Donnerstag, 6. November 2014

Aufräumen

Es gibt einen Satz, den ich täglich höre. Meine Tochter sagt ihn an jedem Abend: „Ihr müsst eure Zimmer noch aufräumen!“ Nach einem kurzen Gemaule durch die Kinder klappt das dann auch meistens (mit Hilfe der Mutter). Schon im Kindergarten wurde meine Tochter angesprochen, weil unsere Große immer freiwillig aufgeräumt hat. (Zu Hause tut sie es nicht ganz so freiwillig! :-)
Meine Gedanken gehen zu einer Frau, die mir von ihren Kindern erzählte und dass sie sie ständig zur Ordnung auffordern muss und dass es ganz furchtbar ist, dass sie nicht aufräumen.
Ich hatte ziemlich schnell eine Vermutung, weshalb dies so ist. Als ich dann einige Zeit später in der Wohnung war, wurde diese bestätigt. Die Mutter schafft es selbst nicht, Ordnung zu halten. Es gibt in ihrem Leben überhaupt keine Struktur. Und beides verlangt sie von ihren Kindern. Doch von wem sollen sie es lernen? Wo sollen sie sich abschauen, wie man Ordnung hält? Wieso erwartet sie von ihren Kinder Dinge, die sie selbst nicht im Griff hat? Und das Allerschlimmste daran: Sie sieht und merkt es nicht! Das macht mich wegen der Kinder ziemlich traurig.


Auch heute darf ich wieder jemanden begrüßen,
denn es hat sich ein neuer Gast eingefunden.
Herzlich willkommen
gif: simplify

Kommentare:

  1. Danke für deine herzliche Begrüßung. Ohne Vorbild zu sein funktionieren solcge Forderungen nicht, da hast du völlig Recht

    Liebste Grüße zu dir :-)

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    1. Hab ich gerne gemacht - also die Sache mit der Begrüßung! Ich freue mich über jeden Leser, der sich 'zu erkennen gibt', einen Namen bekommt und ebenso über jeden Kommentar! So entsteht so etwas wie eine 'Mini-Unterhaltung'! LG Martina

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  2. autsch ..
    so klar und einfach - da haben wir den Salat, jetzt weiß ich warum mein Sohn nicht aufräumt - weil ich es auch nicht will, selbst wenn ich es schon tu (weil ich es gerne ordentlich hab) so widerstrebt es mir absolut und wirklich sehr! Hab ich ihm also nicht richtig vorgelebt.
    Und lange hatte ich ja auch keine Struktur, naja ..
    ABER woher hab ich es denn? Meine Mutter ist das Gegenteil - aber vermutlich gerade deshalb, ich wollte schon früh gerade SO nicht sein.
    Dilemma?
    bin heute wohl grüblerisch untwerges (mal wieder)
    lass dir einen ganz besonders lieben Gruß da!

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    1. Danke für den lieben Gruß - und geh nicht so hart mit dir ins Gericht. Du hast ja alles schon erkannt. Jetzt ist es ja nur noch ein Kinderspiel. Du weißt doch, wie es geht: erkennen - erlösen - fertig! Ja, dummer Witz, ich weiß. Leider ist es nicht so einfach, etwas (an sich) zu ändern. Aber erkannt hast du es schon. Dann wird auch der nächste Schritt folgen und bald räumst und gerne und wie selbstverständlich auf - nicht so wie deine Mutter, anders halt. Aber da du es gerne ordentlich hast, bleibt dir ja quasi nichts anderes übrig ;-)!!!! LG Martina

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  3. Liebe Martina,
    ja, so ist das wohl. Bei uns war es so wie bei Sophie - meine Mutter war die Ordnung in Person, ich der Rebell, mochte gar nicht aufräumen. Als Erwachsene beherrschte ich das Chaos, habe mich aber etwas geändert, als die Kinder kamen. Kind 1 ist chaotisch, dekoriert gern, aber räumt nicht auf, Kind 2 ist superordentlich, fast schon pedantisch. Und ich? Ich übe noch!
    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Ist es nicht eigenartig, dass wir entweder alles 1 : 1 von unseren Eltern übernehmen oder eben dagegen rebellieren. Wir sollten einfach mal in uns hinein hören, was und wie wir wirklich sind und nicht andere nachmachen oder eben das Gegenteil. Wahrscheinlich entspricht beides nicht unserem wahren Ich!
      Ich habe unglaublich viel von meiner Mutter übernommen und stelle jetzt fest, bei meiner Tochter ist es auch so. Manchmal motze ich mit ihr deshalb herum und sie sagt: aber du bist doch genau so! Ja eben, sage ich dann, wenn ich es schon 'falsch' gemacht habe, warum du dann auch? Ein Thema, über das wir lange diskutieren könnten. Üben wir halt gemeinsam weiter, es 'richtig' zu machen!!! LG Martina

