Mittwoch, 27. Juli 2016

Kindergarten-Liebe



Gestern hab ich von einer zuckersüßen Mini-Kindergarten-Liebesgeschichte erfahren. Klar, dass ich sie nicht für mich behalten kann. :- )

Da ist Lucie. Sie ist 4 Jahre alt und besucht den Kindergarten – genau wie Paul und Anton. Zwischen Lucie und Paul hat sich nun eine kleine Liebesgeschichte entwickelt. Wann immer sie sich begegnen, herzen sie sich. Soweit - so gut! Da gibt es nur ein Problem: Paul und Anton sind Zwillinge! Kommt Lucie nun einer der Jungs entgegen, fragt sie: Bist du Paul? Bekommt sie ein ‚Ja’, fallen sich die zwei Verliebten in die Arme. Bekommt sie ein 'Nein', dreht sie sich auf dem Absatz um. Lucies Problem: Sie kann die beiden eineiigen Zwillingen nicht voneinander unterscheiden. Verliebt ist sie aber nur in Paul! Ist das nicht schön?!


Montag, 25. Juli 2016

Karmin

Manchen Vätern gefällt es nicht, wenn ihre Töchter beginnen, sich zu schminken. Knallroten Lippenstift finden sie gar nicht toll – zumindest an ihren Töchtern :- )!
Wenn die Väter dann sagen: "Weißt du eigentlich, dass Läuseblut darin enthalten ist?", denken die Mädchen vielleicht: "Das sagst du doch nur, damit wir ihn nicht mehr benutzen." 
Lippenstift bilderDoch wie so oft im Leben: Papa hat recht :-)! 
Echtes Karmin oder Karminsäure befindet sich aber nicht nur in Lippenstiften und Shampoos, sondern auch in etlichen Lebensmitteln. Z. B. in Joghurts, Süßigkeiten und Getränken. Es wird dort als echte Lebensmittelfarbe eingesetzt.
Karmin wird aus den befruchteten Weibchen einer Laus gewonnen. Diese lebt auf einer bestimmten Kaktusart in Mexiko und Peru. Die Läuse, die von den roten Kaktusfrüchten fressen, werden getrocknet, pulverisiert und als roter Farbstoff isoliert.
Echtes Karmin wird auch gerne unter der Bezeichnung E120 eingesetzt. Inzwischen wird es auch synthetisch hergestellt, was sich auch nicht wirklich lecker anhört. Man findet es unter der Bezeichnung E124 in den Lebensmitteln.
Übrigens: Wenn ich irgendwann mal einen Joghurt finde, auf dem vorne ‚Veggie’ und hinten E120 steht, werde ich es euch wissen lassen! :-)

Na dann: Guten Appetit!


Donnerstag, 21. Juli 2016

Schwätzer

Sprechen cliparts

Gestern stand er an der Käsetheke neben mir – der klassische Schwätzer. Er gab Kommentare zu allem und jedem – ungefragt und ausschweifend natürlich. Weder die anderen Kunden noch die Verkäuferin waren an seinen Aussagen interessiert, was man an dem Gesichtsausdruck der Anwesenden gut ablesen konnte. Diese Menschen sind echt anstrengend.

Es wird erzählt, dass ein als Schwätzer bekannter Mann zu Sokrates kam, um sich von ihm in die Kunst der Rhetorik einführen zu lassen. Sokrates soll von ihm das doppelte Honorar gefordert haben und zwar mit der Begründung, dass er dem Mann sowohl das Sprechen, als auch das Schweigen beibringen müsse!

Die Rhetorik lehrt uns, wie man mit Worten und nicht mit Taten und schon gar nicht mit Gewalt überzeugt. Wer allerdings ununterbrochen redet, wird sein Gegenüber eher nerven als überzeugen. Außerdem könnte man den Eindruck gewinnen, dass der Redner sich keine Zeit nimmt, um zuerst einmal über das nachzudenken, worüber er spricht.
Mit dem Blick auf die Weltlage kann man nur hoffen, dass all die ‚Macher’ sich ein Schweigen verordnen und sich in die Stille begeben, um ihre Gedanken zu ordnen!

