Sonntag, 10. August 2014

Hört euch selbst beim Reden zu!

Manche Menschen reden und reden und reden – oft auch, ohne etwas zu sagen. Ihr denkt doch jetzt nicht etwa, ich spreche von unseren Politiker? Nein, nein, auf keinen Fall! 

Ich meine diese Menschen, die sich selbst am liebsten reden hören. 

Stimmt das überhaupt, was ich hier schreibe? Kann man sich selbst beim Reden zuhören?

Mir kommt jetzt gerade der Gedanke, dass ich früher – noch zu Zeiten des guten alten Kassettenrekorders – heimlich Gespräche aufgezeichnet habe. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich einmal am Heiligabend das Band habe laufen lassen und später war ich dann über meine eigene Stimme ‚erschrocken’. Sie klang so fremd.


Aber zurück zur Frage: Kann man sich beim Reden zuhören? Ich werde es einmal ausprobieren und denke, dass es einen ganz schön aus dem Konzept bringen wird, wenn man gleichzeitig reden und zuhören möchte. Vielleicht macht ja noch jemand von euch bei dem Experiment ‚Hört euch selbst beim Reden ganz genau zu’ mit! Wer weiß, vielleicht sind wir von unseren eigenen Worten überrascht! 

Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    deine Erfahrung mit dem "Erschrecken" vor der eigenen Stimme kenne ich auch. Vor allem in der Phase, wo meine Janatochter noch klein war, haben Opa und Oma gern Video-gefilmt, Klein-Jana bei ihren ersten Gehversuchen und anderen süßen tappsigen Kleinkindaktionen - und bei der Gelegenheit kam mir meine Stimme dann auch sehr seltsam vor (im eigenen Kopf klingt sie einfach anders). "Bauernfunk", dachte ich mir dann ;o))

    Schon früh habe ich mit "Selbstbeobachtung" und "Menschenbeobachtung" begonnen und denke daher, dass ich zu den Leuten gehöre, die eher nur dann reden, wenn sie etwas zu sagen haben. Es gibt aber auch Ausnahmen, vor allem dann, wenn ich mich in irgendwie langweiliger oder verklemmter Gesellschaft befinde (manchmal kann man sich's ja nicht aussuchen ;o)) - dann kann es auch passieren, dass ich einfach Blödsinn zu quasseln beginnen, um mir die Zeit zu vertreiben oder die Bude aufzumischen ;o))
    Hab einen schönen Sonntag und eine tolle neue Augustwoche!
    Alles Liebe, Traude
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    1. Ich muss sagen, dass ich immer sehr froh bin, wenn sich in einer langweiligen Gesellschaft so jemand wie du findet, der die Meute aufmischt. Mir liegt das leider gar nicht. Meine Schwägerin ist auch so ein Typ wie du, die schafft das auch, andere mitzureißen! LG Martina

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  2. Liebe Martina,
    ich bin auch sehr erschrocken, als ich zum erstenmal meine eigene Stimme hörte.
    Im Grunde bin ich sehr zurückhaltend und eigentlich der Zuhörer, es sei denn, ich habe etwas zum Gespräch beizutragen oder aber es in eine andere Richtung zu lenken. Das wiederum kann ich gut. Aber es wäre schon gut, wenn man gelegentlich ein Gespräch aufnehmen würde. Dann kann man am besten hören, ob man "Quatsch" redet.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Irmi

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    1. Liebe Irmi, ich glaube eher nicht, dass du ein Typ bist, der Quatsch redet!!
      Danke für den Kommentar! LG Martina

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  3. Hallo Martina,
    das muss ich mal ausprobieren; auf die Idee bin ich noch nicht gekommen und ich weiß auch nicht ob ich es hinbekomme konzentriert zuzuhören während ich was sage... Interessanter Versuch!

    Ich habe früher auch häufiger mit dem CR aufgenommen, und bei den ersten Versuchen war ich total entsetzt wie ich mich anhöre. Heute mache ich es manchmal, dass ich von unterwegs unseren Anrufbeantworter vollquatsche, wenn ich irgendwas nicht vergessen möchte und kein Notizzeug bei mir habe... Das haben meine Kidfs mal angehört und sich halb scheckig gelacht :)) Hört sich nämlich auch ziemlich schräg an...

    Liebe Grüße, Suzie

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    1. Meine Erfahrung: Man kommt aus dem Konzept. Zumindest mein Gehirn ist nicht so beschaffen, beides zu können: zu reden und zuzuhören. :-) LG Martina

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  4. Als Kind haben wir öfters mit Kassettenrekorder eine eigene Radiosendung für uns gemacht. Ich habe leider die Aufnahmen nicht mehr, aber es war neben dem Spaßeffekt auch das erste Mal, wo ein jeder von uns seine Stimme hören durfte.
    Heute weiß ich, dass es am Knochenschall liegt, der einfach mal nicht bei einer Tonaufnahme übermittelt wird.
    Und heute höre ich gerne meine Stimme, anders ging es zwangsgebunden auch am Anfang und zurzeit gar nicht bei meimem B-Blog, wo ich alles per IC-Recorder aufnehme.
    Sprechen und Hören kann ich. War wohl das erste, was ich mir autodidaktisch beigebracht habe.
    Hören fängt aber nicht beim Hören an, dass weiß ich seitdem ich Hunde habe. :-)

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    1. Es kam früher des Öfteren vor, dass manche Menschen mich und meine Mutter am Telefon stimmlich nicht unterscheiden konnten. Und deshalb dachte ich mir, dass meine Stimme nicht wirklich so klingt, wie die Aufnahmen es wiedergaben, denn diese Stimme hatte mit der meiner Mutter keine Ähnlichkeit.
      Den letzten Satz kann ich nur doppelt und dreifach unterstreichen und noch etwas hinzufügen: und sehen fängt nicht beim Sehen an!!! LG Martina

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  5. Hallo Martina,
    bei der Arbeit hatte ich einmal an einem Redeseminar teilgenommen, auf dem fleißig Körperhaltung, Blickkontakt und das eigentliche Reden aufgezeichnet wurde. Ich glaube, anders geht es nicht, wenn man sich selbst beim Reden erleben will.

    Gruß Dieter

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    1. Das war bestimmt eine interessante Erfahrung! LG Martina

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