Freitag, 25. April 2014

Xanthippe

Wenn ich diesen Namen höre, dann denke ich sofort an eine ganz bestimmte Frau. Sie ist genau so, wie ich mir eine ‚Xanthippe’ vorstelle. Doch wieso gebrauchen wir diesen Namen für eine zänkische Frau? Gab es sie wirklich?
Die Antwort von Wikipedia dazu lautet: Xanthippe war die Ehefrau des Philosophen Sokrates, die als Inbegriff des zänkischen Weibes in die europäische Literatur eingegangen ist. Ihr Name wird oft sprichwörtlich gebraucht und steht dann für eine übellaunige, streitsüchtige Frau, häufig auf die partnerschaftliche Beziehung bezogen.
Zwei Anekdoten dazu gefallen mir besonders gut. So soll Xanthippe einen Nachttopf über dem Kopf ihres Gatten aufgegossen haben, was diesem folgenden Satz entlockte:  
„Seht ihr, wenn meine Frau donnert, spendet sie auch Regen!
Und dann gab es von ihm noch diesen Ausspruch:
„Ich legte mir diese Frau zu, weil ich gewiss war, wenn ich sie ertragen könnte, würde ich mich leicht in alle anderen Menschen finden können.“


Herrlich – oder?


Kommentare:

  1. Guten Morgen, Martina,
    ja, das ist herrlich!
    Ich kenne auch eine "Dame", auf die dieser Name sehr gut passen würde - wie gut, dass es Nachttöpfe nur noch in Krankenhäusern gibt - dort arbeitet sie nicht.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag dir
    Regina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na, da bin ich aber froh. Sah im Geiste schon folgende Schlagzeile:
      'Krankenschwester überschüttet Patienten mit dem Inhalt eines Nachttopfes'
      Gut, dass der Welt dies erspart bleibt ;-)! LG und einen schönen freien Freitag!
      Martina

      Löschen
  2. Nana, die Frauen in der Geschichte kommen immer schlecht weg, weil die Geschichte nämlich von Männern geschrieben wurde, haahhhhaaaa.
    Versetzt euch doch bloß mal in die arme Frau, Sokrates saß den ganzen Tag nur herum und führte große Reden, während sie die schweren Wassereimer schleppen musste, wahrscheinlich mussste sie auch das kaputte Dach ausbessern, denn so ein feiner Gelehrter hatte wohl auch feine Händchen, die zum arbeiten nicht geeignet waren, hihihh.
    Das mit dem Nachtopf gefällt mir!!!!!!
    Ich wünsche dir einen schönen Tag, Lore

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gut, dass wir dich haben. Wie kann ich denn als Frau dieser Frau ankreiden, eine Xanthippe zu sein ;-)! Aber irgendwie ist sie eine, zumindest die, die ich kenne, ich kann mir nicht helfen ;-)! LG Martina

      Löschen
  3. Hallo liebe Martina,

    mit einer Xanthippe verheiratet zu sein als Härtetest ist schon krass. Kann man so etwas glauben!?

    Liebe Grüße und noch einen schönen restlichen Freitag. Vielleicht kommt heute Abend das Glück(Verlosung) zu dir! Ich drücke meine Daumen für dich.


    Anita

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hast du auch mitgemacht? Dann drück ich auch dir die Daumen! LG Martina

      Löschen
  4. Liebe Martina,
    schon wieder was dazugelernt, die Geschichte von der Xanthippe kannte ich noch nicht
    und doch kenne ich ein paar Damen, auf die diese Beschreibung passen könnte,
    das mit dem Nachttopf kann ich mir bei denen aber nicht vorstellen.
    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Nähoma

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ob es daran liegt, dass es heute kaum noch Nachttöpfe gibt? ;-)
      Einen schönen Abend! Martina

      Löschen
  5. Liebe Martina,
    Sokrates und Xanthippe waren die Gestalten in meiner Abschlußarbeit.
    Ich habe herzlich gelacht und du hast mich zu meinem morgigen Post
    inspiriert.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na, dann werde ich morgen mal bei dir vorbei schauen - hätte ich aber sowieso gemacht :-)! LG Martina

      Löschen
  6. Xanthippen kenne ich wahrhaftig auch einige. Früher jedenfalls, was heute aus ihnen geworden ist, weiß ich nicht.
    Interessant, wenn man so liest,wie diese Aussprüche entstanden sind, noch interessante, dass sie so lange von Bedeutung bleiben.
    Netter Post.
    Liebe Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  7. In jedem Fall ist es besser, eine zu kennen, als eine zu sein;-)!!!
    LG Martina

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Martina,
    klasse recherchiert. Ich habe den kompletten Platon in meinem Bücherregal stehen (in dem Sokrates der Hauptredner ist). Gelegentlich schmökere ich darin herum. Oberflächlich weiß ich noch, dass Sokrates so über seine Ehefrau geredet hat. Schön, dass Du einen längeren Text über Xantippe geschrieben hast.

    Gruß Dieter

    AntwortenLöschen