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  4. Soso! Ich liebe meine Ordnung und habe gerne alles am Platz. Ich gehe morgens bevor ich das Haus veralsse immer nochmals kurz durch und rücke alles zu recht, ich mag nicht in ein Haus heimkommen wo es aussieht wie bei Hempels. Aber die Kinder sehen das nicht so, die lassen alles an Ort und Stelle fallen und müssen erstmal hinsitzen... Das gibt immer Diskussionen! Aber im Urlaub (also in der Woche wo wir weg sind), da ist mir das egal ob sich die Bücher auf dem Tisch stappeln usw. Und weißt Du was, da nervt es den Rest der Familie. Fazit: Vielleicht sollte ich nicht soviel Ordnung halten - aber ich kann nicht anders!
    So, und nun habe ich vom vielen löschen und nochmal schreiben auch noch das Hallo weggelöscht. Ohje, der Ordnung halber schiebe ich es hinterher: Hallo Martina! *g*
    Und nun bin ich weg - aufräumen im Hobbyraum!
    LG
    Manu

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    1. Dann fange ich mal mit einem 'Hallo' an, dann schließt sich der Kreis.
      Mein Mann nervt es ganz furchtbar, weil ich auch das Haus nicht verlasse, wenn nicht alles seinen Platz hat. Das ist auch so eine übernommene Sache bei mir. Meine Mutter hat immer gesagt: Du weißt nie, ob die wieder zurück kommst und (jetzt kommt's) was sollen die anderen Leute dann denken! Das sitzt so tief in mir, dass habe ich auch noch nicht geschafft, es abzustellen. Und es geht noch eine Generation weiter. Bei meiner Tochter ist es auch so. Was will man da machen.
      Also: räumen wir weiter auf! LG Martina

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  5. Halli hallo bin auch wieder da und möchte der Ordnungheitshalber auch gerne meinen Senf dazu geben ;-)
    Ich bin ja auch ein sehr ordnungsliebender Mensch ( ich glaube das sind alle die auch harmonieliebend sind ) so bi ih auch erzogen worden und es gab mur oft auch einen gewissen Halt in meiner Kindheit. Unsere Kinder hab ich wohl durch mein Vorbild erzogen und es gab und gibt wohl auch heute nur deshalb ab und an ein paar Diskussionen, wenn die "Ordnung" bei Sohnemann anders aussieht als bei mir. Das heißt, er hat öfter die kreative Ordnung ( andere würden es Durcheinander nennen ) aber er liebt es einfach z.B. seine Schreibsachen stapelweise auf seinem Tisch zu horden und ich würde es anders praktischer finden ;-)
    Aber es ist sein Zimmer, dass er mal so halten soll wie er möchte ( ist schlielich schon 21) und ich hätte auch nicht gerne, wenn mir ein anderer meine Ordnung umändern würde !!
    Da sind wir wohl wieder ordentlich bei der Toleranz gelandet ;-) ;-)
    Liebe Martina,
    ich wandere jetzt wie immer und wünsche dir noch einen gemütlichen Abend,
    gaaaanz <3liche Grüße von Renate ;O)

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    1. Na, da wandere ich doch gerne Post für Post hinterher. Hier hast du mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen - und das mit einem einzigen Wort: Toleranz!!! Wo sie fehlt, entstehen Spannungen und wer darauf keine Lust hast, der sollte sie schnell hinein holen in sein Leben! - Bis gleich - ich hüpfe jetzt weiter!

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    2. *hihi*
      bin halt Schreiner/Zimmermann - Tochterkind
      ( also ich meine wegen dem Nagel auf den Kopf - mein Papa war Schreiner und Zimmermann )
      ;O)

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