Freitag, 31. Januar 2014

Spitznamen

An anderer Stelle habe ich schon einmal erwähnt, dass wir unsere kleine Enkeltochter liebevoll ‚Krümel’ nennen, weil sie halt so klein ist. Die Ältere hat den Kosenamen ‚Kröte’ bekommen, weil sie als Baby, wenn sie schlief, die Haltung einer Kröte einnahm.
Ich erinnere mich an ‚Ghento’, ‚Kitzi’ oder ‚Öddel’ in meiner Klasse. Damals hätte ich auch gerne einen Spitznamen gehabt, denn ich empfand es als so eine Art Privileg, einen zu haben, denn diese Jungs waren schon echt cool.
Später erkannte ich dann, dass so ein Spitzname auch belastend sein kann, dann zum Beispiel, wenn man als erwachsener Mann immer noch ‚Mimmikakka’ genannt wird, nur weil man als Kind das Wort ‚Mietzekatze’ nicht aussprechen konnte und stattdessen eben besagtes ‚Mimmikakka’ von sich gab.
Ich könnte mir auch schönere Spitznamen als zum Beispiel ‚Bimbo’ oder ‚Dackel’ vorstellen, denn es gibt ja einen Bezug zwischen der Person und dem Spitznamen – und wenn ich erkenne, alle behandeln mich wie einen ‚Bimbo’ – nicht wirklich schön.
Eine Frage bleibt für mich bis heute allerdings unbeantwortet: Weshalb gab es im Umfeld meines Vaters einen Mann, den alle nur ‚Rhabarberpisser’ nannten? 


Donnerstag, 30. Januar 2014

Immer Mittwoch morgens gehe ich zum Sport. So auch gestern. Wir waren nur eine kleine Gruppe und als ich eintraf und mich darüber wunderte, sagte eine ältere Dame: 
„Früher waren wir noch weniger beim Turnen." 
Das Wort ‚turnen’ mutete mir in dem Moment komisch an und das fand ich wiederum eigenartig, denn es ist doch ein deutsches Wort.
Früher in der Schule gab es auch noch ‚Turnen’ als Fach. Heute sagt das kein Mensch mehr. Ein deutsches Wort, das bei der jüngeren Generation ausgestorben ist. Was würde der gute alte Turnvater Jahn nur dazu sagen und mein Vater, der noch das Wort ‚Vorturner’ benutzte.
Doch Moment mal, gibt es nicht im Französischen das Wort ‚tourner’, was übersetzt wenden, dehnen oder biegen heißt? Haben die Franzosen uns etwas unser ‚Turnen’ geklaut? 


Mittwoch, 29. Januar 2014

Straßenkarten 

Da passe ich genau ins Klischee – Straßenkarten sind für mich ein Buch mit sieben Siegeln.
In einer Fernsehsendung wurden Frauen einmal ‚auf die Schippe genommen’. 
Ein Mann stand am Straßenrand, auf seinem Autodach lag eine (Straßen)-karte und er fragte Frauen nach dem Weg. 
Sie gaben sich die allergrößte Mühe, doch kamen damit nicht zurecht. Eigentlich kein Wunder, denn es handelte sich um ein Schnittmuster. Es wurden natürlich ausschließlich Damen gezeigt, die nichts bemerkten. Und leider hätte ich wohl auch dazu gehört. 
Deshalb finde ich die Erfindung des Navis wirklich genial – 
obwohl es natürlich auch ganz schön nerven kann: Bei nächster Gelegenheit bitte wenden … und dass, obwohl man auf dem richtigen Weg ist.
Frauen und Technik – man kann sich wohl auf beides nicht immer verlassen J!!!






Dienstag, 28. Januar 2014

Unsere jüngste Enkeltochter fragt mit ihren fast 4 Jahren im Augenblick andauernd: Woher kommt das eigentlich?
Dass brachte mich auf die Frage:

Woher kommt eigentlich die Gabel?

Hier die Kurzfassung:



Die Gabel soll eine Erfindung des Orients und durch eine byzantinische Prinzessin (1000 bis 1067) nach Italien gebracht worden sein.


