Sonntag, 30. August 2015

Sonntagsgedanken - Thema: Glück!

Sonntag!

Zeit für:
Poesie à la carte
Das heutige Thema:

Glück!

Weise Menschen haben es einst erkannt:
Baue dein Haus lieber nicht auf Sand –
warte nicht auf das große Glück,
sammle das kleine – Stück für Stück!

Schon morgens, die heiße Tasse Tee
oder der dampfende, schwarze Kaffee.
Zucker darin, vielleicht ein Stück,
das ist doch schon ein Moment voller Glück.

Ein Sonnenstrahl auf deiner Nase.
Blumen draußen oder in der Vase.
Ein warmer Mantel an kalten Tagen,
Kinder, die ständig ‚Warum?’ dich fragen.

Dein Kätzchen, das um deine Beine streicht,
dein Hund, der heimlich ins Bett sich schleicht,
ein Klönschnack mit dem Nachbarn am Zaun -
im Zirkus-Zelt der lachende Clown.

Es wird in jedem noch so kargen Leben
viele dieser Glücksmomente geben.
Wir müssen sie nur für uns erkennen -
schon können wir uns GLÜCKLICH nennen.

© Martina Pfannenschmidt, 2015


Weitere glückliche Gedanken
gibt es

Donnerstag, 27. August 2015

Ich bin fassungslos!

In den letzten Tagen ging ein Bericht durch die Presse, dass in unserem Dorf eine Bande unterwegs sei, die an der Haustür klingelt und nach Geld fragt. Sie waren auch bei uns. Gestern hörte ich, dass jemand ihnen 2 Euro geben wollte und diese Personen dann gesagt hätten, das sei zu wenig, er solle ihnen mindestens 5 Euro geben.
Die auf diese Bettler hingewiesene Polizei bat um Nachricht, sobald die Leute wieder im Ort auftauchen würden.
Bildergebnis für gifs kostenlos diebUnsere Tochter kam eben aus dem Kindergarten zurück und hatte dort gehört, dass eine ältere Person angerufen und nach Strich und Faden ausgefragt wurde. Erst als die Frage aufkam, ob sich im Haus eine Alarmanlage befände, wurde der Angerufene skeptisch. Seither hat die Person Angst, überfallen zu werden oder vor einem Einbruch ins Haus.
Doch was unsere Tochter gerade von einer Bekannten erzählte, macht mich sprachlos. Die Frau stand an der Tankstelle, als sie von einem Mann in Malerbekleidung angesprochen und gefragt wurde, ob sie evtl. jemanden kennt, der einen Maler benötigte. Sie verneinte das. Da gab ihr der Mann seine Visitenkarte mit der Bitte, sich doch bei ihm zu melden, wenn ihr noch jemand einfiele. Die Frau fuhr weiter. Nach ein paar Minuten wurde ihr sehr komisch. Beim Blick in den Rückspiegel entdeckte sie, dass besagter Maler sie mit seinem Fahrzeug verfolgte. Da wurde ihr bewusst, dass etwas im Argen war. Geistesgegenwärtig steuerte sie einen Parkplatz an und hupte ununterbrochen, so dass andere Leute auf sie aufmerksam wurden und der Maler in seinem Auto floh. Die herbei gerufene Polizei wusste, dass das eine neue ‚Masche’ ist. Diese Visitenkarte war mit einer Droge getränkt. Nach ca. 15 Minuten setzt sie die Person, die damit in Haut-Kontakt kommt, außer Gefecht. Der Maler hatte übrigens Arbeits-Handschuhe getragen.
Man hat diese Visitenkarten auch schon in Briefkästen gefunden. Diebe werfen sie ein, lauern, wann der Besitzer seine Post holt, warten eine kurze Zeit und gehen dann in die Wohnung oder das Haus, um es auszurauben.

Ich bin wirklich fassungslos!!!


Dienstag, 25. August 2015

Das Klassentreffen


Hallo, ihr Lieben! 

Zunächst einmal möchte ich mich sehr herzlich für eure lieben Kommentare bedanken. Da ich noch ein bisschen im Blog-Urlaub bin, seht ihr es mir bestimmt nach, dass es nur einen Sammeldank gibt. Der kommt aber ebenso von Herzen!!

