Sonntag, 30. November 2014

Nimm dir Zeit!

Leichter gesagt, als getan. Besonders jetzt, in der beginnenden Adventszeit. Wie sollen wir das machen bei all den Vorbereitungen, die getroffen werden müssen?
Warum sprechen wir eigentlich von der ‚besinnlichen Zeit’, wenn davon so wenig oder gar nichts zu merken ist? Für die meisten ist diese Zeit doch genau das Gegenteil, nämlich eine sehr hektische. So vieles will bedacht, organisiert und erledigt werden.
Und nicht nur das. Eine ‚Weihnachtsfeier’, die wohl passender ‚Adventsfeier’ heißen müsste, jagt die andere. Es ist alles kaum unter einen Hut zu bringen. Wo bleibt da noch Zeit für Besinnlichkeit – für uns selbst? Und worauf sollen wir uns eigentlich besinnen?
Vielleicht gelingt es uns, uns ganz kleine Inseln der Stille zu schaffen, eine Kerze zu entzünden, ein Gedicht zu lesen und für einen kurzen Moment inne zu halten und über uns und den Sinn von allem nachzudenken.

Ein besonderes Strahlen
erhellt wieder die Welt –
die weihnachtliche Zeit
mit der ersten Kerze Einzug hält.
Möge sie Freude schenken
und Wärme in die Herzen lenken.

von Karin Lissi Oberndorfer


In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen fröhlichen 1. Advent!


Samstag, 29. November 2014

Definition Nachhaltigkeit

Wo heute Nachhaltigkeit draufsteht, ist nicht immer Nachhaltigkeit drin

Der Duden definiert den Begriff Nachhaltigkeit so: „Längere Zeit anhaltende Wirkung.“ Dann weiter: „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig bereitgestellt werden kann.“ 
Das ist eine anschauliche Erläuterung. Aber es drängt sich sogleich die Frage auf: Ist alles, wo heute per Definition Nachhaltigkeit draufsteht, auch Nachhaltigkeit drin?

Die Geschichte eines Wortes

Was uns heute wie ein Modewort erscheint, ist eigentlich schon einige hundert Jahre alt. In der Forstwirtschaft - dort wurde der Begriff Nachhaltigkeit zum ersten Mal verwendet - steht er für ein Prinzip, „nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann.“ Klingt einleuchtend. Schaut man jedoch in verschiedene Lexika, so ist es keineswegs eindeutig, was unter der Definition Nachhaltigkeit zu verstehen ist. Die Wortbedeutung ist vielfältig: dauerhaft, beständig, fortlaufend, wirksam, effektiv, nachdrücklich. Und das ist nur eine Auswahl. Doch allgemein wird der Begriff Nachhaltigkeit heute als ein Begriff aus der Umweltpolitik verstanden. Das ist auf die Anfänge der umweltpolitischen Diskussionen in den 1980er Jahren zurückzuführen. Dort wurde der Begriff geprägt. Er sollte deutlich machen, dass ökologische Ziele den ökonomischen und sozialen Entwicklungszielen einer Gesellschaft gleichgestellt werden sollten.

Nachhaltigkeit in der Praxis

Was per Definition Nachhaltigkeit ist, wird in der Praxis jedoch häufig sehr unterschiedlich ausgelegt. Der ursprünglich von der UN geprägte Begriff wurde später von der Enquete-Kommission des deutschen Bundestages weiter ausgearbeitet. Sie brachte die Definition Nachhaltigkeit in einem Modell unter: dem „Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit“. Sowohl ökologische, ökonomische als auch soziale Aspekte des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Handelns wurden darin vereint. Wie dieses „Drei-Säulen-Modell“ im Nachhaltigkeitsmanagement eines Unternehmens verankert ist, wird bisher jedoch vorwiegend in Leitlinien formuliert. An verbindlichen Regelungen mangelt es. 
Einziger Lichtblick für eine nachhaltige Umsetzung des Modells ist das „Eco-Management and Audit Scheme“ der EU - kurz: EMAS.

