Dienstag, 8. März 2016

Was war eigentlich zuerst da …

… die Dose oder der Dosenöffner? Die Frage ist wohl einfacher zu beantworten, als die nach dem Ei und dem Huhn :-)!
Wir benutzen oft Dinge wie selbstverständlich, ohne zu fragen: Wer hat’s erfunden? So ging es mir heute mit dem Dosenöffner. Die Antwort kannte u. a. die Faz. Dort las ich, dass es der gute alte Napoleon war, der demjenigen, der Lebensmittel haltbar machte, eine große Summe Geld versprach. Und so war es auch ein Franzose, der 1804 die erste Konservenfabrik der Welt gründete. Die uns bekannten Weckgläser gibt es übrigens erst seit Silvester 1900.
Man ging lange davon aus, dass der Luftabschluss die Speisen konservierte, dabei lag es am Abkochen. Das erkannte 1865 Louis Pasteur. Besonders beim Heer und der Marine waren Konservendosen gefragt. Die Royal Navy verbrauchte im Jahr 1818  24.000 Dosen.
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Da gab es nur ein Problem: Wie kam man heran an die ‚Blech-Speisen’? Die Dosen waren zu Beginn schwerer als ihr Inhalt, da das Blech noch sehr dick war. 

Geöffnet wurden die Dosen äußerst brisant. Nämlich so: Mit dem Bajonett, mit Beil oder Messer, Hammer und Meißel und gelegentlich sogar mit einem gezielten Schuss.
Ein Mann namens Robert Yeates erfand 1855 den ersten – sehr einfachen – Öffner. Der kleinste Dosenöffner wurde 1913 erfunden. Alle Öffner, die danach auf den Markt kamen, schnitten innen den Deckel neben dem Rand ab. Die meisten von uns werden sich irgendwann schon einmal an den scharfen Kanten geschnitten haben. 

Die neueste Entwicklung geht dahin, dass der Deckel am Rand abgeschnitten wird – ganz ohne scharfe Kanten. Als ich diesen Öffner das erste Mal benutzen wollte, bin ich fast verzweifelt. Plötzlich musste ich ihn anders aufsetzen, als sonst. Aber jetzt bin ich rundum zufrieden und glücklich mit diesem 'modernen Teil' :-). Der Deckel fällt auch nicht mehr in die Dose, sondern man kann ihn sauber abheben. Eine rundum gelungene Sache, wie ich finde!


Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    ach das erinnert mich gerade an die Fischdosen usw. denen ein langer Stift beigepackt war, mit dem man den Deckel der Dose aufdrehen konnte - wenn man stark genug war ;-)
    Ich finde den Dosenöffner von heute auch sehr, sehr praktisch ;-)
    Lg und noch einen gemütlichen Tag.
    Sadie

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  2. Liebe Martina,
    interessant - ich stehe mit meinem Dosenöffner immer irgendwie auf Kriegsfuß, benutze ihn aber auch recht selten, kein Wunder!
    Liebe Grüße
    Regina

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  3. Liebe Martina,

    es gibt so viele Dinge, die man nicht weiß.
    Da kann man gar nicht alles registrieren.

    Einen guten Abend wünscht dir
    Elisabeth

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  4. Martina, jetzt habe ich auch was gelernt.
    Danke für die ausführliche Recherche.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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  5. Ah nein, da kommen Erinnerung hoch. :-) Ich hab zu meinem Auszug aus der Heimat einen Dosenöffner von meiner Tante geschenkt bekommen, den Klassiker, super Teil, hab ich immer noch. Als ich dann mal wieder bei Mama war, hatte die schon dein beschriebens neues Exemplar. Und was soll ich sagen? Ich war ebenso unfähig mit dieser Gerätschaft eine Dose zu öffnen. Die ersten 3 Dosen machte mir meine Mutter auf, erst dann hatte ich es verstanden.
    Im übrigen bin ich sehr froh darüber, dass es Dosen mit Henkel zum Aufziehen gibt. :D

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  6. Liebe Martina,
    wenn ICH ausschließlich von "Dosenfutter leben müsste - ich würde verhungern! Der Dosenöffner ist - gleich nach meinem Backofen - mein größter Feind! Egal, welchen ich benutze - es gibt immer eine Schweinerei ... :-(
    Liebe Grüße
    Christine