Bildergebnis für gifs kostenlos dankeschön

Heute gibt es nun noch einmal eine 'alte' Geschichte - doch in der kommenden Woche wird es mit den Reizwörtergeschichten am Dienstag weiter gehen und darüber freue ich mich sehr. Es ist zwar nicht immer ganz so einfach, wöchentlich eine Geschichte abzuliefern, doch es ist auch ein Ansporn. Danke an alle, die immer wieder den Weg hierher finden!!!

Bildergebnis für gifs kostenlos klassentreffen

Simone hielt das Foto ihrer ehemaligen Mitschüler in ihren Händen. Der eine oder andere Name fiel ihr wieder ein. Sie schmunzelte bei den Erinnerungen.
Olaf - er war der Hallodri der Klasse – doch er sah so unverschämt gut aus. Es gab kein Mädchen, das nicht in ihn verliebt gewesen wäre. Scheinbar schien die Sonne nur für ihn.
Es gab keinen Tag, an dem er nicht den Pausenclown spielte oder in einer anderen Form auffiel. Bei den Lehrern war er deshalb nicht so beliebt, wie bei den Mädchen der Klasse.
Er war kein besonders guter Schüler, doch Simone ahnte, dass er auch so seinen Weg gemacht hatte. Mit seinem Charme machte er sicher das eine oder andere Defizit wett.
Simone gehörte zu den Mädchen, die keine Chance bei ihm hatten. Er war mit dem hübschesten Mädchen der ganzen Schule liiert. Da hatte sie keine Chance.
Sie war als Kind pummelig gewesen, hatte eine Zahnspange getragen und in ihrem Gesicht prangten dicke rote Pickel. Doch schauen und träumen war ja erlaubt. Und so hatte sie geträumt – an jedem Tag den der Herrgott gab.
In ihrem Träumen sah sie sich in seinen Armen liegen, spürte seine Küsse und sah die anderen Mädchen neidvoll am Rand stehen.
Heute war sie keine Träumerin mehr und die Pickel der Pubertät gehörten lange der Vergangenheit an. Sie hatte das Schwimmen für sich entdeckt und mit einer zusätzlichen Ernährungsumstellung ihr Gewicht in den Griff bekommen.
Heute war Simone schlank. Die Zahnspange hatte ihre Zähne gerichtet und ihr Lächeln war charmant. 
Es war kaum zu glauben, dass seit der Schulentlassung 20 Jahre ins Land gezogen sein sollten, doch es war so.
Jetzt lud Ines zu einem Klassentreffen ein und Simone sagte ihr Kommen gerne zu. Sie freute sich darauf, die anderen nach so langer Zeit wieder zu sehen.
Bestimmt waren die meisten inzwischen verheiratet und hatten, genau wie sie, Kinder.
Simone war vor 13 Jahren Mutter von Zwillingen geworden. Sie gab damals ihren Beruf auf und kümmerte sich seither um die kleine Familie. Sie ging in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter total auf. Doch jetzt würde sie ihre Bande für ein paar Tage alleine lassen. Sie wollte das Klassentreffen mit ein paar Tagen Urlaub bei ihren Eltern verbinden.
Simone hatte jedoch für ihre Familie vorgesorgt. In der Kühltruhe stand das Essen für jeden Tag, so dass die drei Männer nicht verhungern würden.
Bereits am nächsten Tag bezog Simone das Gästezimmer ihres Elternhauses.
Als sie am Abend auf dem Weg zum Klassentreffen war, stellte sich ein leichtes Kribbeln in der Bauchgegend ein. Sie konnte eine gewisse Aufgeregtheit nicht leugnen.
„Ob ‚Er’ wohl da ist?“, fragte sich Simone und schüttelte gleich darauf über sich selbst den Kopf. Es war über 20 Jahre her, doch die Erinnerung an Olaf und ihre damaligen Träume waren in diesem Moment sehr präsent. 
Es waren schon einige ihrer ehemaligen Mitschüler anwesend und Simone wurde mit einem lauten „Hallo, wer bist du denn?“, begrüßt. Die meisten ihrer Mitschüler erkannten sie nicht und auch Simone hatte Probleme mit dem Wiedererkennen des einen oder anderen. 
Die Tür wurde erneut geöffnet und es war Simone, als wäre sie noch ein Teenager; als hätten die Schmetterlinge von damals nur auf diesen Moment gewartet. Sie erkannte Olaf sofort.
Er kam auf sie zu, reichte ihr die Hand und sagte: „Hallo, schöne Frau. Du sollst auch in meiner Klasse gewesen sein? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. An dich könnte ich mich doch ganz sicher erinnern.“ 
Es war Ina, die neben ihnen stand, und Olaf aufklärte, wer sie war. Simone spürte, wie sein Blick sie musterte.
„Jetzt verstehe ich dass endlich, wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird“, hörte Simone ihn sagen.
Vielleicht war es nicht das intelligenteste Kompliment, doch es verfehlte nicht seine Wirkung.
Es wurde ein weinseliger Abend. Sie erzählten durcheinander und hatten viel Spaß. Natürlich fehlten nicht die Anekdoten von damals.
Alle schwelgten in Erinnerungen.
Simone bemerkte die Blicke, die Olaf ihr sandte, doch sie ignorierte sie, so gut sie konnte. Dass ihr dabei ein wohliger Schauer über den Rücken lief, konnte er ja nicht sehen.
Jetzt wurde es aber Zeit, nach Hause zu gehen. Simone hatte eindeutig zu viel Wein getrunken.
Sie verabschiedete sich von Ines und bedankte sich nochmals für die Organisation dieses wunderbaren Abends.
Man versprach sich, den Kontakt nicht wieder abbrechen zu lassen, ahnte jedoch, dass man es nicht einhalten würde.
Simone stand an der Garderobe, um nach ihrer Jacke zu suchen, als sie gefragt wurde: „Darf ich dich nach Hause begleiten?“
Sie wusste, wer hinter ihr stand und nickte nur. Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her. Dann unterbrach Olaf die Stille.
„Du bist eine wunderschöne Frau geworden, Simone“, sagte er. „Hätte ich dir doch damals nur mehr Beachtung geschenkt. Wie dumm ich war.“
Seine Worte waren wohl gewählt und fanden ihr Ziel. Simone fühlte sich geschmeichelt.
Olaf blieb stehen, drehte Simone zu sich und küsste sie. Einfach so. Und sie ließ es geschehen. Endlich! Endlich erfüllten sich ihre Träume.
Da Olaf auch ein paar Tage in seiner Heimat verbringen wollte, verabredeten sie sich für den kommenden Tag.
Simone wusste, es war ein Spiel mit dem Feuer und doch konnte sie ihm nicht widerstehen.
Sie verbrachten einen wundervollen Tag miteinander, aßen gemeinsam zu Abend und seine Blicke verrieten ihr, dass er mehr wollte. Doch wollte sie das auch?
Simones Handy klingelte. Ihre Zwillinge riefen an, um ihr zu sagen, dass sie sich schon auf ihr Wiederkommen freuten. Als ihr Mann den Hörer nahm und ihr sagte, wie sehr sie ihm fehlte, kannte sie die Antwort auf ihre Frage.
Nachdem sie aufgelegt hatte, erhob sie sich, verabschiedete sich knapp und ließ ihren Jugendschwarm verdattert im Lokal zurück. So eiskalt wurde er noch nie abserviert.



