Freitag, 29. August 2014

Zukunft + Gegenwart / Blockparade bei Manu

Als wir für einige Jahre in einer anderen Stadt lebten, bekamen wir sehr häufig verwählte Anrufe. Ist da nicht … Irgendwann habe ich mich dann mal auf die Suche gemacht, wer eigentlich angerufen werden sollte. Ich fand die Dame dann auch (hat etwas länger gedauert, denn einen PC und das Internet gab es noch nicht). Wenn man versehentlich einen Zahlendreher beim Wählen verursachte, hatten die Anrufer nicht die Dame, sondern uns am Telefon. Es handelte sich bei ihr um eine Wahrsagerin, die den Menschen also anbot, in die Zukunft zu schauen. Wenn ich bedenke, wie oft es vorkam, dass sich Menschen aus Versehen bei uns meldeten, kann ich mir in etwa vorstellen, wie sehr sie frequentiert wurde.
Vorausschauen – ist das möglich? Ich stehe diesen Dingen offen gegenüber, doch dass es wirklich gelingt, in die Zukunft eines anderen Menschen zu schauen, glaube ich nur bedingt oder eher gar nicht. Vielleicht sieht diese Person einen möglichen Weg, der eingeschlagen werden könnte, doch wir haben ja immer die Möglichkeit, uns anders zu entscheiden und einen anderen Weg zu wählen. Immer wieder gibt es diese Wegkreuzungen, wo wir uns anders entscheiden können. Niemals wird es deshalb einer anderen Person gelingen, uns die Zukunft vorherzusagen. Wir sind diejenigen, die den Weg und unsere Zukunft bestimmen – nicht eine andere Person, ob sie nun hellsichtig ist oder nicht.
Ich hoffe sehr, dass diese Menschen sich dessen bewusst sind, was sie da tun, denn es kann lebensgefährlich für den anderen werden, denen sie die Zukunft voraus sagen. Stellt euch vor, sie geben eine negative Vorausschau: du wirst erkranken, ich sehe einen Autounfall oder derartige Dinge. Dem Menschen, dem das vorausgesagt wird, wird dies auch geschehen, weil er es geradezu anzieht und es deshalb geschehen muss. 
Auf der anderen Seite, wenn die hell sehende Person für den Klienten nach einer Trennung eine neue Liebe sieht, dann könnte dies tatsächlich so geschehen, weil der Mensch, dem es vorausgesagt wurde, die Augen offen halten wird und sich somit für diese Möglichkeit öffnet. Doch brauchen wir dazu einen anderen Menschen? Wenn wir mit offenen Augen durchs Leben gehen und zielstrebig unseren Weg verfolgen, muss uns niemand sagen, wie es weitergeht, denn wir sind der Wegbereiter unserer Zukunft, die wiederum ganz viel mit dem zu tun hat, was und wie wir denken. Unsere Zukunft wird genau so sein, wie wir sie uns vorstellen. Halten wir es nicht für möglich, gesund zu werden, dann werden wir krank bleiben. Halten wir es nicht für möglich, eine neue Arbeit zu finden, dann werden wir auch keine finden. Denken wir, es wird keine neue Liebe geben, dann wird auch keine neue Liebe kommen. Haben wir Angst vor einer Erkrankung, dann ist die Gefahr zu erkranken sehr groß. Wir sollten also sehr achtsam sein mit dem, was wir denken, denn damit bestimmen wir unsere Zukunft, und die beginnt genau jetzt!!!

Doch lasst uns noch für einen kleinen Moment in der Gegenwart verweilen, sonst verpassen wir vielleicht die Blogvorstellung von Manu. 
Wir vom                    Ende der StraßeIn der letzten Woche bekam ich die Gelegenheit, euch mein 'Bloghaus' vorzustellen und heute ist es Manu. Sie wohnt mit ihrem Mann, zwei Kindern und einer Katze am Ende der Straße und so heißt auch ihr Blog 'Wir vom Ende der Straße'. 
Sie hat ein wirklich schönes Blog, ist sehr vielseitig begabt und interessiert. Ich mag sie einfach: ihre Kreativität, ihre Gedanken und Erzählungen, einfach ihre ganze Art. Deshalb lese ich auch gerne bei ihr und 'verfolge' sie, seit ich sie gefunden habe. Also, verpasst nicht die Vorstellung und klickt hier zur 'Blogparade bei Manu'!



Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    das ist sehr interessant. Jetzt am Wochenende ist wieder Altstadtfest bei uns, alles dreht sich ums Mittelalter. Natürlich darf eine Wahrsagerin nicht fehlen. Ich habe sie noch nie aufgesucht, überlege aber immer. Viel mehr überlege ich, ob man sie mit einfach Tricks auf eine falsche Spur schicken kann. Wie z. Bsp. die Fingernägel nach der Gartenarbeit nicht sooo säubern. Sie würde vielleicht denken, dass ich handwerklich tätig bin, das bin ich nun mal im Büro so gar nicht. Wie sonst könnten sie aus unserer Lebenssituation schließen? Ich weiß nicht, aber ich denke, dass ich auch diesmal das Zeltinnere nicht sehen werde. Wobei ich schon sehr neugierig bin. Was mich erwarten würde. Eben mit dem etwas falschen Eindruck, den ich allein durch meine Hände hinterlassen würde. Dann wüsste ich endlich, dass es nur Schabernack ist.
    LG von Stine - danke auch für deine Blogvorstellung, auch wenn ich den Blog schon kenne und ihn sehr mag.