Quelle: Initiative Frosch

Freitag, 28. November 2014

Der Rattenfänger von Hameln“ – rätselhaft und legendär


Wo die Weser sich durch wohlige Hügel schlängelt und sich liebreizende Märchen wie Perlen an einer Kette entlang ihres Ufers reihen, da trug sich im Jahre 1284 ein erschütterndes Ereignis zu. Eine Geschichte um Betrug und Rache, deren Ende fast unerträglich scheint. Kein Happy End, kein Wohlgefühl, wenn die letzten Zeilen der Überlieferung gelesen sind; es bleibt nur das „Unerklärliche“ der Rattenfängersage von Hameln.

Nicht die Rattenplage, sondern das spurlose Verschwinden von 130 Kindern ist die Tragik der jahrhundertealten Geschichte. Vom Rattenfänger verführt, sind Kinder die Opfer – unschuldig und naiv. Und mittendrin der Rattenfänger, der zunächst nur seine Arbeit tat. Das pelzige Ungeziefer, das aus allen Ecken, Winkeln und Gassen hervor kroch, die widerwärtigen Nager, die selbst am hellen Tag auf Tischen und Bänken herum sprangen - davon sollte er Hameln befreien.

Geheimnis, Magie und Verführung

Und Bunting, so soll er wegen seines bunten Gewandes geheißen haben, zückte alsbald sein Pfeifchen und die Ratten folgten demütig seinem verführerischen Flötenspiel. Da, wo heute die Ausflugsschiffe Hameln anlaufen, sollen sie untergegangen sein. Quiekend und glucksend verschwanden sie angeblich zuhauf in den Wellen der Weser auf Nimmerwiedersehen.

Die Stadtherren selbst besiegelten durch ihren Geiz und ihre Gier das mysteriöse Ende der Geschichte. Nichts ahnend verweigerte Hameln dem Pfeifer den gerechten Lohn und jagte ihn sogar aus der Stadt. Um Gerechtigkeit betrogen, kehrte der Rattenfänger am 26. Juni 1284 nach Hameln zurück. Seine Rache war bitter: Er raubte der Stadt ihre Zukunft - ihre Kinder. Mit seinem faszinierenden Flötenspiel lockte er Mädchen und Knaben aus Hameln. Durch Wiesen und Wälder ohne Angst, verführt von seinen lieblichen Flötentönen, gingen sie mit ihm ins Gebirge, verschwanden in einem Berg nahe Hameln und waren nie mehr gesehen. 

Zwei Kinder sollen sich verspätet und zurückgekommen sein, wovon aber das eine blind, das andere stumm gewesen sei, so dass das Blinde den Ort nicht zeigen konnte, aber wohl erzählen, wie sie dem Spielmann gefolgt wären; das Stumme zwar den Ort gesehen hätte, obgleich es aber nur andeuten konnte, was es gesehen hatte.

Niemand weiß genau, ob es sich wirklich so zugetragen hat oder ob es nur aus der Feder eines findigen Schreiberlings oder aus den Mündern geschwätziger Bürger stammt. Was bleibt ist die Magie, der Zauber der jeher auf Hameln liegt. Die uralte Sage macht Hameln einzigartig auf der Deutschen Märchenstraße. Denn die Geschichte vom Rattenfänger ist kein nettes, buntes Märchen, sondern eine düstere Erzählung um Lügen und Rache ganz ohne Happy End.

Dieses Mysterium hat die Stadt in der ganzen Welt berühmt gemacht. Selbst in Asien und in Amerika kennen sie den Rattenfänger. Rund 725 Jahre ist es her, dass der Pfeifer die Flöte ansetzte, aufspielte und die Kinder die Stadt verließen. Beinahe genauso lang ranken sich Erklärungs- und Aufklärungsversuche um die Rattenfängersage. Warum und wohin die Kinder gegangen sind, können selbst Wissenschaftler nicht sagen. War es nur eine Auswanderung, spielte die Pest eine Rolle oder war es gar ein Kinderkreuzzug? Für welche Version man sich auch entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Die Spur der Kinder verliert sich bisher im Dickicht der Geschichte.

