Donnerstag, 18. Februar 2016

Bluthochdruck


Heute mache ich mir mal ein paar Gedanken zum Bluthochdruck. Der 'kritische' Grenzwert, der uns bestimmt allen bekannt ist, liegt bei 140/90 - doch es gibt Ärzte, die sogar einen Blutdruck von 120/80 als angemessen ansehen. - So weit - so gut! Oder doch nicht? Ich hätte dazu nämlich mal eine Frage: Für wen gilt denn eigentlich dieser Wert? 

Für junge Menschen oder für ältere - 
oder für uns alle?

Worauf ich hinaus will? Die Zahl der Patienten, die ein Blutdruckmittel einnehmen, ist stetig gestiegen. Woran liegt das nur? Weshalb leiden immer mehr Menschen unter Bluthochdruck? Zuviel Stress oder vielleicht doch wegen eines zu niedrig angesetzten Grenzwertes - zumindest für einige von uns? 
Könnt ihr euch erinnern, dass es eine Zeit gab, in der man seinen persönlichen Blutdruckwert wie folgt errechnete? 
Alter + 100 = idealer Blutdruckwert!!! 
Ich finde, dass lässt doch aufhorchen! Also, für eine Person von 28 Jahren galt demnach ein 'normaler' Blutdruckwert von 128/90 und für eine Person von 58 Jahren lag er bei 158/90. Also, wenn ihr mich fragt: Das macht doch Sinn - oder nicht? Es kann doch nicht sein, dass EIN Wert für uns alle - egal ob alt oder jung, dick oder dünn, gesund oder krank - gilt!!! 
Man muss bedenken, was dies bedeutet: Nämlich, dass für einen älteren Menschen ein Blutdruck von 179/90 oder 185/90 auch noch normal wäre! Wenn ich das so lese, frage ich mich: Wer zeichnet eigentlich verantwortlich für die neuen Zahlen? Da werden doch nicht etwa in einem dieser Ausschüsse hochrangige Manager der Pharmakonzerne sitzen? Kämen die nicht in einen Gewissenskonflikt? Also ich meine zwischen: Das ist gut für den Patienten und das ist gut für uns und unsere klingelnden Kassen? 
Schlucken wir vielleicht alle viel zu schnell blutdrucksenkende Mittel, die auch alle ihre Nebenwirkungen haben? Klar, wir haben Angst, dass durch den Hochdruck schwerwiegende Erkrankungen auftreten können, z. B. ein Schlaganfall. Doch nun kommen einige Ärzte daher und sagen: Es ist gar nicht unbedingt so, dass durch die blutdrucksenkenden Mittel die Gefahr für einen Schlaganfall gebannt wird. Wie bitte? Nicht? 
Ich möchte euch einen Bericht ans Herz legen - er ist etwas länger, doch wen es interessiert, der sollte ihn bis zum Schluss lesen. Es handelt sich um einen Artikel zum Blutdruck - recherchiert durch den swr!  

Kommentare:

  1. Hallo, Martina,
    zum Glück gehöre ich nicht zu den Betroffenen - mein Blutdruck ist eher zu niedrig. Trotzdem hatmich der Link interessiert - und ich glaube, daß man das Prinzip durchaus auf andere Bereiche übertragen kann.
    Die Pharmaindustrie hat natürlich großes Interesse daran, Ihre Produkte gewinnbringend zu verkaufen. Deshalb wird auch bei Krankheiten, die seltener vorkommen, kaum in die Forschung investiert. Weil es sich schlichtweg nicht lohnt, für wenige Betroffene Medikamente zu entwickeln. Diese Leute haben eben Pech gehabt - und hätten sich - zynisch betrachtet - eine andere Krankheit aussuchen sollen ...
    Liebe Grüße, und vielen Dank für diesen interessanten Beitrag!
    Christine

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  2. Liebe Martina,

    jahrzehntelang war mein Blutdruck zu niedrig. Dann wurde er zu hoch.
    Doch es hält sich in Grenzen. Ich kann ohne Medikamente leben. Dafür bin ich dankbar.
    Dein Artikel ist sehr aufschlussreich.

