Samstag, 10. Mai 2014

Die Sache ist geritzt,

verkünden wir strahlend, wenn für eine Unternehmung die letzten Unklarheiten beseitigt sind. Doch woher stammt der Ausdruck? Beim Versuch der Aufklärung stellte ich fest, dass es nicht ganz klar ist, worauf die Redensart zurückgeht und habe zwei völlig unterschiedliche Interpretationen gefunden. Die

1.      besagt, dass die Redensart aus dem Bergbau stammen könnte, weil zur Vorbereitung von Sprengungen Ritze in die Felsen getrieben werden und


2.    da mit ‚ritzen’ kleine Verletzungen der Haut bezeichnet werden, könnte ein Bezug zum Bluteid vorliegen. Die ursprüngliche Bedeutung der Redensart wäre dann: Der Beschluss wurde durch einen Bluteid besiegelt.

Mir persönlich gefällt die erste Deutung besser.  




Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    da gefällt mir auf jeden Fall die erste Version auch sehr viel besser.
    Ein schönes Wochenende wünscht Dir
    Irmi

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    1. Sich zu ritzen, ob für einen Bluteid oder krankhaft, finde ich auch ganz furchtbar.
      Ich wünsch dir ebenfalls ein schönes Wochenende mit trockenen Abschnitten -
      man wird ja genügsam! Martina

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  2. Obwohl ich auch auf Sprengungen verzichten kann
    (das hat immer was mit zerstören im Hintergrund),
    gefällt mir die erste Version auch besser.
    Liebe GRüße
    Nähoma

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    1. Du hast recht, Sprengungen zerstören.
      Darüber, dass wir die Erde damit
      zerstören, habe ich ehrlich noch nicht
      nachgedacht. Danke für die Anregung!
      Einen schönen Montag! Martina

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