Sonntag, 10. Mai 2015

Heute ist es wieder so weit!

Zu ‚Ehren’ der Mütter findet an jedem zweiten Sonntag im Mai der sog. ‚Muttertag’ statt. Hier bei uns hat er sich seit dem 20. Jahrhundert etabliert.

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Wer kam auf diese (Achtung: zynisch!) ‚brillante’ Idee?

 

Eine Amerikanerin gilt als Begründerin des Muttertages. Zu Ehren ihrer verstorbenen Mutter veranstaltete sie am 12. Mai 1907 einen Gottesdienst zu ihren Ehren. Zu diesem Anlass ließ sie, als Zeichen der Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter, an andere Mütter Nelken verteilen – 500 an der Zahl. Anschließend setzte sie sich für die offizielle Einführung eines ‚Muttertages’ ein. Seit 1923 ist er offiziell ‚Feiertag’ in Deutschland.

 

Bräuche zum Muttertag

 

An diesem Tag sollen die Mütter im Mittelpunkt stehen und ‚verwöhnt’ werden – zum Beispiel mit Geschenken. Besonders beliebt sind Blumen. Kleine Kinder überreichen gerne selbst Gemachtes, um sich auf diese Weise für die Fürsorge ihrer Mutter zu bedanken.

 

 

In den USA werden durchschnittlich 139 Dollar pro Mutter ausgegeben. Die Deutschen geben hingegen im Schnitt 25 Euro aus.


Sind die deutschen Mütter also weniger wert, als die amerikanischen? Ich weiß, dass war wieder zynisch und ich gebe es zu, mein Verhältnis zu diesem Tag ist eher gespalten, denn was nützt es einer Mutter, die einmal im Jahr 'geehrt' wird und ansonsten bei ihren Kindern 'abgemeldet' ist?

 

Wichtiger erscheint mir, dass die ‚Arbeit’ der Mütter wirklich gesehen wird – ob es dafür Geschenke braucht? Vielleicht reicht einfach Verständnis und Anerkennung! Nicht nur an einem Sonntag im Jahr – sondern im Alltag und ein von ihren Kindern gepflückter Feldblumenstrauß an einem ganz gewöhnlichen Wochentag wird ihr sicher auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. 





Quelle: http://www.kalender-uhrzeit.de
gif: mein schöner garten de

Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    das hast du sehr schön geschrieben, ich lege auf den Muttertag auch nicht viel Wert.
    Mir ist es lieber, meine Kinder hin und wieder (fast täglich bei uns)
    zu sehen.
    Ich hab neulich lachen müssen, als eine Postkarte an uns alle kam,
    Adressiert - An die ZENTRALE der Fam. ...
    Das fand ich einfach Klasse.
    Dir wünsche ich natürlich einen schönen Tag,
    bei uns scheint, obwohl es noch ziemlich kühl ist, herrlich die Sonne.
    Liebste Grüße
    Nähoma

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    1. 'An die Zentrale' finde ich auch richtig klasse. Wenn meine Tochter irgendwelche Probleme hat, sagt sie oft 'Houston, wir haben ein Problem' - dann weiß ich, meine Hilfe ist erforderlich. Das ist so ein Satz, über den ich immer sehr schmunzeln kann.
      Ich hatte heute einen wirklich schönen Tag, war fast den ganzen Tag über draußen und am Nachmittag schien die Sonne richtig schön und warm. Es war einfach herrlich! LG Martina

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  2. Ich persönlich lege nicht viel Wert auf diesen Tag. . .
    aber ich werde immer dazu beglückwünscht und beschenkt, mit Dingen, von denen meine beiden Töchter wissen, dass sie mir damit eine Freude machen können,
    Blumen sind tabu ;-)
    Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich dir

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    1. Ich bekomme auch immer eine Kleinigkeit. Es ist mir aber nicht so wichtig. Mir ist es wichtiger, dass wir im Frieden zusammen leben- hier alle zusammen im Haus - und das an jedem Tag und nicht nur an einem bestimmten Sonntag im Mai! LG Martina

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  3. Liebe Martina,
    nachdem ich selber keine Kinder habe, ist der Muttertag für mich ein Sonntag wie jeder andere. Aber mir geht es wie Dir: Ich lehne diese erzwungenen Gedenktage rundweg ab - sei es nun Muttertag, Valentinstag, Vatertag, Halloween und und und .... Schrecklich! Für mich sind das nur Erfindungen, damit die Kassen der Geschäfte noch lauter klingeln und die Restaurants an solchen Tagen ihren Schnitt machen ...
    Nein, Danke! Das muss ich nicht haben!
    Liebe Grüße
    Christine

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    1. Irgendwie fühlt man sich 'verpflichtet' an diesem Tag - oder an diesen Tagen -, das mitzumachen, was 'verlangt' wird. Gut, dass es dennoch jeder entscheiden kann, ob er sich diesen Zwängen aussetzt oder nicht. LG Martina