    Herzliche Grüße
    Elisabeth

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  3. Liebe Martina,
    ein hochbrisantes Thema. Bei mir ist Krebs und auch Diabetis eine doppelte Quelle für Bluthochdruck. Ich muss ein Präparat nehmen, damit ich um 140/80-90 liege. Das bekomme ich ganz gut hin. Aber die kleinste Aufregung schlägt aus.Ich erinnere mich auch noch gut an die Berechnung früherer Jahre. Danach läge ich toll (lach). Aber es stimmt schon, die Pharmaindustrie lässt uns nicht aus den Klauen.
    Einen schönen Resttag wünscht dir
    Irmi

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  4. Forschung und Statistik ändern sich ständig was den Blutdruck betrifft. Vor 2 jahren kam heraus, der Blutdruck sollte dem Alter entsprechen,so wie Du es auch schon schreibst.So richtig ideale Werte gibt es wohl nicht. Inzwischen sagt man nicht über 140 zu 90.Wenn ich mich aufrege geht er hoch:-))
    Mein Blutdruck hat sich durch verschiedene Krankheiten geändert. Ich hatte immer niedrigen Blutdruck, nun ist er höher und ich muss eine Tablette nehmen um ihn in Schach zu halten. Viele Frauen die ich kenne , haben nach den Wechsljahren Probleme mit dem Blutdruck.
    Viel Bewegung,Gewichtsreduzierung hilft.Ich laufe jeden Tag 12km, manchmal sogar mehr mit meinen Hunden, trotzdem...
    Eine Volkskrankheit.
    L.G.Klärchen

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  5. Liebe Martina,
    ich habe auch keine Probleme mit Bluthochdruck, selbstverständlich kenne ich noch das alte "Berechnungsmodell".
    Wenn man unter einen permant hohen Blutdruck leidet und alle Hausmittel - wie Gewichtsreduzierung, Bewegung usw. nichts helfen, dann finde ich es doch sinnvoll sich einer Medikation zu bedienen. Dass die Pharmafirmen davon sehr gut leben, daran führt kein Weg vorbei, ist auch bei den Cholesterinwerten nicht anders. Heute wird sofort eine Tablette verschrieben, ich habe daraufhin das Buch "die Cholesterinlüge" gelesen, jetzt sehe ich das alles sehr viel differenzierter.
    Es wäre zu schön, würden wir keine Medikamente brauchen.
    Lg und einen gemütlichen Abend.
    Sadie


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  6. Hi Martina ,
    mein Thema welches mich seit ein paar Jahren täglich begleitet . Allerdings sah es bisher kein Arzt so wirklich dramatisch . Sind sich ja selber nicht grün , was denn nun ein guter Wert wäre .
    Ein Grund wurde nicht gefunden , naja ich bin nicht optimalgewichtig . Komischerweise sprach da keiner von . Ich hatte manchmal Spitzenwerte von 200/.... Meine Kollegin landete gleich in der Klinik . Meine Kardiologenpraxis meinte , ich soll ganz locker bleiben , das kann schon mal so sein . Interessant fand ich , das ich dort alle 3 ansässigen Ärzte durchlief und wirklich jeder eine andere Meinung zu meinem sichtlich erhöhten Wert hatte .
    Ich möchte eigentlich auch keine Tabketten schlucken , aber dennoch gibt es so ein bissl ein besseres Gefühl .
    Ich werd erstmal deinen Link besuchen . Du versorgst uns ja immer mit interessanten Themen .
    Diese Formel kannte ich nämlich nicht .
    Schönen Abend und LG JANI