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  7. Liebe Martina,
    danke für den informativen Bericht über dieses so hilfreiche Teil! Ja, aber manchmal könnte man doch verzweifeln *lach*
    Ich hab noch immer einen ganz alten, einfachen, ich kann ihn einfach nciht entsorgen und mir einen bessern zulegen *lach*
    Ich wünsche Dir einen schönen und glücklichen Wochenteiler!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  8. Liebe Martina,
    ja, es war schon eine tolle Erfindung. Auch wenn mir immer graust, wenn ich mir den wachsenden Müllberg vorstelle. Also versuche ich möglichst viel frisch zu verwenden.
    Und die Schnitte tun mächtig weh! Die scharfen Deckelkanten sind mir schon öfter zum Verhängnis geworden. Bis die leere Dose ausgewaschen und so im Wertsoffsack untergebracht ist, damit kein hungriges Tier sich daran verletzen kann…. Aber jetzt bin ich immer ganz vorsichtig, schließlich ist der Mensch ja lernfähig *zwinker*

    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  9. Liebe Martina,
    sehr interessant, diese Geschichte über Dosen und Dosenöffner. Mit meinem Dosenöffner habe ich auch oft so meine Not.
    Liebe Grüße,
    Christine

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  10. Liebe Martina,
    der Dosenöffner ist uns allen so selbstverständlich geworden, dass man sich keine Gedanken mehr macht, wie es wohl gleich nach der Erfindung der Dose war.
    Ehrlich gesagt, in den Zeiten meines ersten Dosenöffners hätte ich gar manches Mal auch gerne Hammer und Meißel genommen. Aber wie Du schon sagst, der moderne Dosenöffner leistet inzwischen gute Dienste. Manchmal muss ich ihn sogar aus der Schublade holen, wenn die vorgesehene Lasche zum Öffnen der Dose abgerissen ist.
    Danke für die interessanten Informationen.
    LG
    Astrid

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  11. Ich habe sogar mal einen elektrischen Dosenöffner geschenkt bekommen. Das Teil mit Kabel ist total unpraktisch. Dein Blogpost hat mich daran erinnert, dass das Teil noch irgenwo rumliegt.
    LG Elke

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  12. Das hast Du gut recherchiert, Martina. das wusst ich nicht, da kann man mal sehen was selbstverstänlich für uns ist und doch nicht.Mir fehlte letztens ein Dosenöffner bei meier Tochter, ich konnte ihn nicht finden weil sie eine neue Küche bekommt. Mein Enkel öffnete die Dose mit einer Schere, ich hab fast eine Krise bekommen, aber er hat sie geöffnet ohne sich zu schneiden.
    Liebste Grüsse zum Wochenende, Klärchen

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  13. Liebe Martina,
    den modernen Öffner kenne ich noch nicht, ich bin noch von der Fingerschneidefraktion ;o)) Wobei es ja auch die praktischen Dosen mit dem Ring-Öffen-Verschluss gibt (ich hoffe, du weißt, was ich meine, ich kenne die korrekte Bezeichnung nämlich nicht ;o)) Schon faszinierend, welche Techniken die Menschheit entwickelt hat, um Lebensmittel haltberer zu machen!
    Was die Henne und das Ei betrifft - Eier gab es schon lange vor den Hühnern, immerhin legen ja auch Fische, Insekten und andere Tiere Eier ;o))
    Herzliche Rostrosengrüße und alles Liebe, Traude

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  14. Ein gute Erfindung, wenn ich bedenke wie wir
    früher Dosen geöffnet haben ,mit einer Ahle
    und einem Hammer :-))

    Ich brauch selten einen Dosenöffner ,
    weil wir alles frisch zubereiten ,früher als die Kids
    klein waren ,gab es noch öfters Ravioli, Erbsen etc..
    aus der Dose lach...:-))

    Ein toller Beitrag danke Martina !
    Liebe Grüsse
    Margrit

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  15. Liebe Martina, so ein elektrisches Teil habe ich auch, nur vergesse ich immer wieder es funktioniert. Habe mir wieder den manuellen Dosenöffner im Supermarkt zugelegt und damit kenne ich mich blind aus, lach. Liebe Grüße Eva

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  16. So ein Wunderteil von Dosenöffner hab ich auch. Klappt wirklich wunderbar, allerdings öffne ich sehr wenig Dosen (wir haben keine Haustiere) und wenn ich doch einmal eine Dose von Irgendwas zum Öffnen habe, dann hat die meist so einen Ring, an dem man zieht und schwupps ist die Dose offen.

    Liebe Grüße aus dem heute sonnigen Wien ! Peggy

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