Am Schluss möchte ich mich sehr herzlich für all eure liebenswerten Kommentare zu meiner letzten Geschichte bedanken – und wenn es hier in den nächsten Tagen wieder still wird, wisst ihr ja, was ich tue! :- )


Freitag, 15. Juli 2016

Mit dem Leben fließen!

Sommerzeit! Ferienzeit!
Dennoch gibt es bei uns heute Geschichten zu lesen!
Wer 'uns' ist? 
Ganz klar: 
Regina - Lore - Christine - Eva und ich :- )
Welche Reizwörter wir diesmal zu verarbeiten hatten?
Diese hier:
Kuhglocken – Sicherheitsnadel – wählen – halten – hektisch


Fluss Blumen Landschaft

Wann immer es ihre Zeit zuließ, surfte Anja im Internet. Es war einfach ihre liebste Freizeitbeschäftigung. Immer wieder stieß sie dabei auf Blogs, die ihr Interesse weckten. Besonders gern mochte sie das Blog von Annette, die vom Nähen begeistert war. Anja fand bei ihr oft wertvolle Tipps und Hinweise. Annette nannte ihr Blog ‚Die Sicherheitsnadel’. Heute hatte Anja Peters Blog entdeckt. Wie er schrieb, war er ein begeisterter Kuhglocken-Sammler. Das war wohl selbst für einen bayrischen Buam außergewöhnlich.
Etwas später steuerte sie Blogs an, auf denen immer mal wieder kleine Geschichten eingestellt wurden. Eine Geschichte trug den Titel 'Mit dem Leben fließen'. Anja begann, sie zu lesen:

Millionen kleiner Wassertropfen hüpften vergnügt aus der Tiefe der Erde ans Tageslicht. Fröhlich und gleichzeitig ein bisschen aufgeregt, sprangen sie umher. Schließlich kannten sie weder das Ziel, noch wussten sie um den Weg, der nun vor ihnen lag. Auch ahnten sie nichts von all den Abenteuern, die das Leben für sie vielleicht bereithalten würde. Und so entfernten sie sich - zum Teil ein bisschen hektisch - von der Quelle fort.
Mitten in diesem Tumult befand sich Bärbel, ein äußerst ängstlicher kleiner Tropfen, dem das alles nicht geheuer war. Viel zu gerne wäre sie unter der Erde geblieben. Dort war ihr alles so bekannt. Diese Ungewissheit über das, was jetzt auf sie zukam, machte sie nur noch furchtsamer. Alles war fremd und das helle Sonnenlicht gefiel ihr schon gar nicht. Sie hatte gehört, dass die Sonne in der Lage war, Tropfen zu sich in die Höhe zu ziehen. Das war Bärbel unheimlich. Schließlich war sie nicht schwindelfrei.
Ein kleiner Stein stellte sich ihr in den Weg. Vielleicht würde es ihr gelingen, sich an ihm festzuhalten. Wenn sie hätte wählen können, wäre sie am liebsten zurück zur Quelle getrieben. Doch das war schier unmöglich.
„He, Bärbel“, rief Max, als er an ihr vorbei kraulte, „was machst du denn da? Lass los und komm einfach mit.“
„Ich kann nicht“, rief Bärbel ihm nach und klammerte sich nur noch fester um den Stein. Kurz darauf war von Max nichts mehr zu sehen. Das ging Bärbel alles viel zu schnell. Sie wollte dort bleiben, wo sie sicher war und dieser Platz hier hinter dem Stein schien ihr sicher.
Unerwartet traf sie ein Schatten. Bärbel sah hoch und erschrak furchtbar. Eine Kuh stand direkt über ihr, um ihren Durst mit dem frischen Wasser zu stillen. Gerade noch rechtzeitig ließ Bärbel los, sonst wäre sie ihr zum Opfer gefallen. So wollte sie auf keinen Fall enden. Das war ein ganz schrecklicher Gedanke, im Magen einer Kuh zu landen. Bald darauf stieg zum ersten Mal ein Gefühl in ihr auf, das ihr neu und fremd war. Sie verspürte so etwas wie Freiheit. Aber auch das machte ihr zunächst einmal Angst. Sie wusste ja nicht, was es bedeutet, frei zu sein.
Irgendwann ließ sie sich jedoch gemeinsam mit all den anderen Tropfen treiben. Sie zogen an großen Städten vorüber, sahen riesige Schiffe in den Häfen liegen, wunderschöne Schlösser auf den Bergen und sie lachten über die Menschen, die am Ufer standen und sich nicht ins kühle Nass trauten.
Im Laufe der Zeit freundete sich Bärbel mit einigen anderen Tropfen an und so kam es, dass eines Tages der weise Nepomuk in ihr Leben trat. Er lehrte sie, dass es wichtig war, auf seinem Weg nicht nur Erfahrungen zu sammeln, sondern etwas aus ihnen zu lernen. Der Schlüssel zur Weisheit lag laut Nepomuk darin, alle Erlebnisse wie ein Schwamm in sich aufzusaugen und daraus seine Erkenntnisse zu ziehen. Doch die wertvollsten Sätze, die Bärbel von ihm gehört hatte, waren diese: „Alle, die glauben, allein zu sein, haben es schwer. Erst wenn man erkennt, dass man nicht alleine ist, sondern dass alle Tropfen gemeinsam etwas Großes bilden, wird man sich niemals einsam fühlen“. Und anschließend hatte er hinzugefügt: „Schau dich um! Du bist ein Tropfen und ich bin es auch. Gemeinsam mit allen unseren Brüdern und Schwestern neben uns bilden wir etwas Großes. Du darfst ruhig ein bisschen stolz darauf sein, ein Teil davon zu sein. Stell dich nicht gegen den Lauf der Dinge. Unser Leben wird sich stetig verändern, doch es wird niemals ein Ende haben. Lass dich treiben. Genieße jeden Moment und freue dich an deinem Sein.“

