Samstag, 13. Februar 2016

Älter werden = kränker werden?

Als wir letztens bei einer Geburtstagsfeier beisammen saßen, kam das Gespräch unweigerlich auf Krankheiten. Früher sprachen wir allenfalls über die Erkrankung unserer Eltern und wir waren genervt, weil es für sie kein anderes Thema als das Krankheitsthema gab. Und heute? Ich glaube, es ist Vorsicht geboten nicht auch in dieses Muster zu verfallen, denn die Erwartungshaltung, im Alter zu erkranken ist sehr hoch. Das wiederum ist riskant, wenn man diesem Satz glauben schenkt: ‚Das was du heute denkst, wirst du morgen sein’! Wir sollten die Kraft unserer Gedanken nicht unterschätzen und uns damit keine Erkrankung im Alter ‚zimmern’.

Viele sagen: Da kann man nichts machen, das ist halt so im Alter. Gut, dann ist das der Glaube dieser Menschen, der sich erfüllen könnte.

Wenn man die Menschen beobachtet, könnte man zu der Erkenntnis kommen, dass Erkrankungen ‚typbedingt’ ist. Der Mensch, der Spaß und Freude am Leben empfindet, der neugierig bleibt und agil, kann dies bis ins hohe Alter beibehalten. Vielleicht haben Krankheiten auch mit Langeweile zu tun. Menschen, die keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen, könnten sich in Krankheiten flüchten.

Hält man sich unter älteren Menschen auf, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, als gäbe es einen Wettbewerb: 'Der Kränkste hat gewonnen!' Oder wird man mehr wahrgenommen, wenn man sich selbst diese ‚Opferrolle’ auferlegt? Es gibt kein anderes Thema mehr und Krankheit wird zum Lebensinhalt.



 



Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    da hast du wieder mal ein heißes Eisen angepackt!
    Und ich kann dir diesmal nicht 100% zustimmen.
    Ich bin nach wie vor neugierig, habe auch immer noch Spaß und Freude am Leben und bin mittlerweile 66 Jahre alt.
    Aber man kann nicht, wie man bei dem lesen deiner Zeilen glauben könnte, alles mit positiven Gedanken zum Alter und zu Krankheiten positiv steuern !
    Sicher, wir sind das, was wir denken, das stimmt in vielerlei Hinsicht, aber manchmal kommen Krankheiten, die man beim besten Willen nicht schön denken kann. Natürlich gibt es Menschen, die sich in ihren Krankheiten zu suhlen scheinen und sie nur noch als "ihren " Lebensinhalt sehen.
    diese Menschen tun mir auch leid, aber es kann da Einsamkeit und Verzweiflung dahinter stecken, das sollte man nicht so leicht abtun!
    Aber man sollte das wirklich nicht verallgemeinern !
    Da ich glaube, dass du aus ehrlichen Herzens deine Beiträge schreibst, hoffe ich, dass du mir nun nicht böse bist über meine Darlegung zu deinem, diesen Post.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  2. Liebe Martina,
    ein sehr interessantes Thema und natürlich auch ein heißes Eisen.
    Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich auf Grund meiner langjährigen, gesundheitlichen Probleme gar keine Zeit gehabt habe, darüber nachzudenken, wie alt ich eigentlich bin.
    Für manche ist jedes Jahr, ein Jahr der Schritt, "jetzt werde ich älter, jetzt tut mir das weh oder das." Ich kenne viele Leute, die damit hadern, dass sie älter werden, dabei sollten sie doch froh sein, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt kaum gesundheitliche Probleme hatten. Egal wie alt, keiner ist davon gefeit eine schlimme Krankheit zu bekommen, das ist nicht unweigerlich mit zunehmendem Alter verbunden. Auch bin ich auch davon überzeugt, dass man es selbst steuern kann, wie ich mit zunehmenden Unpässlichkeiten fertig werde. Es ist schon richtig, eine positive Einstellung zum Leben zu haben und zum Alter.
    Ich für meinen Teil versuche trotz vieler Widrigkeiten den Tag zu leben, so gut und positiv es geht und freue mich, dass ich jeden Tag älter werde.
    Ich wünsche dir einen schönen Samstag.
    LG Sadie

