Mittwoch, 30. April 2014

Der Scheidenschnabel


Ich behaupte einmal, dass es keinen Shantychor gibt, der nicht von diesem Vogel singt. Wie, glaubt ihr nicht? Ich wette mit euch – es ist so!!!
Weissgesicht Scheidenschnabel‚La Paloma’ – nicht nur Freddy Quinn besang die ‚weiße Taube’, sondern auch die Shantychöre. Stimmt’s?
Doch was mir bisher neu war – und vielleicht ja auch euch – es handelt sich bei der Besungenen um gar keine Taube, sondern um den Scheidenschnabel. In Argentinien wird er ‚Paloma Antártica’ genannt – und daher rührt der Name.
Der Scheidenschnabel ist ein echter Kleptomane und steht den Elstern in dieser Beziehung in nichts nach. Außerdem ist er ein Zugvogel, der jährlich eine Strecke von etwa 800 km überwindet – nämlich um das bekannte Kap Hoorn.


‚La Paloma’ – die weiße Taube, die gar keine ist!


Montag, 28. April 2014

Fortsetzungsgeschichte

Im März konntet ihr hier die Geschichte von 'Omi und Kathrin' lesen. 

Diese Erzählung wird morgen mit folgenden Reizwörtern fortgesetzt:

Liegestuhl – Marmelade – schwimmen – einsam - rosa!

Ob Oma vielleicht einsam auf rosaroten Wolken schwebt - oder ob sie im Liegestuhl ein Marmeladen-Brot isst - oder ob sie vielleicht mit Kathrin schwimmen geht? Wer weiß, wer weiß! Die Auflösung gibt es morgen!


Sonntag, 27. April 2014

Lügen haben kurze Beine!

Heute möchte ich davon erzählen, wie es uns ergangen ist, weil wir nicht die Wahrheit gesagt haben. Ja, ja, ich weiß, wir sollen nicht lügen – doch manchmal...
Wir waren im vergangenen Jahr bei Bekannten zum Essen eingeladen. Uns wurde ein Salat serviert, bei dem sowohl mein Mann, als auch ich 'ein langes Gesicht' machten. Die Gastgeberin war jedoch sehr überzeugt von ihrer Kochkunst und lobte ihren Salat ausgiebig. Sie hatte sogar schon für jeden das Rezept kopiert. Wäre ja alles nicht so schlimm gewesen, hätte sie nicht irgendwann die Frage gestellt: „Der schmeckt doch wirklich gut, oder?“

Laut Immanuel Kant (1724 – 1804) wären wir zur Wahrheit verpflichtet gewesen. Doch wir wollten die nette Gastgeberin nicht verletzen und auch den weiteren guten Verlauf des Abends nicht gefährden und deshalb flunkerten wir. Eigentlich nicht mal dass, denn wir haben gar nichts gesagt, sondern so getan, als sei uns ein Kommentar wegen des vollen Mundes im Augenblick nicht möglich, und haben so etwas wie ein Nicken von uns gegeben.

Nun dachten wir die ganze Zeit über, klug und weise gehandelt zu haben, bis wir nun wieder bei ihr eingeladen waren. Ja, ich hör schon, wie ihr lacht. Klar, es gab den ‚berühmten’ Salat – er hatte uns doch so gut geschmeckt!



