Donnerstag, 26. Juni 2014

Wer kauft im Bioladen ein?

Letztens war ich in einem Bioladen. Ich wollte sehen, ob es dort eine Brühe ohne einen Geschmacksverstärker gibt, denn ‚mit’ kann ich sie überall kaufen. Und ich war nicht nur enttäuscht, sondern entsetzt: Auch dort gab es nur Brühe denen ein Geschmacksverstärker zugesetzt war. Der Unterschied zur ‚normalen’ Brühe in anderen Geschäften: Der Preis. 


So etwas macht mich richtig wütend. Auch bei allen anderen Fertig-produkten, die ich dort fand und deren Zusatzliste ist las, war es so – Geschmacksverstärker, wohin ich sah.

Wer kauft eigentlich Bio-Produkte, stellte ich mir die Frage und fand dazu folgendes: Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) in Bonn hat in einer aktuellen Studie „Einstellungen und Käuferprofile bei Bio-Lebensmitteln“ untersucht.
Befragt wurden 2.700 Personen zwischen 18 und 75 Jahren.
22 Prozent der Befragten gaben an, Bio-Lebensmittel zu kaufen. 13 Prozent davon decken ihren Gesamtbedarf mit Lebensmitteln aus ökologischem Anbau. Vor allem Verbraucher im Alter von 31 bis 50 und Familien mit zwei oder mehr Kindern kaufen Bio-Erzeugnisse ein. Unter dem Durchschnitt liegen Singles und Bewohner von Gemeinden unter 20.000 Einwohner.
Aus der Studie ergibt sich, dass der Bio-Konsument einmal in der Woche Bio-Produkte einkauft, vor allem im Supermarkt. Beliebtestes Öko-Produkt sind Eier. Danach folgen Gemüse, Obst und Kartoffeln. Fleischprodukte lagen zum Zeitpunkt der Umfrage (Herbst 2000) deutlich am Ende.
Eine Studie des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren Großhandel unter Bio-Käufern ergab, dass der Preis für die Naturkost-Waren keine große Rolle spielt. Wichtigstes Entscheidungskriterium ist das Vertrauen in die ökologische Qualität, gefolgt von Frische und Herkunft der Produkte - und genau dieses Vertrauen ist mir persönlich schon lange verloren gegangen.

(Quelle: FAZ)

Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    es ist schwierig, die richtigen Lebensmittel zu finden. Deshlab habe ich mir vorgenommen, immer mehr im Garten anzupflanzen, da weiß ich wenigstens, was ich habe (wenn nicht die Schnecken und Hasen alles wegfressen). Im Bioladen sollte es allerdings selbstverständlich sein, dass es Produkte ohne Geschmacksverstärker gibt. Ich habe gerade mal auf meine Lieblingsgemüsebrühe geschaut - da ist auch was drin, bin entsetzt!
    Liebe Grüße
    Regina

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  2. Liebe Regina, die Hasen und Schnecken wissen halt auch, was gut ist. Es gab eine zeit lang im Bioladen eine Gemüsebrühe 'ohne'. Die Verpackung ist auch noch wie immer, doch die Inhaltsstoffe haben sich plötzlich verändert Ich habe noch keine 'ohne' gefunden. Du machst es richtig mit deinem eigenen Garten. Mein Opa hat uns früher schon prophezeit, dass wir irgendwann die Rasenfläche wieder zu einer Nutzfläche machen würden. Möglich ist es! LG Martina

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  3. Liebe Martina,
    die Geschmacksverstärker sind ein Problem, auch bei Gefro habe ich sie leider gefunden. Auch Hefeextrakt wird oft beigegeben, was auch eine verstärkende Wirkung haben soll. Es bleibt eigentlich nur, sparsam damit umgehen oder selber machen.
    LG Elke

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    1. Ja genau! Selber machen ist die einzige Möglichkeit, denn Hefeextrakt ist nur ein anderes Wort für einen Geschmacksverstärker, genau wie 'pflanzliches Eiweiß', der neuste Trick! Am allermeisten reagiere ich auf Natriumglutamat. Ich versuche, ganz auf ihn zu verzichten, denn auch wenig führt schon zu Reaktionen bei mir, doch es ist sehr schwierig, denn auch in Wurstwaren oder auch im Käser oder Kräuterquark habe ich ihn schon gefunden, den geschmacksverstärkenden Zusatzstoff. Aufpassen ist angesagt! LG Martina

