Mittwoch, 17. Dezember 2014

Geschenke

So langsam wird es Zeit, sich über die Geschenke zum Weihnachtsfest Gedanken zu machen. Das meiste, was wir verschenken ist ‚Zeug’ – in irgendeiner Form.
Bei den Vorbereitungen zu diesem Post stieß ich auf eine Internetseite, auf der vorgeschlagen wurde, statt ‚Zeug’ doch einmal ‚Zeit’ zu schenken. Keine schlechte Idee, wie ich finde.
Dr. Eckart von Hirschhausen kommt in seinem Buch ‚Glück kommt selten allein’ zu der Erkenntnis, dass es vor allem die sozialen Kontakte sind, die uns glücklich machen, nicht der Konsum.

Wie wäre es deshalb, statt der traditionellen Geschenke, mit folgendem:

Die Schwester bekommt - anstatt zum 10. Mal Parfüm - 
einen gemeinsamen Waldspaziergang geschenkt.
Die Oma kein Buch, sondern einen Sonntagnachmittag mit 
Kaffee, Kuchen und Vorlesen.
Der Nichte schenken wir diesmal kein Kuscheltier 
sondern einen Nachmittag im Zoo.
Dem Freund keine Flasche Wein, sondern einen Wandertag.
Dem Mann keinen Schal, sondern eine Nackenmassage 
und der liebsten Freundin kein Kochbuch 
sondern einen gemeinsamen Kochabend.


Wie sieht es aus? Habt ihr noch weitere Vorschläge, die Zeit statt Zeug schenken und nicht nur den Geldbeutel sondern auch unsere Ressourcen schonen?    



Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    den Gedanken an sich finde ich nett, aber jetzt bin ich mal ganz direkt, es gab auch schon Zeiten, da gab es lauter solche Gutscheine und ich musste jedes Wochenende was anderes machen - ehrlich gesagt, das hat mir auch nicht gefallen, da bin ich mit einem Buch glücklicher!!! Vielleicht ist das mit mir aber auch besonders blöd, wenn der Geburtstag so nah an Weihnachten ist, man lauter Termine hat und sich auf freie Zeit freut.. Und dann geht es nach Weihnachten schon los mit Spassbad und Massage, tolles Essen, Theater... Dieses Jahr war es bis jetzt nur ein Gutschein zum Kaffee oder Einkauf im "Alten Lager", und das geht auch im Frühjahr noch, wenn bißchen mehr Zeit ist und über den Gutschein habe ich mich gefreut (und der Mann noch viel mehr)
    LG
    Manu

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    1. Ja, so ist es wohl, jede Medaille hat zwei Seiten! Ich muss ehrlich sagen, dass ich 'solche' Geschenke eigentlich noch gar nicht bekommen habe. Da läuft wohl bei mir etwas schief ;-)! LG Martina

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  2. Liebe Martina,
    grundsätzlich finde ich den Gedanken gut - das Problem beim Zeit verschenken ist dann eines, wenn einem die Zeit sowieso immer davonläuft. Ich habe es noch nie so anstrengend empfunden wie in diesem Jahr. Ich hetze von Termin zu Termin und wäre so gern mal zu Hause, so ganz in Ruhe und ohne Besuch. Das gelingt momentan nicht und es macht mich sehr unzufrieden. Ich habe mir das ja so nicht ausgesucht und bin wohl sehr ruhebedürftig momentan. Wenn ich nun also all meinen Lieben Zeit schenken würde (was ich eigentlich immer mache), dann käme ich in Druck nach dem Weihnachtsfest, hier ein Zeitgeschenk dort ein Zeitgeschenk und ich? Ist das jetzt sehr egoistisch von mir oder bin ich einfach nur schlecht drauf? Ich weiß es nicht ...
    nachdenkliche Grüße
    Regina

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    1. Mir scheint, ich habe die Sache nicht bis zum Ende durchdacht. Zeitgeschenke sollten den Schenkenden natürlich niemals unter Druck setzen. dass wäre ja ganz fatal. Aber sie müssten ja auch nicht sofort eingelöst werden, sondern eben dann, wenn wieder Zeit da ist. Dass du unzufrieden wirst, wenn dir die Zeit ständig im Nacken sitzt und du nie das Gefühl hast, Zeit für dich zu haben, ist sehr verständlich. Vielleicht wird es ja zu, zwischen oder nach den Feiertagen ruhiger - oder steht dann der Umzug deiner Tochter an?!? In jedem Fall wünsche ich dir: Mehr Zeit für dich!!! LG Martina

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    2. Danke schön, Martina,

      der Umzug steht noch nicht an, wohl erst Ende Februar. Es war doch mehr zu tun als wir uns ursprünglich vorgestellt hatten. Dazu kommt, dass zuerst Judith krank war, dann Roman und dann eben so viele Dingen anstanden, die uns von der Arbeit ferngehalten haben. Übermorgen habe ich dann noch meine Veranstaltung (mit den Märchen) und dann wird es hoffentlich etwas ruhiger werden. Danke für deine guten Wünsche!
      Liebe Grüße
      Regina