Quelle: hameln.de

Donnerstag, 27. November 2014

Wer hat es verdient?

Manchmal sagen wir Sätze einfach nur so dahin.
Diesen zum Beispiel: 
„Nein, dass hat sie wirklich nicht verdient!“

Gesagt hat ihn kürzlich eine Freundin, als sie hörte, dass eine gemeinsame Bekannte schwer erkrankt ist. Meine Freundin, die diesen Satz sagte, wollte in diesem Moment natürlich zum Ausdruck bringen, dass ihr das sehr nahe ging und unglaublich Leid tat.
Die Erkrankte ist eine besonders Nette. Sie ist hilfsbereit und gutmütig und man hätte ihr etwas anderes gewünscht, als diese Krankheit.
Doch wenn wir diesen Satz sagen, dann drücken wir damit ja eigentlich aus: Sie hat es in unserer Augen nicht verdient - aber dann ein anderer?
Wer hat es denn verdient, krank zu werden?
Ich denke, dass uns die Aussage dessen, was wir in diesen Momenten sagen, überhaupt nicht bewusst ist. 


Mittwoch, 26. November 2014

Seinen Senf dazu geben!

Das Fräulein Grete Meier  gibt ihn an jedem Mittwoch (also auch heute wieder – nicht verpassen) ab und Renate - Ein Stück Lebensglück - wollte mich damit verschonen. Doch woher stammt sie eigentlich, diese Redewendung?



Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert. Zu jener Zeit gaben die Wirte den Speisen oft eine Portion Senf bei, um das Essen interessanter und wertvoller zu machen. Allerdings wurde das scharfe Gewürz auch oft zu Gerichten serviert, zu denen es eigentlich überhaupt nicht passte.
Heute benützt man diese Redewendung, wenn sich jemand in ein Gespräch einmischt und ungefragt seine Meinung zu einem Thema äußert. 


Ich schreie gleich, aber sowas von laut!!! Was mache ich denn heute anders, als sonst. Ich bekomme einfach den Text an einigen Stellen nicht größer. Aber ich kann mich nicht weiter darum kümmern, weil ich jetzt dringend aus dem Haus muss. 
Also: Holt eure Lupen heraus! So ein blöder Mist!!!


www.schule-und-familie.de

Montag, 24. November 2014

Vorsicht Jagd



Vorgestern fuhr ich über Land – und dann sah ich es, dieses Warnschild 'Vorsicht Jagd’ und etwas später etliche Jäger mit Gewehren auf der Treibjagd.


Was genau besagt dieses Schild eigentlich?

Pass auf, gleich könnte dir ein Jäger vor das Auto laufen?
oder
Pass auf, gleich könnte dir ein Reh vor das Auto laufen?
oder
Pass auf, gleich könnte dich eine verirrte Kugel treffen?



Ehrlich? Ich fand es nicht so toll!

Sonntag, 23. November 2014

Verlosung beendet!!!

Hallo, ihr Lieben! 
Heute möchte ich verkünden:
Die Verlosung ist beendet!
Danke, liebe Claudia, Grete, Manu, Jutta, Karin, Elke, Sophie und Renate, dass ihr den kleinen Spaß mitgemacht habt.
Eine von euch ist nun die (hoffentlich glückliche) Gewinnerin, denn der Preis - klar ist es ein Engel - ist schon ein bisschen speziell. 
Und so sieht ES aus:



Die Krone enttarnt sich als Zöpfe, die Fransengardine als Haare und die großen Füße sind erforderlich, damit ES steht!!! 
Könnt ihr erkennen, dass der Engel einen kleinen Zettel in Händen hält?!?! Dort lest ihr den Namen der Gewinnerin! Meine Tochter durfte diese Aufgabe übernehmen, denn sie hat den Engel ja, wie schon gesagt, gemacht. Also: Echte Handarbeit!
Herzlichen Glückwunsch, liebe Grete, ich hoffe, dir gefällt dein Gewinn. Schreib mir doch bitte über mein Kontaktformular deine Anschrift, damit ich den Engel auf den Weg bringen kann. Er soll ja möglichst noch vor dem 1. Advent bei dir eintrudeln.
Alle anderen: Es konnte nur einen Hauptgewinner geben, doch ich möchte euch allen einen kleinen 'Trostpreis' zukommen lassen und deshalb bitte ich alle, deren Anschrift ich noch nicht kenne, sie mir ebenfalls über das Kontaktformular zu schreiben! Gebt mir nur etwas Zeit, denn die kommende Woche ist ziemlich stressig bei mir.
Danke fürs Mitmachen und euch allen einen schönen Sonntag!!!


