Mittwoch, 29. Juni 2016

Der Deutschen liebste Knolle

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Jetzt ist wieder die Zeit der frischen Kartoffeln – und die isst man am besten mit Schale – oder??



Ich gestehe, dass ich im Glauben war, die Vitamine säßen bei der Kartoffel unter der Schale. So hab ich es schon von meiner Mutter gehört und auch an meine Tochter weitergegeben. Wie ich jetzt im TV sah, ist das ein gefährlicher Irrglaube.
Die Kartoffel bildet von Natur aus giftige Bitterstoffe, um sich vor Schädlingen zu schützen. Sie befinden sich überwiegend in der Schale der Knolle – besonders intensiv sind sie in den Augen und Keinem zu finden. Sieht die Kartoffel grün aus: Finger weg! Sie enthält in hoher Konzentration Alkaloid, eben dieses Gift. Bei jungen, kühl und dunkel gelagerten Kartoffeln ist die Gefahr, sich zu vergiften allerdings noch nicht so groß. Unter bestimmten Umständen kann sich die Konzentration in der Schale jedoch erheblich erhöhen. Noch im vergangenen Jahrhundert führten extrem alkaloidhaltige Kartoffeln sogar zu Todesfällen. Kinder waren besonders betroffen, da die Vergiftungsgefahr bei niedrigem Körpergewicht besonders hoch ist.
Heute wissen wir, dass Kartoffeln kühl und dunkel gelagert werden sollten. Da frage ich mich doch, warum die Kartoffeln in den Supermärkten in Netzen oder Plastiktüten verkauft und obendrein noch mit Neonlicht bestrahlt werden. Dies alles kann zu einem Anstieg des Alkaloids führen.
Wie zeigt sich eine Vergiftung? Brennen und Kratzen im Hals, Magen- und Darmbeschwerden, Übelkeit, Brechreiz, Durchfall, Fieber, Gliederschmerzen. Irrtümlicherweise werden die Symptome oft mit einer Grippe oder einem Infekt verwechselt.
Besonders kleine Kinder sollten keine Kartoffeln mit Schale essen und auch schwangere Frauen sollten darauf verzichten.

Mein Fazit: Alte ‚Glaubenssätze’ sollten wir immer mal wieder unter die Lupe nehmen!


Kommentare:

  1. Hallo, Martina,
    früher hat sich um so etwas gar keiner gekümmert - da War man froh überhaupt etwas zu essen zu haben! Schon meine Mutter hat ihre Kartoffeln, die mein Vater im Garten angebaut hat, immer im Keller in einer Kartoffelkiste gelagert und nur so viele geholt, wie sie brauchte. Die konnten gar nicht grün werden ...
    Ich denke mal, heutzutage wird auch viel Brimborium ums Essen gemacht. Jeden Tag irgendeine Horrormeldung - man traut sich schon fast nichts mehr bedenkenlos zu essen.
    Ich finde das alles schrecklich übertrieben. ..
    Liebe Grüße
    Christine

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  2. Man stelle sich ein Europa vor, dass ohne dieses Gewächs aus Übersee lebt. Dann nimmt man noch die Tomate raus, die ja auch nicht einheimisch ist - und man erkennt eine total andere Gesellschaft in Bezug auf die alltägliche Ernährung.
    Vielleicht gäbe es dann Pastinaken-Pommes, aber nicht als Schranke. :D 8-)

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  3. Liebe MArtina,
    auch ich habe kürzlich diesen Bericht über die KArtoffel gesehen im Fernsehen!ichge stehe, ganz kunge KArtoffeln mit schale gebruzzelt, das ist schon lecker. Aber, ich habe für mich entschieden, die Kartoffeln nur noch geschält zu verzehren. Die LAgerung im Supermarkt und die Sache mit den Giften paßt schon irgendwie schwer zusammen, da geb ich Dir Recht.
    Man sollte wirklich vieles immer wieder neu überdenken!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  4. Liebe Martina,
    ich dachte ebenfalls, dass die Vitamine in der Schale bzw. direkt darunter stecken... Dass man grünliche Kartoffeln besser stehen lässt, ist mir auch bekannt, aber dass die Schale auch bei nicht grünen Kartoffeln Giftstoffe enthält ist mir neu. Da ich aber noch immer lebe (und auch noch nie gesundheitliche Probleme nach dem Knollengenuss hatte), obwohl ich meine Erdäpfel fast immer samt der Schale esse, denke ich, die Gefahr wird wohl nicht sooooo groß sein - vielleicht ist das mehr Panikmache... Übrigens hab ich heuer mal wieder Kartoffeln im großen Blumentopf angebaut und freue mich schon auf die Ernte - bis dahin dauert es bei mir allerdings noch ein paar Wochen...
    Ich schick dir ganz herzliche rostrosige Grüße!
    Alles Liebe, Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/06/kurzurlaubs-und-bloggertreff-bericht.html

