Donnerstag, 31. Juli 2014

Ach du Schreck!

Bevor ich euch davon erzähle, wer oder was uns in der vergangenen Nacht einen gehörigen Schrecken eingejagt hat, muss ich euch zunächst noch etwas von meinem Zuhause erzählen.
Also: Im Erdgeschoss wohnt unsere Tochter mit ihrer Familie und in der 1. Etage wohnen mein Mann und ich. Im Sommer wird unsere Wohnung warm, so dass ich die Nächte zum Durchlüften nutze. Neben einigen Dach- und normalen Fenstern gibt es eine große Balkontür. Dort lasse ich das Rollo nie ganz herunter, sondern immer eine Lücke von ca. 15 cm, damit auch von dort die frische Luft ins Haus kommen und zirkulieren kann - auch alle Türen sind weit geöffnet. Die obere Etage ich nicht komplett abgeschlossen, sondern man gelangt ohne eine weitere Tür zur Treppe und hinunter ins Erdgeschoss. Das vorab zur besseren Erklärung.

In der vergangenen Nacht, so gegen 3 Uhr, wurde unsere Tochter dadurch geweckt, dass im Flur der Bewegungsmelder ansprang und es dort somit hell wurde. Eigentlich ein Zeichen dafür, dass eine unserer Enkeltöchter sich auf den Weg zur Toilette oder ins elterliche Schlafzimmer macht. Unsere Tochter horchte also und hörte plötzlich: Miau! Nun, liebe Katzenfreunde, müsst ihr sehr stark sein, denn es gibt Menschen, die mögen Katzen nicht so sonderlich. Dazu gehören wir auch. J 
Deshalb machte unsere Tochter nicht das Licht in ihrem Schlafzimmer an und sagte: ‚Hallo, kleines Kätzchen, was machst du denn mitten in der Nacht an meinem Bett’, sondern sie schrie wie am Spieß ‚In meinem Bett ist eine Katze!’ Sie schrie wirklich so laut, dass wir  a l l e  wach waren und uns der Schreck in die Glieder fuhr. Die Katze erschreckte sich natürlich noch mehr, als wir, und rannte wie von einer Tarantel gestochen wieder die Treppe hinauf – hinter ihr, immer noch schreiend, unsere Tochter. Heute – mit Abstand – kann ich herzlich darüber lachen. Man hätte davon ein Video machen sollen, das wäre der Knaller bei youtube geworden, doch heute Nacht waren wir alle echt erschrocken.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Organuhr

Jeder von uns besitzt mindestens eine Uhr: eine Wanduhr, Standuhr, Küchenuhr, Armbanduhr!

Nicht so bekannt war vielleicht die Vogeluhr, über die ich vor einiger Zeit einmal geschrieben habe. Doch wisst ihr, dass es auch eine ‚Organuhr’ gibt?
Mein Mann sagte gestern Abend: ‚Hoffentlich kann ich heute einmal durchschlafen, in den letzten Nächten bin ich immer zur selben Uhrzeit wach geworden.’

Deshalb fiel mir die ‚Organuhr’ ein und ich schaute, 'wer' sich in jeder Nacht bei ihm meldet, denn jedes Organ hat innerhalb des Tagesverlaufs 2 Stunden seine Höchstphase und 12 Stunden später seine Tiefstphase. Während der Höchstphase bekommt das Organ mehr Energie und arbeitet dynamischer, als zu den anderen Zeiten. Es ist in der Zeit aber auch anfälliger gegen störende Einflüsse. 