Samstag, 26. April 2014

Haus Nummer 125

125 - das war unsere Hausnummer, bevor in unserem Ort Straßennamen und neue Hausnummern eingeführt wurden. Und das war nicht etwa schon im 18. oder 19. Jahrhundert, nein ich kann mich noch recht gut daran erinnern, es muss so um 1975 gewesen sein. Bis dahin hatten die Häuser nur Hausnummern - und sie wurden nach der Reihenfolge, wie sie im Ort gebaut wurden, vergeben. Demnach war das Haus meines Großvaters das 125., das hier entstand. Meine Mutter kannte noch sehr viele der alten Hausnummern und konnte sie den einzelnen Familien zuordnen. Doch es wurde z. B. für einen Kranken-wagenfahrer immer schwieriger, das Haus bei einem Notfall schnell zu finden.
Bei der Suche nach passenden Straßennamen verwandte man zum Beispiel bekannte Flurbezeichnungen. Das war gerade zu Beginn, als man sich die neuen Straßennamen zunächst merken musste, sehr hilfreich. Doch eigentlich wollte ich etwas ganz anderes erzählen.
Es geht um ein bekanntes schwedisches Möbelhaus. Als dieses Unternehmen in einem neuen Gewerbegebiet Spaniens eine neue Filiale eröffnen wollte, rief es über ‚Facebook’ dazu auf, Vorschläge für einen Straßennamen zu machen, der unverkennbar mit diesem Möbelhaus in Verbindung gebracht werden könne.
Mit überwältigender Mehrheit setzte sich folgender Name durch: ‚Calle me falta un tornillo’. Die Spanier mögen mir verzeihen, falls die Schreibweise nicht korrekt ist. 
Was unglaublich interessant klingt, heißt übersetzt: 
‚Mir-fehlt-eine-Schraube-Straße’. Und wer jemals bei diesem Möbelhaus ein Möbelstück gekauft hat, wird bestätigen, dass man keinen geeigneteren Namen für diese Straße hätte finden können.


Freitag, 25. April 2014

Xanthippe

Wenn ich diesen Namen höre, dann denke ich sofort an eine ganz bestimmte Frau. Sie ist genau so, wie ich mir eine ‚Xanthippe’ vorstelle. Doch wieso gebrauchen wir diesen Namen für eine zänkische Frau? Gab es sie wirklich?
Die Antwort von Wikipedia dazu lautet: Xanthippe war die Ehefrau des Philosophen Sokrates, die als Inbegriff des zänkischen Weibes in die europäische Literatur eingegangen ist. Ihr Name wird oft sprichwörtlich gebraucht und steht dann für eine übellaunige, streitsüchtige Frau, häufig auf die partnerschaftliche Beziehung bezogen.
Zwei Anekdoten dazu gefallen mir besonders gut. So soll Xanthippe einen Nachttopf über dem Kopf ihres Gatten aufgegossen haben, was diesem folgenden Satz entlockte:  
„Seht ihr, wenn meine Frau donnert, spendet sie auch Regen!
Und dann gab es von ihm noch diesen Ausspruch:
„Ich legte mir diese Frau zu, weil ich gewiss war, wenn ich sie ertragen könnte, würde ich mich leicht in alle anderen Menschen finden können.“


Herrlich – oder?


Donnerstag, 24. April 2014

Schwarzer? Weißer? Grüner?


Oder findet gar roter Pfeffer für ein Pfefferspray Verwendung? Und nun kommt die Enttäuschung: Kein einziges Pfefferkorn findet sich darin – und weshalb ist das so? 
Weil wir Deutschen kurzerhand das englisches Wort ‚pepperspray’ für uns als ‚Pfefferspray’ übersetzt haben. Im Englischen versteht man unter dem Begriff ‚peppers’ allerdings Chillischoten.


Wäre wirklich Pfeffer im Spray, dann würden die Angreifer, die damit in die Flucht geschlagen werden sollen, allenfalls niesen. Es bedarf schon der Wirkung des Stoffes Capsaicins. Ihn findet man u. a. in Chillischoten. 1 % davon reicht dem ‚Pfefferspray’, um die Schleimhäute anschwellen zu lassen. Man schließt automatisch die Augen, sobald man damit in Berührung kommt. 