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  7. ich habe gelegentlich zu hohen Blutdruck..
    und merke das wenn es mir "komisch" ist
    dann nehm ich eine Tablette ..sonst nicht..
    allerdings war ich mit Blutdruck von 190 umgekippt
    während mein Mann jahrelang immer wieder mit Blutdruck über 200 lebte
    es kommt wohl schon auf den Menschen an was bei ihm noch vertretbar ist..und nicht ein Wert für alle
    liebe Grüße

    liebe Grüße

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  8. Liebes Fräulein Klümpchen,
    es gibt viiiiieeeeel nachzulesen, also ich meine jetzt nicht wegen dem Blutdruck, oder doch, deswegen auch, aber für mich heute, hier !!!!!
    Kam ich doch die letzten Tage, Wochen nicht bis zu dir ;-(
    Jaja, die Blutdruckzahlen sind so eine Sache. Mit Sicherheit auch, wie vieles andere, beeinflußt durch die Höhe des Gewinnes der Pharmaindustrie. Ob es bei den Buschvölkern auch Bluthochdruck gibt ??????
    Meiner ist übrigens meist zu niedrig *lach*
    Icih grüße dich hier jetzt noch gaaaaaaanz <3lich und hüpfe wieder lesend zurück. Muss dabei natürlich auf meinen Blutdruck achten und das kein Erdhügel im Weg ist. hahahaha
    :O) .....

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  9. Liebe Martina, ich kriege die Oberkrise, wenn nur ein Blutmessgerät in meine Nähe kommt. Letztens hätte ich fast eine notwendige OP nicht gemacht bekommen, weil ich 180 zu 100 hatte, dann ging er Gott sei Dank runter.Beim Blutdruck habe ich nachgegeben, da nahmen ich Mittel aber beim Cholesterin bin ich stur, weil bei mir das gute Cholesterin HDL sehr hoch ist . Habe das familär geerbt. Aber toll Deine Berichte. LG Eva

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  10. Liebe Martina, Deinen Link werde ich noch in Ruhe lesen. Ich denke, bei allen Zahlen sollte man auch eines nicht außer acht lassen, den Wohlfühlfaktor.
    Regelmäßig schrecken die Schwestern hoch, weil mein Blutdruck viel zu niedrig ist bei 90/60. Dabei kann ich schon glücklich sein, wenn ich das schaffe und fühle mich wohl damit. Ganz im Gegenteil zu meinen häufig weit niedrigeren Werten. Lt. Medizinern bin ich dann schon tot, auch wenn ich mich noch recht lebendig fühle. Dass die Pharmaindustrie ihre ganz eigenen Interessen verfolgt, wer will das schon bestreiten. Nicht grundsätzlich muss man den Blutdruck medikamentös senken, Bewegung, vitaminreiche, überhaupt gesunde Ernährung, Verzicht auf Zigaretten und Alkohol, Gewichtreduktion, weniger Salzkonsum, Stressabbau...es gibt so einiges was wir selbst für unseren Blutdruck - unsere Gesundheit generell - tun können. Auch Übersäuerung des Körpers geht oft Hand in Hand mit hohem Blutdruck. Auch eine basische Ernährung kann also viel zur Blutdrucknormalisierung beitragen.
    Und ich denke auch, der Normwert für einen jungen Menschen kann nicht mit dem für einen älteren Menschen gleich gesetzt werden.
    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Marle

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  11. Seit 3 Wochen geht der Kelch leider nicht mehr an mir vorüber, nachdem ich mich bestimmt 10 Jahre hartnäckig geweigert habe Blutdrucktabeltten einzuwerfen. Bei mir handelt es sich um Belastungshochdruck. Das liegt am ewigen Kampf mit dem inneren Schweinehund, dem der Sport nicht ans Herz gewachsen ist.
    Von meiner Ausbildung her kannte ich auch noch die alte Formel, später hieß es, alles was über 160/90 hinausgeht und heutzutage sollen die 140/90 nicht mehr überschritten werden. Das Problem der bei vielen liegt im diastolischen (unteren) Druck, der gern mal die 100er Marke überschreitet und damit den Nieren schadet. Grundsätzlich ist es natürlich schon so, dass die Pharmaindustrie ihren Profit daraus schlägt, aber meistens die Ursache bei einem selbst liegt. Würden wir anders leben ....tja dann ;-)

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  12. Liebe Martina

    Ich denke mein Blutdruck ist normal lach...
    Ich messe ihn nie ,habe aber ein gerät ,
    weil ich ihn mal für 2 Wochen mesen musste und weisst du warum ?