Und so sieht sie aus, eine 'Organuhr':



organuhr_blog1

Montag, 28. Juli 2014

Ich muss noch einmal …

… von der Taube erzählen. Wie es der Zufall so will (gutes Thema für eine weitere Reizwörtergeschichte, liebe Mitschreiberinnen J) hatten wir gestern Besuch. Natürlich haben wir von unserer Taube erzählt, die auch wieder auf unserem First saß. Ich sagte, dass ich hoffe, dass sie bald zurück zu ihrem Schlag fliegt, als der Mann meinte: ‚Oh, dass solltest du ihr nicht wünschen. Tauben, die mit so viel Verspätung eintreffen, sind für den Züchter nichts mehr wert. Da könnte sie im Kochtopf landen.’ Ach du Schreck, damit hätte ich ja nun gar nicht gerechnet. Er meinte, dass sie ganz sicher bei uns bliebe und wir uns für den Winter etwas überlegen müssten. Jetzt findet sie überall Futter, dann nicht mehr. Das ist natürlich kein Problem. Selbstverständlich bekommt sie ihr Futter, doch sie muss dann ja irgendwo unterkommen, wenn es kalt wird. Ich sag’s euch, es ist gar nicht so einfach, wenn man plötzlich von einer Taube adoptiert wird und von heute auf morgen eine ‚Taubenoma’ ist J!!! Heute gibt’s ein Video von ihr:

video

Freitag, 25. Juli 2014

Ich kenne meine Pappenheimer!


Ein Ausspruch, den wohl jeder von uns kennt. 
Doch was steckt dahinter?
Der Duden sagt:
Bestimmte Menschen mit ihren Schwächen genau kennen und daher wissen, 
was man von ihnen zu erwarten hat. 
Doch lassen wir sie selber erzählen, die 
Pappenheimer!



Foto: Pixelio.de/Joachim Seitz



Mittwoch, 23. Juli 2014

Viele haben ein Haustier –

wir haben ein Dach- und manchmal auch ein Fensterbank-Tier!!

Ich habe euch doch von der Taube mit dem Magen- und Darmproblem erzählt. Das war am vergangenen Wochenende. Inzwischen haben wir den Eindruck, sie hat uns als ihre neuen Besitzer ‚adoptiert’. Ständig hält sie sich in unserer Nähe auf. In den vergangenen Nächten saß sie immer auf dem Dach und wir konnten sie vom Badezimmerfenster aus beobachten. Als es nun aber abends zu regnen begann, hat sie sich ein Dach über dem Kopf gewünscht und gefunden. Schaut mal, wo sie die Nacht verbracht hat. 


Leider spiegelt sich einiges auf dem Foto, doch ich denke, man kann erkennen, dass sie direkt auf der Fensterbank hinter der Scheibe sitzt. Ich wollte sie nicht vertreiben, sonst hätte ich das Fenster geöffnet, dann wäre das Foto schöner geworden. Ist das nicht genial? Man hat den Eindruck, sie ist uns für die Aktion regelrecht dankbar. Toll!! Dennoch wünsche ich mir, dass sie bald zu ihrem Besitzer zurückfindet.


Dienstag, 22. Juli 2014

Immer wieder kommt ein neuer Frühling …

Nicht nur die Wörter
Baum und Sturm
mussten in dieser Geschichte vorkommen, sondern auch noch diese drei:
knacken – ruhig – laufen