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  5. Ja, das habe ich auch immer erzählt bekommen und habe lange daran geglaubt. Die Keime schneide ich ebenfalls immer heraus. Wenn ich Folienkartoffeln esse, so höhle ich die Kartoffel immer nur aus, während mein Mann auch die Schale isst.
    Früher haben meine Eltern in ihrem Garten auch Kartoffeln angebaut und noch heute hat meine Mutter in ihrem Keller eine Kartoffelkiste. Ich selbst kaufe immer nur soviel Kartoffeln ein, wie ich auch brauche,- keinesfalls auf Vorrat.
    Hab ein schönes Wochenende
    Astrid

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  6. Ein mehr als wichtiger Post, denn wissend ob der Giftigkeit der grünen Kartoffeln, das Bewusstsein hat es mir erweitert bezüglich der Lagerung, oder des bestimmten Erwerbs! Teilweise kaufe ich beim Biobauernhof, wenn's gerade passt. Da dürfte die Kartoffel "ordentlich" gelagert werden.

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  7. Gut, dass Du auf die grüne Schale noch mal aufmersam machst, das ist wirklich giftig. Ich liebe Kartoffeln, besonders die neuen aus dem Garten, die man nur abrubbeln muss. Letztes jahr hatte ich ein paar eigene zwischen Blumen gesetzt, da hatte ich 2 kartoffeln über 450 g., man das war der Hammer. Dieses jahr habe ich keien und kaufe eh beim Bauern. bei uns lagern sie nicht lange.
    Danke für die Knolle und Dir eine schöne Woche,herzlich Klärchen

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  8. Ich denke, man darf ruhig noch Pellkartoffeln essen, besonders, wenn es gut gelagerte neue Kartoffeln sind. Grün dürfen sie natürlich nicht sein. Die älteren, länger gelagerten Kartoffeln schmecken mir auch nicht mit Schale. Bei uns wird immer mit den neuen Kartoffeln ein Kartoffelbraten gemacht. Dann kommen die Kartoffeln mit Schale in glühendes Buchenholz. Wenn sie weich sind, werden sie mit der dann schwarzen Schale gegessen.
    LG Elke

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  9. Hallo Martina,
    das war mir bekannt. Grüne Kartoffeln gibt es daher bei uns nie. Wir lagern sie im Keller, aber ich merke auch, dass sie bei mir lange nicht so lange halten wie die bei der Oma im alten Gewölbekeller. Ist halt doch nicht so warm bei uns.
    LG
    Manu

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  10. in den 3. Programmen gibt es ja schon seit längerem die Aufklärungsdokumentationen MARKT und ähnliches wo die neuesten ERKENNTNISSE publik gemacht werden, das ist hilfreich und sinnvoll für die, die es noch nicht wissen, denn WISSEN ist auch richtiges Verhalten im Umgang mit Lebensmitteln .Dass die alte Schale bei dem Knollengewächs im Gegensatz zu neuen Kartoffeln nicht so schmeckt, geschweige denn genießbar ist, wußten glaub ich viele die deinen beitrag und im TV die sendungen gesehen haben. Inwieweit die grüne Kartoffel giftig ist, ist hingegen ein sehr wertvoller Hinweis, gerade für die Jüngsten unter uns wegen des mangelnden Körpergewichts!
    ich danke dir - ein guter Post mit einem entzückend gemalten Bild (von dir?:))
    herzlichst Angelface

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