    Ich musste nach 3 J. wieder mal zu Arzt frag mich nicht
    warum, wegen den Schwindeln...und er hat den Blutdruck gemessen na ja ,der war so
    90 /170.....
    Oh, sagte der Arzt ich lasse sie mal ein paar Min. alleine
    damit der Blutdruck sinkt !Er kam wieder, na ja er war 90/185
    Ich wurde schon langsam nervös !
    Da musste ich mir so ein Gerät kaufen ,ging in die Apotheke
    und da wurde er auch gemessen ,natürlich wieder viel zu hoch !

    In den 14 Tagen zuhause war er ganz normal so 80/120 er schwanke ein bisschen aber nie zu hoch !
    Nach 14 Tagen ab zum Arzt mit den Zettel er staunte ,dann wurde er wieder gemessen 90/175 lach...
    Nun wusste der Arzt was los ist ,ich habe eine :


    Weißkittelhypertonie: Bluthochdruck beim Arztbesuch

    Bei manchen Leuten führt der Anblick von Ärzten zu erhöhtem Blutdruck

    Erhöhte Blutdruckwerte in der Arztpraxis sind nicht immer ein Indiz für eine Hypertonie. Erst mit Hilfe einer Langzeit- oder Heimmessung kann eine gesicherte Diagnose gestellt werden.

    Ein Phänomen, das bei jedem fünften Patienten auftritt, ist die so genannte Weißkittelhypertonie kurz: WCH): Wenige Minuten nachdem ein Patient die Arztpraxis betreten hat, steigen seine Blutdruckwerte. Das ist bereits dann der Fall, wenn noch gar kein weißer Kittel in Sicht ist. Selbst bei wiederholten Blutdruckmessungen innerhalb des Arztbesuchs bleiben die Blutdruckwerte in der Regel erhöht. Die Ursachen für diesen Praxishochdruck sind noch nicht geklärt. Vermutlich sind sie auf die besondere Anspannung des Patienten und gesundheitsbedingte Ängste zurückzuführen.


    Nun muss ich das auch jedes mal beim Arzt oder im Spital sagen!!!

    Herzlich grüsst dich
    Margrit

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  13. LIebe Martina, unsere Lebensweise ist ein explosives Gemisch"=Auszug aus dem Artikel, den habe ich natürlich dazu nach deinem Artikel gelesen. Ein interessantes und hochbrisantes Thema das du aufgreifst. Die Pharmaindustrie ist seit vielen Jahren bekannt dafür dass sie das Verhalten der Politik und Ärzteschaft "steuert", beeinflusst und geradezu lenkt in welche Richtung es geht. Gewinnoptimiert ohne Grenzen. Die wollen schlicht und eingach VERDIENEN, am Menschen verdienen, ihn als Versuchspbjekt degradieren, das spricht kaum einer aus, alle wissen es.Der Arzt als HELFER verdient mit wenn er mitmacht, wenn nicht geht er unter! Eine ebenso einfache Michmädchenrechnung, so wie die Bestatter an den Toten verdienen, verdient die Politik an den Banken, den Firmen, den Abhängigen mit.
    ein unendliches Thema das uns alle beschäftigt, wir kämpfen dagegen an, können es nur im kleinen.
    Beiträge wie diese dienen der Aufklärung, nutzen den Uninformierten, rütteln auf selbst darüber nachzudenken was wir - wann - wo - wie - tun.(um gesund zu bleiben.)
    Ich sehe immer mehr wie gesundheits und umweltbewusst wir werden, auch im Blog, auch mit ein Grund um auf Seiten wie deine gerne hinzuweisen.
    Liebe Grüße in deinen Tag(ohne Bluthochdruck)herzlichst Angel

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