Donnerstag, 25. Februar 2016

Rückrufaktion

Durch die große Rückrufaktion, die in diesen Tagen die Medien bestimmt, werde ich an eine Sache erinnert, die bei uns vor ein paar Wochen geschehen ist.
Wir trinken alle viel Wasser – der eine mit, der andere ohne Kohlensäure. Als unsere Große zum Fußballtraining ging, nahm sie wie immer ihre bunte Trinkflasche mit. Unsere Tochter hatte sie mit kohlesäurehaltigem Mineralwasser aus einer neuen Plastik-Mineralwasser-Flasche gefüllt. Unsere Enkeltochter trank während des Trainings ihre Trinkflasche leer. Zum Abendessen füllte unsere Tochter aus der Mineralwasserflasche etwas in ein Glas und bemerkte dabei einen Geruch, der ihr vorher noch nicht aufgefallen war. Sie schnüffelte am Inhalt des Glases – auch an dem Rest in der Flasche und entschied: Irgendwie riecht es eigenartig – ich kippe es lieber in den Ausguss.
Wieder etwas später klagte unsere Große über Bauchschmerzen. Sie bekam Magenkrämpfe und Durchfall. Da fiel unserer Tochter das eigenartig riechende Wasser wieder ein und wir mutmaßten, dass die Bauchschmerzen unserer Großen vielleicht damit zu tun haben könnten.
Sogar am nächsten Tag waren die Schmerzen noch nicht ganz weg. Da haben wir die Flasche noch einmal zur Hand genommen. Es hatte sich eine kleine Neige von dem Wasser gebildet und wir entschieden: Wir schicken die Flasche und ‚unsere Geschichte’ zum Hersteller. Ehrlich gesagt haben wir damit gerechnet, dass wir als Antwort bekommen: Das kann nicht sein – das haben sie sich nur eingebildet. Doch weit gefehlt: Die Firma entschuldigte sich, denn es wurden wirklich Stoffe in dem Wasser gefunden, die dort ganz und gar nichts zu suchen hatten. Uns wurde das aufwändige Säuberungsverfahren geschildert und wir wurden zu einer Betriebsbesichtigung eingeladen, um uns ein Bild von allem zu machen. 

waffen-0345.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand
Was war im Wasser? 
Die Rückstände eines Medikamentes!!!! 
Für ein Baby wirklich hoch gefährlich!! 

Eine Person, die vor uns im Besitz dieser Flasche war, muss ein Medikament entweder in der Flasche aufbewahrt oder aufgelöst haben, das sich dann wiederum in dem Plastik festgesetzt hat. Durch die Kohlensäure wurden Teile des Medikamentes wieder aus dem Plastik gelöst und gelangten so in das Wasser.

Das Unternehmen war sehr dankbar, dass wir uns direkt an sie gewandt haben und hat versprochen, noch genauer hinzuschauen. Doch auch wir Verbraucher sind in der Pflicht: 
Ein Medikament hat nichts in einer Mehrwegflasche zu suchen!!!!


Kommentare:

  1. Liebe martina,
    ich finde es sehr gut, dass ihr das nicht einfach auf sich bewenden lassen habt - auch hier gilt: wenn alle wegschauen und nichts sagen, dann ändert sich nichts. So habt ihr dazu beigetragen, dass der Getränkehersteller in der Pflicht ist, besser aufzupassen und evtl. sein Säuberungsverfahren zu optimieren. Hoffen wir mal,dass das auch passiert!
    Gut gemacht!
    Liebe Grüße
    Regina

    P.S. Auch gut, dass du darauf hinweist, dass Medikamente nichts in diesem Flaschen zu suchen haben - der ein- oder andere denkt sich sicherlich gar nichts dabei und wird nun aufmerksam!

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  2. Ach du Sch.. ande , was da hätte passieren können . Auf sowas kommt man ja nicht .
    Ich kann das ja ansich nicht leiden , wenn man anderes in Lebensmittelflaschen auf -
    bewahrt . Aber viele Leute sind resistent zu solchen Überlegungen .
    Ich danke dir für deinen lieben Kommentar bei mir . Es geht echt noch schlimmer mit dieser
    fiesen grippalen Sache . Deinem Mann gute Besserung . Socken stricken hat schon was ,
    gelle ?
    Bleib gesund und viele Grüsse von JANI

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  3. Hallo Martina,
    ich finde auch, dass man sich an den Hersteller wenden sollte, falls Ungereimtheiten auftreten, schließlich kann das lebensgefährlich sein. Es spricht für dieses Unternehmen, dass es auch geantwortet hat und die notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet hat.
    Auch bin ich der Überzeugung, das viele Medikamente, die nicht mehr benutzt werden, einfach gedankenlos in den Hausmüll geworfen werden, man weiß gar nicht, was man damit alles gefährdet.
    Lg und einen sonnigen Tag.
    Sadie

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  4. Liebe Martina,
    es ist schon gut, dass ihr den Mut aufgebracht habt und die Flasche
    einschicktet. Die Reaktion der Firma finde ich super. Medikamente haben in einer Sprudelflasche absolut nichts zu suchen,zumal wenn man sie später noch zum Leergut gibt.
    Einen schönen Tag wünscht dir
    Irmi