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  2. Das glaube ich auch, dass man sie auf eine falsche Fährte führen könnte. Ich war auch noch nie dort, doch ich kann mir vorstellen, dass man zunächst einmal ein bisschen ausgefragt wird, ohne es vielleicht zu bemerken. Oder setzt man sich einfach hin und erzählt gar nichts von sich und sie würde dann einen Mann sehen und Kinder und den Bürojob etc. pp?! Also ich finde, du solltest es einmal für uns machen und dann darüber posten!!! Wäre das eine Option?!? Nein, Spaß, sollst du natürlich nicht, denn der Spaß kostet ja sicher auch den einen oder anderen Euro, aber interessieren würde es mich schon ;-)!!! LG Martina
    Ich dachte mir, dass du Manus Blog kennst, aber ich habe ja noch 2 Vorstellungen, doch ich fürchte, die sind dann auch nicht neu für dich.

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  3. Liebe Martina
    als ich mit 18 Jahren als Briefträgerin mir plötzlich eine Frau aus einer Haustür entgegen kam und meine Hand nahm war ich sehr erschrocken sie sagte ichwerde mal so alt wie das älteste Familienmitglied die wurde 90 Jahre und sie bekommen 3 Kinder... nahja ich hielt sie für bekloppt muss ich echt sagen markant sah sie aus mit Turban auf dem Kopf und sie hatte ein Holzbein sichtbar.. es war gruselig auch und ich war neugierig und doch irgendwie an getan wie kann eine fremde Frau mir so was sagen.. sie zog bald wieder aus und es war für mich beruhigend. So wie du sagst hätte sie mir was negatives gesagt wäre ich ziemlich mit genommen auch wenn ich es abtue innerlich beschäftigt es einen doch. Seit heute ist sie lebendig noch im Gedächtnis nur das aussehen und diese Augen die irgendwie verdreht blickten und es kamen auch welche zu ihr.. Ich würde niemals zur eine Wahrsagerin gehen es wird das kommen was kommen will und ich gehe meinen Weg den ich mir selber bauen kann und mit Tiefen und Höhen und wenn ich mal abweiche werde ich auch wieder zurück finden zum richtigen Weg so habe ich es bis jetzt immer geschafft.
    Zu deiner Blogvorstellung mit Manu ja ich find ihren Blog auch intressant und ihr Leben was sie so erzählt darüber ..
    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag!
    Lieben Gruss Elke

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    1. Das ist ja fast nicht zu glauben, was du hier schreibst. Sie hat dir aus der Hand gelesen, ohne dass du sie darum gebeten hast?! Ich bin wirklich entsetzt, denn damit hat sie eindeutig eine Grenze - deine Grenze - überschritten! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Aussagen immer noch in deinem Hinterkopf sind. Man kann sich glaube ich nicht so einfach von dem lösen, was einem da gesagt wird und da liegt die große Gefahr! Es ist genau so, wie du schreibst, wir kommen alle mal ab von unserem direkten Weg, dann nehmen wir halt einen Umweg in Kauf und Höhen und Tiefen kommen für jeden von uns, doch wenn man sein Ziel nicht aus den Augen verliert, kommt man irgendwann an! Ich wünsche, dass eine gerade Wegstrecke vor dir liegt und liebenswerte Menschen am Straßenrand stehen! LG Martina

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  4. 'Wahrsager' sollten wir alle sein. Meine erste Frage an die sogenannten 'Wahrsager' wäre: "Kannst du deine eigene Zukunft sehen?" Wenn sie/er verneint [warum sind es meist Frauen?], dann kann man/frau getrost ihren Worten folgen, denn sie werden nicht wahr (sein gar) werden.
    Ich persönlich interessiere mich mehr für meine Vergangenheit als für meine Zukunft.

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    1. Warum es mehr Frauen sind, weiß ich auch nicht zu beantworten.
      Sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, gute Idee!
      Doch wieso interessiert dich mehr deine Vergangenheit? Daran ist doch nichts mehr zu ändern. Eigentlich kommt es doch nur auf die Gegenwart an, mit der wir - durch unser Verhalten - die Zukunft bestimmen?!
      Einen schönen Samstagabend! Martina

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    2. Hm, also ich umschreib das mal mit einem Zitat von André Malraux, weil es zum Text passt: "Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern."
      Aber im Grunde 'mache' ich es deswegen (Marie von Ebner-Eschenbach):
      "Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein."

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    3. Okay, ich verstehe: du möchtest Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen. Das macht Sinn, zumal wir ja immer wieder die gleichen Aufgaben gestellt bekommen, bis wir sie lösen. Da ist es dann gut, zu schauen, wie man in der Vergangenheit an die Lösung der Aufgabe gegangen ist, um es dann in der Gegenwart oder Zukunft anders zu machen.
      Meine Gedanken gingen dahin, nicht in der Vergangenheit 'hängen zu bleiben' mit seinen Erinnerungen und allem, was man an Negativem erlebt hat und dann vielleicht mit sich zu hadern. Deshalb meinte ich, es sei besser, nicht ständig an die Vergangenheit zu denken, die sich ja nicht mehr verändern lässt. Aber natürlich hast du recht, dass wir für die Zukunft daraus lernen können!
      Danke fürs 'Gespräch' - und einen schönen Sonntag!

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