Freitag, 21. November 2014

Bundesweiter Vorlesetag

Vorlesetag, LogoSeit zehn Jahren findet an jedem dritten Freitag im November der so genannte bundesweite Vorlesetag statt. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und die Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Das Konzept ist einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor (auch einige ‚unserer’ Politiker sind dabei) – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch an ungewöhnlichen Vorleseorten finden Aktionen statt: im Riesenrad, im Flugzeug, in einem Tierpark, in Museen oder als Guerilla-Variante auf einer viel befahrenen Kreuzung – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bei mir war es ‚nur’ die Dachsklasse – die Klasse 2 e unserer Grundschule, die unsere ‚Große’ besucht.
Ich war eine von über 80.000 Vorlesern – das ist doch eine stolze Zahl. Wie ich hörte, versucht man, demnächst die 100.000-er-Marke zu knacken!
War von euch auch jemand im Einsatz? Wenn nicht: Auch im kommenden Jahr wird es wieder den Vorlesetag geben – und Vorleser werden immer gesucht!!!



Donnerstag, 20. November 2014

Dalli-Klick!

Also: Die Manu hat's vorgeschlagen. 
Also: DIE Manu. 
DIE, vom Ende der Straße - ihr wisst schon. 
Keine Ahnung, was sie sich davon verspricht?! 
Könnt ihr ES jetzt besser erkennen?
Noch läuft die Aktion!!!!


 Das sind Stelzen. Kann man ziemlich gut erkennen, finde ich!


Hier seht ihr noch einmal ein kleines Stückchen von einer Stelze und das Blaue ist ...


Das könnte evtl. ein Stückchen von einem ...... sein.
Und das darunter das andere Stückchen!



 Das hier ist keine Spirale, soviel kann ich verraten.


Das nachstehende Bild zeigt keine Gardine mit Fransen, sondern ...


Also, das nächste Foto verrät schon viel zu viel, finde ich.
Obwohl: Ne, eine Krone ist es nicht.


Bei dem folgenden Foto kann man doch klar erkennen, 
dass es sich dabei um
(Ach, Mist, gerade jetzt geht das Farbband zu Ende.)
Schade für euch!



Mittwoch, 19. November 2014

50.000 in Sicht!!!

Hallo, all ihr lieben Leser meines Blogs in der Nähe und auch in der Ferne! Selbst wenn ich ein sehr ehrgeiziges Ziel gehabt hätte, wäre ich niemals im Leben darauf gekommen, diese Zahl an ‚Klicks’ bereits in diesem Jahr zu erreichen. Vielen Dank an euch alle, dass ihr immer wieder hier bei mir hereinschaut und auch für jeden lieben Kommentar. Dieses ‚Ereignis’ möchte ich nicht einfach so hinnehmen, sondern habe mir überlegt, dass es doch eine gute Gelegenheit für eine weitere 
Verlosung 
wäre (ne, IST)!

Erinnert ihr euch an diese ↓↓↓↓↓↓↓↓↓ Füße???
  


Wem sie gehören, verrate ich nicht. 

Ihr müsst es, wenn ihr euch an dieser 
Verlosung 
beteiligen möchtet, erraten und mir im Kommentar schreiben, was ihr denkt, zu wem sie gehören.

Natürlich gibt es den einen oder anderen kleinen Tipp:

ES hat Flügel, ist jedoch keine Ente.
Aber ES beginnt mit demselben Anfangsbuchstaben.
Manche nennen ES auch böse ‚Jahresendzeitflügelfigur’!

