Samstag, 5. März 2016

OOOOma, darf ich …

… dir helfen?

Sofort nimmt das Gehirn seine Tätigkeit auf. Ich vernehme einen kurzen inneren Aufschrei: NEEIIIN!!! Doch ich sage: ‚Klar kannst du mir helfen!’
Unsere Kleine (6) war heute Morgen bei mir und da kam er, dieser Satz – mehrfach. Jedes Mal war mir klar: Ohne Hilfe ginge es schneller, doch das wäre nicht richtig. Wie sollen Kinder etwas lernen, wenn sie es nicht ausprobieren dürfen! Man erzieht sie zum einen zur Unselbständigkeit und zum anderen: Später, wenn sie älter sind und helfen sollen, wollen sie dann nicht mehr. Deshalb: Augen zu und durch – lach!
Die erste Hilfe bekam ich im Bad beim Putzen der Glastür der Dusche. Wenn einem die Zeit unter den Nägeln brennt, ist das so eine Sache mit der Unterstützung, doch die hatte ich ja. Geduld muss man schon aufbringen bei dieser Art der Hilfe :-). Ich hab mich wirklich zusammen gerissen und ihr den Abzieher nicht aus der Hand genommen. ‚Das mache ich doch gut, Oma, oder?’ ‚Das machst du ganz hervorragend’, sage ich und denke: Später, wenn sie es nicht sieht, putze ich da noch mal nach.
Weitere Hilfe bekam ich beim Kartoffeln schälen. Das ist schon mal schief gegangen und dicke Tränen flossen, weil nämlich so ein Sparschäler ganz schon scharf sein kann. Das wusste sie auch noch: ‚Beim letzten Mal, als ich dir dabei geholfen habe, habe ich mich geschnitten, ne Oma’. ‚Ja, genau – und deshalb musst du heute besonders aufpassen.’ Das Beste daran ist natürlich, dass so eine Kartoffel ins Wasser gelegt werden muss. Da kann sie dann auch schon mal schwimmen, wie ein Fisch – mit Unterstützung versteht sich. Tropf – tropf – tropf in den Ärmel oder auf den Fußboden. ‚Is nich so schlimm Oma, ne? Können wir ja wieder wegwischen, ne?!’

Nein, ist nicht so schlimm – mit einem Wisch ist alles weg!!


Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    das stelle ich mir jetzt gerade vor, ich kenn das, dabei ist meine kleine Enkelin erst etwas über 2 Jahre, aber putzen, Wäsche aufhängen, Geschirrspüler ausräumen, abstauben, sie will immer mit dabei sein und natürlich helfen. Wenn ihnen das im Alter bleiben würde, wäre es gar nicht so verkehrt ;-)
    Aber Omi, macht nix, mit einem Wisch ist alles weg und eine Waschmaschine haben wir auch, falls man mal kleckert.
    Lg und noch einen fröhlichen Tag.
    Sadie

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  2. Meine Schwester erzählt auch solche Geschichten. Ihre Enkelin ist drei. Sehr gut kann sie schon den Tisch abräumen und das Geschirr in die Spülmaschine stellen. Sie macht gern und spielt dann Kellner. Meine Mutter meinte einmal nach dem Essen:"Wo ist denn unser Kellner?" Da tönte es aus einer Ecke:"Der hat heute Urlaub".
    LG Elke





















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  3. Ja ja das kenne ich auch ,klein Lukas 16 Mt. alt der hilft mir auch immer ,am liebsten mag er den Mülleimer zum rausziehen, jedes Zettelchen , Krümmel etc. wird mit Stolz entsorgt ,dann die Schublade mit grossem Elan und Krach zugehauen :-))

    Vorgestern hat er die volle Kaffeetasse von meinem Mann erwischt, ab damit durchs Wohnzimmer, dann Küche und in den Mülleimer, du hättest das sehen sollen ,alles voller Kaffee und die Oma ist dann Abends mit den Nerven
    fertig :-))

    Dann weiterhin viel Spass mit deinen Enkelkinder,
    sie bringen uns doch viel zum Lachen, gell ,
    ich möchte sie nicht missen !

    Liebe Grüsse von der Omi
    Margrit



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  4. Liebe Martina,

    man muss den guten Willen sehen, und dann geht es gut.
    Die Kleinen wollen helfen, und das allein ist ausschlaggebend.

    Einen guten Abend wünscht dir
    Elisabeth

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  5. Liebe Martina, war schön, dass wir uns am Freitag mal getroffen haben. Euer Tanzevent hat mir echt gut gefallen und richtig Spaß gemacht.
    Ja Helfen ist so eine Sache. Das größere unserer Kinder hat letztens allein gekocht. Erst hab ich gedacht: "Oh weh, ich hab doch noch soviel vor heute!" Aber dann hab ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Wir haben zusammen überlegt, was es für das ausgewählte Gericht für Zutaten braucht, wo die stehen, was fehlt und wieviel wir von allem brauchen (Das Rezept musste umgerechnet werden). Dann hat es selbst beim Fleischer und im Supermarkt alles eingekauft und mit meiner Unterstützung dann auch selbst gekocht. War schon klasse und so sinnvoll investierte Zeit. Hinterher war ich froh, dass ich mir die Zeit genommen hatte. LG Tanja

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  6. Hallo Martina,
    und weißt Du was, auch im Alter des Tochterkind ist es immer noch sooo schön, wenn es beim Geschirrspülen mega viel Schaum hat, den man dann wunderbar herumblasen kann...
    Beim Geschirrspülen habe ich Hilfe, beim Fensterputzen danach nicht mehr und das schafft leider keiner ohne Tropfen.
    LG
    Manu

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  7. Ich wünsche ganz vielen Kindern genau so eine Omi 😃
    Herzlichen Gruß mal wieder von mir.
    Sophie

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  8. Da drückt man gern ein Auge zu, bei den lieben Kleinen, und sieht auch über Putzstreifen hinweg. Ja so sind die Omas, auch wenn sie manchmal keine Zeit haben, sie nehmen sie sich und die Enkel lernen dazu.
    Dir eine schöne Woche, Klärchen

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