Samstag, 19. Dezember 2015

Eine Erinnerungsgeschichte von Christel



Vor ein paar Tagen ließ mir Christel eine Erinnerungsgeschichte zukommen. 
Sie erinnerte sich an einen Abend, als ihr Sohn 12 Jahre alt war und natürlich nicht mehr an den Nikolaus glaubte. Dass dieser nicht mehr zu ihm kam, fand er allerdings ein bisschen schade. Doch dann klingelte es an der Haustür und zur Überraschung des großen Buben stand der Nikolaus davor. Natürlich wollte er von dem Jungen ein Gedicht hören, doch Ralph konnte sich an keines mehr erinnern. Nicht auf den Mund gefallen zauberte er kurzerhand eine Geschichte aus dem Hut:

Vor langer, langer Zeit lebte die Babuschka (ein altes Großmütterchen) in ihrem Haus ganz allein im Wald und sie hatte nichts anderes im Sinn, als von morgens bis abends ihr Haus zu putzen. Eines Tages erschienen die Heiligen drei Könige auf ihrem Weg zur Weihnachtskrippe bei der alten Babuschka. Sie gab ihnen zu essen und zu trinken und fragte, wohin ihr Weg denn führen würde. Die Könige erzählten ihr,  dass sie hinter dem Weihnachtsstern her wandern würden bis zum Stall und der Krippe mit dem Jesuskind. ‚Ohhhh’ meinte die Babuschka, ‚da möchte ich auch gerne mit!’
‚Das ist überhaupt kein Problem’, sagten die Heiligen drei Könige, ‚mach dich fertig und komm einfach mit!’ 
‚Prima’, antwortete die Babuschka, ‚ihr ruht euch noch etwas aus und ich putze derweil mein Häuschen schnell fertig.’
Nach einer Weile wurden die drei Könige unruhig, weil sie Sorge hatten, nicht rechtzeitig zur Krippe zu kommen. Die Babuschka rief: ‚Gleich bin ich fertig, einen Moment noch.’ Und so vertröstete die Babuschka noch einige Male die Heiligen drei Könige. Denen passte das nach einiger Zeit nicht mehr und sie sagten: ‚Pass auf, wir gehen jetzt vor, immer dem Stern am Himmel nach und wenn du dich auch an den Stern hältst, holst du uns gewiss ein.’ Und so setzten sie ihren Weg fort. Die Babuschka putzte noch schnell eins, zwei, drei Fenster und den Keller, zog ihren Mantel an und die Mütze auf und begann die Heiligen drei Könige zu suchen … sie suchte und suchte, sah zwar den Stern, aber die drei Könige - und damit die Krippe - hat sie nicht gefunden......
Und die Moral von der Geschichte? Zuviel putzen und aufräumen ist einfach nicht gut, weil man dann wichtige Dinge verpasst … 

Vielleicht sollten wir in den kommenden Tagen an diese Geschichte des Jungen denken, wenn wir mit unserem Weihnachtsputz beginnen. Es wäre doch wirklich fatal, wenn wir vor lauter Putzen das Kind in der Krippe übersehen würden. 


Kommentare:

  1. Martina, Fruhjahrsputz genügt mir voll und ganz!Aber in Norwegen ist das zu Weihnachten Brauch von oben bis unten das Haus zu putzen. Man soll es nicht ubertreiben. Liebe Grüße Eva

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Martina,
    danke für die Erinnerung. Ich werde sie in den nächsten Tagen beherzigen. ;-) LG Tanja

    AntwortenLöschen
  3. Was für ein pfiffiges Kerlchen der Sohn Ralph von Christel doch war (und vielleicht auch noch ist) ;)

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Martina

    Ja das hat man davon, wenn die Putzerei an erster Stelle
    steht :-)))
    Wir selber putzen nur noch, wenn es wirklich schmutzig
    ist je älter ich werde um so weniger, denn
    dafür ist die Zeit echt zu schade ,es gibt sinnvolleres
    und schöneres :-))

    So, nun gehen wir mit den Hunden ab in die Natur es ist sonnig und warm
    hier wie im Frühling !!!

    Einen schönen 4.Advent
    wünscht dir
    Margrit

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Martina,
    vielen Dank für diese Geschichte! Ich werde sie mir hinter die Ohren schreiben und in diesem Jahr ganz bestimmt mit dem Putzen nicht übertreiben! So nach dem Motto "Dreck, den man nicht sieht, ist sauber!" **grins**.
    Es gibt wirklich Wichtigeres auf der Welt, als mit dem Putzlappen herumzufummeln!
    Ich wünsche Dir noch ein paar vorweihnachtlich-besinnliche Tage und ein schönes, friedliches Weihnachtsfest mit Deinen Lieben.
    Liebe Grüße
    Christine

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Martina,
    gerade heute will ich meinen Weihnachtsputz machen. Es soll doch alles glänzen, wenn das Christkind kommt. Aber übertreiben sollte man es nicht und daran werde ich mich halten. ;-)
    Liebe Weihnachtsgrüße
    Astrid

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Martina,

    übertriebenes Putzen muss man sich abgewöhnen.
    Alles Liebe
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  8. Hihi, Dass könnte mir nicht passieren! Wenn ein Abenteuer winkt, dann sind Putztücher und -eimer vergessen.
    Vielen Dank für diese Geschichte!
    Liebe Grüße
    Marle

    AntwortenLöschen