Mittwoch, 23. April 2014

Geschenke

Wenn ich etwas verschenke, was ich sehr gerne tue, dann ist es etwas, dass mir gefällt, also meinen Geschmack trifft. Ob es nun immer den Geschmack des Beschenkten getroffen hat, sei einmal dahin gestellt. Jeder kennt das, glaube ich aus eigener Erfahrung. Nicht jedes Geschenk kommt bei uns an. 
„Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“, heißt es in einem Sprichwort. Es beruht auf der Tatsache, dass man bei den Lasttieren an den Zähnen ihren gesundheitlichen Zustand erkennen kann. Und bei einem Esel, den man geschenkt bekommt, soll man nicht nachschauen, in welcher Verfassung er sich befindet, sondern ihn (dankbar) annehmen.
Meine Tochter erzählte von einer Freundin, die zu Ostern einen Hasen mit überlangen Ohren geschenkt bekam, der ein Dirndl trug und vom Gesichtsausdruck und dem Schnurrbart stark an Adolf Hitler erinnerte. Die Freundin fand dieses Geschenk richtig ‚daneben’. Ehrlich gesagt, ich auch. Keine Ahnung, wie ich reagiert hätte, wenn es sich dabei um ein Geschenk an mich gehandelt hätte. 
'Verschenk ihn doch einfach weiter', hatte ihr jemand geraten. Dass könnte ich nicht und schon gar nicht in diesem Fall, denn dann würden die von mir Beschenkten ja denken, dieser Hase sei mein Geschmack. Aber wie verhält man sich? Ist man ehrlich, könnte man den Schenkenden vor den Kopf stoßen und das möchte man ja auch nicht.
Einfacher ist es da schon mit Dingen, die man geschenkt bekommt, und schon besitzt. Da könnte man sagen: Das habe ich zwar schon, doch damit hast du genau meinen Geschmack getroffen. Und nun habe ich es doppelt – umso besser!
Gott sei Dank war es noch nicht so oft der Fall, dass ich Geschenke am liebsten zurückgewiesen hätte. Wie ist es bei euch? Sagt ihr ehrlich, wenn euch ein Geschenk nicht gefällt?


Dienstag, 22. April 2014

Wenn die Gerüchteküche brodelt!

Gestern habe ich euch schon die Reizwörter für unsere heutige Reizwortgeschichte verraten. 
Wie man den Stromausfall und das Gerücht 'unter einen Hut bringt' 
lest ihr heute bei mir - 
aber auch bei Lore und Regina!

Herzlich Willkommen Magyar Fotóarchivum!



