Sonntag, 31. Mai 2015

Sonntagsgedanken - Schloss

Ihr Lieben,
heute ist es wieder soweit.
Sophie Wortklug mit ihrem Blog 
lädt zum zweiten Mal ein zur 
Poesie à la Carte.
Heute geht es um das Thema 
'Schloss'!


Und hier sind sie, meine
'Sonntagsgedanken'
zum Thema Schloss: 

Den Erinnerungen hab ich ein Schloss gebaut
mit großen, sehr hellen Räumen.
Sie alle sind mir so sehr vertraut –
bis hinein zu meinen Träumen.

Ich lade dich in mein Schloss nun ein,
es dauert nur einen Moment.
Dort kann ich sogar ein Kind wieder sein –
es kostet mich keinen Cent.

Meine Lieben, die nicht mehr bei mir,
haben überdies einen Raum dort gefunden.
So sind sie weiterhin noch im ‚Hier’,
wenngleich nur für ein paar Sekunden.

All meine dunklen und schweren Stunden,

die mich traurig machten und still,
die haben im Keller nun Platz gefunden,
weil ich ihnen entschwinden will.

Im Schloss da gibt es einen Raum,
den darf ich noch nicht betreten.
Es ist wohl so, man glaubt es kaum,
die Zukunft dahinter vertreten.

Ob ich einfach mal durchs Schlüsselloch schau?
Was wird mich dahinter erwarten?
Da hör ich ’ne Stimme, die sagt: Vertrau!
Damit bin ich wohl gut beraten!

© Martina Pfannenschmidt, 2015

Samstag, 30. Mai 2015

Der bekannteste Apfel

... ist sicher der, von dem bereits in der Bibel die Rede ist. Der ‚Sündenfall’ und die damit verbundene Vertreibung aus dem Paradies dürfte jedem Christen bekannt sein.

Auf Latein heißt Apfel ‚Malus’, was wiederum übersetzt: ‚das Böse’ bedeutet. Schließlich hat diese Frucht zum Sündenfall geführt.

animierte-apfel-bilder-10Jeder Deutsche isst – nach einer Statistik – 25 Kilo Äpfel pro Jahr. Da könnte man doch meinen, es handele sich dabei um heimisches Obst. Er war jedoch ursprünglich in Zentral- und Westasien beheimatet. Um 10.000 vor Christus wuchsen auf dem Gebiet des heutigen Kasachstans Äpfel. Über die alten Handelsstraßen gelangten sie schon in der Antike in den Schwarzmeerraum und wurden von den Christen und Römern kultiviert, denn die ersten Äpfel waren sehr sauer und wiesen viele Kerne auf.

Die kultivierte Frucht war zunächst ausgesprochen teuer und galt außerdem als Aphrodisiakum. Es wurde überliefert, dass ein Grieche, der sich verloben wollte, seiner Angebeteten einen Apfel zuwarf. Fing sie ihn auf, war die Antwort positiv, wenn nicht, war es eine Absage. Auch war es Tradition, sich in der Hochzeitsnacht neben dem Bett auch einen Apfel zu teilen. 

 


Quelle: Planet-Wissen.de

Freitag, 29. Mai 2015

Gemeinsame Entscheidung

Bildergebnis für gifs reisebusStellt euch einen herrlichen Urlaubstag vor. Ihr habt mit einer Reisegruppe von 12 Personen eine Tour gemacht. Am Ende dieses Tages beschließt die Gruppe, gemeinsam essen zu gehen. Einige wollen französisch, andere chinesisch, einige italienisch oder gar japanisch essen. 
Wie findet man da einen gemeinsamen Nenner? Habt ihr Vorschläge?




Donnerstag, 28. Mai 2015

Dialekte

Der Reformator Martin Luther brachte es auf den Punkt:  "Es sind aber in der deutschen Sprache viel Dialecti, unterschiedliche Arten zu reden, dass oft einer den Anderen nicht wohl versteht..."
Noch heute sprechen viele Deutsche in ihrer eigentlichen Muttersprache, dem Dialekt, und so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Die Unterschiede von Nord nach Süd sind dabei so groß, dass der eine den anderen kaum verstehen kann. Deutschland gehört zu den Ländern mit auffallend vielen Dialekten.
Bildergebnis für gifs kostenlos dialektDas Wort Dialekt stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet "Gespräch und Redensweise von Gruppen". Dialekt ist ein eigenes "sprachliches System", das eigene Regeln hat und parallel zur Standardsprache funktioniert. Bis zum Ende des Mittelalters war die Sprache der Professoren, Kleriker und Humanisten das Lateinische. Das Volk sprach Dialekt, je nach Ort und Region verschieden.  
Sprachgeschichtlich hat es im germanischen Sprachraum immer schon Dialekte gegeben. Die einzelnen germanischen Stämme bildeten schon sehr früh lokale Unterschiede heraus.
Heute zählt man innerhalb Deutschlands 16 größere Dialektverbände, dazu gehören unter anderem Bayerisch, Alemannisch, Obersächsisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Westfälisch, Ostwestfälisch, Brandenburgisch und Nordniederdeutsch. Vom Aussterben sind die Dialekte nicht bedroht – und das ist gut so, wie ich finde!