Doch die Kirche verteufelte dieses ‚Instrument’: 
Wozu hat uns Gott die Finger gegeben!

Deshalb dauerte es auch 200 Jahre, bis die Gabel wirklich in Gebrauch genommen wurde – und das aus hygienischen Gründen.
Böse Zungen behaupten, Elisabeth II. sei die erste englische Monarchin, die eine Gabel benutze, doch da muss ich mich schützend vor Lissy stellen:
Es war nämlich 1608 König Jakob I. 




Montag, 27. Januar 2014

Zeugnisse waren bei uns in den letzten Jahren überhaupt kein Thema. Das lag daran, dass es in diesen Jahren in unserer Familie nur Erwachsene gab.
Gott sei Dank sind nun wieder einige Kinder zu uns gekommen. Unsere ‚Große’, also das älteste Enkelkind, wurde im vergangenen Jahr eingeschult. Nun sind Schule und auch Zeugnisse wieder ein Thema.
Letztens sprachen wir über ‚blaue Briefe’, wer von uns schon einmal einen erhalten hat und wer mit einem blauen Auge davon gekommen ist.
Ohne als Streber dastehen zu wollen, kann ich sagen: Von der Schule gab es keinen ‚blauen Brief’ – doch natürlich habe ich auch schon welche bekommen, nämlich diese bekannten oft unangenehmen ‚blauen Briefe’ einer Behörde (allen voran die des Finanzamtes).

Doch woher stammt der Begriff eigentlich?
Klar, es hat mit dem blauen Umschlag zu tun. Die ‚blauen Briefe’ kamen zurzeit Friedrich des Großen auf und es handelte sich um Briefe militärischen Inhalts. Und weil diese Briefe oft einen unangenehmen Inhalt enthielten, waren sie gefürchtet. Und das sind sie bei den Schülern wohl heute noch. Blau waren sie übrigens, weil die preußische Uniform blau war.



Sonntag, 26. Januar 2014

Haben wir uns
gar nichts mehr zu sagen?

Wir waren zum Geburtstag eingeladen, mein Mann und ich. Es war eine Feier unter Freunden, wie sie an diesem Wochenende bestimmt tausendfach stattgefunden hat.
Wir haben gut gegessen, Freunde erzählten von ihrer Thailand-Reise, dann kam das Wetter aufs Trapez und – es ist wohl nicht zu vermeiden, leider – das Thema Krankheiten.
Ich sehe schon, wie ihr innerlich nickt:
Ja, ist mir bekannt, ein solcher Samstagabend.
Und dann: 10 Menschen sitzen am Tisch, haben gut gegessen und sich für eine kurze Weile mehr oder weniger gut unterhalten, kommt die Frage:
„Kennst du das schon?“
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Ein Gast holt sein Handy hervor, ne, dass entspricht nicht der Wahrheit, denn ‚nur’ Handy wäre zu wenig gesagt, doch man kann wohl auch damit telefonieren. Also, der Gast holt ‚sein bestes Stück’ heraus und zeigt dem Nebenmann ein kleines Filmchen. Der Nebenmann lacht. Das ‚Gegenüber’ sagt:
„Zeig mal!“
Das Gegenüber lacht.
„Ich möchte es auch sehen“,
ruft jemand und dass war es dann mit einem schönen Samstagabend.
Es dauerte keine fünf Minuten, da hatten 6 der 10 Personen ihr Smartphone in der Hand und schickten sich gegenseitig – natürlich über ‚whatsapp’ kleine Filmchen.
Da bin ich dann raus. Darauf habe ich keine Lust. Und dass nicht nur, weil ich ein so tolles Handy gar nicht besitze, sondern weil ich es schwachsinnig finde. Wäre ich die gastgebende Person gewesen, ich hätte dem Einhalt geboten. Denn dass ist etwas, dass ‚geht für mich gar nicht’. Und deshalb die Frage:
Haben wir uns gar nichts mehr zu sagen?