Na, so schwer ist es jetzt nicht mehr? – Oder???

Was es zu gewinnen gibt? Na: ES!!!!

Ich drücke allen Teilnehmern ganz fest 
die Daumen, auch wenn es nur einen Gewinner geben kann.

Wenn die Aktion beendet ist und der Gewinner fest steht, werde ich es euch wissen lassen!

Ich sollte noch erwähnen, 
dass meine Tochter ES erschaffen hat,
denn sie ist handwerklich geschickt!
(Na, etwas muss sie ja auch vom Vater haben!)

Bist du dabei?
Freu!!


Dienstag, 18. November 2014

Sein eigener Kapitän sein

Schon wieder ist Dienstag 
und schon wieder gibt es eine Geschichte 
bei mir - Eva, Lore und Regina!

Kapitän – Fenster – blind – hilfsbereit - sammeln

Trine stand am Fenster und schaute den sich im Takt des Windes wiegenden Zweigen zu. Es war, als hörten sie eine Melodie, die ihr verborgen blieb. Dicke dunkle Wolken zogen rasend schnell am Himmel hinweg. Eine mystische Stimmung herrschte draußen. Drinnen in ihrer Wohnung hingegen war es gemütlich und warm. Sie drehte sich um und ging Richtung Küche, um sich einen Tee zuzubereiten, der sie auch von innen wärmen sollte.
Sie stellte ihre Tasse auf einem kleinen Tischchen ab, lümmelte sich in ihren Lieblingssessel, schnappte sich ihr neues Buch und begann zu lesen. Es dauerte nicht lange, da legte sie es in ihrem Schoß ab. Über diese Frage, die sie dort gerade gelesen hatte, musste sie zuerst einmal nachdenken. ‚Bist du dein eigener Kapitän auf dem Meer deines Lebens oder eher ein blinder Passagier?’, hatte dort gestanden.
Wusste sie, welchen Weg sie nehmen wollte und hielt sie als ihr eigener Kapitän ihr Lebensschiff auf Kurs, fragte sie sich in diesem Moment.
Ihre Gedanken wanderten zurück in ihre Kindheit. Damals waren es noch ihre Eltern gewesen, die dafür sorgten, dass ihr Schiff Kurs hielt. Es war der Kurs, den die Eltern für sie vorgesehen hatten. So gesehen waren Kinder zunächst nur Passagiere auf ihrem Lebensschiff, denn die Eltern hatten das Kommando und das Steuer in der Hand.  Sie verfolgten oft ganz entschieden einen sehr autoritären Plan für ihr Kind. Manche Eltern versuchten auch, ihr Kind in eine bestimmte Richtung zu dirigieren. Die Richtung, die sie für perfekt erachteten. Ob der Weg auch wirklich dem Wunsch des Kindes entsprach, zeigte sich dann oft später. In der Pubertät rebellierten die Kinder das erste Mal, wenn sie mit diesem Weg nicht einverstanden waren und es kam dann zu Konflikten, wenn sie das Steuer ihres Lebens selbst in die Hand nehmen wollten.
Ihr kamen zwei Sätze in den Sinn, die Eltern gerne zu sagen pflegten: „Kind, du sollst es doch einmal besser haben, als wir’ oder ‚Wir wollten doch nur das Beste für dich’. Das war ganz sicher so und das wollte sie den Eltern auch gar nicht absprechen, aber was war wirklich das Beste für das Kind?
Sie dachte an einen Vater, der am Fließband tätig und unglücklich mit seinem Job war, der vielleicht neidisch auf die ‚Krawattenträger’, die einem Bürojob nachgingen, schaute. Dann war das Beste, was sich dieser Vater für seinen Sohn denken konnte, sicher ein solcher Job. Er würde vielleicht alles dafür tun, ihn in diese Richtung zu bringen. Doch was, wenn dieser Junge eine ganz andere Vorstellung von seinem späteren Beruf und Leben hatte.
Oder, ein anderer Gedanke! Ein Vater, der ein Studium absolviert hatte, würde er akzeptieren, wenn sein Kind nicht das Abitur machen möchte. Sie konnte sich durchaus vorstellen, dass es schwierig für Eltern war, zu erkennen, mit welcher Bestimmung ihr Kind auf diese Welt gekommen war und sie fragte sich in diesem Moment, ob das Beste, was die Eltern für ihr Kind wollten, auch stets das Beste für das Kind war?
Und wann war eigentlich der Tag gekommen, das Steuerrad abzugeben und das Kind seine eigenen Erfahrungen sammeln zu lassen? Nämlich als sein eigener Kapitän auf dem Meer seines Lebens? Sicherlich könnten die Eltern aufgrund ihrer Lebenserfahrung den Kindern oft Schwierigkeiten ersparen, doch das ging nicht. Aus Fehlern lernen konnten Kinder nur dann, wenn sie sie selber machten.
Trine schaute wieder auf ihr eigenes Leben. Ihre Eltern hatten sie nie zu etwas gezwungen und dafür war sie ihnen ganz besonders dankbar. Es gab keinerlei Druck in irgendeine Richtung. Sie konnte und durfte sich frei entwickeln und ihren Weg suchen und gehen. Ihre Eltern hatten ihr früh das Steuer überlassen, sie gelehrt, mutig aber auch hilfsbereit durchs Leben zu gehen. Sie hatte ihr Ziel, Lehrerin zu werden, nie aus den Augen verloren und war diesen Weg zielgerichtet gegangen. Dass sie keine eigenen Kinder hatte, empfand sie als nicht so schlimm, denn sie war ja ständig von Kindern umgeben. Sie hatte sich ganz bewusst für dieses Leben als Single entschieden.
Ja, stellte sie fest, sie war der Kapitän ihres Lebens. Für sie hatte früh fest gestanden, dass sie so leben wollte, wie sie lebte. Sie konnte und wollte sich niemandem unterordnen und hatte sich ihr Leben so eingerichtet, wie sie es für gut und richtig empfand. Alles war gut, so wie es war. Sie war der Kapitän ihres Lebens und würde das Ruder auch nicht aus der Hand geben.
Trine nahm das Buch wieder zur Hand und las, um diese Erkenntnis reicher, und mit sich und der Welt im Einklang, zufrieden weiter.

