Montag, 23. Juni 2014

Träume


Wir alle kennen sie und können uns manchmal in Teilen an sie erinnern. Die einen messen ihnen mehr, die anderen weniger Bedeutung zu - den Träumen.
Eine frühere Kollegin erzählte, dass sich immer wieder ein Traum wiederhole: Sie sei in einem fremden Land unterwegs und ginge eine alte Steintreppe hinauf. Immer, wenn sie den Raum betrete, den sie dann erreiche und aus der Fensteröffnung schauen wolle, ende der Traum. Einige Jahre später fuhr sie mit einer Gruppe nach Israel. Das Erste, was sie mir erzähle, als sie wieder zurück kam, war: 
Sie war eine alte Steintreppe hinauf gegangen und als sie oben aus der Fensteröffnung sah, hat es ihr fast den Boden unter den Füßen weg gerissen, weil sie in dem Moment wusste, dass es der Ort war, von dem sie schon so oft geträumt hatte. Sie war zuvor niemals in Israel gewesen. Zumindest nicht in diesem Leben.
Ein anderer Kollege erzählte: Es ist ganz furchtbar, immer wieder muss ich im Traum mein Examen wiederholen und es fühlt sich ganz real an. Ich schwitze Blut und Wasser und habe Angst, es nicht zu bestehen. Am nächsten Morgen wache ich schweißgebadet auf und muss mir klar machen, dass es ‚nur’ ein Traum war.
Ich selbst hatte als Kind oft Alpträume. Immer wurde ich verfolgt. Oft von Pferden, zu denen ich bis heute ein gespaltenes Verhältnis habe. Vor ein paar Jahren träumte ich ständig vom Tod, sah mich auf dem Friedhof oder in dunkler Kleidung auf dem Weg zu einer Beerdigung mit einem Kranz im Kofferraum des Autos. Diese Träume machen Angst, weil sie uns denken lassen, sie könnten mit dem eigenen Tod zusammen hängen. Damals hatte ich einen Lebensabschnitt beendet und das Leben änderte sich für mich komplett. Träume vom Tod bedeuten ein Ende, doch eben nicht wirklich das Lebensende, sondern die Beendigung einer Situation oder eines Lebensabschnittes.
Ich weiß noch, dass mich eine Freundin einmal fragte: Träumst du eigentlich in Farbe? Ja, ich sehe in meinen Träumen farbige Dinge. In letzter Zeit waren es oft Türen in gelb oder orange - sehr deutlich. Oder ich habe von einem Feuer geträumt, die Flammen und den Rauch genau gesehen. Es laufen regelrechte Filme an, die sich wirklich real anfühlen und es vielleicht ja auch sind.
Ein Reizwort der morgigen Geschichte ist das Wort ‚Träume’. So ergab es sich, dass Kathrin von ihren Träumen erzählt. Was Oma dazu zu sagen hat, lest ihr morgen – vorausgesetzt, ihr kommt wieder!


Kommentare:

  1. Guten Morgen, liebe Martina,
    klar - ich komme morgen früh als erstes zu dir und Lore und Eva!
    Ich träume auch sehr oft und manchmal sind es Angstträume, dann wieder schöne Träume. Ein Traum, den ich immer wieder träume ist: Ich rutsche auf einer Rutschbahn und an den Seiten sind ganz viele Scheren, die meine Haare abschneiden. Ich werde dabei nciht verletzt, nur die Haare sind ab und das ist ganz schrecklich (im Traum), ich werde schweißgebadet wach ...
    Einen schönen Tag dir, ohne Träume, oder wenn, dann mit schönen Tagträumen ....
    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Das ist wirklich ein ganz furchtbarer Traum, liebe Regina. Wenn er sich ständig wiederholt, gehen vorher vielleicht in deinem Leben Dinge vor, die sich auch immer wiederholen. Vielleicht ist das ein Ansatz für eine Lösung. Ich wünsch dir auch einen schönen Tag und später dann schöne Träume! LG Martina

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  2. Bis jetzt habe ich noch nicht herausfinden können, ob man tatsächlich von einer Sache träumen kann, die dann wirklich irgendwann passiert. Nach deiner Schilderung ist das möglich. Oder war es doch nur Zufall?
    LG Elke

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    1. Ich hatte noch nie einen vorausschauenden Traum, ganz im Gegensatz zu meiner Schwester. Bei ihr kommt es häufig vor, dass sie von einer Person träumt, die einen Unfall hat, z. B., und dann trifft es ein. Oder sie träumt, jemanden im Krankenhaus zu besuchen, der dann wirklich bald dort eingeliefert wird. Möglich ist alles, denn Zufälle gibt es für mich nicht, sondern nur Dinge, die uns zufallen :-)! LG Martina

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  3. Liebe Martina,
    ich kann mich nicht immer an meine Träume erinnern.
    Aber der Tod war auch oft Thema. Als mein Mann ge-
    storben ist, war es das Ende. Von da an war der Tod
    in meinen Träuen tabu.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Irmi

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    1. Nein, immer kann ich mich auch nicht erinnern,
      doch wenn er 'wichtig' für mich war, dann ja!
      Einen schönen Tag! Martina

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