Samstag, 27. Dezember 2014

Erinnerung an Kindertage

vatertag-0037.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandAn den Weihnachtsfeiertagen, wenn die ganze Familie zusammen kommt, dann werden oft Geschichten von 'früher' ausgegraben. Mein Mann, der noch zwei jüngere Geschwister hat, erzählte diesmal, dass er immer mit schlafen gehen musste, wenn sein kleiner Bruder ins Bett sollte. „Du kannst ja wieder aufstehen, wenn er eingeschlafen ist“, bekam er dann immer zu hören. „Das war doch nicht in Ordnung!“, empörte er sich heute noch darüber.

Nein, dass war es sicher nicht. Mir kam das allerdings sehr bekannt vor, nur aus der anderen Position heraus. Bei uns zu Hause war ich die Jüngste und meine Schwester - fast 6 Jahre älter - musste mit mir zu Bett gehen und stand dann wieder auf. Keine Ahnung, warum unsere Eltern das so gehandhabt haben. Aber sicher waren sie nicht die Einzigen.

Für Kinder ist es oft auch schwer zu verarbeiten, wenn ein Geschwisterchen geboren wird. Das älteste Kind hatte die Eltern für eine gewisse Zeit ganz für sich allein und somit ihre volle Aufmerksamkeit. Kommt dann ein Bruder oder eine Schwester, müssen sie lernen, die Liebe ihrer Eltern mit diesem kleinen Geschöpf zu teilen. Eine schwierige Situation, auch für die Eltern, denn das Baby benötigt ja die ganze Aufmerksamkeit - besonders der Mutter. Da fühlt sich das große Kind schnell vernachlässigt, zurückgesetzt und nicht mehr geliebt. 

Oft leiden wir – ohne uns dessen bewusst zu sein – noch als Erwachsene unter diesen frühkindlichen Erfahrungen. Warum wir als Erwachsene in manchen Dingen so handeln, wie wir handeln, hängt ganz oft von dem ab, was wir als Kinder erlebt, erfahren und vorgelebt bekommen haben. Jeder einzelne hat da so seine eigene Geschichte zu erzählen. 


Kommentare:

  1. Liebe Martina
    da könnte ich eines erzählen die Jüngste von zwei Geschwister nahja und auch bei meinen 3 Kinder habe ich auch dieses noch bemerkt und ich glaube die Mittige sind genauso behaftet damit. Ich habe das auch schon gemacht wenn der Kleinste nicht schlafen wollte den grossen hins Bett geschickt und wieder aufstehen darf dann. War einfacher wie das Theater und das geschrei ungerechtigkeit fühlt sich der Kleine und der Grosse, da gibt es so vieles was ich erfahren hatte später als sie Erwachsen waren und ich war erstaunt und sah es genauso.. ja Eltern haben auch ihre Fehler von ihren Kindheit so wie ich udn ich glaub das hat doch jeder, sogar die Einzelkinder zuviel überschüttet mit Liebe udn Geschenke z.B.
    Ich habes probiert es zu erklären was nicht leicht war in verständlichen Worten warum ich dies und das getan hatte.. aber es ist passiert und mehr konnte ich nicht tun...
    jetzt müssen sie dran ausmergsen was falsch war.
    Lieben Gruss Elke

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    1. Ja, Eltern machen Fehler, denn Eltern sind auch 'nur' Menschen. Mir fällt dazu ein Wort Jesu ein: 'Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein'. Das könnte man auch ummünzen in 'Wer von euch ohne Fehler ist'. Wir machen alle Fehler. Kleine und große und an manchen haben wir lange zu tragen - oder auch unsere Kinder. Doch wir sind ja hier um zu lernen und das ist das Einzige was wir als Fazit daraus ziehen können: Wir können nur daraus lernen und, wenn wir die Chance haben, es anders machen. LG Martina

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  2. Hallo Martina,
    Danke noch für Deine liebe Karte, ich habe sie gelesen und mich noch gar nicht bedankt, weil irgend etwas anderes wichtiger war... Aber nun von Herzem vielen Dank!!!
    Ein sehr heikles Thema, dass Du da angesprochen hast, vielleicht versuche ich deshalb immer obergerecht zu sein - was man aber auch nicht immer so schafft.
    Liebe Grüße und hab' ein schönes Wochenende.
    Manu

