Mittwoch, 23. September 2015

Wenn wir genau wüssten,

was nach unserem Tod auf uns wartet, würden wir dann wirklich etwas anders machen? Würden wir wirklich anders leben, als wir es jetzt tun?

Mit diesen Fragen beschäftige ich mich, seitdem ich eure Kommentare zu meiner gestrigen Geschichte gelesen habe. Alle haben einen Tenor: Wir wissen doch, dass wir nichts mitnehmen können. – Da stellt sich mir jedoch die Frage: Und weshalb häufen wir dann soviel Materielles an – wider besseren Wissens?

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Herzlich bedanke ich mich für eure liebenswerten Kommentare, die ich heute ‚ans Licht holen’ möchte!

Regina schreibt: ‚Wichtig ist, dass wir gelebt und geliebt haben, dann wird etwas bleiben von uns’!
Jani stellt fest: ‚Dass Arbeit nicht alles im Leben ist!’
Astrid beschreibt es so: ‚Die Erkenntnis, dass wir nichts mitnehmen können und viel zu viel arbeiten, uns keine Ruhe gönnen, nach irdischen Gütern streben, unsere Fehler erst am Ende unseres Lebens erkennen, all das weiß man, schiebt es aber immer wieder zur Seite.
Elisabeth schreibt: ‚Die Menschen spüren, dass sie nichts mitnehmen, aber das Loslassen schaffen sie oft nicht.’
Lore drückt es so aus: ‚Niemand kann den Reichtum mitnehmen, aber doch streben so viele danach und vergessen zu lieben und zu leben.’
Marle sagt: ‚Glück bemisst sich nicht in Hab und Gut, in Macht, und das ist auch gut so.’
Elke meint: ‚Gut, das Geld nicht alles ist, wenn das nur die Reichen dieser Welt begreifen würden. Zum Glück gibt es wenigstens einige, die es verstanden haben.
Auch Anna, Claudia, Eva, Renate und Birgitta schreiben, dass die Geschichte nachdenklich stimmte.  
Christines Gedanken waren: ‚Wir nehmen uns vor, uns ENDLICH von vielen überflüssigen Dingen zu trennen – aber wenn es dann darauf ankommt, schaffen wir es doch nicht, los zu lassen. Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, mal einen Blick in die andere Welt werfen zu können, um dann zu erkennen, was wirklich zählt. Und mit dieser Erkenntnis unser irdisches Leben neu zu ordnen.’
Beenden möchte ich meinen heutigen Post mit einigen Fragen, die sich Tanja nach dem Lesen der Geschichte stellte und die ich so unbeantwortet stehen lassen möchte – nein muss -, denn beantworten kann sie wohl niemand: 
‚In WELCHE Welt geht er zurück? Fühlt er sich dort wohl? Gibt es Vergebung für ihn? Wird er seinen Frieden trotzdem finden?’


Kommentare:

  1. Liebe Martina,

    das ist die Diskrepanz zwischen Erkennen und Handeln.
    Die meisten Menschen wissen, dass sie zu viel essen.
    Es fehlt ihnen die Kraft, auf Dinge zu verzichten.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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    1. Auf deine Frage zu Beginn möchte ich noch antworten.
      In ähnlicher Form habe ich mich gefragt, ob ich etwas anders in meinem Leben mache,
      wenn ich nicht glaube.
      Mein Leben sieht mit und ohne Glauben gleich aus.
      Eine Sache fällt ohne Glauben weg, nämlich das Beten.

      Ich finde es schöner und leichter, wenn man glauben kann.
      Wer glaubt, löst ein Preisrätsel. Ein Gewinn wird ihm in Aussicht gestellt.
      Der Nichtglaubende löst ein einfaches Rätsel, bei dem es keinen Gewinn gibt.

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  2. Gerne möchte ich auch noch etwas sagen,
    ich glaube an ein Leben nach dem Tod

    und ich versuche, so gut ich das kann,
    meinen Glauben zu leben, in die Tat umzusetzen.