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  4. Liebe Martina,
    meine Mutter hat diesem Tag nicht so sehr viel beigemessen, sie wollte lieber dass restliche Jahr über nett und mit Respekt und Anerkennung behandelt werden, was wir auch taten. Meine Schwiegermutter dagegen hat auf diesen einen Tag großen Wert gelegt,obwohl wir uns stets um sie, ihre Wohnung und ihren Garten gekümmert haben, ihr regelmäßig ihre Getränke gebracht haben (und dafür 90 km gefahren sind). So unterschiedlich ist das, so unterschiedlich wie wir Menschen sind.
    Inzwischen ist meine Mutti an Alzheimer erkrankt und was heute für ein Tag ist, ist für sie nicht mehr von Bedeutung. Sie hat jede Woche Muttertag, wenn wir etwas mit ihr unternehmen, Kino oder Theater besucht haben, mit ihr nach dem Arztbesuch noch ein Cafè besuchen oder Essen gehen. Blumen bringen wir ihr öfters mit, ersetzen ihre Zimmerpflanzen die sie vergaß zu gießen und bepflanzen ihren Blumenkasten vor der Balkontür. Ich denke, das wiegt alles viel mehr, als einmal im Jahr ein Blumenstrauß - nur weil er uns quasi verordnet ist.
    liebe Grüße
    Marle

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    1. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich sind ihre Einstellungen und Bedürfnisse. - Ich weiß, was es bedeutet, wenn ein Elternteil an Alzheimer erkrankt. Mein Vater war auch daran erkrankt. Wie schön, dass ihr euch so liebenswert um eure Mutter kümmert - und zwar nicht nur am Muttertag! LG und vielen Dank für deinen Kommentar! Martina

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  5. Liebe Martina,

    Muttern war immer willkommen, dass wir Kinder mal den Tag gestaltet haben und sie Pause hatte vom Kochen, Abwaschen, Tisch decken und dergleichen - heute war ich bei meinem Sohn zum Mittagessen eingeladen, meine Eltern bei ihrem Sohn zum Kaffeetrinken -

    Aber auch für andere kleine Aufmerksamkeiten bin ich immer zu haben - ich finde solche besonderen Tage schön, weil sie bunter sind als sonst, was sonst im Grau des Alltags oft vergessen wird.

    Ich habe früher als Vorstand eines Krankenpflegevereins eingeführt, am Muttertag nach dem Kirchgang kleine Sträußchen und Topfflanzen zum Verkauf für einen guten Zweck anzubieten - erstaunlich wieviel männliche Wesen davon Gebrauch gemacht haben ;-)

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    1. Schön, dass du den Tag so genossen hast. Auch ich hatte einen herrlichen Sonntag. Ich habe nur Probleme mit dem 'Muttertag' wenn er 'aufgesetzt' wirkt und nur an diesem einen Sonntag im Jahr an die Mutter gedacht wird. Das finde ich, kann man sich dann auch 'sparen'! Einen sonnigen Montag! Bist du wieder zu Hause? LG Martina

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  6. Liebes Fräulein Klümphen, du schreibst mir aus dem Herzen.
    Ich mag diesen "künstlichen Festtag" auch nicht. Klar, als die Kinder klein waren, hab ich mich AUCH an diesem Tag über selbstgepflückte Blümchen oder selbst gemaltes seeeeehr gefreut. Aber und zum großen Glück durfte ich dies auch an gaaaaanz vielen anderen Tagen im Jahr:
    Heutzutage laufen die Floristen um den Muttertag rum auf Hochtouren und mancher Strauß ist sicher etwas teurer als sonst *grins*
    Hauptsache Kind hat das Gewissen beruhigt und für Mama was BESONDERES gekauft.
    Oje, heute sind wir wirklich etwas zynisch *Sorry*
    Nur eins noch : besonders schlimm finde ich, wenn die Kinder mit großen, bequam gekauften Geschenken eintrudeln und Mama schon den ganzen Tag in der Küche verbringt um ihren Lieben einen schönen Tag zu bescheeren ;-(
    :O) .....

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    1. Genau das meine ich: Wenn es nur darum geht, der einen Seite ein gutes Gewissen zu machen, dann läuft doch was schief! Und dein letzter Absatz ist bestimmt oft Realität: Die Kinder laden nicht die Mutter ein, sondern sich bei der Mutter ein!!! Schlimmer geht nimmer!!! LG Martina

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    2. OHHHH, ich war auch bei der Mama - der ist es so am Liebsten! Und für uns ist es ein Tag im Mai an dem wir immer nach... fahren und ich weiß nicht, ob sie erfreut wäre, wenn wir an einem anderen Tag kommen würden....
      Aber Muttertag, Valentinstag, es gibt viele solcher Tage an denen der Blumenhandel blüht und sind wir ehrlich, freuen tun wir uns trotzdem, oder? Die Tochter hat aus Rom angerufen und darüber habe ich mich auch gefreut. *g*
      LG
      Manu

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    3. Gut, du warst bei der Mama und hast ALLES mitgenommen, damit sie keinen Stress mit dir/euch hat. Aber nein, so wird ja auch kein Schuh draus, denn du bist ja auch Mama und hattest gestern frei. Tochter war in Rom - jetzt dämmerts: Dein Mann und dein Sohn haben zusammen mit deinem Vater ... Ach lassen wir es einfach, ich kann mir denken, wie der Tag gelaufen ist. Klar ist es schön, dann zusammen zu sein - aber das seid ihr ja sicher öfter als nur an einem Sonntag im Mai! ;.-)

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