gif: Süddeutsche.de
Quelle: Planet-Wissen.de

Mittwoch, 27. Mai 2015

Woher stammt die Bezeichnung

'Giftgrün'?

Zur Herstellung von grünen Farben waren einst giftige Zutaten notwendig. Eine bestimmte Malfarbe, das ‚Schweinfurter Grün’ wurde aus Kupfer Grünspan, gelöst in Arsen, hergestellt. Nach dem Auftragen entwichen der Farbe giftige Arsendämpfe. 

Bildergebnis für gifs kostenlos napoleonDieses Grün war auch die Lieblingsfarbe von Napoleon. In seinem Exil auf St. Helena ließ er alle seine Wohnungsräume mit dieser Farbe streichen. Letztendlich starb er wohl an den giftigen Ausdünstungen dieser Farbe. Als man nämlich seinen Leichnam chemisch analysierte, fand man große Mengen Arsen in seinen Haaren und Fingernägeln.




Quelle: www.reportagen.de

Dienstag, 26. Mai 2015

Blauer Himmel

Unsere Reizwörter lauteten diesmal:

Projekt - Schlafmütze - mürrisch - bedauernswert - stopfen

Hier ist die Liste aller reizenden Damen, 
die sich für euch eine Geschichte ersonnen haben: 


Foto bei Renate Kerber stibitzt! :-)