Samstag, 25. Januar 2014


In der Tierwelt gibt es viele Arten, die in Symbiose miteinander leben. So zum Beispiel der Vogel, der Großtiere von plagenden Parasiten bereit. Der eine wird von dem Quälgeist befreit – und der andere satt. Ein Paradebeispiel, wie ‚Natur’ funktioniert.
Und jetzt kommt es :
Irgendwo in Afrika kamen Menschen auf die Idee, sie könnten doch ihre Tiere mit Insektenvernichtungsmitteln besprühen - dann würden sie gar nicht von Parasiten befallen.
Tolle Idee – oder doch nicht?
Nein, gar keine gute Idee, denn die verseuchten Zecken, die von den Großtieren abfielen, wurden von den Vögeln gefressen. Und was passierte dann mit den Vögeln?
Dreimal dürft ihr raten.
Sie starben. Und da tote Vögel den in freier Wildbahn lebenden Tieren nun mal keine Parasiten mehr entfernen können, kam es zu einem Ungleichgewicht.
Was ist zu tun,
fragten sich die Giftsprüher und hatten wiederum eine geniale Idee: Sie importierten 300 parasiten-fressende Vögel, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Ich finde, dazu passt ein Aphorismus, den ich vor ein paar Monaten schrieb:

Alles verließ nach einem göttlichen Plan,
bis der Mensch dachte, dass er es besser kann!



Foto: Pixelio.de/Franziska Weiß

Freitag, 24. Januar 2014

Geheimnisse

Nur zu gut kann ich mich daran erinnern, dass ich als Kind ein ‚Geheimnis’ sehr schlecht für mich behalten konnte. Meine große Schwester hat einmal heimlich vor Weihnachten nach Geschenken gesucht und war damit erfolgreich, doch sie konnte es nicht für sich behalten und hat mir davon erzählt. Und ich konnte es dann auch nicht für mich behalten und hab es meiner Mutter verraten. Keine gute Idee – gar keine gute Idee! Meine Schwester war stinksauer!!
Meine Tochter wiederum war da ganz anders. Man konnte ihr schon als Kind ein Geheimnis anvertrauen – z. B. das Geschenk für den Papa zum Geburtstag. Sie hätte es niemals verraten. (Das hat sie von ihm geerbt. Mein Mann ist auch sehr verschwiegen.)

Heute halte ich, obwohl ich natürlich weiß, dass neben mir 100 andere Personen von dem wissen, was mir unter dem ‚Siegel der Verschwiegenheit’ anvertraut wird, dicht. 
Natürlich gibt es auch eine Studie darüber, wie lange die Menschen ein Geheimnis für sich behalten können. Von dem Ergebnis bin ich wenig erschüttert: 
Es dauert genau 32 Minuten und 45 Sekunden. (So lange?) 
Ehrlich: Dafür hätte es meiner Meinung nach keiner Studie bedurft.
Manchmal ist es schwierig, ein Geheimnis für sich zu behalten, weil es so schwerwiegend ist. Die Menschen konnten die Last, die auf ihren Schultern lag, nicht allein tragen, mussten sich jemandem anvertrauen, um nicht darunter zusammen zu brechen. Man muss dann nur aufpassen, dass die Last auch bei dem bleibt, der das Geheimnis erzählt, denn es ist seine Last. 
Man kann sie ihm nicht abnehmen – nur zuhören und schweigen. 
Manchmal ist das gar nicht so einfach.


Donnerstag, 23. Januar 2014

Wer oder was ist Rin Tin Tin?