Die Eiche seufzte tief, denn sie trug schwer an dem Schnee, der auf ihren Ästen lag. Sie wusste nicht, wie lange sie schon an ihrem Platz stand, doch es kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Das Schlimmste jedoch war, dass ihr das Leben völlig sinnlos erschien. Sie war zu nichts nutze und stand einfach nur so herum.
Der Baum wusste, dass nach diesem strengen Winter auch wieder ein Frühjahr kommen würde, so wie es immer wieder geschah, doch das konnte ihn in diesem Jahr nicht trösten. Er sah einfach keinen Sinn mehr in seinem Leben und so entschied er, im kommenden Frühling keine neuen Blätter auszutreiben.
Seither waren einige Monate vergangen. Alle Bäume, die die Eiche umgaben, trieben frische grüne Blätter aus, die sie ehrfurchtsvoll der Sonne entgegenstreckten, nur bei der Eiche tat sich nichts.
Das Eichhörnchen, das den Winter über in seinem Kobel hoch oben in der Krone der Eiche verbracht hatte, schaute sich überrascht um. „Hier stimmt doch etwas nicht“, sagte es mehr oder weniger zu sich selbst. „Mein Geheimversteck wird keines mehr sein, wenn die Eiche keine neuen Blätter austreibt. Oh nein, dann muss ich mir ein neues Zuhause suchen.“
Auch die Vögel flatterten aufgeregt umher. „Warum treibt die Eiche keine neuen Blätter aus, damit unsere Nester vor Wind und Wetter geschützt werden?“, fragten sie sich aufgeregt.
Eine Maus, die zwischen den Wurzeln des alten Baumes lebte, hörte das unruhige Treiben und schaute aus ihrem kleinen Loch hervor. Auch sie erschrak. Wenn die Eiche keine Blätter mehr tragen würde, wäre sie schutzlos den Blicken ihrer Feinde ausgeliefert. Auch sie müsste sich ein neues Zuhause suchen.
„Was sollen wir nur tun?“, rief das Eichhörnchen von hoch oben dem Dammwild zu, das sich unten vor der Eiche versammelt hatte. „Wenn die Eiche stirbt, dann wird es im Herbst auch keine Eicheln für uns mehr geben und wir müssen im Winter verhungern“, gab es zu bedenken.
„Das wäre wirklich schlimm“, bestätigte der Hirsch. „Lasst uns überlegen, was zu tun ist.“
„Wir sollten den Specht benachrichtigen“, schlug die Kohlmeise vor. „Er könnte ganz vorsichtig bei der Eiche anklopfen und wir könnten nachfragen, was los ist.“
Das war eine gute Idee und eine kurze Zeit später tat der Specht, worum er gebeten worden war. Klopf, klopf! Die Eiche reagierte jedoch nicht. „Versuch es noch einmal“, piepste das Mäuschen, "ich habe dich hier unten auch nicht vernommen“. Klopf, Klopf! Jetzt regte sich die Eiche. Sie hatte vor lauter Traurigkeit gar nichts von dem Treiben in ihren Ästen bemerkt. Dann sah sie auch den Hirsch, den sie schon so lange kannte. „Was macht ihr denn alle hier?“, fragte sie dann erstaunt.
„Liebe Eiche“, nahm nun der Eichelhäher würdevoll das Wort, „wir sind besorgt. Du hast noch keine neuen Blätter ausgetrieben, so wie alle anderen Bäume und nun machen wir uns Sorgen um dich.“
Das verwunderte die Eiche. Die Tiere machten sich Sorgen um sie?
„Wisst ihr“, antwortete sie dann ruhig, „ich habe schon so viele Stürme überstanden und so viele Winter und nun frage ich mich, wozu das Ganze? Mein Leben ist so sinnlos.“
„Aber was sagst du denn da!“, rief das Eichhörnchen bestürzt, denn es konnte nicht glauben, was es gerade gehört hatte.
„Wir brauchen dich doch alle“, erklärten dann die gefiederten Sänger. „Du gibst uns unter deinem Blätterdach ein Zuhause und als Dank sorgen wir dafür, dass die Raupen nicht deine Blätter wegfressen. Und vergiss nicht unser morgendliches Konzert, das wir auch für dich aufführen.“
„Und wie sollen wir ohne deine Eicheln den Winter überstehen?“, fragten die Tiere. „Wir müssten Hunger erleiden. Ohne dich geht es gar nicht.“
Das Eichkätzchen lief am Stamm des Baumes herunter und gesellte sich zu den anderen Tieren, die sich am Waldboden versammelt hatten.
„Ich sitze schon so viele Jahre im Schatten deiner Blätter hier unten an deinem Stamm und knacke meinen Vorrat, den ich dir zu Füßen gebettet habe“, gab es dann der Eiche zu bedenken „und ich bin dem lieben Gott sehr dankbar, dass er dich genau hierher gestellt hat. Denkst du denn gar nicht darüber nach, dass du uns alle in ein tiefes Unglück stürzt, wenn du nicht mehr leben möchtest und wie wertvoll du für uns bist?“
Da schämte sich die Eiche. Nun war sie schon so alt geworden, doch weise war sie wohl nicht. Die Tiere hatten Recht. Sie war undankbar. Sie erinnerte sich wieder daran, wie sehr sie immer das Konzert der Vögel am Morgen erfreut hatte und wie schön es war, ihnen Schatten bieten zu können und wie kostbar, zu leben.
Und dann meldete sich Mutter Erde bei ihr.
„Schau, du bist aus mir hervorgegangen", sprach sie in ihrer großen Weisheit. " Viele Jahrzehnte gab ich dir alles, was du brauchtest zum Leben. Ich erlaubte dir, deine Wurzeln tief in mir auszubreiten, gab dir Nahrung und du konntest deinen Durst stillen mit dem Wasser, das ich dir zur Verfügung stellte. Dies alles tat ich auch, damit du den Tieren ein zuhause geben konntest und Nahrung für den Winter. Hast du denn das alles vergessen?“
Da begann die Eiche zu weinen. Ihre Äste zitterten und Tränen rannen an ihrer Rinde herab und benetzten das Moos, das sich zu ihren Füßen gebildet hatte und dort glänzten sie, wie der Tau am Morgen.
„Verzeiht mir bitte“, sagte der Baum mit bebender Stimme und in seinem Inneren regte sich eine große Freude und die ersten hellgrünen Spitzen neuer Blätter zeigten sich.
„Hurra“, riefen die Tiere, „die Eiche treibt ihre Blätter wieder aus!“
Und sie freuten sich ehrlich für sich selbst aber auch für die Eiche und alle wussten: Es ist Frühling!