© Martina Pfannenschmidt, 2014



Nanu, was hat das denn zu bedeuten?
Wem gehören denn diese Quadratlatschen?
Und was hat das Foto in meinem Blog verloren?
Keine Ahnung - ehrlich! 
Ob sich das in den nächsten Tagen klären wird?
Da bin ich ja mal gespannt!
:-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) 

Montag, 17. November 2014

Itzcken

Erinnert ihr euch an den 'Tucken'? Ich erzählte euch, dass unsere Tochter das Wort gern benutzt. Am Samstag hatte eine Kundin gesagt, ‚die Brille könnte ein ‚Itzcken’ enger sitzen’.
Man könnte sagen, dass das ‚Itzcken’ die kleine Schwester des ‚Tucken’ ist. J
Und nun bin ich mal gespannt, wer von euch die folgende Mini-Geschichte versteht und wer nur 'Bahnhof'?!?


Als ich noch ein kleiner Pimpf war, bekam ich zu Weihnachten ein Steckenpferd geschenkt. Das fand ich blöd, denn lieber hätte ich einen Tornister gehabt, doch das mochte ich nicht sagen, denn die gesamte Mischpoke war zu Besuch. Es war unglaublich kalt an dem Tag und deshalb trug ich ein Wämsken. Nachmittags musste ich meinen gesamten Kladderadatsch vom Tisch räumen, denn es gab Kuchen und Muckefuck. Ich trank lieber Kakao. Mein Oheim war auch zu Besuch. Er hatte seinen Kassettenrecorder dabei, um uns Weihnachtslieder vorzuspielen, doch stattdessen gab es Bandsalat. Das Beste an dem ganzen Tag war, dass mir Oma zum Abschied einen Heiermann zusteckte und Opa nicht wirklich ein Vatermörder war, sondern nur einen trug. 