Verena betrat das Zimmer ihres ältesten Sohnes.
„He, Tino, du alte Schlafmütze“, weckte sie ihren Großen. „Du weißt doch, dass du heute mit dem Fahrrad zur Schule fahren musst. Mein Auto ist in der Werkstatt. Ich kann dich nicht fahren. Du musst jetzt aufstehen.“
Tino knurrte so etwas wie ‚Ja’, zog sich dabei jedoch die Bettdecke noch weiter über den Kopf.
„Nee, mein Lieber, so haben wir nicht gewettet“, setzte sich seine Mutter durch und zog ihm die Bettdecke weg.
„Los, hopp jetzt, raus aus dem Bett. Ich muss auch noch Steve wecken. Er wird heute von dem Vater seines Freundes mitgenommen.“
Mühsam schälte sich Tino aus dem Bett, schlurfte mürrisch ins Bad und gab wirklich eine bedauernswerte Figur dabei ab, so dass Verena lachen musste. Anschließend ging sie in das Zimmer ihres jüngeren Sohnes. Hier fand sich ein ganz anderes Bild, denn er lag schon wach auf seinem Bett.
„Guten Morgen, Ma, kann ich jetzt aufstehen?“, fragte er. Wie verschieden ihre Kinder waren.
„Klar, darfst du aufstehen“, antwortete Verena und widerstand ihrem Gefühl, ihren Jüngsten in den Arm nehmen zu wollen. „Mama, das ist voll peinlich!“, hatte er letztens gesagt. Sie musste sich wohl damit abfinden, dass die Kuschelstunden mit ihren Kindern gezählt waren.
Bald darauf saßen sie zu dritt am Frühstückstisch. Verena schmierte noch schnell jedem ein Brot und packte es in die jeweilige Schultasche.
Draußen hupte ein Auto. Beim Blick auf die Uhr erschrak Verena. „Steve, du wirst schon abgeholt. Komm schnell, damit sie nicht auf dich warten müssen.“
Verena winkte ihm nach und ging wieder zu ihrem Großen in die Küche. „Tino, beeil dich bitte. Schau mal auf die Uhr. Du musst gleich ordentlich in die Pedalen treten, sonst kommst du zu spät!“
Noch kauend erhob er sich, schnappte zuerst seine Jacke, anschließend seine Tasche und machte sich auf den Weg. Er brachte tatsächlich ein ‚Tschüß’ über seine Lippen und erklärte seiner Mutter im Wegfahren, dass er erst später heim käme, da er gemeinsam mit seinem Freund an einem Projekt in der Schule arbeite.
„Ist okay, aber jetzt musst du wirklich los“, verabschiedete Verena ihren Sohn und winkte auch Tino nach, obwohl es ihm bestimmt nicht recht war.
Sie ging zurück in die Küche, setzte sich noch einmal in aller Ruhe an den Tisch, um eine Tasse Kaffee zu trinken, bevor sie ihrer täglichen Arbeit im Haushalt nachging.
Als sie in das Zimmer ihres Großen kam, öffnete sie zuerst einmal das Fenster weit. Es war zwar noch kühl an diesem Vormittag, doch der Himmel zeigte sich in seinem schönsten Blau. Das Martinshorn, das sie währenddessen aus der Ferne hörte, wollte so gar nicht dazu passen.
Während Verena im Wohnzimmer saugte, sang sie laut das Lied, das sie gerade noch im Radio gehört hatte. Aus diesem Grund überhörte sie zunächst die Haustürklingel. Als sie den Staubsauger jedoch anschließend wieder in seine Ecke verbannte, bemerkte sie diese dann doch.
„Guten Morgen, Frau Mühlenhaus, dürfen wir herein kommen“, fragte einer der beiden Polizisten, die vor ihrer Haustür standen.
Verena verspürte sofort einen dicken Kloß im Hals. Es musste etwas passiert sein! Sie trat einen Schritt zur Seite, schaffte es aber nicht, ein Wort heraus zu bringen. Als sie mit den Männern im Wohnzimmer saß, nahm einer der beiden das Wort. „Frau Mühlenhaus, wiederholte er ihren Namen abermals, wir müssen ihnen eine schlechte Nachricht überbringen.“ – Obwohl Verena saß, hatte sie das Gefühl zu schwanken und gleich vom Sessel zu fallen. Etwas Schlimmes kam da auf sie zu. Sie spürte es.
„Ihr Sohn Tino hatte einen schweren Verkehrsunfall. Er hat anscheinend die rote Ampel übersehen. Ein LKW konnte nicht mehr ausweichen und hat ihn erfasst. Leider kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.“
Verena hörte, was die Männer sagten. Im selben Moment wurde ihr schwarz vor Augen und sie verlor das Bewusstsein.
Ein Jahr später:
Verena stand in der Küche. Sie belegte einen Obstboden mit Himbeeren. Die hatte Tino immer so gerne gegessen. Sie ging ins Wohnzimmer, öffnete die Tür der kleinen Bar und schenkte sich ein Glas Wodka ein. Sie ging zurück in die Küche und belegte die Torte weiter mit dem roten Obst. ‚Was mache ich hier eigentlich?’, fragte sie sich während dieser banalen Tätigkeit und wofür machte sie das. Es war doch alles sinnloses Tun. Am liebsten hätte sie den ganzen Kladderadatsch an die Wand gepfeffert. Aber das ging ja nicht. Die Torte war für Steve, der heute seinen 14. Geburtstag feierte. Wieder ging Verena ins Wohnzimmer und öffnete das Barfach. In zwei Jahren würde er 16. - Tino war nur 16 Jahre alt geworden. Warum war ihr Auto an dem Tag des Unglücks in der Werkstatt? Wenn sie ihn gefahren hätte, dann … Warum musste er so jung sterben und warum musste sie das alles ertragen? Warum hatte Gott das zugelassen, dass ihr Sohn starb? Warum? Niemand hatte ihr bisher darauf eine Antwort geben können. Niemand! Wenn Verena ihr jetziges Leben und das letzte Jahr betrachtete, war sie eigentlich auch tot, mit dem einzigen Unterschied, dass sie noch auf dieser Erde herum lief. Warum? Warum durfte sie nicht bei ihrem Sohn sein und warum war dieses Unglück geschehen? Was hatte sie getan, dass sie derart bestraft werden musste? Diese ständigen Gedanken waren einfach unerträglich.
Als sie am Nachmittag mit Steve alleine vor der Himbeertorte saß, war sie eigentlich gar nicht anwesend. Wortlos pickte sie eine Himbeere von der Torte und stopfte sie in ihren Mund.
Steve sah seine Mutter an und frage sie tief traurig: „Mama, weißt du eigentlich, dass du zwei Söhne hast? Wir sind nicht beide gestorben. Ich lebe noch. Aber du siehst mich gar nicht mehr. Wenn du mal sprichst, dann geht es garantiert um Tino. Doch er ist nicht mehr da, Mama. Er fehlt uns allen. Mir und Papa genau so wie dir, doch wir drei leben noch! Wir sind nicht tot. Bitte tu nicht so, als würden wir alle nicht mehr existieren und bitte, hör auf zu trinken. Du kannst deine Sorgen nicht im Alkohol ertränken!“
Verena sah ihrem Sohn entsetzt in die Augen. Tränen waren darin zu sehen. Erst jetzt bemerkte sie, dass Steve in diesem einen Jahr erwachsen geworden war. Auch seine Traurigkeit hatte sie nicht wahr genommen. Wie konnte sie ihr lebendes Kind nur so vernachlässigen? Verena hatte nicht geweint, ein ganzes Jahr lang hatte sie keine einzige Träne geweint, doch jetzt brachen alle Dämme. Sie weinte und schluchzte, als ihr Mann die Küche betrat.
„Endlich“, sagte er, ging zu ihr und nahm seine Frau in die Arme. „Endlich weinst du. Jetzt werden wir es gemeinsam schaffen!“ 


