Sonntag, 18. Januar 2015

Großes Theater!

Theater | Theater_CURRIS3.gifIn unserer Gegend gibt es einige Freilichtbühnen. Das Wiehengebirge bietet dafür eine grandiose Kulisse. Gestern führte eine dieser Bühnen im Rahmen ihres Winterstücks (natürlich drinnen, nicht draußen) die Komödie ‚Doppelt leben hält besser’ auf. Geschrieben wurde sie von Ray Cooney. Ich war bei der gestrigen Aufführung dabei und habe die Vorstellung – wie alle anderen auch – sehr genossen und viel gelacht. Um auf meinen gestrigen Post zurückzukommen: Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung dieser Laienschauspieler. Sie haben es grandios gemacht.
Zur Handlung: In frecher Harmonie lebt der Taxifahrer und Bigamist John Smith nach einem exakten Stundenplan mit zwei Ehefrauen an zwei Adressen. Und zwar genau so lange, bis ein Unfall alles durcheinander bringt und seine besorgten Gattinnen zwei Polizeistellen um Hilfe bitten.
Kurzer Einschub zum Stundenplan: Als seinem Freund Stanley dieser Terminkalender in die Hände fiel, fragte er John nach der Bedeutung der Abkürzungen. KMM bedeutete z. B.: Knuddeln mit Mary. ‚Und was bedeutet Ka ah te zet eh?’,  fragte Stanley dann. – John: ‚Mensch, da musste ich mit der Katze zum Tierarzt’.
Doch nun zurück zum Stück und den Polizisten. Die ließen in Gestalt von zwei harmlosen Polizeiinspektoren nicht lange auf sich warten. Mit Hilfe seines Freundes und Nachbarn Stanley führt John sie in ein Labyrinth phantastischer Ausreden und Lügen, in dem sich die harmlosen Ehefrauen Mary und Barbara in einen Transvestiten bzw. eine hysterische Nonne verwandeln, während der wendige John seinen entsetzten Freund einmal zu einem Kind, ein anderes Mal zu einem schwulen Verführer umdichtet – und dies alles nur, damit sein Doppelleben (das auf der Bühne in einem einzigen Raum mit einem Sofa, einem Tisch und zwei Telefonen aufgeführt wurde) nicht auffliegt.
Als einer der beiden Polizisten gegen Ende der Vorstellung (mit einer weißen Spitzenschürze bekleidet, weil er Tee zubereitet hatte) erwähnte, dass ihn seine Frau, weil er Katzen liebt und so gerne gestreichelt wird, Muschi nennt, blieb kein Auge mehr trocken.
Am Schluss erlagen alle diesem Gesetz der Verrückt- und Verwirrtheit und übrig blieben ein vergnügter John und sein Freund Stanley. Falls dieses Stück einmal in eurer Gegend aufgeführt wird: Ich kann es euch nur empfehlen!


Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    jetzt weiß ich grad gar nicht bist du hier am senfen oder im anderen Leben streichelst Mann und Hund *hihi*
    Nee im Ernst, euer Laienstück hört sich richtig klasse an !!!! Bei uns im Nachbarort gibt es auch eine Laiengruppe, diese führen um die Faschuingszeit auch immer ein Stück über ortsansässige Personen auf . Ich kann dir sagen, ist nicht so ohne und es bleibt da auch kein Auge trocken und es ist mir sogar noch nicht zu Ohren gekommen, dass hinterher irgendwelche Ungereimtheiten im Ort entstanden sind.
    Ich ferue mich auf alle Fälle, dass du gestern die Lachfalten gefördert hast !!!! Traude wird dies gerne hören ;-)
    So, dann hüpf, spring, lauf oder husche ich noch kurz zurück und sage hier wie
    gaaaanz <3li, .... nee heute mal liebe Grüße an dich :O) .....

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    1. Die Reisegesellschaft blieb aus - Gott sei Dank, der Raum war nämlich nicht so riesig. Ich saß in der zweiten Reihe - jawoll - mir ist nichts entgangen!!! - Wenn man ortsansässige Personen in so ein Stück einbezieht, muss man glaube ich ziemlich vorsichtig sein. Obwohl, wenn ich an die Karnevalssitzungen denke, was den Politikern da so um die Ohren gehauen wird - und die sitzen an den Tischen und lachen darüber. Na, ich weiß nicht, ob ihnen in diesen Momenten wirklich zum Lachen ist. Ich habe gestern in der Tat viel für Traude und ihre Aktion getan!!!
      Einen schönen Abend - und danke, dass du hier warst. Du kannst ja auch nett sein, stelle ich fest, manchmal, hin und wieder, wenig, selten oder doch eher nie? ..... ;-) Lach! LG Martina

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  2. Hallo, Martina,

    Deine Beschreibung klingt nach einigen von den Verwechslungskomödien, die unser Verein schon auf die Bühne gebracht hat! Ist leider Vergangenheit (aber das nur nebenbei).
    Laien- oder Amateur-Schauspieler haben oft ein unglaubliches Potential drauf - ich schaue mir solche Vorstellungen lieber an als die oft überkandidelten Inszenierungen im Profi-Theater!
    Mir hätte das Stück bestimmt auch gefallen!
    Liebe Grüße
    Christine

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    1. Ja, es war ein heilloses Durcheinander - aber herrlich gemacht. Die haben mit so viel Energie gespielt und mussten irrsinnig viel Text lernen - zumindest für mein Empfinden. Der Besuch hat sich in jedem Fall gelohnt. LG Martina

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  3. Hallo Martina,
    das letzte Theaterstück war der LAienspielgruppe war ziemlich schlecht. Aber nicht vom Spielen, sondern wegen der Handlung, ohne Höhen und Tiefen und mit soviel Pause, das man fast vergessen hat um was es eigentlich geht.
    Demnächst gibt es in der Outletstadt wieder eins, dass ich mir vielleicht mit dem Mann anschauen werde. Hoffentlich wird's besser.
    LG
    Manu

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    1. Man kann sicher auch Pech haben und von einem Stück enttäuscht sein. Doch am vergangenen Samstag war es sehr vergnüglich und alles ging Schlag auf Schlag - auch die Pointen. Die Schauspieler waren unglaublich textsicher. Ein kleiner Fehler fiel mir auf - aber die anderen haben es souverän überspielt! LG Martina

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