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  3. Liebe Martina,
    ich finde diese Idee auch sehr gut und hab das sogar schon mal gemacht, allerdings kam es bei den Beschenkten eher weniger an ....Eine ehemalige "Freundin" meinte dann, ach, wir sehn uns doch 2mal im Jahr, zum Geburtstag will ich ein "richtges" Geschenk .... ja, alles hat seine 2 Seiten ....aber trotzdem sind solche "Zeit"-Geschenke auch immer mit auf meinem Plan, ;O)
    Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Nachmittag und Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Ach du Schreck! Auch so kann es einem gehen, dass das Geschenk gar nicht als 'richtiges Geschenk' betrachtet wird. Na, ich glaube, wir sollten dann doch besser bei den traditionellen Geschenken bleiben! Drei Kommentare und alle haben schlechte Erfahrung damit gemacht! Nun bin ich auch schlauer! Danke! LG Martina

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    2. Naja, soooo sollte man es auch nciht ganz sehen, es hat eben alles seine zwei Seiten, und vielleicht kommt es ja auhc immer auf den zu Beschenkenden an *lächel*
      Eine gute Mischung aus Zeit- und anderen Geschenken ...das macht es vielleicht aus ;O)
      Ich wünsch Dir nun noch einen schönen und gemütlichen Abend!
      ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    3. Die Wahrheit liegt ja meistens irgendwo in der Mitte - insofern liegst du mit der Mischung und dem sowohl als auch sicher richtig!

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  4. Hallo Martina,
    bei uns haben sich Events eingespielt, d.h. wir schenken uns Karten für Comedy, Kabarett, Theater usw. Da gehen wir dann alle gemeinsam hin.

    Gruß Dieter

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  5. Solange es keine Danaum fatale munus wird...
    Hingegen meiner 'Praxis" schenke ich aber in der Tat dieses Jahr etwas Materielles, wo ich selbst nicht weiß, was drin ist. Ein veganes Säckchen, aus dem sich jeder was raussuchen kann. Man findet das im I-Net, wenn man nach "Vegane Geschenkbox" sucht. ;-)
    Egal was man schenkt, neu-deutsch wäre es prima, wenn es "nachhaltig" ist.

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    1. Vegane Geschenkbox. Das interessiert mich. Da werde ich mal schauen!
      Ja, die Sache mit der Nachhaltigkeit ... LG Martina

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  6. Ich finde das eine ganz tolle Idee. Der Beschenkte kann sich ja aussuchen, wann er den Zeitgutschen einlösen will, da kommt er auch nicht in Streß damit.
    Wir schenken uns nichts, der ganze Kommerz, die hetzenden Menschenmassen in den Ladenstraßen, Weihnachtsmärkte, die zu Freßfesten verkommen und wo es auch nichts anderes als in anderen Läden gibt, sind uns derartig zuwider, daß wir inzwischen froh sind, da nicht mitmachen zu müssen.
    Wir schenken uns unsere gegenseitige Liebe und wir sagen uns das auch an solchen Tagen gern einmal. Das ist für uns das schönste Geschenk. Die Menschen sagen sich viel zu wenig nette Worte, die auch ehrlich gemeint sind und der Beschenkte merkt, ob es ehrlich ist oder nur geheuchelt.

    LG Petra K.

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    1. Liebe Petra, es ist schön wenn man von anderen Menschen erfährt oder hört, dass man geliebt oder gemocht wird. Du hast recht, dass geschieht selten. Warum eigentlich? Es ist gut, dass jeder entscheiden kann, wie und auf welche Weise er Weihnachten feiert. Geschenke gibt es bei uns nur für die Enkelkinder. Danke für den Kommentar und LG Martina

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  7. Ich denke wahre Geschenke sind die, erst mal hinzuhören welches Geschenk denn dem Gegenüber auch Freude machen könnte !!
    So findet es vielleicht die Tochter im Teeniealter öde gemeinsame Zeit geschenkt zu bekommen, aber die Oma die das ganze Jahr über seeeehr oft allein ist freut sich über gemeinsame Zeit sicher mehr als über ein teures Parfum und die Mutter bestimmt über einen Gutschein zur Massage mehr als über eine neue Pfanne, welche den Hobbykoch wahrscheinlich in Verzücken bringen würde.
    Schade, wenn Geschenke nur, weil es halt so Brauch ist, überreicht werden.
    ;O) .....

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    1. Wie recht du hast! So mache ich es schon lange. Doch frag mal die Männer, wie es bei ihnen aussieht mit dem Zuhören. Lach! Ja, man muss abwägen, mit welchem Geschenk man wem eine Freude macht. Nur einfach zu schenken um des schenkens Willen - das macht wirklich keinen Sinn.

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