© Martina Pfannenschmidt 2013







Sonntag, 23. August 2015

Sonntagsgedanken - Thema Wurzeln!

Poesie à la carte
heute mit dem Thema

Wurzeln!

Zu welchen Gedanken mich dieses Thema führte, 
lest ihr hier.
Zu den Gedanken der anderen geht es
hier 
entlang!

Foto: Pixelio.de/M. Großmann

Mein Baum,
jedem Wind und Sturm trotzt du.
Deine Äste streckst du
dem Himmel entgegen,
so, als möchtest du dem Allmächtigen
dafür danken,
dass er dich an diesen Platz gestellt hat.

Woher nimmst du nur deine Kraft?

Ich kenne die Antwort:

Aus der Tiefe der Erde,
in die du deine Wurzeln gegraben hast.

Warum bin ich nicht wie du?
Warum bin ich nicht standhaft an meinem Platz und in meinem Reden und Tun?
Warum bin ich unsicher?
Warum bringen mich manche Situationen
ins Straucheln?
Warum schaffen es andere Menschen,
mich zu beeinflussen?
Warum lasse ich zu,
dass sie mir meine Lebensfreude rauben?
Warum fülle ich meinen Platz
an den ich gestellt wurde, nicht aus?

Ich kenne die Antwort:

Weil ich nicht fest verwurzelt bin!

Kann ich als Mensch
überhaupt Wurzeln schlagen?

Versuchs,
sagt der Baum und lächelt. 

