Sonntag, 3. Mai 2015

Es geht noch einmal weiter,

Bildergebnis für gifs einmachgläser mit den Erinnerungen an die Kinderzeit. Ich erzählte von unseren ‚Ausflügen’ in die Kleinstadt und dass wir im Sommer nicht fuhren, da es soooo viel zu tun gab. Meine Mutter hatte wahrlich keine Langeweile in den Sommermonaten. Täglich musste etwas geerntet und eingemacht werden. Alle Vorräte des Vorjahres waren verbraucht und im Keller standen fast nur noch leere Einmachgläser und die galt es, wieder zu füllen. Auch wir Kinder waren dann im Einsatz. Ernten durften wir noch nicht, dass machten die ‚Großen’, doch bei anderen Arbeiten wurden wir mit eingespannt. Ich erinnere mich, dass wir die Erbsen aus der Schote herauspulen durften. Meine Güte, wie viele landeten dann direkt in unseren Bäuchen. Manchmal öffnete man eine Schote und ein kleines Würmchen schaute einem verstört entgegen. Dann war man erst einmal beschäftigt, nämlich damit, sich das Ganze genau anzusehen. Wie war es da hinein gekommen und warum kringelte sich das Würmchen?

Als ich Kind war, gab es oft Eintöpfe und in den Sommermonaten hieß er: Quer-durch-den-Garten. Meine Mutter ging durch den Garten und es kam in den Topf, was geerntet werden musste. Da wurde nicht gefragt: Was kochen wir heute? Das, was reif war, dass wurde geerntet und das gab es – durchaus auch an mehreren Tagen in der Woche. Wen hat das gestört? Niemanden!


Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    diese Eintöpfe habe ich gehasst und meine Mutter hat sie geliebt, aber das kannst Du in meinen Kindheitserinnerungen nachlesen.
    Auch meine Mutter hat immer viel eingekocht. Und die Erbsen waren extra für mich, denn die habe ich gerne aus ihren Schoten geholt und durfte sie auch alle essen.
    LG und einen schönen Sonntag
    Astrid

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    1. Nee, dass ich Eintöpfe gehasst habe, kann ich nicht sagen und wenn, dann wäre ich wohl verhungert. Alternativen gab es nicht. Das war auf den Tisch kam, musste gegessen werden. - Erben frisch aus der Schote sind wirklich toll!!! LG und eine schöne Woche! Martina

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  2. Ich kann mich erinnern, dass wir Bohnen "schnippelten" mit einer extra kleinen mechanischen Maschine, die an der Tischkante festgeschraubt wurde. Bohnen oben rein, Kurbel drehen, Schnippelbohnen unten raus. Das hat mir viel Spaß gemacht. Die wurden dann eingefroren und natürlich...zu Eintopf verkocht. ;-) LG Tanja

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    1. Oh ja, an das Bohnen schnippeln kann ich mich natürlich auch noch gut erinnern. Aber sie wurden dann nicht eingefroren, sondern kamen in einen großen Steintopf mit Salz und dort blieben sie so lange, bis sie begannen zu gären - und dann gab es Schnippelbohneneintopf. Ein Nachbar macht das heute noch so und wir bekommen ab und zu eine Portion. LECKER!!!!

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    2. Vielleicht war das bei uns ja auch so, und ich habe eine falsche Erinnerung, denn an diese Steintöpfe im Keller erinnere ich mich auch noch. Wir hatten auch ein "STeinbecken" in dem Schinken gesalzen wurde. (glaube ich), einen extra Kartoffelkeller, einen Keller mit Holz- und Kohleabteilungen und immens viele Gläser mit Kirschen, Pflaumen, Birnen, Äpfeln in Kisten, Apfelmus, Pflaumenmus, selbst eingemachte Gurken. Einfach genial. LG Tanja

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  3. Hallo Martina,
    noch vor 10 Jahren hatte ich die Bohnen an der Backe. Die sind mir aus den Ohren heraus gekommen. Meine Mutter hatte ihren Garten bis sie 80 wurde und da musste ich immer ran, weil sie es nicht mehr schaffte. LG Eva

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    1. Bohnen an der Backe - das klingt wohl lustiger, als es war. Ich muss sagen, den Bohnensalat aus selbst eingemachten Bohnen schmeckte besser, als von den gekauften. Aber es macht halt auch viel Arbeit - vor allen Dingen das Ernten geht in den Rücken! Heute kaufen wir auch nur noch :-)! Lg Martina

