Samstag, 10. Oktober 2015

Sonntagsgedanken – Thema: Märchen!



Heute dreht sich bei Ulla
alles um das Thema

Märchen.

Schaut unbedingt bei ihr vorbei,
damit ihr nicht die märchenhaften
und poetischen Gedanken
der anderen Mitschreiber verpasst:

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Als Kind habe ich gerne Märchen gelesen
von Elfen, Zwergen und anderen Wesen;
von der guten und der bösen Fee
und rotem Blut in weißem Schnee.

Ich ließ mich entführen in fremde Welten,
wo nicht die Gesetze der Erde gelten;
war ängstlich, zornig und berührt,
hab Unrecht und auch Hass verspürt.

Oft war’s die böse Stiefmama,
die hinterhältig, teuflisch war;
die gar mit ihrem großen Zorn
den Königssohn vertrieb vom Thron.

Bevor Dornröschen wurde wach geküsst,
hat sie einen 100jährigen Schlaf verbüßt;
und das, weil kein Besteck – o weh,
vorhanden war für die 13. Fee.

Der kleine Spiegel an der Wand –
zeigte die Schönste im ganzen Land;
so las ich einst und war verschreckt,
doch auch Schneewittchen wurd’ erweckt.

Ich hab mit den Helden geweint und gelitten,
war dabei, wenn sie sich balgten und stritten;
wurde Zeuge von allerlei Liebe und Leid,
war betroffen von Habgier, aber auch Neid.

So manches Märchen kann uns wohl begeistern,
doch wir müssen das reale Leben meistern;
und da kann man wohl eines sicher sagen:
Lies Märchen, dann kannst du das Leben wagen.

Denn auch in deinem wahren Leben
wird es nicht nur gute Feen geben;
 drum sei gewarnt und auf der Hut,
dann wird – wie im Märchen – alles gut.

Bewahr dir die Kindheit ein kleines Stück
und glaube fest an das ganz große Glück;
dann können sich deine Wünsche erfüllen,
die heimlich noch dein Herz umhüllen.

© Martina Pfannenschmidt, 2015

Kommentare:

  1. Wie immer gut gedichtet hast du, liebe Martine, das Thema " Märchen " in schöne Verse verpackt.
    Meine Märchen-Erinnerungen fallen da ganz anders aus ;-)
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Herbstsonntag und schicke ♥liche Grüße
    Jutta

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  2. Super gedichtet liebe Martina und das hast du so schön beschrieben ach herrlich und aus dies kann man so viel draus lernen deswegen ratet jeder den Erwachsenen schau ins Märchenbuch udn nicht nur für die KInder!
    Schönen Sonntag wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

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  3. Zauberhaft liebe Martina -
    wenn man bedenkt dass die Volksmärchen urspr. für Erwachsene gedacht und erzählt wurden, haben wir sie als Kinder doch recht gut gemeistert :-)

    Ich kann dir sogar verraten wo der Spiegel an der Wand noch heute zu sehen ist ;-)

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    1. Den Schneewittchenspiegel habe ich dir jetzt in meinen Blog mit eingestellt ;-) unter deinem Link/Namen

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  4. Dein Gedicht hat meine Erinnerung an die Märchenwelt wieder aufleben lassen. Ich war schon immer begeistert von diesen Erzählungen. Bruno Bettelheim meinte einst sogar: "Kinder brauchen Märchen". Heutzutage gibt es allerdings auch gegenteilige Stimmen.
    Ich habe sogar meine Staatsexamensarbeit über einen bestimmten Aspekt in Märchen geschrieben. Ist schon ganz schön lange her...
    LG
    Astrid

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  5. Liebe Martina,

    besten Dank für deinen schönen Post.
    Sonnige Sonntagsgrüße
    Elisabeth

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  6. Alle Figuren sind noch mal auferstanden in Deinem schönen Gedicht. Es stimmt man sollte sich unbedingt Kindsein bewahren, da geht das Herze noch mal auf.
    Liebe Grüße und einen schönen Märchensonntag wünscht Dir Klärchen

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  7. Liebe Martina,
    wahre Worte, die Du da schreibst. Schönen Sonntag Liebe Grüße Eva

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  8. Ein tolles Gedicht, liebe Martina!
    Und ja, ich habe auch gern Märchen gelesen und meiner Tochter vorgelesen bzw. erzählt. Auch mein Vater war ein großer Märchenerzähler, so musste er mir z.B. jedes Mal, wenn wir zur Ruine Mödling kamen, die Geschichte vom Ritter Kunibert, dem Burgfräulein Kunigunde und dem Minnesänger Walther von der Vogelweide erzählen. Letzterer war die einzige nicht von meine Vater erfundene Figur ;o)) - und die Geschichte war jedes Mal ein bisserl anders, aber natürlich immer mit Happy End! :o))
    Liebe Rostrosengrüße und einen schönen Sonntag,
    herzlichst, die Traude

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    1. Tandaradei - unter der Linden - ist zu finden der Walther auf der Wartburg und im Lusamgärtchen in Würzburg - selbst erfundene Geschichten sind was ganz was tolles. Solche Väter braucht das Land :-)

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  9. Liebe Martina,

    von deinem Märchen-Gedicht bin ich echt begeistert,
    das ist dir super gelungen,

    von Poesieherz zu Poesieherz
    kommen herzliche Grüße,

    Birgitta

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  10. wunderschön erdichtet liebe martina, da werden tatsächlich Kindheitserinnerungen wach oder man bildet sich ein die leise Stimme der Mutter beim gute Nacht - Märchen noch im Ohr rauschen zu hören...jetzt noch, nach so langer zeit.
    Märchen wurden meines Wissens ursprünglich nicht mal für die Kinder erfunden sondern entstanden aus den Sagen , den Minnegesängen und Geschichten der Gaugkler die an Burgen erzählt wurden um die Herrscher zu zerstreuen + zu unterhalten - oder doch noch! früher?!°?
    ich weiß es nicht, auch die alten Fabeln über Tiergestalten gehören dazu ins Reich der Märchengeschichten....
    heute verarbeitet man sie oftmals in Liebesgedichten und erfindet sich dadurch seine Träume....

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  11. Du hast die Märchen wieder wunderbar in Worte gefasst!
    Ich muss gestehen, ich mochte Märchen nie, nicht als Kind und nicht als Erwachsene, lieber Fantasie Geschichten die Platz für die eigenen Vorstellungen lassen.
    ♡liche Grüße Claudia

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  12. Ein typisches " Martina "- Gedicht, voller Herzlichkeit und Freude am Leben 1
    Danke dafür und
    ♥liche Grüße von der Jutta

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  13. Ohh... welch schönes äähhhh märchenhaftes Gedicht!!! Ich liebe auch Märchen ... so schön zum träumen!
    ♥-liche Grüße,
    Karin

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  14. *Märchen*
    Ich hab sie als Kind auch geliebt und gefürchtet. Sind doch alle Grimm`s Märchen recht brutal.
    Wenn ich heute Bücher lese, oder höre denke ich, manche sind auch wie Märchen.
    :O) ....

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