© Martina Pfannenschmidt, 2014


Weitere Geschichten lest ihr bei
Eva - Lore und Regina!

Montag, 21. Juli 2014

Morgen ...

... gibt es wieder eine Geschichte. Manchmal oder sogar oft geben die Wörter uns einen ganz bestimmten Weg vor, den die Geschichte gehen wird. Die ‚Hauptzutaten’ der morgigen Geschichte sind Baum und Sturm. Als ich die Wörter das erste Mal las, dachte ich, die Geschichte wird mich direkt in den Herbst führen. Doch dann kam es anders. Nun beginnt sie mitten im Winter – wie passend bei diesen Temperaturen, dann kann sie euch ein wenig abkühlen! Mehr verrate ich heute aber nicht – bis morgen!

Sonntag, 20. Juli 2014

Aussteuer


Mein Mann gab mir letztens die Zeitschrift ‚Das Haus’ in die Hand. ‚Lies mal!’ (Er ist kein Mann der vielen Worte.) Dort stand, dass man bei diesen Temperaturen am besten unter weißer oder eisblauer Bettwäsche schlafen könnte. Sie hätte wirklich eine kühlende Wirkung.
Weiße Bettwäsche – die hatte ich ‚früher’ auch. Ich erinnere mich daran, dass ich ab dem 12. Lebensjahr zu jedem Weihnachtsfest und auch zum Geburtstag etwas für die Aussteuer bekam. Dieses Wort gibt es heute glaube ich gar nicht mehr. Von allem musste es mindestens ein Dutzend sein und so konnte ich irgendwann 12 weiße Damastbettbezüge mein eigen nennen. Dazu gab es dann noch jede Menge Handtücher (besonders zur Konfirmation), ein komplettes Besteck, Essgeschirr, Kaffeegeschirr und Tischdecken.
Als ich dann geheiratet habe und eine eigene Wohnung hatte, da passte keine einzige dieser Tischdecken, denn mein Tisch hatte ein ganz anderes Format, als die Tischwäsche, die im Schrank lag. Die Handtücher passten in der Regel farblich nicht ins Bad und die moderne Bettwäsche dieser Zeit war nicht mehr weiß, sondern bunt. Und die wollte ich viel lieber haben.
Dann habe ich begonnen, einige weiße einzufärben – mit mal mehr, mal weniger Erfolg. Das Geschirr war nicht spülmaschinenfest und entsprach dann später auch gar nicht mehr meinem Geschmack. Heute existiert von diesen Dingen gar nichts mehr.
Während ich das hier schreibe, denke ich: Meine Güte, du hast Probleme. Andere Menschen wären froh, wenn sie dies alles gehabt hätten. Vielleicht war ich undankbar, doch als ich noch jung war, ist mir das gar nicht so aufgefallen. Erst jetzt. Hätte ich noch von der weißen Bettwäsche (aber hier würde auch das Maß nicht mehr passen), dann hätte ich sie jetzt wegen der kühlenden Wirkung aufgezogen.