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  4. Liebe Martina,
    ja - genau so war es. Noch heute sage ich oft: heute gibt es bei mir
    einen Eiuntopf quer durch den Garten. auch, wenn ich mir die Zutaten in
    unsserem Gemüselädchen hole.
    Ich habe die Würmchen immer ein ein Glas getan und später auf dem Komposthaufen
    ausgesetzt.
    Liebe Grüße
    Irmi

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    1. Ah wie nett, du hast die Würmchen gerettet. Ich muss gestehen, dass habe ich nicht gemacht. Doch getötet habe ich sie auch nicht, sondern so mit der Schote kompostiert. Aber das war ja auch so eine Art Rettungsaktion! LG Martina

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  5. Hallo Martina,
    das kenne ich noch von meiner Oma - bei meiner Mutter war es dann schon nicht mehr so. Sie ist keine Gartenfreundin und hat außerdem im Supermarkt gearbeitet. Heute kommen wir wieder mehr auf den Garten zurück und schätzen ihn auch. Gut so!
    LG
    Manu

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    1. Sie schmecken schon besser, die aus dem eigenen Garten. Aber ich bin auch in Bohnen-im-Supermarkt-Einkäufer!!! Lach!!! LG Martina

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  6. Also ihr Bohnenimsupermarktkäufer *tss*
    schämt euch !!!!!! Bei uns gibt es jedes Jahr Bohnen AUS DEM GARTEN !!!!!
    und ich koche auch jedes Jahr ein !!!!! und sogar noch in den uralten Gläsern von früher !!!!!!!!!
    als Kind durfte ich auch immer helfen, beim säen, ernten und verarbeiten und essen natürlich auch *lach*
    die Würmchen in den Erbsen gab es bei uns auch. Fand ich auch nicht schlimm, aber die kleinen weißen Fliegen im Mus (Grünkohl) die waren grässsssslich ;-/
    Hmm und quer durch den Garten - leeeeeecker !!!!!
    :O) .....

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    1. Als Kind habe ich keinen Grünkohl gegessen. Der Grund: Mein Onkel hat mal gesagt, dass die Hasen immer daran pinkeln. Bei uns war keine weiße Fliege darauf, sondern so schwarze Dinger. Auf plattdeutsch: Irmel - das hochdeutsche Wort kenne ich leider nicht ;-))))!!! - Jaaaaaa, ich gebe es zu, die aus dem eigenen Garten sind um Längen besser - also Bohnenlängen!!!! Was mich jetzt echt interessieren würde: Diese kleinen Würmchen in euren und unseren Erbsen, ob die wohl miteinander verwandt waren? Verschwägert vielleicht oder doch eine Generation weiter Cousin und Cousine - wie schade, dass wir nicht mehr fragen können. Heute bin ich ein bisschen plemmplemm. Ach, ich sehe gerade, so schreibt man das wohl nicht. Plämmplämm?? Nee, so auch nicht. Ach weißte was? DANN gehe ich jetzt einfach einen Post weiter!!!!!!!!!!!!!!

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    2. Hihi, Irmel kenn ich nicht, nur URMEL, das Urmelchen von der Augsburger Puppenkiste !!!!!
      Kennst du das Urmelchen auch ??
      Gut mit meinen Bohnen aus dem Garten bin ich dir vielleicht eine Nasenlänge voraus, aber es geht auch gut mit den gekauften Bohnen. Die wuchsen ja auch mal im Garten *grins*
      Und weißt de was : WIR schreiben einfach Plämmplemm *ichlachmichwech*
      :O) ....

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    3. Ohhh, das Urmelchen habe ich geliebt: Eiiiiiiiiine Insel mit zwei Bergen ... War das schööööön!! Ganz im Ernst: Die aus dem Garten sind besser - viel knackiger! Also: Um eine Nasenlänge sind sie in jedem Fall besser!!!

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  7. Liebe Martina, es kommt mir alles so bekannt vor!
    Eintopf in allen Variationen, Steckrübeneintopf möchte ich gar nicht, Bohnensuppe, ja, Erbsen auch.Nur wir mussten immer die Erbsen auspulen zum Einkochen und die Bohnen strippen. dann durfte ich nicht zur Badeanstalt, weil im Garten Arbeit war. Ich musste mit meinen drei Geschwistern immer helfen, wir hatten einen großen Garten.
    Danke für deine schöne Geschichte und die Erinnerungen, lieben Gruß, klärchen

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    1. Ich liebe Steckrübeneintopf und würde ihn auch heute noch gerne kochen, doch außer mir würde ihn niemand essen. Manchmal bedaure ich das. Was aber (fast) alle essen ist der Schnippelbohneneintopf. Den gibt es im Winter immer mal wieder! Danke und LG! Martina

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