein Foto konnte ich nicht öffnen, könntest du es noch einmal schicken, das wäre lieb, Lore

    AntwortenLöschen