Freitag, 18. Juli 2014

Getreideernte

Es kommt des Öfteren vor, dass ich an meinen Opa denke. Wir wohnten alle zusammen in dem Haus, in dem ich nun heute die Oma bin. 
Mein Opa war ein kluger Mann, doch als ältestes Kind – 9 folgten noch – musste er früh arbeiten gehen und die Eltern finanziell unterstützen. Es war ihm nicht möglich, zu studieren, oder zunächst weiter eine Schule zu besuchen. Aber das wollte ich gar nicht erzählen. 
Ich dachte gestern an ihn, als ich das Treiben auf dem Feld nebenan sah. Dort wurde das Getreide gemäht. Mein Opa erzählte uns Kindern früher davon, wie schwer die Feldarbeit gewesen war. Alle, vom Kleinsten bis zum Größten, halfen bei der Ernte mit. Zum Trinken gab es Brunnenwasser – da hinein wurde Schwarzbrot gekrümelt. Die Kinder und Frauen mussten die Gaben hochbinden – und dies in ziemlich langen dunklen Kleidern und mit Holzschuhen an den Füßen. 
Gestern fuhren gleich zwei Mähdrescher (und die gibt es ja auch noch in viiieeel größer) über das Feld. In kürzester Zeit war die Sache erledigt. Wahnsinn, wie rasant sich die Welt verändert.



Donnerstag, 17. Juli 2014

Black box


Letztens sah ich eine Fernsehsendung, in der wurde u. a. eine Frau gezeigt, die sich eine Box, gleich der bekannten Black box, in ihr Auto einbauen ließ. Der Grund: Diese Box speichert Daten, z. B. wo sie unterwegs ist, Stadt oder Autobahn, wie schnell sie fährt, ob sie abrupt gebremst hat – einfach alles. Die Daten werden unmittelbar nach England übermittelt, dort ausgewertet und später ihrer Kfz-Versicherung zur Verfügung gestellt. Hat sie sich stets vorschriftsmäßig verhalten, wird ihr ein Teil der Versicherungskosten erstattet. Auf den ersten Blick klingt das wirklich gut, doch auf den zweiten? 


Mittwoch, 16. Juli 2014

Revolutionen

... verlaufen nicht immer friedlich, auch wenn der politische Wandel von 1989 in Deutschland ohne Blutvergießen vonstatten ging - und auch über einige Erfindungen sagt man, dass sie eine wahre Revolution ausgelöst haben. 
In ihrem Ursprung ist die Revolution jedoch ein astronomischer Begriff: Lat. revolutio bedeutete zwar 'Umwälzung', es bezeichnete jedoch insbesondere den Umlauf der Sterne. Im Deutschen verwendete man den Begriff für die astronomische 'Umdrehung' sowie allgemein für 'Veränderung, Wandel' - und dies Jahrhunderte lang, denn man sah es als erwiesen an, dass die Sterne das wechselhafte Los des Menschen beeinflussten.
Im Italienischen war das ein wenig anders: Rivoluzione bedeutete dort schon im Mittelalter 'Aufruhr des Volks' und 'Staatsstreich'. Über das Französische und das Englische gelangte diese Bedeutung im 17. Jh. auch in die deutsche Sprache.



Quelle: Wissen.de