Freitag, 4. Dezember 2015

Barbaratag

Puh, war ich sauer! Gestern hatte ich nämlich einen Post vorbereitet, um euch etwas über den heutigen Barbaratag (4.12.) zu erzählen. Die Geschichte von der Hl. Barbara, die in den Kerker geworfen wurde und sich auf dem Weg dorthin ein Kirschzweig in ihrem Kleid verfing, kannte ich schon – und ihr ganz sicher auch. Doch gestern hatte ich noch von einer ganz anderen und ziemlich schrecklichen Legende rund um Barbara gelesen. Das es nämlich ihr Vater gewesen sein soll, der sie eigenhändig geköpft hat, weil sie Christin geworden war und das sie vorher misshandelt und gequält wurde – ja, dass man ihr sogar die Brüste abgeschnitten habe, so las ich dort. Einfach eine ganz furchtbar schreckliche Geschichte und ich fragte mich nach dem Zusammenhang, den wir heute damit sehen, nämlich, dass so ein aufblühender Kirschzweig zum Weihnachtsfest Glück verheißt.
Ich fand auch allerlei Aberglauben, der sich um den Zweig rankt oder rankte: So wurde er als Orakel genutzt: Ob es eine reiche oder magere Ernte geben würde richtete sich nach der Zahl der Blüten. Junge Frauen schrieben den Namen ihres Liebsten auf einen Zettel und hängten ihn an einen Zweig. Blüte er auf, war im darauf folgenden Jahr mit einer Hochzeit zu rechnen.

So – und weshalb war ich nun so sauer? Weil ich den Text in Word geschrieben hatte – ihn übertrug und dann war er irgendwie weg! Er erschien im Postentwurf, doch wenn ich auf Vorschau ging, war nichts zu sehen. Das hab ich noch nie gehabt und ich war richtig sauer – hab den ganzen Post gelöscht und gar nicht darüber nachgedacht, dass ich den Text nicht kopiert, sondern ausgeschnitten hatte. Und weil mir das passiert ist, kann ich heute leider keinen Post über den Barbaratag einstellen – schade! :- )


Foto: Anne Bermüller/pixelio.da

Kommentare:

  1. Ach Martina, nicht ärgern, nur wundern. Unsere Technik spielt uns manchmal Streiche oder aber wir drücken sogar manchmal in der Hektik des Gefechtes den falschen Knopf und schon ist es passiert. Ich denke, das passiert uns allen immer mal wieder, - und immer wieder mal anders ;-)
    LG
    Astrid

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  2. Liebe Martina,
    es ist aber doch schön, dass du uns von den Erinnerungen an deinen verlorenen Beitrag erzählst. Hihi - (das ist keine Schadenfreude, sondern die Freude über diesen Post).
    Herzliche Grüße
    Regina

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  3. Liebe Martina,

    ein wenig ärgere ich mich auch immer über die Missgeschicke, aber mein Ärger ist gering.
    Ärgern lohnt sich nicht.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  4. Hallo Martina,
    tja, so geht das leider manchmal. Aber vielleicht bin ich ja ganz froh heute keine Geschichte über abgeschnittene Brüste zu lesen. Das passt irgendwie nicht zu meinem Weihnachtsgefühl - eher in meine Bücherkiste wo sich noch ein paar grausame Thriller befinden, die ich aber gerade auch nicht lesen mag. *g* Ich glaube ich bin ein Stimmungsleser!
    LG
    Manu

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  5. Hallo Martina, mir passiert das meist beim Kommentare schreiben. Ich schreibe und schreibe und dann ist alles weg. Beim Artikel schreiben, bin ich sehr vorsichtig, habe immer noch eine Kopie. Im Job hatte ich oft so Klopse, seitdem bin ich vorsichtig. Aber danke für die Info über Barbara. Habe heute noch den Tipp bekommen, dass die Zweige Frost haben mussten, sonst wird es mit der Blüte nichts. Da in Deutschland fast nie mehr Frost herrscht, soll man sie kurz in die Kuhltruhe legen. Liebe Grüße Eva

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  6. Hallo Martina,
    von der Heiligen Barbara wusste ich nur, dass sie die Heilige der Bergbauarbeiter ist. Wie das zustandegekommen ist, dass kann ich Deinen Erklärungen sogar nicht entnehmen. Das mit dem Krischzweig kannte ich genauso nicht.

    Gruß Dieter

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  7. Liebe Martina,

    vielleicht tröstet dich dies kleine Gedicht von Josef Goggenmos:

    Geh in den Garten am Barbaratag.
    Geh zu dem kahlen Kirschbaum und sag:
    Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit;
    der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
    Doch in drei Wochen, da wird es geschehen:
    Wir feiern ein Fest, wie der Winter so schön.
    Baum, einen Zweig gib du mir von dir.
    Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir.
    Und er wird blühen in seliger Pracht
    mitten im Winter in der heiligen Nacht.


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  8. Liebes Fräulein Klümpchen,
    ich bin eben mal in mich gekehrt *lach* und hab beschlossen, heute abend mit meinen Bloglandbesuchen zu gestalten. Bin nämlich bei Tochterkind zum Katzensitting, weil die beiden mal so eben übers Wochenende Freunde besuchen sind. Deshablb erscheine ich übrigens auch unter anderem Bildchen.
    Was du uns da aber über die Hl. Barbara schreiben wolltest, ist ja wirklich grauselig ;-(
    Es ist doch immer wieder interessant wie viele Legenden und Geschichten über die Jahre entstehen.
    Und da ich neugierig bin, schlendere ich heute ganz gemütlich durch deine Post`s und ab und an muss ich bestimmt auch senfen *lautlach*
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Sonntag und grüße dich gaaaaanz <3lich.
    PS: deine mail beantworte ich morgen,
    :O) .....

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  9. Meine liebsten Geschichten sind die der Heiligen und es freut mich immer, wenn ich anhand eines Attributes gleich erkenne um wen es sich handelt . . . . Da ich in jeder Stadt, in die ich komme, auch immer eine Kirche besuche, habe ich mir das Suchen und Erkennen der Hl. schon richtig zum Hobby gemacht ;-)
    Danke für deine lieben Worte - würde mich freuen, einmal einen Kaffee mit dir in der neuen Küche zu trinken!!!
    Einen schönen Sonntag,
    Doris

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  10. Liebe Martina,
    das ist ja eine makabere Geschichte,
    da bin ich eigentlich froh, dass sie verloren ging,
    umsomehr freue ich mich, wenn die Zweige ihre schönen Blüten zeigen.
    Ich wünsche dir und deiner Familie einen herrlichen Nikolaustag.
    Liebste Grüße
    Nähoma

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  11. Oje, dass kann ich dir gut nachfühlen, kenne ich das doch auch.
    Auch deine Worte zur "besinnlichen Zeit" fand ich sehr ansplrechend.
    Man hat die Zeit - Zeit nimmt man sich (nur die Prioritäten muss man entsprechend setzen).
    Das ist so mein Gegenargument zum Stress. Gelingt nicht immer, arbeite aber dran, lach.
    Liebe Advensgrüße
    Ingrid

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  12. Oje, dass kann ich dir gut nachfühlen, kenne ich das doch auch.
    Auch deine Worte zur "besinnlichen Zeit" fand ich sehr ansplrechend.
    Man hat die Zeit - Zeit nimmt man sich (nur die Prioritäten muss man entsprechend setzen).
    Das ist so mein Gegenargument zum Stress. Gelingt nicht immer, arbeite aber dran, lach.
    Liebe Advensgrüße
    Ingrid

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