Sonntag, 21. September 2014

Joshua - eine Spende - und dann?

Elke berichtete in ihrem kleinen Blog kürzlich über Joshua und seine Mutter. Jetzt wurde ich von Elke gefragt, ob ich auch einen Aufruf für ihn starten könnte. Zunächst möchte ich euch von dem kleinen Mann mit dem hübschen Namen 'Joshua' erzählen.


Er ist körperlich und geistig schwer behindert und wird von seiner Mutter, die sich rührend um ihn kümmert, alleine aufgezogen. Sie erhalten Hilfe von der Oma, die ihn u. a. vormittags für ein paar Stunden in den Behindertenkindergarten bringt. Dadurch wird es der Mutter möglich, in dieser Zeit einer Arbeit nachzugehen, um finanziell gerade so über die Runden zu kommen.
Aufgrund einer Schwangerschaftsvergiftung der Mutter wurde Joshua 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin entbunden und rang lange auf der Intensivstation um sein Leben. Doch er ist ein kleiner Kämpfer und hat es geschafft. Im Alter von 7 Monaten musste er jedoch am Gehirn operiert werden.
Joshua kann nicht alleine sitzen, laufen oder stehen. Mit Hilfe der Physio- und Ergotherapie sowie der Logopädie verzeichnet er kleine Fortschritte. Der kleine liebenswerte Kerl ist jetzt 3 ½ und viele Dinge, die anderen Kindern möglich sind, kann er nicht, weil seine Muskeln viel zu schwach dafür sind.
Seine Mutter sieht eine große Chance in einer Delphintherapie für ihren Sohn, die sie naturgemäß nicht finanzieren kann. Deshalb gibt es schon in ein paar anderen Blogs einen Spendenaufruf. Wer sich angesprochen fühlt und helfen möchte, kann für Joshua und seine Mutter einen Geldbetrag – und sei er auch noch so klein – auf folgendes Konto überweisen und auch einen Aufruf in seinem Blog starten:

Geldinstitut: Kreissparkasse Mayen
Kontoinhaber: Ev. Gemeindeverband Koblenz
IBAN: DE 90576500100020002077
BIC: MALADE51MYN
‚Verwendungszweck’: Joshua Nick

Reicht das aus? 
Joshua und seine Mutter tun uns von Herzen leid und wir überweisen vielleicht einen kleinen Betrag, weil uns bewusst wird, wie gut wir es getroffen haben und weil unsere Kinder oder Enkel gesund sind. Wir fühlen uns gut, wenn wir dies tun, haben wir doch getan, was wir konnten und geholfen. 
Und dann?
Eine kurze Zeit später sind unsere Gedanken schon nicht mehr bei ihnen, wir vergessen sie und gehen unserem Alltag nach und wir verschwenden keinen Gedanken mehr an sie. Wir haben ja getan, was wir konnten. Mehr können wir ja nicht tun.
Und wenn doch?
Wir können mehr tun, viel mehr sogar, denn wir können ihnen Liebe schicken! Reine Liebe, die in jedem von uns als kleiner Funke ist. Vielleicht verkümmert, weil wir nicht davon wussten, doch er ist da, dieser Liebesfunke. Wenn wir in die Stille gehen und warten, bis wir diese Stille in uns empfinden, können wir eine Welle der Liebe zu Joshua und seiner Mutter schicken. Diese Welle  wird sie erreichen und sie werden sich getragen fühlen, damit sie nicht an ihrer Situation verzweifeln und das ist vielleicht genau so viel Wert wie das Geld, dass wir überwiesen haben.

Deshalb ist meine Bitte:
Spendet nicht nur Geld für Joshua, sondern nehmt ihn und seine Mutter und Oma mit hinein in eure Stille und schickt ihnen soviel Liebe, wie ihr für sie empfinden könnt. Dies ist allen Menschen möglich, auch denen, die sich finanziell nicht beteiligen können. 
Danke!


Kommentare:

  1. Wie wunderschön und herzerwärmend dein Worte doch sind. Danke dir Martina.
    Ich habe diesen Bericht auf meinem Blog verlinkt und hoffe dort einige Herzen zu erreichen. Ich selbst werde einen kleinen Betrag im Oktober spenden. Das ist doch in Ordnung?
    Einen schönen Sonntag wünsche ich dir, herzlichst Lore

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Lore, ich weiß nicht, wie viel Geld benötigt wird, doch die Aktion wird bestimmt noch eine ganze Weile laufen müssen, bis das Geld zusammen gekommen ist! Danke und einen schönen Sonntag - hier regnet es (noch) - aber es soll sich heute nachmittag aufklaren! Darauf hoffe ich ganz stark! Martina

      Löschen
  2. Liebe Martina,
    das hast du sehr schön geschrieben. Vielen Dank!
    LG Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich danke dir für die lieben Worte, Elke! LG Martina

      Löschen
  3. Liebe Martina,
    ich hab schon von Joshua gelesen
    und immer mal wieder an ihn gedacht,
    ich wünsche seiner Mama, dass sie das Geld zusammen bekommt
    und Joshua schöne, erfolgreiche Tage bei den Delphinen verbringen kann.
    Liebe Grüße
    Nähoma

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn es ihm viele wünschen und Geld und Liebe 'auf den Weg bringen',
      dann müsste es doch eigentlich klappen! LG Martina

      Löschen
  4. Hallo Martina :-) Über Elke habe ich erfahren, dass auch Du einfach soooo wundervoll warst, über den kleinen Sonnenschein Joshi zu schreiben, dafür, auch im Namen von Steffi ein ganz ganz großes DANKE!!! Deine Worte sind sehr rührend und bewegend... Ich weiß gar nicht, wie ich Euch allen dafür danken soll... So viel Liebe und Unterstützung, die von Euch kommt, kann man einfach nicht in Worte fassen!!!
    Zur Frage von Lore... Die Therapiekosten für diese Delphintherapie belaufen sich auf etwa 10.000 Euro...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Mimmi, nun komme ich erst heute dazu, mich für deinen lieben Kommentar zu bedanken. Sag der Mama liebe Grüße und ich drücke ganz fest die Daumen, dass das benötigte Geld zusammen kommt! LG Martina

      Löschen
  5. ..... ein Post der mich zum Nachdenken bringt. Wie recht du doch hast, liebe Martina, vielen von uns geht es wohl so, man spendet einen gewissen Betrag, um "das Gewissen" zu besänftigen und viele wissen ansonsten nicht weiter. Dein Vorschlag auch Liebe zu schenken ist wunderbar.
    Und genauso wunderbar wäre es, wenn Joshua die Delfintherapie bekommen könnte ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wir hoffen darauf, dass das Geld ausreichen wird. Danke für den lieben Kommentar! Martina

      Löschen