    "Lebe das, was du vom Evangelium begriffen hast,
    und wenn es noch so wenig ist,
    aber lebe es..."
    (Frere Roger)


    Ganz herzliche Grüße,

    Birgitta

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  3. Ich habe vor ein paar Tagen ein Gedicht von mir gefunden und überlegt ob ich es einstelle.
    Suizid eines Bekannten hatte mich dazu bewegt es zu schreiben.
    Nun hast du das Thema in anderer Form.
    Ich schließe mich mal Birgitta an, denn ich glaube an ein Leben nach dem Tod, wenn auch in anderer Form. Unser Körper ist nicht da, aber wo bleibt unsere Seele?
    Aus einem Samenkorn kann neues Leben erwachen und so lebt es fort!
    Danke Martina, Du hast mir Mut gemacht mein Gedicht irgendwann ,wenn es passt einzustellen.
    Vielleicht morgen, mal sehen!
    liebe Grüsse zu Dir, klärchen

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  4. Danke, Martina, für die "Zusammenfassung".

    Für mich ist es klar, daß es nach dem Tod weiter geht. In anderer Form natürlich. Unsere Seele speichert alles, unsere Erfahrungen, Erlebnisse und unser Wissen.

    Bin schon sehr gespannt darauf ;)

    Alles Liebe
    Eva :)

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  5. Liebe Martina,
    vielen Dank für die Zusammenfassung.
    Ich denke schon, dass es nach dem Tod noch etwas gibt. Wohin sonst mit unserer Seele und - wie Eva schon schrieb - all den Erfahrungen und dem Wissen?
    Tja, warum häufen wir soviel an, trotz des Wissens, dass wir es nicht mitnehmen können?
    Schwer, eine Antwort zu finden.
    Wenn ich mal von meinem Lager an Nähzubehör absehe (und ich hoffe es ist mir vergönnt, dies alles noch selbst zu Verarbeiten) so stelle ich fest, das meiste habe ich (und selbiges gilt auch für meinen Mann) in jungen Jahren angehäuft. Inzwischen wird nicht mehr soviel gekauft. Ok, die Bude ist ja auch voll ;-). Vielleicht braucht es erst die "Weisheit des Alters" (kicher), um an dem allgemeinen Konsumrausch nicht mehr teil zu nehmen.
    Inzwischen - nach drei anstrengenden (reichhaltigen) Wohnungsauflösungen mit vielen Fahrten (zwecks Müllvermeidung) zu diversen Einrichtungen - haben wir angefangen öfters mal "auszumisten" und nicht mehr benötigte Dinge ebenfalls an verschiedene Einrichtungen zu geben. Konsumrausch rückwärts sozusagen.
    Liebe Martina, Du kannst frau wirklich zum Nachdenken bringen...
    Liebe Grüße
    Marle

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  6. merkwürdig, jemand wirft ein Thema in den Raum und schon stellt man fest; genau, darüber haben wir gestern geredet weil wir uns darum gedanken mchen..
    den Glauben, ob es ihn gibt und was er für den Einzelnen bedeutet...
    in jeder religion glaubt der mensch an eine andere, höhere Macht - egal wie diese Macht auch heisst..
    die einen glauben an die Macht des geistes den man nicht erfassen kann weil er nicht körperlich ist...
    erfassbar durchwissenschaftliche Test`s zeigt er sich in den reagierenden Farbtönen im Gehirn, weil Wissenschaft braucht ja besweise, damit es glaubwürdig ist, da fragt sich gar einer ist dies die seele? und wo geht sie hin oder bilden wir sie uns nur ein wenn man nicht glaubt weil sie nicht wissenschaftlich erwiesen ist..?
    keiner möchte annehmen nach dem Tode fällt man in ein schwarzes Loch und dahinter ist das große Nichts...
    betrüblich für die Lebenden, aber auch ein Trost dass man nichts mitnehmen kann...weil auch dies ins Nichts fiele....
    nachdenkenswert und zum diskuttieren sind solch Themen immer...
    vielleicht um uns unsere Ängste zu nehmen?...
    Glauben stärkt, aber die Atheisten sind ebenso stark auch wenn sie an nichts glauben...
    angelface...
    glaubt man an die Reininkarnation, die Wiederkehr oder doch besser an etwas anderes....?

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