Nachdem Anja die Geschichte zu Ende gelesen hatte, blieb sie noch einen kleinen Moment nachdenklich vor ihrem Laptop sitzen. Sie sah Parallelen zu ihrem eigenen Leben, über die sie nachdenken wollte. Auch sie war oft furchtsam und ließ das Leben nicht fließen. Doch dort, wo Gefühle stocken, entstehen Blockaden. Und die können einem das Leben wirklich schwer machen.  
Anja hatte so ihre Probleme mit all den vielen Veränderungen, die das Leben ständig mit sich brachte. Die Kinder zum Beispiel, die so schnell erwachsen geworden waren. Sie los zu lassen, sie ihr eigenes Leben meistern zu lassen, wollte ihr nur schwer gelingen. Doch man konnte das Leben nicht aufhalten und nicht anhalten. Nepomuk, der weise Tropfen aus der Geschichte, hatte Recht. Sich gegen das Leben zu stellen, war sinnlos. Vielleicht würde es ihr eines Tages gelingen, dies zu verinnerlichen und sich dem Fluss des Lebens nicht entgegen zu stellen.

Doch eine Frage blieb: Alle Tropfen gemeinsam bilden eines Tages das Meer, aus dem sie wieder aufsteigen und ihren Weg von vorne beginnen. Und wie ist das mit uns Menschen? Bilden wir alle gemeinsam auch etwas Großes, Gewaltiges, von dem wir nicht einmal ahnen? 

© Martina Pfannenschmidt, 2016

Ein herzliches
'Willkommen'
geht an Manuela von
Schön, dass du da bist!

Meine Geschichte nimmt auch wieder
an Elkes Linkparty teil:

Meine laufende Linkparty:

Samstag, 9. Juli 2016

Manno!!!

Das Wort klau ich mir heute mal von den Enkelkindern :- )!
Drachen cliparts  Originalbild anzeigen Manno, dachte ich gestern, als ich die ersten Mähdrescher auf den Feldern sah: Ist es schon wieder so weit? Sind abgemähte Felder nicht ein Hinweis auf den nahenden ---- neeeeee, den Gedanken schob ich gaaaaanz weit weg. Bis, ja bis gestern Nachmittag die Kinder den Drachen auf dem Stoppelfeld steigen ließen! Manno! Der Sommer hat doch gerade erst begonnen!