Montag, 16. Juni 2014

Rhabarber ist gut gegen Zähne


Der Verzehr von Rhabarber kann den Zahnschmelz angreifen und somit die Zahngesundheit gefährden. Bis Ende Juni wächst das aromatische Frühlingsgemüse, das meist wie Obst zubereitet wird, im heimischen Anbau. Der hohe Anteil an Fruchtsäuren in dem Gewächs ist Fluch und Segen zugleich.

Rhabarber ist ein Gemüse und kein Obst

Die Rhabarberpflanze ist ein Frühlingsgemüse und gehört der Familie der Knöterichgewächse an. Essbarer Bestandteil der Pflanze sind nur die fleischigen Stiele. Die Blätter hingegen enthalten Giftstoffe. Rhabarbersorten mit grünem Stiel und grünem Fruchtfleisch sind besonders sauer, rotstielige und rotfleischige Sorten eher mild. Das Gemüse enthält reichlich Vital- und Ballaststoffe, allen voran Kalium und Vitamin C.

Fruchtsäuren sorgen für Geschmack und sind Gefahr für die Zähne
Entscheidend für den intensiven Geschmack von Rhabarber sind vor allem die Fruchtsäuren, insbesondere die Apfel- und Zitronensäure sowie die Oxalsäure. Letztere ist auch in anderen Pflanzen, beispielsweise in Spinat oder schwarzem Tee, enthalten. Große Mengen der Säure können jedoch nicht nur Magen-Darm-Beschwerden verursachen, sondern sind auch schädlich für die Zähne. Denn Oxalsäure kann sich mit Kalzium verbinden und somit den Zähnen den wichtigen Baustoff entziehen. Die Folge: Es kommt zur sogenannten Erosion, der Aufweichung und des Abbaus von Zahnschmelz durch Säure-Einwirkung. Ohne Zahnschmelz sind die Zähne sämtlichen schädlichen Bakterien schutzlos ausgeliefert. Die Verbindung der Oxalsäure mit Kalzium kann sogar zu Nierensteinen führen. Es bilden sich sogenannte Kalziumoxalatsteine in den Nieren.

Oxalsäure des Rhabarbers neutralisieren

Wer die Rhabarberstangen erst gründlich schält und dann mit reichlich Wasser kocht, kann damit den Oxalsäuregehalt schon deutlich vermindern. Gerade die Schale ist besonders oxalsäurereich. Da das Kalzium in Milchprodukten die Oxalsäure gut bindet, empfiehlt es sich, den gekochten Rhabarber mit Joghurt, Quark oder Vanillesoße zu schlemmen. Auch wenn der gesundheitsbewusste Genießer nach dem Verzehr von Rhabarber stumpfe und raue Zähne hat, sollte er sich nicht sofort die Zähne putzen. Die Zahnbürste arbeitet dann regelrechte Löcher in den aufgeweichten Zahnschmelz. Deshalb unbedingt eine gute halbe Stunde mit der Zahnpflege warten, dann ist der Zahnschmelz wieder hart. Ein anderer Tipp, den viele Zahnärzte ihren Patienten geben, ist, das Essen mit einem Stück Käse abzuschließen. Das im Käse enthaltene Fett umschließt die Zähne wie ein Schutzmantel, den Kariesbakterien nicht durchdringen können.

Quelle: Imedio gesundheits-news


Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    oh, was für ein Thema. Mit meinen Zähnen bin ich ganz heikel. Sobald es etwas ziebt oder nur die Ahnung irgendeiner Unregelmäsigkeit ist, hol ich mir einen Termin beim Zahnarzt. Und ich habe immer Herzklopfen, total blöd!!!! Dabei haben wir einen ganz netten Zahnarzt, nämlich den ehemaligen Nachbarn.
    LG
    Manu

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    1. Meine Zahnärztin kommt gebürtig aus unserem Ort und ist drei Jahre älter als ich - das ist auch gut, weil man sich kennt. Trotzdem ist Zahnarzt blöd!! LG Martina

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  2. Liebe Martina,
    auch wenn ich das alles weiß, verzichte ich doch nicht auf ihn. Ich liebe
    Rhabarber. Und gerade den Jungen esse ich besonders gern.
    Danke für deine Arbeit, die du dir wieder gemacht hast.
    Liebe Grüße schickt dir
    Irmi

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  3. Seine Saison ist so kurz, liebe Irmi, da muss man auch nicht auf ihn verzichten, denke ich. In diesem Jahr kann ich ihn allerdings überhaupt nicht vertragen, ebenso wie Spargel und den esse ich besonders gern. Leider muss ich momentan auf beides verzichten. LG Martina

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  4. Mein Rhabarberkuchen ist mit Vanillepudding da ja genau richtig.
    LG Elke

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    1. Bei uns gibt es auch immer Rhabarberkuchen mit Vanillepudding darunter.
      Da haben wir wohl intuitiv alles richtig gemacht. LG Martina

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