Es war ein nebliger Novembertag. Manuela mochte diesen grauen Monat nicht und heute zeigte er sich besonders garstig. Auf dem Weg ins Rathaus schlug sie ihren Mantelkragen hoch, denn sie hatte das Gefühl, dass ihr die Kälte in ihren Nacken kroch. Und dann begann es auch noch zu schneien – ganz abgesehen von dem schneidenden Wind.
Manuela fand es furchtbar, wenn sie den ganzen Tag über bei künstlichem Licht arbeiten musste, doch heute war so ein Tag. Im Büro gegenüber saß ihr Bettina. Sie war eine neue Kollegin und Manuela konnte sie charakterlich noch nicht einschätzen. Zwar war sie sehr nett und bemühte sich auch um privaten Kontakt zu ihr, doch irgendetwas ließ Manuela skeptisch sein. Bettina erzählte sehr viel von sich. Sogar ihr Liebesleben breitete sie vor ihr aus. Vielleicht war es dass, was ihr nicht behagte.
Manuela hatte sich vor kurzem von ihrem Freund getrennt, doch das vertraute sie ihrer neuen Kollegin nicht an. In dieser Hinsicht schien ihr Vorsicht geboten.
Als Manuela das Büro betrat, roch es schon verführerisch nach frisch gebrühtem Kaffee. Bettina war schon da und hatte als Allererstes die Kaffeemaschine bedient.
„Guten Morgen“, begrüßte Manuela ihre Kollegin. „Das war die beste Idee, die du haben konntest, uns einen Kaffee zu kochen.“
„Ich bin total durchgefroren“, erklärte diese „und brauche erst einmal etwas Warmes.“
Stefan Kuhn, der jüngste Dozent dieser Behörde, in dessen Vorzimmer die beiden saßen, betrat in diesem Moment den Raum und freute sich ebenso über den Kaffeeduft. Dann verschwand er in seinem Zimmer, hatte jedoch den Wunsch geäußert, auch einen Kaffee zu bekommen, den Manuela ihm etwas später servierte. Sie schmunzelte über diese Tätigkeit, die wohl allen Sekretärinnen bekannt war.
Auf ihrem Schreibtisch lagen einige Diktierbänder. Sie mussten durch sie noch als Buchstaben ihren Weg aufs Papier finden. Insofern wurde Manuela von dem schlechten Wetter abgelenkt und bemerkte gar nicht, dass sich der starke Wind immer mehr zu einem Sturm ausweitete.
Es war kurz vor Feierabend, als ein Strommast aus der Verankerung riss und die gesamte kleine Stadt in Dunkelheit versetzte. Manuela befand sich zu diesem Zeitpunkt im Büro ihres Vorgesetzten, denn sie brauchte seine Unterschrift. Von einer Minute auf die andere wurde es dunkel im Büroraum und in Manuela breitete sich eine leichte Panik aus.
„Was ist denn jetzt passiert?“, rief sie entsetzt aus.
„Meine liebe Frau Schmidt“, erwiderte Stefan Kuhn gelassen „ich würde meinen, es handelt sich um einen Stromausfall.“
„Was machen wir denn jetzt?“, fragte sie angsterfüllt. „Haben Sie ein Feuerzeug oder ein Streichholz, mit dem wir etwas Licht machen könnten?“
„Nein, leider nicht“, antwortete ihr Vorgesetzter verschmitzt „und eine Kerze habe ich auch nicht in der Hosentasche.“
Natürlich bemerkte sie, dass er sich über sie lustig machte und seine ‚liebe Frau Schmidt’ war sie schon gar nicht.
Manuela versuchte, sich in der Dunkelheit zu orientieren und den Weg ins Vorzimmer zu finden, denn sie hatte beides in ihrer Handtasche: Ein Teelicht und ein Feuerzeug - man wusste ja nie. Auch Stefan Kuhn begab sich auf den Weg ins Vorzimmer, um bei Bettina, von der er wusste, dass sie Raucherin war, ein Feuerzeug zu erbitten.
Eine kurze Zeit später schrak Manuela zusammen, denn sie war  ihrem Vorgesetzten direkt in die Arme gelaufen. Genau in diesem Moment stand Bettina mit einem Feuerzeug in der Hand vor ihnen.
"Oh“, war ihr einziger Kommentar.
Manuela verspürte für einen Moment den Wunsch, die Situation erklären zu wollen, doch dann entschied sie sich, kein Aufheben davon zu machen. Es war ja auch gar nichts passiert.
„Wir waren gerade auf dem Weg zu Ihnen“, kam Stefan Kuhn ihr dann sowieso zuvor. „Wir wussten ja, dass sie Raucherin sind und deshalb ein Feuerzeug bei sich tragen.“
Also, diese Aussage, rettete die Situation definitiv nicht.
„Ich würde meinen, wir machen dann für heute Schluss“, kündigte Stefan nach geraumer Zeit an. „Wahrscheinlich dauert es noch ewig, bis wir wieder Strom haben werden.“
So packten sie, wie alle anderen Kollegen auch, ihre sieben Sachen und machten sich auf den Weg nach Hause. Bei Stromausfall ging in heutiger Zeit halt gar nichts mehr.
Gott sei Dank fuhren noch die Busse und Manuela betrat etwas später ihre gemütliche kleine Wohnung, die sie erst vor kurzem, nach der Trennung von ihrem Freund, bezogen hatte. Da es ihr weder möglich war, sich etwas zu kochen, noch fernzusehen oder nach E-Mails zu schauen, entschied sie sich, sich mit einem Buch und einer Taschenlampe ins Bett zu verkriechen, denn es wurde richtig kalt in der Wohnung. Klar, auch die Heizung funktionierte nicht.