© Martina Pfannenschmidt, 2015


Liebe Klaudia!
Herzlich Willkommen!
Du bist mein 60. Follower!!!
Ich freue mich!!


Montag, 25. Mai 2015

Weihnachten – Ostern – Pfingsten

Drei wichtige Feste der Christenheit. Okay, was Weihnachten geschah, dass wissen wohl die meisten Christen: Jesus wird im Stall von Bethlehem geboren. Bei Ostern und der Auferstehung wird es dann schon schwieriger – auch mit dem Verständnis dessen, was da geschehen ist. Doch warum feiern wir Christen das Pfingstfest? Ist da auch etwas Außergewöhnliches geschehen? Die Antwort ist einfach: Ja! Doch zu verstehen, was damals geschah, ist auf den ersten Blick noch verwirrender als die Auferstehung zu Ostern.
Beginnen wir mit der Frage: Was bedeutet das Wort überhaupt? Pfingsten geht auf das altgriechische Wort ‚penteksote’ zurück und das bedeutet ‚Fünfzigster’. Am 50. Tag nach Ostern feiern wir das Pfingstfest. Da Ostern variiert – variiert auch das Datum des Pfingstfestes.
Bildergebnis für gifs kostenlos pfingstenWas geschah nun am 1. Pfingstfest? Die Bibel beschreibt es als ‚Ausgießung des Heiligen Geistes’ auf die Jünger, also auf die Menschen, die Jesus zu seinen Lebzeiten begleiteten. Nach Auffassung der Kirche bildet der Heilige Geist zusammen mit Gott und Jesus Christus die göttliche Dreiheit. An Pfingsten erteilte Gott den Jüngern den Auftrag, die Worte und Taten seines Sohnes bei den Menschen lebendig zu halten. Dazu kam der Heilige Geist auf sie nieder – in der Kunst oft als Feuerzungen über ihren Häuptern dargestellt.
Der Heilige Geist, dieser ‚nicht fassbare’ Teil der göttlichen Dreifaltigkeit wird oft auch als ‚Lebensatem’ oder ‚Wind’ beschrieben. Einige Künstler versuchten, mit der Darstellung dieses Windhauchs das Unsichtbare darzustellen. Die oben genannten Feuerzungen symbolisieren das Wirken des Heiligen Geistes. Flammen und Feuer stehen für Kraft, die den Jüngern von Gott übertragen wurde. Vom Heiligen Geist empfingen sie die Fähigkeit, Gottes Wort in vielen Sprachen in die Welt hinauszutragen und vom Leben und Wirken Jesu zu berichten. Wir haben auch heutzutage noch jederzeit Zugang zu den Worten Gottes. Wir müssen dazu ‚NUR’ in der Bibel lesen.


Sonntag, 24. Mai 2015

Sonntagsgedanken - Wald

Bildergebnis für gifs pfingsten
www.akneinversa.formurieren.de

Die liebe Sophie Wortklug mit ihrem fantastischen Blog
hat eine wirklich großartige Idee. 

Sie möchte - immer wieder sonntags - 
anbieten - und zwar zu einem vorgegebenen Thema.
Am heutigen Sonntag lautet es: Wald! 
Ihr findet bei ihr 
(nicht nur sonntags - aber dann ganz speziell)
Aphorismen, Gedichte, philosophische und lyrische Texte - 
kurz gesagt:
poetische Schriften.
Wann immer ich kann, werde ich mich sehr gerne 
an diesem Projekt beteiligen,
das mit dem heutigen Sonntag beginnt. 
Ihr findet meine 
'Sonntagsgedanken', 
- wie ich es nennen möchte -
hier bei mir
und auch - neben hoffentlich vielen anderen - 
im Blog von Sophie!