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  3. Liebe Martina

    Also zuerst mal ist es Fakt, dass die Menschen heute immer
    älter werden, dadurch gibt es viel mehr Krankheiten altersbedingt !
    Also das Alter ist nicht immer schön Martina ,du kannst von Glück reden ,wenn es dir gut geht und du es voll geniessen kannst !
    Soeben hat sich eine Bekannte welche über 80J.alt war mit Exit das Leben genommen, die ewigen grässlichen Schmerzen, Rheuma etc...sie hat mir oft gesagt:
    Margrit ich kann dir sagen ,das Alter hat es in sich ,vieles ist nicht mehr schön , trotzdem ist sie bis zum letzten Tag Auto gefahren und hat sich so auf ihren Tod gefreut ...auch so was gibt es !
    Dann gibt es da noch die Einsamkeit im Alter, die Jungen haben ja für ihre Eltern keine Zeit mehr, leider ist das in unserer Wohlstandgesellschaft ein richtiges Übel !

    Meine Schwiegertochter aus Vietnam ist entsetzt, wie wir hier alte Menschen abschieben, das gibt es in Saigon nie
    da ist jeder für jeden da !

    Ich denke auch immer positiv und erfreue mich täglich an kleinen Dingen, habe aber viele gesundheitliche Probleme, die den Alltag einschränken,ich habe gelernt, damit zu leben ....und es anzunehmen :-)
    aber mit Gedanken die Krankheit oder das Übel wegbringen, das geht leider nicht !
    So viele Menschen haben wirklich Probleme ,es sind keine Einbildungen, wenn ich bedenke, wie viele junge Menschen heute schon
    krank sind, sich auch Krankheiten einbilden , Depressiv werden , ein Burnout haben etc. ....sie nicht mehr arbeiten können, ich denke viel mehr junge Menschen sind heute krank als die ältere Leute !
    Ein Psychiater sagte letzthin: die Praxen / Anstalten sind voll mit jungen kranken Menschen, so was habe man noch nie erlebt !

    Also, ich hoffe, dass du ohne Erkrankung uralt wirst, ich gönne
    das jedem Menschen von Herzen !

    Ein tolles Weekend
    wünscht dir
    Margrit

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  4. Ich könnte ja soviel über das Alter schreiben, war 20 Jahre in dem Beruf tätig.Durch meine Arbeit mit alten Menschen hat sich meine Sichtweise auf das Leben und Krankheiten total geändert . Ich bin selber chronisch krank und so sehe ich vieles mit eigenem Erleben nicht nur negeativ, sondern auch positiv.
    Ich denke darüber mache ich mal einen eigenen Post unter Gedanken über... Martina ich kann Dir beipflichten in vielem, aber auch die vielen Zeilen von Margrit unterstreichen.
    Für mich bin ich dankbar, dass ich noch vieles kann, was andere nicht mehr können, die noch jünger sind als ich.
    Aufpassen, dass Krankheiten nicht zum Hauptthema werden muss man schon, ich halte mich da raus.Ich erscheine immer so positiv, aber denke oft, wenn ihr wüsstet,... meine Krankheit habe ich angenommen und unterhalte mich sehr gut mit ihr. Ich beherrsche sie und nicht sie mich. Das heißt aber nicht, dass ich auch nicht mal der Verlierer bin, wie so viele die zu kämpfen haben mit Krankheiten die dass Leben erheblich einschränken.Sie müssen darüber reden, unbedingt es ist ja auch oft hilfreich für Betroffene Da gibt es genug und ich hoffe, die Genforschung macht viele Fortschritte.
    Bin zufällig hier noch reingerutscht bei dem Schneeregenwetter, wünsche Dir einen schönen Sonntag,liebe Grüsse Klärchen

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  5. Tja, da ist viel Wahres dran. Wobei es auch Krankheiten gibt, die einen trotz positivem Denken heimsuchen...
    LG
    Marle

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