Montag, 31. März 2014

Warum schickt man Leute in den April?


Besonders als Kinder haben wir es geliebt, andere Menschen in den April zu schicken. „Du hast eine Laufmasche“, war bei mir der Favorit. Die Mutter schaute nach und ich rief: „April, April“ und freute mich diebisch. Auch die Tageszeitung ist dabei – mit mindestens einer Ente, also einer erdachten Meldung.
Im letzten Jahr hatte unser örtlicher Tennisclub laut Zeitungsbericht Andre Agassi eingeladen und angeblich war er dieser Einladung gefolgt, denn man zeigte einen bekannten einheimischen Tennisspieler mit eben diesem Superstar an seiner Seite. Das Foto war sogar echt. Sie waren sich bei einem Tennisturnier begegnet und so entstand das Foto - der Rest war (natürlich) erfunden.
Doch damit ist noch nicht beantwortet, woher dieser ‚Unsinn’ oder soll ich lieber sagen, diese ‚Tradition’, kommt. Und so könnte es gewesen sein: 
Im Mittelalter begann zu Ostern das neue Jahr. Da Ostern jedoch bekanntlich in jedem Jahr variiert, wurde der erste Tag des neuen Jahres auf den 1. April festgelegt. Es war üblich, sich am Neujahrstag kostbare Dinge zu schenken. (Obwohl dies wohl eher nur den Wohlhabenden vorbehalten war.)
Im Jahr 1563 verlegte der französische König Karl IX. diesen Neujahrs-termin vom 1. April auf den 1. Januar. Da man diesen Tatbestand zu der damaliger Zeit noch durch keine Medien, E-Mails oder SMS verbreiten konnte, dauerte es eine ganze Zeit, bis alle im Volk davon erfuhren. Und so beschenkten sie sich immer noch zum 1. April und wurden dafür von den anderen, die bereits von dem neuen Neujahrstermin Kenntnis hatten, ausgelacht.


Kommentare:

  1. Aha, so war das also,
    danke, liebe Martina, so lerne ich immer noch wieder etwas dazu und das freut mich!
    Herzliche Grüße auch hier nochmal
    Regina

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    1. Ja, wir Preußen sind gar nicht so dumm - hat unsere bayrische Freundin auch schon festgestellt. LG Martina

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  2. Hallo Martina,
    interessante Idee für einen Post. Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Habe eben kurz gegoogled. "Poisson d'Avril" heißt der Brauch in Frankreich, wobei "poisson" Fisch bedeutet und die Menschen sich Papierfische auf ihren Rücken klebten. Das hängt genau mit der Verlegung des Neujahrstages auf den 1. April zusammen, dass man sich im 16. Jahrhundert zum Neujahrstag Fische schenkte und dass nun scherzweise am 1. April Fische verschenkt wurden.

    Gruß Dieter

    p.S.: kriege leider eine Fehlermeldung, wenn ich mich auf Deiner Leseliste eintragen möchte

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    1. Nun hab ich auch schon wieder etwas gelernt - dass wusste ich auch noch nicht.
      Jutta hatte auch Probleme, sich als Leser bei mir einzutragen. Dann ging es irgendwann. Ich weiß nicht, ob ich irgendetwas ändern kann?! LG Martina

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  3. Liebe Martina,

    dann sieh dich mal vor, dass du nicht in den April geschickt wirst! Ich muss mir noch für meinen Mann etwas nettes einfallen lassen. Er denkt überhaupt nicht an diese Aprilscherze und es ist immer lustig, wenn ich ihn aufkläre.

    Sei wachsam, der Tag ist noch lang!

    Fröhliche Grüße

    Anita

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  4. Ich war zu schnell, morgen ist erst der 1. April!!!


    Herzliche Grüße

    Anita

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  5. Liebe Anita, eigentlich wollte ich dir unter 'Antwort' zurück schreiben, doch die Seite baut sich nicht auf. Jetzt versuche ich es hier unter Kommentar, mal sehen, ob das klappt!
    Eigentlich war der Post für den 1. April gedacht, doch der fällt in diesem Jahr auf einen Dienstag und dienstags ist Reizwortgeschichten-Tag!!!! LG Martina

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  6. Dass ist mir dann auch noch eingegallen. Ich war komplett durcheinander!!! Ich freue mich auf deine Geschichte.
    Bis morgen!

    Anita






    Liebe Grüße

    Anita

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  7. Liebe Anita,
    ich bin gespannt was da morgen so kommt, denn die Teenies werden sich bestimm was einfallen lassen. Früher wollten sie immer geniale Aprilscherze erleben und so habe ich mal eine grüne Ostereimalfarbentablette (nennt man das so?) in den Wasserhahn geschraubt und sie zum Händewaschen geschickt. An den Schrei und das Gelächter danach kann ich mich noch gut erinnern, und an das grüne Waschbecken auch.
    LG
    Manu

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    1. Eine tolle Idee - so etwas Ähnliches haben wir auch schon gemacht - allerdings nicht am 1. April, sondern bei unserem Schwager als Scherz zur Hochzeit. Wir haben ihm und seiner frisch Angetrauten einen Brühwürfel in die Duschbrause (also den Brausekopf gelegt.- Kam auch gut. Lach!
      LG Martina

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  8. Liebe Martina,
    jetzt bin ich langsamer gewesen. Aber ich habe meinen Post doch
    für morgen fertiggemacht. April ist eben April.
    Dein Post ist wirklich herrlich. Es gibt wirklich tolle Enten. Ich bin
    auch gespannt, was man morgen in der Zeitung findet.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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