Meine Schritte – lautlos auf weichem Boden. 
Mein Blick – wandert hinauf zu den Gipfeln.
Meine Ohren – vernehmen die Stille.
Meine Augen – entdecken Tau auf den Blättern. 
Meine Nase – durchströmen Düfte.
Mein Mund – kostet süße Beeren.
Meine Seele – ist tief berührt.

Mein Herz – fragt:
Warum bist du so selten hier – im Wald?

Text und Foto © Martina Pfannenschmidt





Samstag, 23. Mai 2015

Vor unseren Augen

Gestern hatten die (Enkel-)Kinder frei. Die Zwei waren bei mir, da ihre Eltern arbeiten mussten. Morgens schien die Sonne und die Beiden spielten draußen. Ich hielt mich im Haus auf, allerdings stand die Balkontür weit offen, damit ich die Enkel hören konnte. Irgendwann rief die Große: „Oma, sind das Kraniche, die da so laut sind?“ Ich ging auf den Balkon. Über dem Nachbarfeld, dort geht gerade der Mais auf, kreisten mindestens 15 Krähen und krächzten und kreischten so laut es ihnen möglich war. Teilweise gingen sie im Sturzflug herunter, um ein Tier, das sich auf dem Feld befand, zu attackieren. Da ich nicht erkennen konnte, um welches Tier es sich dabei handelte, holte ich schnell ein Fernglas. Es war ein Fuchs. Er hatte einen Hasen erbeutet. Er lebte noch und wand sich unter ihm. Die Krähen wollten ihn lautstark von seinem Tun abhalten. Eine Minute später herrschte – im wahrsten Sinne des Wortes – eine Totenstille. Kein Geschrei war mehr zu hören. Die Krähen ließen sich der Reihe nach auf dem Feld nieder. Sie wussten, sie konnten dem Hasen nicht mehr helfen. Ich muss sagen, nicht nur den Kindern, sondern auch mir ging diese Sache nahe. 
Bildergebnis für gifs kostenlos fuchsVor unseren Augen ereignete sich etwas, was in der Natur immer wieder geschieht: Der Schwächere unterliegt dem Stärkeren. So ist das Prinzip. Was ich wirklich beeindruckend fand war die Tatsache, dass sich die Vögel für einen Hasen einsetzten. Wäre es eine Krähe gewesen, die der Fuchs töten wollte, hätte ich das Verhalten der Vögel besser verstanden, doch es war ein Hase, für den sie sich einsetzten. Das war wirklich beeindruckend!


Herzlich Willkommen
 liebe 
Elisabeth!
Ich freue mich, dass du da bist!


Freitag, 22. Mai 2015

Hört beim Geld die Freundschaft auf?

Bildergebnis für gifs geldHabt ihr schon einmal Geld verliehen und bekamt es nicht zurück? Mir ist es einmal so ergangen. Es war kein ‚Freund’, dem ich es geliehen habe und die Summe war auch nicht sooo groß und wenn ich ehrlich bin, wusste ich schon in dem Moment, als ich dieser Person das erbetene Geld gab, dass ich es nicht zurückbekommen würde. – Psychologen raten übrigens, einem anderen Menschen nie mehr Geld zu leihen, als man auch ‚verschenken’ könnte. Das heißt, man soll das Geld eigentlich umgehend ‚abschreiben’. Intuitiv habe ich es damals so gemacht.
Doch was würde ich tun, käme wirklich ein Freund und würde mich um mehr Geld bitten. Ich kann es ziemlich schnell beantworten: Ich würde es geben – vorausgesetzt natürlich, dass ich es selbst hätte. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass dies eine Freundschaft belastet. Vielleicht denkt der eine bei einem Zusammentreffen: ‚Hoffentlich vergisst er nicht, dass er mir noch Geld schuldet’ und der andere denkt: ‚Hoffentlich spricht er mich nicht auf das Geld an’. Das ist belastend.

Wie schrieb es der irische Schriftsteller und Satiriker Georg Bernard Shaw so treffend: „Geld: ein Mittel, um alles zu haben bis auf einen aufrichtigen Freund, eine uneigennützige Geliebte und eine gute Gesundheit.“