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  5. Liebe Martina,
    gut, dass es nur Bauchschmerzen waren, das hätte noch schlimmer ausgehen können. Mit Medikamenten ist nicht zu spaßen und zum Auflösen sollte man tatsächlich lieber ein Glas benutzen.
    Toll, dass der Getränkehersteller sofort reagiert hat und sich jetzt nicht nur Gedanken zur besseren Säuberung der Flaschen macht, sondern diese hoffentlich auch umsetzt.
    LG
    Astrid

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  6. Ui wie gruselig. Aber da kann man mal sehen, dass bei allem technischen Fortschritt, bei allen Prüfungsmechanismen und so weiter, es doch immer noch wieder Schwachstellen gibt, mit denen man nicht gerechnet hat. Ich finde es auch toll von dem Getränkehersteller, dass er so reagiert hat und die Sache ernst genommen hat. LG Tanja

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  7. Ojee, - ich sag ja immer, es gibt doch nichts was es nicht gibt!
    Ich trinke mein Mineralwasser am liebsten aus einer Glasflasche...ich bilde mir ein, es schmeckt besser, irgendwie frischer und gesünder...mag Einbildung sein!

    LG Klaudia

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  8. Ach gottchen, was für eine Geschichte, die ja glücklicherweise gut ausgegangen ist. Nicht auszudenken, WAS da hätte alles noch sein können... Drück mal deine Tochter (unbekannterweise) von mir :-)
    Liebe Grüße, Karin

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  9. Sehr gut das Du dich an den Hersteller gewendet hast.
    Blöde nur, das der Hersteller keinen Rückruf gestartet hat.

    Zumindest kann ich keinen hier finden:
    http://www.rueckrufaktion.net/

    Ich glaube nicht das nur deine Flasche betroffen ist weil ein einziger darin Medikamente gelagert hat.


    LG Sabbelsine

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  10. Hallo Martina,
    so nun meld ich mich wieder zurück im Bloggerland und muss natürlich gleich mal bei Dir vorbeischauen. Die Senftante war noch nicht da, also darf ich mal zuerst senfen. *g* Gruselig hört sich das an. Wir hatten vor vielen Jahren mal so einen Fall, da war ein Metallteil im Ketchup und zwar 4 cm lang - so wurde es zum Glück schnell entdeckt. Das muss wohl bei der Prdouktion abgebrochen sein und ist somit in der Glasflasche gelandet. Die Firma hat sich auch entschuldigt und eine Kiste voller Produkte hergesendet. Aber das mit dem Medikament finde ich echt gruselig, weil man es ja nicht sieht und vielleicht denkt, dass die Flasche etwas zu lange in der Sonne gestanden hat...
    LG und komm' gut ins Wochenende
    Manu

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  11. Liebe Martina,

    man muss so aufpassen.
    Wenn mir etwas nicht geheuer erscheint, entsorge ich es.
    Gut, dass ihr den Beweis habt.

    Herzliche Grüße
    Elisabeth

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  12. Das ist ja ein Ding! Gut das ihr reagiert habt und sicher die Firma auch Konsequenzen ziehtn und die Reinigung noch sorgfältiger wird.
    Die Verbraucher sollten sich aber auch über die Folgen im Klaren sein und Medikamente nicht in Plastikflaschen aufbewahren, das gilt auch für andere Giftstoffe.
    Danke für den Beitrag, Klärchen

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  13. Meiner Mutter ist ähnliches passiert, sie wollte bei der Gartenarbeit aus einer Limo-Flasche trinken, hats aber gleich ausgespuckt weils so chemisch geschmeckt hat und sich doch noch regelrecht den ganzen Mund verätzt . . . Es stammte von einer ortsansässigen Brauerei, wo meine Eltern tags darauf mit Flasche
    samt Inhalt vorstellig wurden, der Vertriebsleiter entschuldigte sich zwar, meinte aber es wäre nix Giftiges nur ein Reinigungsmittel . . . worauf meine Eltern, gutmütig wie sie sind, ohne jegliche Entschädigung wieder heim fuhren. Mich hat dieses Verhalten schon geärgert, weil sich im Mund meiner Mutter die ganze Schleimhaut erst weiß gefärbt hat und dann abging und gebrannt hat es sie auch sehr. Sie wollte aber daraus partout keine große Sache machen- das vergeht schon wieder! . . . wär das aber einem Kind passiert, wie eben bei deiner Enkelin?
    Schönes Wochenende,
    Doris

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  14. Ja so was gibt es heute überall, nicht nur
    bei Wasser !
    Gottlob ist es gut ausgegangen !
    Ich trinke so oder so nur Hahnenburger
    oder Tee :-))
    Mineral gibt es bei uns nicht !

    Ein schönes Weekend
    wünscht dir
    Margrit

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  15. unglaublich, wer denkt schon beim ansetzen an einer Wasserflasche an so was! Ein Glück dass man es dann doch bemerkt und reagiert. Dass die Fa darauf eingegangen ist und es nicht als /halt einmal und nur Zufall/" abgetan hat; finde ich bemerkenswert und gut. Aber es zeigt auch,dass wir viel mehr aufpassen müssen und nicht die Achtsamkeit verlieren, schnell kann noch schlimmeres passiern....Gottlob ists noch mal gut gegangen..

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