Es war etwa zwei Wochen später, als Stefan Kuhn seine Sekretärin zu sich in sein Büro bat.
„Vielleicht ist es auch Ihnen nicht entgangen“, begann er das Gespräch „dass über uns beide getuschelt wird.“
Manuela sah ihn mit großen Augen und offenem Mund an und das Einzige, was sie hervor brachte war „Wie bitte?“.
Im selben Moment wurde ihr klar, weshalb in letzter Zeit alle Gespräche verstummten, wenn sie einen Raum betrat.
„Leider hat unsere Kollegin im ganzen Haus verbreitet, wir hätten ein Verhältnis miteinander“, fuhr er sachlich fort.
„Waaaaas?“, rief Manuela entsetzt aus. „Welche Kollegin sagt das?“
„Bettina Möller“, entgegnete er „die junge Frau, die Ihnen gegenüber sitzt.“
„Aber wie kommt sie denn dazu?“
„Ich fürchte, sie hat die Situation am Tag des Stromausfalls völlig falsch interpretiert. Und ich möchte jetzt mit Ihnen besprechen, wie wir vorgehen wollen“.
„Na, wir sprechen sie sofort darauf an und stellen klar, dass es nicht so ist und dass sie mit dieser Lügerei aufhören muss“, stand für Manuela fest.
„Wenn ich ehrlich bin“, sagte Stefan verschmitzt „hab ich dass eigentlich nicht vor. Wissen Sie, so ein Gerücht hält man nicht auf. Man muss die Leute einfach reden lassen und was mir am meisten Freude bereiten würde, wäre, wenn wir ihnen noch mehr Zündstoff lieferten.“
Manuela verstand nicht, worauf Stefan Kuhn hinaus wollte.
„Wollen wir heute Abend Essen gehen?“, fragte er gerade heraus. „Am besten in die Ratsstuben direkt nach Feierabend, damit es viele Kollegen sehen? Was halten Sie davon, oder werden Sie zu Hause von Ihrem Partner erwartet?“
„Nein, wir haben uns vor kurzem getrennt“, erzählte Manuela bereitwillig.
„Na, dann steht einem Rendezvous ja nichts mehr im Wege, denn bekanntlich bin ich auch Single.“
Zwar war Manuela ein bisschen mulmig bei der Sache, doch sie sagte zu.
Dass es der Beginn einer Liebe war, die zwei Jahre später vom Standesbeamten besiegelt wurde, ahnten beide in diesem Moment noch nicht.



© Martina Pfannenschmidt, 2014


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Montag, 21. April 2014

Morgen ist 'Reizwortgeschichtentag'!

Heute melde ich mich zurück von unserer Fahrt zu den Schwiegereltern - gerade noch rechtzeitig, um euch einen angenehmen 2. Osterfeiertag zu wünschen! 
Wir haben ein paar schöne Tage mit der – fast ganzen – Familie verbracht. Das war einerseits natürlich anstrengend, andererseits haben wir gute Gespräche geführt und viel gelacht. Jetzt werden wir den letzten Ostertag genießen und uns erholen.

Morgen steht schon wieder ein Dienstag vor der Tür und somit auch die nächste Reizwortgeschichte. Es ist oft gar nicht so einfach, diese verflixten Wörter so unterzubringen, dass sie nicht wie ‚eingebaut’ wirken. Sie sollen sich so in den Text einfügen, dass man ihn flüssig liest und dass der Leser sie gar nicht bemerkt. 

Morgen könnt ihr in unseren Blogs lesen, ob uns das mit diesen Wörtern gelungen ist: 

Stromausfall – Gerücht – verkriechen – besiegeln – garstig!

Na dann, bis morgen!



Freitag, 18. April 2014

Stiller Freitag


Heute sind meine Gedanken bei den Karfreitagen meiner Kindheit. Meine Großeltern lebten mit im Haus und nahmen diesen Tag sehr ernst. Ich kann mich gut daran erinnern, dass meine Oma an dem Tag schwarz trug – die Farbe der Trauer und dass es keinerlei Aktivitäten gab und dass sie eben ‚Stiller Freitag’ sagte.
Sie und meine Mutter bereiteten das Essen zu – traditionsgemäß Fisch. Doch sonst wurde nichts getan. Wir durften nicht einmal das Radio anstellen, geschweige denn, wie heute, den Fernseher oder gar die Waschmaschine. Meine Oma wäre geradezu aus dem Häuschen gewesen. Morgens ging sie in den Gottesdienst, um sich des Geschehens von damals zu erinnern.  Nachmittags las sie die besagten Stellen noch einmal in der Bibel nach. 


Ein stiller Freitag?

Die Diskotheken bleiben geschlossen und ich weiß noch, wie sehr mich das als Jugendliche verärgert hat. ‚Da hat man schon mal frei und dann ist nichts los’. Jetzt sehe ich das etwas anders.