Samstag, 22. August 2015

Die schönsten Geschichten …

… schreibt das Leben – so sagt man doch. Ich kann das wirklich bestätigen. Ihr glaubt ja nicht, wen …
Nein, Moment, nicht so schnell. Alles noch einmal auf Anfang.
Bildergebnis für gifs kostenlos wie schön dich getroffen zu habenAlso, dass war so: Heute nach dem Mittagessen fragte unsere Tochter, ob ich mitfahren wolle in einen bestimmten Supermarkt. Eigentlich kaufen wir dort nicht und wenn überhaupt, bin ich 3 bis 4-mal im Jahr dort. Unsere Tochter suchte etwas Bestimmtes und ich fuhr mit, obwohl ich mich genau so gerne auf den Balkon gesetzt hätte.
Wir gingen durch die Gänge. Hier und da trifft man den Blick eines Menschen ohne sich etwas dabei zu denken. Viel war es nicht, was wir kaufen wollten – ich steuerte nur noch schnell die Zahnbürsten an, als mich plötzlich jemand ansprach: „Entschuldigung, ich muss jetzt einfach mal fragen: Klümpchen für die Seele?“ Ich war ein bisschen irritiert und sagte nur kurz: „Ja!“
Die Frau erzählte, sie habe mich eine Weile beobachtet und gedacht: ‚Das muss sie sein. Wenn du dich jetzt nicht traust, sie anzusprechen, vertust du die Chance.’ Wie gut, dass sie sich getraut hat. Aber jetzt muss ich noch einmal in der Zeit zurückgehen.

Als ich damals mein Blog eingerichtet hatte, wurde ich ziemlich schnell von einer gaaaanz lieben Frau gefunden, die auch immer bei mir kommentierte. Ich nenne jetzt nicht ihren Namen, sondern schreibe einfach nur A. Sie lebte zu dem Zeitpunkt nicht in Deutschland, was ich aber nicht wusste. Was ich auch nicht von ihr wusste war, dass sie eigentlich aus meiner Heimat stammte. In einem ihrer letzten Kommentare schrieb sie, dass es in ihrem Leben zu dem Zeitpunkt ziemlich turbulent zuginge, sie bei mir weiterhin lesen würde, doch nicht mehr die Zeit fände, zu kommentieren. Im letzten Jahr kurz vor Weihnachten rief sie mich völlig unerwartet an, worüber ich mich auch schon sehr gefreut hatte - ja und heute? Heute trafen wir uns beim Einkaufen. Das ist doch wohl der Hammer. Wir hätten uns sicher noch stundenlang unterhalten können, doch der ‚Alltag’ rief und andere Termine. A. sagte beim Abschied: „Das werde ich gleich meinem Mann erzählen, dass ich das ‚Klümpchen’ getroffen habe.“ Nee, war das lieb! Liebe A. es war soooo schön, dich kennen zu lernen!!! Danke, dass du dich getraut hast, mich anzusprechen. Wann immer du die Zeit findest, treffen wir uns nicht durch Zufall sondern ganz bewusst wieder und quatschen dort weiter, wo wir heute aufgehört haben. Es gibt Menschen, zu denen hat man einfach sofort einen Draht. Es war auch gar nicht so, als wenn ich einer Fremden begegnet wäre. Wie sagte sie so schön zum Abschied: „Das war jetzt ein Mini-Blogger-Treffen“ – ja genau, und zwar ein völlig Unerwartetes! 


gif: chefkoch.de

Freitag, 21. August 2015

Die Haselmaus …

… liebt Haselnüsse. Eigentlich verrät dies schon ihr Name. ‚Hasel’ kommt übrigens aus dem althochdeutschen ‚hasal’ und bedeutet: Nuss. – Demnach heißt Haselnuss also Nussnuss – lach!!
Die Haselmaus ist sehr scheu. Sie tut sicher gut daran, denn sie ist mindestens so hübsch wie ein Goldhamster! :-)

Bildergebnis für gifs kostenlos haselnussEine ‚ausgewachsene’ Haselnuss ist für so eine kleine Haselmaus kaum zu knacken. Deshalb bedient sie sich eines Tricks. Sie wartet nicht, bis die Nuss hart und holzig ist, sondern sie sucht sich die noch grünen Früchte. In die noch weiche Schale knabbert sie ein Loch und holt sich die Frucht heraus. Ganz schön clever, die Kleine!