fernseher-0092.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandLetztens sprach ich mit meiner Tochter darüber, dass die Kinder so gern fernsehen. Meine Tochter und ihr Mann achten sehr darauf, was die Kinder sehen, z. B. die Sendung mit der Maus oder auch Pippi Langstrumpf oder Michel aus Lönneberga. 
(Unsere kleine Enkeltochter heißt Leonie, doch manchmal nennen wir sie ‚Michaela’ – weil sie so eine kleine ‚Michaela aus Lönneberga’ ist. J)
Während des Gespräches schwelgte ich in Erinnerungen: "Als ich noch klein war, da hatten wir noch gar keinen Fernseher. Und später liefen dann Filme mit Rin Tin Tin, Cheetah und Flipper." 
Dann sah ich den fragenden Blick meiner Tochter. Na klar, damit konnte sie natürlich nichts anfangen. Sie war ja noch gar nicht auf der Welt, als diese Filme liefen. Also erklärte ich ihr (und auch den jüngeren Lesern meines Blogs J): Rin Tin Tin hieß der Hund in einer Serie, Cheetah war ein Affe und Flipper ein Delphin.
Später habe ich mich dann im Internet auf die Suche nach ihnen gemacht. Dort ‚leben’ sie noch, obwohl sie natürlich alle schon längst tot sind. Und wisst ihr, wen ich in meiner Aufstellung vergessen habe? Natürlich Fury!! Für die Jüngeren unter Euch: Fury war ein Pferd und ich habe es geliebt – so wie viele tausend andere Kinder auch. Ich las dann, dass Fury im Jahr 1969 im Alter von 25 Jahren verstarb. Er kassierte pro Folge bis zu 1.500 Dollar und brachte damit seinem Besitzer ein stolzes Vermögen ein. An einen Satz dieser Serie erinnere ich mich noch sehr genau, denn es gab keine Folge ohne ihn: 

„Na, Fury, wie wär’s mit einem kleinen Ausritt?“ 

Ach, Kindheitserinnerungen sind doch wirklich was Schönes!




Mittwoch, 22. Januar 2014

Hilfe - nein Danke!

Manchmal stehen wir vor einem Berg, angefüllt mit Problemen und Sorgen. Doch wenn dann von Dritten Hilfe angeboten wird, dann lehnen wir sie ab. 
Warum ist das so?


Dazu fällt mir ein Beispiel ein, von dem ich einmal in einem Buch gelesen habe. Die Geschichte handelt von einem Mann, dessen Haus von einem Hochwasser eingeschlossen worden war. Man hatte begonnen, die Menschen zu evakuieren. Der Mann aber meinte zu den Helfern, die am ersten Tag mit einem Wagen vorbeikamen: ‚Keine Sorge, Gott behütet mich, mir wird nichts passieren. Ich werde in meinem Haus bleiben’.
Das Wasser stieg, und am zweiten kamen die Helfer zu Fuß, um ihn herauszuholen. Doch der Mann antwortete wieder lächelnd: ‚Keine Sorge, Gott behütet mich, mir wird nichts passieren. Ich werde in meinem Haus bleiben’.
Am dritten Tag stieg das Wasser weiter, die Helfer kamen mit einem Ruderboot, die Antwort des Mannes aber blieb dieselbe.
Am vierten Tag mussten die Helfer noch einmal kommen, denn das Hochwasser hatte bereits das Erdgeschoss des Hauses überflutet.
Am fünften Tag stieg das Wasser bis zum Dachgeschoss, der Mann musste im Dachboden Unterschlupf suchen. Doch er beharrte darauf, in seinem Haus zu bleiben, als man mit einem noch stärkeren Boot vorbeikam, ihn zu retten.
flugzeug-0032.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandAm sechsten Tag war das Wasser so weit gestiegen, dass sich der Mann ganz oben auf sein Dach setzen musste, um nicht unterzugehen. Jetzt kamen die Helfer, ihn aus der Luft zu retten. Doch mit einem Lächeln im Gesicht meinte der Mann: ‚Keine Sorge, Gott behütet mich, mir wird nichts passieren. Ich werde in meinem Haus bleiben.’ Am siebten Tag war das Wasser weiter gestiegen und jegliche Rettung kam für den armen Mann zu spät. 
Dieser Mann war sehr gottesfürchtig, doch er hat die Hilfe, die ihm von Gott geschickt wurde, gar nicht erkannt. Doch es wird noch andere Gründe geben. Deshalb habe ich über mich selbst nachgedacht und ob ich auch schon Hilfe abgelehnt habe und vor allen Dingen, warum.
Kann es sein, dass es daran liegt, dass ich dann etwas bei mir hätte verändern müssen - in welcher Form auch immer? Und mit Veränderungen an meinem Verhalten tue ich mich oft schwer. Vielleicht bin ich in manchen Verhaltungsweisen schon seit Kindertagen verstrickt. Vielleicht lege ich es als Schwäche aus, wenn ich von anderen Hilfe annehme. Oder sind meine Gedanken dann vielleicht: Das wurde dir jetzt als Bürde auferlegt. Damit musst du allein zurecht kommen?
Vielleicht von allem ein bisschen. Doch wie heißt es so schön: 
Einsicht ist der erste Weg zur Besserung!






