Mittwoch, 13. April 2016

Hasch mich, ich bin der Frühling

Jetzt ist er endlich da, der lang ersehnte Frühling, alles grünt und blüht und der Mensch freut sich – Hatschi! – Ja, alle eben doch nicht! Husten, Schnupfen, Heiserkeit – die Pollenallergie lässt grüßen.
Doch hier bei uns auf dem Land gibt es noch ein anderes Problem.
Wie gerne würde man die Fenster und Türen öffnen und die Frühlingsluft ins Haus holen. Frühlingsluft? Also, wenn die SO riecht, schließe ich meine Fenster lieber wieder! Überall fahren sie, die Landwirte mit dem Güllefass hinter dem Traktor und verbreiten die Landluft. Puh, wie das stinkt. Natürlich wurde die braune stinkende Flüssigkeit schon immer auf die Felder aufgebracht – also auch schon, als ich noch ein Kind war – doch irgendwie roch sie früher anders. Vielleicht liegt es ja an einer Fehlschaltung meines Gehirns. Es kann aber auch sein, dass das heutige Futter und vor allen Dingen die Impfstoffe und Antibiotika, die man heute den Tieren verabreicht, an dem vermehrten Gestank nicht ganz unschuldig sind. Wie auch immer – auch diese Zeit geht vorüber. Was aber bleibt ist das Grün, das dem Auge schmeichelt und dem Herzen gut tut! Ich freue mich, dass er jetzt endlich da ist – der Frühling!

Ach ja, um noch einmal auf die Überschrift zurück zu kommen. Wenn sich ältere Frauen 'auf jung trimmen', konnte dem einen oder anderen schon mal dieser Satz ‚Hasch mich, ich bin der Frühling’  über die Lippen kommen. In Anbetracht der jungen Alten, die einem heutzutage überall begegnen, scheint dieser Ausspruch aus dem Mittelalter zu stammen oder zumindest aus dem letzten Jahrhundert :- )! 


Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    ja, dieser intensive ländliche Geruch ist auch uns vertraut *soifz*. Kaum hatte der März begonnen, schon waren die Traktoren mit ihren riesigen Anhängern unterwegs und verteilten die brauen Gülle auf die umliegenden Wiesen. Viel zu früh, meiner Meinung nach. Der Boden war teilweise noch gefroren. Und dass diese Substanz so ein toller Dünger ist, glaube ich auch nicht mehr. Die Vielfältigkeit der Wiesen nimmt immer mehr ab. Viele Wildblumen kommen gar nicht mehr und fehlen in der Nahrungskette der Insekten. Und so zieht es dann immer weiter seine Kreise…..
    Ich freue mich ebenfalls, dass der Frühling nun da ist. Auch wenn es nun schon den zweiten Tag regnet. So ein schöner sanfter Regen, der der Natur gut tut. Und es ist so schön mit anzusehen wie es überall spießt. Meine liebste Jahreszeit. Es heißt ja, dass man die Jahreszeit am liebsten mag, in der man geboren ist. Bei mir trifft es zu.

    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  2. Liebe Martina

    Das was da so anders stink ist der Klärschlamm,
    ich mag ihn nicht riechen ,da ist die Gülle schon
    besser, klar stinkt sie aber sie ist natürlich lach :-))
    Lieber Gülle als diese unsinnige Düngerei
    darum überlebe ja viel Insekten ,Schmetterlinge
    und Blumen nicht mehr !

    Dann geniessen wir den Frühling doch in
    vollen Zügen und erfreuen uns an der
    Vielfalt der Natur!

    Liebe Grüsse aus der verregneten Schweiz
    Margrit

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  3. Liebe Martina,
    grade bekomme ich eine Nase voll der "herrlichen" Landluft
    und muss das Fenster wieder schließen.
    Das Bild von den jungen/alten ließ mich schmunzeln.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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  4. Liebe Martina,
    auch bei uns ist es nicht möglich Wäsche im Freien
    aufzuhängen, täglich fährt ein anderer Landwirt mit
    dem Güllefass und es stinkt wirklich erbärmlich. Na ja,
    so ist es eben.
    Doch der Frühling lässt den Gestank vergessen.
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Abend.
    Lg Sadie

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  5. Liebe Martina,
    ja, der Frühling ist schön, und ich freu mich auch, daß er wieder da ist! Güllegeruch, ja, das ist eine Kehrseite davon, aber gehört halt auch dazu .....in einigen Gegenden mehr, in anderen weniger ...aber, auch das geht vorbei ;O)
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  6. Guten Morgen, jaaa endlich ist der Frühling da, wie er laibt und lebt *lach* So gehören auch die "nichtgutriechenden" Gerüche dazu ;-)
    Und wie gut, dass wir nicht zu den "jungen Alten" gehören und so sind, wie wir sind.
    Ganz liebe Grüße, Karin

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  7. Frühling , ja juhu endlich , ich freu mich auch sehr .
    Güllegeruch gibt es hier äußerst selten , aber manchmal
    weht da schon echt übel was übers Land . Einen Unterschied
    hab ich jetzt noch nicht festgestellt .
    Den Satz " Hasch mich ..." kenn ich , aber schon lang nicht
    mehr gehört .
    Herzlichst JANI

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  8. Das Problem mit dem "Frühlingsduft der Landluft" haben wir auch. Ausgerechnet, wenn die Sonne scheint, fährt hier der Bauer los und verbreitet den Gestank. Dann kann man nicht auf der Terrasse sitzen oder die Fenster öffnen.
    LG Elke

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  9. Ja, das sieht bzw. riecht hier genauso. Da bleibt immer nur die Hoffnung das der Wind nicht in unsere Richtung weht.
    Haben nicht schon große Dichter über den Frühlingsduft geschrieben, ob sie dabei an Gülle dachten?
    ♥lich Claudia

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  10. Liebe Martina,
    ja, unser Nachbar hat gerade gestern die Wiese gedüngt und ich hatte im Schlafzimmer die Fenster offen! Im Schlafzimmer roch es wie im Stall :(
    So ist es halt auf dem Lande. Über den Frühling freue ich mich auch sehr.
    Ganz liebe Grüße,
    Christine

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  11. Hallo Martina,
    also wenn ich gerade frische Wäsche rausgehängt habe, dann nervt mich das auch tierisch. Aber ganz Kleinlaut gebe ich auch zu, dass ich das manchmal ganz gerne rieche, das sind dann irgendwelche Erinnerungen an den Bauernhof von Früher wieder da...
    Psst, nicht weitersagen. Der Mann schüttelt da auch nur den Kopf.
    LG
    Manu

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  12. Liebe Martina,
    wieder bin ich sehr gerne bei dir zu Gast
    und tauche in deine Texte ein,

    ganz liebe Grüße,

    Birgitta

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