Obwohl wir uns heute auf den Weg zu meinen Schwiegereltern begeben, um dort ein paar Tage zu bleiben und den Geburtstag meines Schwiegervaters zu feiern, werde ich doch bedenken, weshalb es diesen Feiertag gibt.

Es ist heute eigentlich noch ein bisschen zu früh, um euch allen ein frohes Osterfest zu wünschen, dennoch möchte ich es tun, denn ich bin, wie oben bereits geschildert, in den nächsten Tagen nicht ‚an Bord’. Deshalb auf diesem Wege - und bereits heute:





Donnerstag, 17. April 2014

Gründonnerstag

Den Tag heute nennen wir 'Gründonnerstag'. Warum eigentlich? Weil es in manchen Regionen heute grüne Speisen gibt? Oder gibt es die grünen Speisen, weil der Tag eben 'Grün'-donnerstag heißt - und spielt die Farbe überhaupt eine Rolle?

Ich habe einmal gelernt, dass es mit dem Wort ‚greinen’ zu tun hat, was soviel wie ‚weinen’ bedeutet. Doch wie ich jetzt lesen musste, könnte diese Deutung durchaus falsch sein. Wer daran interessiert ist, woher sich das Wort wahrscheinlich ableitet, liest hier!



Dann fand ich noch das nachfolgende Gedicht von Ludwig Bechstein zum Gründonnerstag: 


Es knospet aller Arten
Der Hoffnung junges Grün,
Es will nach langem Schlummer
Die Erde wieder blühn.

Die Mutter hat getragen
Im Winter schweren Harm;
Ihr Herz will wieder schlagen
Lenzfroh und lebenswarm.

Verjüngte Quellen sprudeln
Hervor allüberall,
Der Frühling reicht der Erde
Sein reiches Liebesmahl.

Laßt nur die stille Woche
Tiefernst vorübergehn,
Dann folgt dem Todesschweigen
Siegfrohes Auferstehen.

Auch ich will still zu werden
Mich immer mehr bemühn,
Will meinen Schmerz begraben;
Auch Gräber werden grün.



Heute begrüße ich 
Katie von 'Katies fantastischer Bücherwelt'
sehr herzlich!
Ich freue mich, dass du zu mir gefunden hast!




Mittwoch, 16. April 2014

Jesus und Ostern

Lasst uns bedenken, dass Jesus für uns hat gelitten,
bevor er des Todes Tor durchschritten.

Lasst uns bedenken, dass wir wären alle verloren,
wäre nicht Gottes Sohn für uns geboren.

Lasst uns bedenken, dass er auch an uns gedacht,
als er sprach: ‚Es ist vollbracht’.

Lasst uns bedenken, dass er den Weg beharrlich ging
und uns alle mit seiner Liebe umfing.

Lasst uns bedenken, dass Jesus für uns Maßstab ist
und dass er niemals uns Menschen vergisst.
Lasst uns bedenken, dass Ostern ist das höchste Fest
und damit mehr  – als bunte Eier in einem Nest.


© Martina Pfannenschmidt



Lieber Reinland-Blogger! Herzlich Willkommen bei mir!



Dienstag, 15. April 2014

Fehlalarm


Ich muss mal eben zwischendurch etwas erzählen. Meine Tochter kam gerade zu mir und konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Was war passiert? Unsere Große, fast 7, wollte sich zum Spielen mit ihrer besten Freundin Anna verabreden. Sie ruft dann immer alleine dort an.
Es ergab sich folgendes Gespräch:
„Kann Anna heute zum Spielen zu mir kommen?“
 „Ich kann dir leider nicht sagen, ob Anna heute mit dir spielen kann.“
„Warum nicht“, fragt die Große.
 „Weil du bei der Feuerwehr angerufen hast.“
Die Telefonnummer ihrer Freundin lautet: 911202. Sie hat die ‚9’ zu zaghaft gedrückt und ist somit bei der Feuerwehr gelandet.
‚Der Mann war aber sehr nett’, erzählte sie uns eben.