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    1. Es ist wirklich schwierig und ich sehe es an unseren beiden Enkeln. Die eine schaut ständig auf die andere: Wenn sie das darf und hat, dann ich auch. Sonst heißt es sofort: Das ist gemein. Mein Mann hat schon soooo oft gesagt: Gut, dass wir nur ein Kind haben, so sind uns einige Fehler erspart geblieben. Aber so ein Einzelkind hat ja schnell einen schlechten Ruf und deshalb habe ich mich riesig gefreut, als mir mal jemand sagte: Dass sie ein Einzelkind ist, das hätte ich nicht gedacht.! Du machst es bestimmt richtig, mit deinen Beiden und wirst keinen benachteiligen oder bevorzugen. Einen schönen Abend! Martina

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  3. So ähnlich kenn ich das auch . . . aber es war wohl zu der Zeit, in der wir aufgewachsen sind, gang und gäbe - glaubst du wirklich es hat uns geschadet? Damals haben wir es als ungerecht empfunden, aber eigentlich wars doch nicht schlimm! Wenn ich so im Bekanntenkreis die Kinder betrachte, wären viele besser im Bett mit dem kleinen Bruder aufgehoben, als sonst wo ;O)
    Einen guten Rutsch wünscht dir Doris

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    1. Nein, dass hat weder meinem Mann noch meiner Schwester geschadet, lach, so schlimm war es nun wirklich nicht . Ich dachte bei dem Satz, auf den du dich beziehst, an alles, was uns als Kindern widerfahren ist. Das hat uns geprägt und es trägt zu unserem heutigen Handeln bei. LG Martina

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  4. Bei uns ist es auch so, dass mein Mann der älteste von fünf Kindern ist und sich immer seeeehr verantwortlich fühlt und ich kam als Nesthäkchen zehn Jahre nach meinen vier Geschwistern, die mich ab und an schon recht gerne geärgert haben *tss
    Du hast Recht, die Kindheit prägt uns sehr, aber wir müssen nicht daran festhalten und können lernen. Mit unseren Kindern hatte ich nie das Gefühl den einen oder anderen bevorzugt zu haben. Vielleicht liegt es auch an den vier Jahren Altersunterschied zwischen Tochter und Sohn ( wollte grad Tochterkind und Sohnemann schreiben ) warum schreibt man bei Tochter `kind`und bei Sohn `mann`. Da muss ich doch mal kurz drüber nachdenken.
    :O) ....

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    1. Als Erstes habe ich gedacht: Ui, wenn es bei Renate zu einem Geschwistertreffen kommt, ist aber richtig was los. Tochterkind und Sohnemann - in der Tat - darüber muss ich auch nachdenken! LG Martina

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    2. .... Ich kann die sagen, wenn bei uns Großfamilientreffen wäre kämen ( lass mich mal nachzählen ) von meiner Seite 24 Personen und von der Seite meines Mannes 28 ab Frühling aber schon 30 Personen zusammen.
      HEFTIG und ich kann die sagen, da träfen dann nicht nur 50 Personen aufeinander sondern auch 50 verschiedene Charaktere und Meinungen ;-)
      und weißt du was, ich glaube wir sagen Tochterkind und Sohnemann, einfach nur weil es sich " schöner " spricht. Tochterfrau und Sohnekind hört sich doch lange nicht so schön an. Oder?
      :O) .....

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    3. Na gut, du meinst also, wir müssen nichts Böses dahinter vermuten. Also so: Sohn gleich immer schon ein Mann und Tochter bleibt halt immer ein Kind. Na, Gott sei Dank! Dann brauche ich mir da ja keine weiteren Gedanken zu machen! ;-)

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    4. ..... nee brauchst du nicht ;-) Ich liebe ja WORTSPIELE und oft steckt wirklich auch eine Wertigkeit ,oder welches Wort würde jetzt besser passen ?, dahinter.
      Aber in unseren beiden Fällen denke ich eher nicht.
      Hab grad noch weiter verschoben, so gibt es (glaube ich zumindest auch die Wörter Tochtersohn ( also der Sohn der Tochter ) aber wie hört sich Sohnetochter an ??????
      oder Fraukind, hingegen Kindfrau gibt es.
      Ach die Buchstaben und Wörter daraus >> einfach schöööööön das es sie gibt !!!!!!!
      :O) .....

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