Dienstag, 21. Januar 2014

Es gibt ein afrikanisches Sprichwort:


Man braucht ein ganzes Dorf,
um ein Kind groß zu ziehen.

Ich lebe in einem Dorf mit unter 2.000 Personen, doch wenn ich mir vorstelle, alle würden an meinem Kind (oder jetzt Enkel) herum erziehen – eine furchtbare Vorstellung –. 
Einzig der Gedanke, dass man sein Kind vielleicht einmal beim Nachbarn abgeben könnte, wenn man einen wichtigen Termin wahrzunehmen hat, wäre für mich vorstellbar und vielleicht auch wünschenswert J!

Afrika bilder

Doch in Afrika gibt es tatsächlich ein Volk, das nach diesem Sprichwort handelt: 
Um die Erziehung der Kinder kümmert sich der komplette Stamm. 



Man  vertritt die Auffassung, dass man Eltern mit der Erziehung nicht allein lassen darf. Der Glaube dieses Volksstammes ist es, dass Kinder ein Geschenk Gottes an die Gemeinschaft sind.

Sein Kind nicht allein erziehen zu dürfen, sondern mit den Nachbarn oder gar dem ganzen Dorf, klingt einfach unglaublich.

Hier bei uns auf dem Dorf kennt man seinen Nachbarn zwar noch – doch der Gedanke, Kinder von der ganzen Dorfgemeinschaft erziehen zu lassen, ist bei uns in der westlichen Kultur nicht nur unvorstellbar, sondern auch nicht umsetzbar – Gott sei Dank, würde ich sagen!




Montag, 20. Januar 2014

Gibt es Himmelgeister?

Oh ja, die gibt es. Das sind nämlich die Menschen, die in Himmelgeist wohnen.
Dort gibt es aber nicht nur besagte Himmelgeister, sondern auch eine ganz besondere Kastanie.
2006 meinte das Düsseldorfer Gartenbauamt, diese 200 Jahre alte Kastanie müsse gefällt werden und gab als Grund an, sie sei an der Wurzel beschädigt und stelle somit eine Gefahr für die Spaziergänger dar. 
Doch daraus wurde nichts, denn die Himmelgeister gründeten eine Initiative. Sie besorgten dem Baum sogar einen Briefkasten und eine Adresse: 
Himmelgeister Kastanie, Kölner Weg, 40589 Düsseldorf.
Seitdem schreiben Menschen von überall her an den Baumgeist der Kastanie. 
Dass finde ich in Zeiten von SMS und E-Mail durchaus bemerkenswert.



Sonntag, 19. Januar 2014

Dummes Zeug!!

Wer kennt sie nicht, die Menschen,
die oft ‚dummes Zeug’ von sich geben.
Dummschwätzer halt!

Und da kommt jemand,
nämlich kein geringerer als Platon,
(428 – 347 v. Chr.)
und sagt:
„Lerne zuzuhören,
und du wirst auch von denjenigen
deinen Nutzen ziehen,
die nur dummes Zeug reden.“

Was will Platon uns damit sagen?

Es gab sie schon immer, die Dummschwätzer?
Ihr könnt von ihnen lernen, dass es viel dummes Zeug gibt?
Lerne, diese Menschen und ihr dummes Zeug zu ertragen?
Ich weiß, dass war jetzt ganz schön gemein.
Und sicher hat Platon das nicht so gemeint.

Aber vielleicht hat er gemeint:

Hört genau hin.

Jeder hat sein Wissen und seine Weisheit und vor allen Dingen:
Dir steht ein Urteil darüber, wann etwas dumm ist, gar nicht zu.

Deine Meinung ist nun mal deine Meinung, aber nicht unbedingt die, 
eines anderen. 
Was du für dumm hältst, 
muss für einen anderen noch lange nicht dumm sein.