Sonntag, 16. November 2014

Denkt daran: Ich höre alles!

Bild in Originalgröße anzeigenWir sprachen letztens mit mehreren Frauen über unsere früheren Schwangerschaften. Auch wenn dies jetzt schon lange zurück liegt, bleibt es doch in Erinnerung. Es ist höchst interessant, wenn jeder seine Gedanken dazu Preis gibt. Wir kamen dann darauf, dass wir alle mit dem Rauchen aufgehört haben, als wir schwanger waren, damit unser Kind nicht mitrauchen muss. Doch viele Frauen rauchen weiter, oder trinken Alkohol oder nehmen gar Drogen. Man muss sich wirklich klar machen, was das für das Ungeborene bedeutet. Mutter und Kind sind eins in dieser Zeit – verbunden durch die Nabelschnur und durch diese gelangt alles zum Kind. Und da hakten wir dann nach: es kommt  a-l-l-e-s  beim Kind an. Viele Frauen hören klassische Musik in der Zeit der Schwangerschaft, weil es ihr Kind beruhigt. Andere machen sich darüber keine Gedanken. Was wirklich nicht zu unterschätzen ist: das Kind  hört  wirklich  a-l-l-e-s  mit. Jeder Streit, jedes böse Wort, kommt auch beim Kind an. Keine Emotion der Mutter bleibt dem Kind verborgen. Da mussten wir uns eingestehen, dass wir das damals auch nicht so bedacht haben.



Foto: blog.tagesanzeiger.ch

Samstag, 15. November 2014

Nachts sind alle Katzen grau

Wollte man den November beschreiben, so fällt einem ein: alles grau in grau. Es ist doch wirklich so, dass wir an Nebel- und Regentagen das Gefühl haben, alles erschiene grau.
Fragt man depressive Menschen, wie sie die Welt sehen, dann werden sie auch sagen: grau! Und das nicht nur an nebligen Herbsttagen. Kürzlich las ich, dass man mittels eines bestimmten Verfahrens, das auch bei der Diagnose ‚Grüner Star’ verwendet wird, herausgefunden hat, dass Depressive tatsächlich weniger Schwarz-Weiß-Kontraste wahrnehmen. Es ist also wirklich so, dass sie ihre Welt grauer sehen – man sagt es nicht nur so!

gif: augensound.de

Freitag, 14. November 2014

SCHNEEKUGELN

Als Kind habe ich sie sehr geliebt, die Schneekugeln. Seit einigen Jahren erleben sie anscheinend eine Renaissance. Doch wann kam die erste Schneekugel auf den Markt und wer hat’s erfunden?


Bereits auf der Pariser Weltausstellung 1878 wurde erstmals eine Schneekugel vorgestellt. Das Motiv war ein Mann mit aufgespanntem Regenschirm.
Ende des 19. Jahrhunderts erfand der Wiener Werkzeugmacher Erwin Perzy durch Zufall die Schneekugel und ließ sie sich patentieren. Eigentlich wollte er eine besonders helle Lichtquelle herstellen. Im Zuge dessen mischte er Wasser Metallspäne bei.
Die wirbelnden Späne erinnerten ihn an Schnee und brachten ihn auf die Idee mit der Schneekugel. Er baute ein winziges Modell der Basilika von Mariazell, platzierte sie in eine Glaskugel, füllte sie mit Wasser und fügte Grieß als Schnee hinzu. Dieses Modell schenkte er einem Freund, der einen Andenkenstand besaß, wo es bei den Kunden auf lebhaftes Interesse stieß. Im Jahr 1900 eröffnete Perzy mit seinem Bruder Ludwig einen Betrieb, um sich ganz der Produktion der Glaskugeln zu widmen. Dieser Betrieb besteht noch heute. Heute werden die Schneeflocken übrigens aus weichem Polystyrol hergestellt.
Einige Menschen sind von dem Schneegestöber so fasziniert, dass sie zu leidenschaftlichen Sammlern werden. Eine von ihnen schrieb sogar ihre Doktorarbeit über dieses begehrte Sammlerobjekt.


Quelle: schneekugelhaus.de