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  4. Hallo Martina,
    ob Bio oder doch lieber Regional, ich bin auch immer noch auf der Suche nach der optimalen Lösung. Am liebsten beim kleinen Bauern auf dem Wochenmarkt. Mit den vielen Geschmacksverstärker tu' ich mich auch etwas schwer, habe aber die von W.Eggle ausprobiert und die macht mir im Gegensatz zu anderen nichts aus.
    LG
    Manu

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    1. In jedem Fall und wenn möglich, kaufe ich regional.
      Für einen Fleischer fahre ich fast 30 km. Bei ihm bekommt man Grillfleisch und Wurst ohne Zusatzstoffe. Das ist mir der Weg wert. LG Martina

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  5. Liebe Martina,
    weißt du zufällig, welche Art von Geschmacksverstärker in den Bioprodukten waren? Denn auch aus natürlichen Produkten können solche erzeugt werden - so wie heir zum Beispiel: http://forum.oekotest.de/cgi-bin/YaBB.pl?num=1284573622 Glutamat hingegen würde ich in Bioprodukten nicht gern sehen wollen...
    Ganz liebe rostrosige Sommergrüße,
    die Traude
    ☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼

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    1. Es stand nicht Glutamat, auch nicht Hefeextrakt oder pflanzliches Eiweiß, es stand nur Geschmacksverstärker dort. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es ein natürlicher war, denn den hätte man bestimmt anders deklariert. Ich werde gleich mal den Link bedienen - danke für deinen Hinweis! Einen schönen Abend für dich! Martina

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  6. Wer nicht kocht braucht keine Brühe. :-) Bekenne mich trotzdem zu einem Bio-Laden-Gänger. Allerdings kaufe ich seitdem ich mich vegan ernähre nur noch Produkte, wo ich alle "Zutaten" kenne, die da drauf stehen - und zwar im Rohzustand. Um solche zu finden, habe ich am Anfang (also vor gut 2 Jahren) viele Stunde meines Lebens in (Bio-)Supermärkt(läden)en zugebracht. Es hat sich schlussendlich aber gelohnt.
    Obst und Gemüse kaufe ich nur verpackt und regional, wenn ich es denn in so Verkaufsgeschäften hole, ansonsten erwerbe ich es aus dem Garten von mir oder anderen.
    PS: Da (in Supermärkten o.ä.) hab ich noch nie Hasen und Schnecken gesehen, warum wohl? :D

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    1. Obst und Gemüse aus eigenem Garten oder von Freunden - besser geht es natürlich nicht. In meiner Kindheit bauten wir alles auf unserem Grundstück selbst an - heute ist das anders. Ich achte auch sehr auf die Produkte, die ich kaufe, doch vegan leben wir nicht. Ich habe es ja schon deinem Buch entnommen, dass du dein Essen nicht kochst. Das wäre nichts für mich, damit käme ich nicht klar - und die Männer hier im Haus ohne Fleisch auch nicht. Aber jedem das seine - nicht wahr! Bis dann! Martina

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  7. Liebe Martina,
    meine Töchter kaufen in Bioläden, mindestens 90% ihrer Obst, Gemüseprodukte, keine fertigen Lebensmittel, ich gehe sehr selten dort hin, kaufe aber dann vorwiegend Salat und Pilze ein.
    Gemüsebrühe mache ich selbst, ist auch nicht schwer.
    Entweder mixe ich die Gemüsesorten mit Salz und trockne sie im Umluftherd,
    danach mit dem Mörser kleinreiben, in Dosen gefüllt hält es sich ewig. (Bei uns allerdings nicht)
    Oder ich koche das Gemüse und fülle die konzentrierte Brühe in Marmeladen- oder Gurkengläser. Als Zugabe zu Soßen oder für die schnelle Suppe.
    Das mache ich auch mit Spargelschalen, die ich abkoche und den Sud im Glas aufbeware.
    Hab auch schon mal, absichtlich, ein Glas über ein Jahr aufgehoben um zu testen, es schmeckte noch genau so gut.
    Wenn du möchtest, kann ich dir mein Rezept mal geben.
    Liebe Grüße
    Nähoma

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    1. Das wäre klasse. Ich würde mich darüber freuen!
      Auch die im Umluftherd getrocknete Variante finde ich eine wirklich gute Idee.
      Einen schönen Tag! Martina

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