Mittwoch, 5. November 2014

Wenn einer eine Reise tut,

dann kann er was erzählen, sagen wir. Unsere Enkelkinder waren am vergangenen Samstag mit ihren Eltern in Hamburg, um dort ihre Tante zu besuchen. Am nächsten Tag gab es viel zu erzählen: Ihr Zug hatte Verspätung und sie mussten rennen, um den Anschlusszug zu bekommen. In Hamburg fand eine Demo statt und sie sahen 100 Polizeiautos und einen Wasserwerfer. Außerdem waren sie auf einem riesigen supertollen Spielplatz. Aber das war alles noch nichts gegen das, was sich auf dem Rückweg ereignete.
Sie saßen im Waggon 5, als es folgende Durchsage gab: „Wenn sich ein Polizist im Zug befinden sollte, wird er gebeten, sich in den Waggon 5 zu begeben.“ Es folgte eine leichte Unruhe. Was wird sich denn hier gleich abspielen? Die nächste Durchsage die kam, war: „Wir werden im nächsten Bahnhof einen unplanmäßigen Aufenthalt von ca. 5 Minuten haben.“
Als der Zug hielt, stiegen zwei Polizisten zu und kamen in den besagten Waggon. Sie nahmen nach kurzer Zeit ein junges Mädel mit, das wohl als Schwarzfahrerin ertappt worden war. Wir vermuten, wegen des Polizeieinsatzes, dass es sich dabei vielleicht um eine Ausreißerin handelte.
Könnt ihr euch vorstellen, wie aufgeregt die Kinder waren? 
„Muss die jetzt für immer ins Gefängnis?“, war eine der vielen Fragen, die es zu beantworten galt.
Wenn ihr mich fragt: Unsere Beiden werden in ihrem ganzen Leben keine Fahrt ohne Fahrschein machen. Ich vermute mal, dass dieses Erlebnis sie prägen wird.
Da gibt es doch so ein Sprichwort, das mir dazu einfällt: „Es ist nichts so schlecht, dass nicht etwas Gutes dabei herum käme!“ 
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Liebe Hermine,
ich heiße dich sehr herzlich willkommen!
Schön, dass du da bist!!!

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Martina,
    das war ja wirklich ein ereignisreiches und aufregendes Wochenende für Deine Enkelkinder! Da bin ich mir auch sicher, daß die beiden niemals ohne Fahrschein fahren werden ;O)
    Das Leben ist doch oft der beste Lehrer...sagte man immer so schön .....
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Liebe Claudia, dein Sprichwort passt noch viel besser - es war mir aber nicht so präsent. Danke für den Kommentar! Martina

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  2. Was für eine Aufregung- das vergisst man nicht so schnell.
    LG Elke

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    1. Ihre kleinen Köpfen waren ganz voll von all dem, was sie erlebt haben!

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  3. Das war ja spannend für die Kleinen... Ich denke schon, dass solche Dinge prägen

    Liebste Grüße zu dir :-)

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    1. Das hoffe ich zumindest, dass sie es nicht vergessen. Aber ich denke schon, dass es prägend war! Schön, dass du hier bist und Danke für den lieben Kommentar! Martina

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  4. Hallo Martina,
    die Aufregung kann ich mir gut vorstellen. Ich war mal mit meiner Freundin Richtung Basel unterwegs mit zwei etwas "ausßergewühnlich aussehenden" Typen, die aber ganz friedlich waren. Kurz vor Basel dann die erste Passkontrolle und die Jungs mussten die Taschen ausräumen... Kurze Zeit später die schweizerischen Grenzbeamten, die Jungs sollten wieder auspacken und dann fragte der eine weshalb denn schon wieder... Da wurde die Tür zum Abteil zu gemacht, die Jungs an die Wand gestellt und durchsucht (ohne Ergebnis). Ich werde das nie vergessen! Die hatten irgendein Raster. das auf die Beden passte und zack waren sie dran. Damals war ich noch keine zwanzig und war froh als wir endlich aussteigen durften, denn mir war das ganze dann schon etwas unheimlich...l Zum Glück haben wir heute geöffnete Grenzen!
    LG
    Manu

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    1. Du erinnerst mich gerade an etwas. Es liegt nun auch schon lange zurück. Damals gab es die innerdeutsche Grenze noch. Wir fuhren zu viert (zwei Pärchen) nach Berlin. Auf dem Weg hatten - besonders die Männer - eine ziemlich große Klappe von wegen: die sollen bloß nicht meinen, dass die uns ... Und sie würden sich sowieso weigern, dass zu tun, was die ihnen sagten .. In diese Richtung gingen ihre Sprüche und ach ja: wenn sie uns fragten, ob wir etwas schmuggeln, dann würden sie sagen wir: im Kofferraum zwei Kinder (aber wir waren auch gerade erst 20). Dann kamen wir an die Grenze. Als der ostdeutsche Grenzer mit grimmiger Miene und Gewehr ans Auto trat, waren wir plötzlich mucksmäuschenstill und haben brav unsere Ausweise gezeigt und alle Fragen beantwortet. Danach - auf der ganzen Strecke Richtung Berlin, war die Stimmung sehr gedrückt. Mein Mann fuhr auch sehr vorschriftsmäßig und ließ sich von dem einen oder anderen Trabbi überholen. Erst in Berlin angekommen löste sich die Stimmung. Auf dem Rückweg haben wir dann an der Autobahn gehalten und in der Raststätte etwas gegessen. Die Blicke der Menschen werde ich nie vergessen und auch nicht die Preise (99 Pfennig bis 2,20 DM). Wir haben ziemlich wortlos 'gespeist' und fuhren dann wieder. Diesen Tag werde ich auch niemals vergessen. Gut, dass es sich nicht wiederholen wird!

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  5. Hui, solch eine Sache hätte sogar ich noch aufregend gefunden !!
    Bin schließlich nicht nur ordnungsliebend, sondern hab auch noch Respekt vor Menschen in Uniform !!
    ;O)

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    1. Ja, die Menschen in Uniform - keine Ahnung, weshalb sie eine solche Wirkung haben. Wenn ich einen Polizisten sehe, dann geht es schon los. Gedanklich gehe ich mein 'Strafregister' durch und selbst wenn ich ein gutes Gewissen habe, ist mir mulmig zumute! - Hüpf!

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    2. ..... genauso geht es mir auch ;O)

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