Mittwoch, 19. März 2014

Wunschbaum


Im letzten und auch in diesem Jahr habe ich mich im Vorfeld des internationalen Frauentages engagiert. Unter dem Motto 


fand zum 4. Mal ein Event – nur für Frauen statt. Das Ziel ist, möglichst viele Frauen unterschiedlicher Nationen zusammenzuführen. 
Begonnen wurde mit einem Sektempfang, anschließend gab es verschiedene Tanzaufführungen, einen Impulsvortrag und zu guter Letzt tanzten die Frauen aus der Reihe!
Natürlich wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, etwas Neues anzubieten und zu finden. Diesmal kam eine junge Frau aus dem vorbereitenden Kreis auf die Idee, einen Wunschbaum aufzustellen. Der Gedanke dahinter ist, Wünsche aufzuschreiben in der Hoffnung, dass sie in Erfüllung gehen. Wir haben farbige Stofffetzen gewählt und die Frauen gebeten, ihre Wünsche darauf zu notieren und das Stofffähnchen dann an den Zweig eines im Saal aufgestellten kleinen Bäumchens zu hängen.
Am vergangenen Montag wurde nun ganz offiziell im Kurpark unserer Stadt ein Baum als Wunschbaum ausgewiesen. Alle ‚Wunschfähnchen’, die anläßlich des Frauenfestes geschrieben wurden, fanden dort ihren Platz. Ab jetzt haben die Bevölkerung und die Kurgäste die Gelegenheit, weitere Wünsche anzubringen.
Als ich dort am Montag eintraf, übergab mir die junge Frau, deren Idee dieser Baum war, einige Bänder mit den Worten: „Möchtest du auch eine Gänsehaut bekommen?“ Ich sagte nichts, nahm die Bänder in Empfang und las den ersten Wunsch. Schon war sie da, die Gänsehaut: „Ich wünsche meiner Mutter weiterhin ein glückliches Leben!“ stand auf diesem ersten Bändchen, das ich aufhängen wollte. Die Wünsche gingen echt unter die Haut - und es war kein einziger materieller Wunsch darunter. 
Diese Aktion war Gänsehaut pur!

Zu diesem Post erreichte mich ein Kommentar, den ich gerne anfügen möchte, denn nicht jede(r) liest die Kommentare. Doch ich finde, er ist es wert, gelesen zu werden. 


Die Sorgen der anderen Menschen

In einem Dorf stand in der Mitte des Marktplatzes ein sehr alter Baum.
Eines Tages wurden alle Dorfbewohner eingeladen, ihre Sorgen, Probleme und Nöte gut verpackt an diesen Baum zu hängen. 
Sie mussten dafür aber ein anderes Päckchen mitnehmen.
Zu Hause wurden die fremden Päckchen geöffnet. Doch es machte sich Bestürzung breit, denn die Sorgen und Probleme der anderen schienen deutlich größer als die eigenen!
Und so gingen alle wieder zurück zu dem alten Baum und nahmen statt der fremden schnell wieder die eigenen Pakete an sich und gingen zufrieden nach Hause.

Liebe Anita! Danke für diese Geschichte, die, wie du schreibst, aus Indien stammt!



Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Martina,

    da hattet ihr eine sehr gute Idee. Passen dazu viel mir folgende Geschichte wieder ein:

    Die Sorgen der anderen Menschen

    In einen Dorf stand in der Mitte des Marktplatzes ein sehr alter Baum.
    Eines Tages wurden alle Dorfbewohner eingeladen, ihre Sorgen, Probleme und Nöte gut verpackt an diesen Baum zu hängen.
    Sie mussten dafür aber ein anderes Päckchen mitnehmen.
    Zu Hause wurden die fremden Päckchen geöffnet. Doch es machte sich Bestürzung breit, denn die Sorgen und Probleme der anderen schienen deutlich größer als die eigenen!

    Und so gingen alle wieder zurück zu dem alten Baum und nahmen statt der fremden schnell wieder die eigenen Pakete an sich und gingen zufrieden nach Hause.

    Diese Geschichte stammt aus Indien.


    Herzliche Grüße und einen angenehmen Tag


    Anita

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    1. Liebe Anita, ich habe deinen Kommentar unter meinen Post gesetzt. Ich finde, dass sollten noch viele lesen und hoffe, du bist damit einverstanden! LG Martina

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    2. Liebe Martina,

      selbstverständlich darfst du die Geschichte unter deinen Post setzen! Es freut mich, dass wir auf einer „Wellenlänge“ liegen und durch dich viele diese tröstliche Geschichte lesen können und sich danach vielleicht etwas besser fühlen, denn Sorgen und Nöte hat doch irgendwie jeder.

      Ganz liebe Grüße

      Anita

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    3. Genau so ist es, Anita. Jeder hat so seine Sorgen - und wie deine Geschichte eindrucksvoll beweist, können die eigenen Probleme plötzlich ganz klein erscheinen, wenn man die ansieht, die andere Menschen lösen müssen.
      Danke für Dein Einverständnis und liebe Grüße zurück! Martina

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  2. Das ist eine wunderbare Idee.Gefällt mir sehr gut. Liebe Grüße Ilse.

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    1. Danke, liebe Ilse! Ich wünsch dir einen schönen Tag! Martina

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  3. Schon als du es mir erzählt hast, fand ich die Idee wunderbar, aber die Geschichte von Anita ist auch gut, nicht. Wünsche dir einen schönen Tag, liebe Grüße, Lore

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    1. Fand ich auch - deshalb steht sie jetzt unter meinem Post!
      LG Martina

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  4. Liebe Martina,
    das ist eine sehr berührende Geschichte! Kein Wunder, daß man da Gänsehaut bekommt!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Danke, dass du immer wieder bei mir vorbeischaust und für den lieben Kommentar! LG Martina

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  5. Auch mich hat die Geschichte von Anita berührt und dein Engagement bewundere ich !
    Einen lieben Gruß von
    Jutta

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    1. Liebe Jutta, ich bin seit einigen Jahren in der glücklichen Lage, Zeit zu haben. Und die teile ich mir so ein, wie es mir gefällt. Und da bleibt dann auch noch etwas übrig, um sich gemeinnützig einzusetzen.
      Die Geschichte von Anita fand ich auch sehr berührend!
      Ich wünsch dir einen ganz schönen Abend!
      Martina

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  6. Liebe Martina,
    das ist eine wirklich schöne Idee mit dem Wunschbaum! Die Geschichte von Anita finde ich auch sehr berührend, sie passt sehr gut zu dem Wunschbaum.

    Herzliche Grüße
    Regina

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    1. Die Geschichte von Anita fand ich auch total schön und passend. Deshalb hab ich sie noch schnell unter meinen Post gesetzt.
      Ich wünsch dir einen gemütlichen Abend - und morgen einen schönen freien Tag -!
      Martina

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  7. Martina, eine Geschichte, die unter die <haut geht.
    Die Idee mit dem Wunschbaum finde ich gut.
    Wir hatte in diesem Jahr 2 Frauen aus Ägypten
    eingeladen. Es war erschreckend, was sie uns be-
    richtet haben. Es gibt noch so viel zu tun.
    Liebe Grüße
    Irmi

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