Donnerstag, 9. Februar 2017

Die Hutschnur

Wusstet ihr schon, dass Klärchen 'die Hutschnur hoch geht', wenn sich deutsche Urlauber im Ausland daneben benehmen? – Sie hat es in ihrem letzten Kommentar verraten und gleich eine Frage hinterlassen – nämlich die, woher dieser Ausdruck eigentlich stammt.
Liebes Klärchen, dein Wunsch ist mir Befehl J - ich habe recherchiert und folgendes gefunden:
Hute bilderFrüher hatten Hüte eine Hutschnur. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Meine Oma legte die Schnur immer unter ihren Dutt, doch einige ließen die Hutschnur unter dem Kinn langlaufen. Das fand ich immer schrecklich. Aber ein Gutes hatte das Ganze: Der Hut flog bei Wind nicht vom Kopf, obwohl diese Hutschnüre sehr dünn waren.
Bildergebnis für gifs kostenlos brunnenEs gibt eine alte Urkunde in der eine Hutschnur als Maßeinheit verwendet wird und zwar für die Dicke eines Wasserstrahls. Das Wasser durfte nicht stärker entnommen werden, als eine Hutschnur dick ist. Eine größere Entnahme überstieg demnach das Maß des Erlaubten.
An anderer Stelle fand ich folgende Deutung: Eine Hutschnur sitzt sehr weit oben. Wenn es schon unangenehm ist, bis zum Hals in etwas zu stecken, so ist es über die Hutschnur hinaus noch unangenehmer.
So, mein liebes Klärchen, ich hoffe, du bist mit mir zufrieden!!



Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    an dieses Gummi vom Sonnenhut (der Pflicht war) kann ich mich noch gut erinnern, ich habe es gehasst und meine Tochter damit verschont!
    LG
    Manu

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  2. Na, da kann ich Klärchen aber auch gut verstehen...wie Rüpelhaftig sich manche Menschen in den urlaubsländern verhalten.
    Danke für deine Recherche...ich mochte die Hutgummis früher überhaupt nicht....auch bei den Faschinghüten nicht;-)

    LG Klaudia

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  3. Danke Martina, ich bin sehr zufrieden mit Dir. An die Hutschnur habe ich nicht gedacht, aber im Alltagsgemurmel höre ich den Satz oft.Es stimmt, meine Tanten hatten auch ein Bändchen um den Hals damit der Hut nicht wegwehte. Also im Grunde genommen, das Maß ist voll!Interessant!
    Super Martina, gut recherchiert.
    Liebe Grüße in den Donnerstag, Klärchen

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  4. Irgendwie logisch und verständlich.
    Gut recherchiert ;-)
    Liebe Grüße

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  5. Liebe Martina,
    gut recherchiert. Diese Deutungen hatte ich auch.
    Aber zweimal muss man es ja nicht bringen.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Irmi

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  6. Liebe Martina,
    mir geht auch öfter etwas über die Hutschnur - wobei es sich weniger um rüpelhafte Urlauber im Ausland handelt, als um alltägliche Dinge, die nicht so wollen wie ich ...
    ICH habe übrigens noch Hutgummi zu Hause in meinem Nähkasten. Ich trage nämlich im Sommer auch mal Strohhüte, und die pflegen beim leisesten Windhauch abzuheben ... **grins**
    Liebe Grüße
    Christine

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  7. aha, schon wieder was dazu gelernt, das wusste ich nämlich so auch nicht, liebe Martina. Danke für´s recherchieren.
    Liebe Grüße Patricia

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  8. Liebe Martina,
    auch ich bin jetzt wieder ein Stückerl schlauer geworden - ich hatte bislang nämlich ebenfalls keine Ahnung, woher dieser Ausspruch kommt. Die Erklärung mit dem Wasserstrahl finde ich ja besonders interessant - denn VIEL Wasser kann das dann ja wohl kaum gewesen sein... Manchmal hätte ich auch gern etwas, das meine Hüte fixiert - in Namibia bei wilden Fahrten im Jeep habe ich mir meinen Safarihut z.B. mit einem Halstuch festgebunden, weil er KEINE Hutschnur dran hat. Und bei den inzwischen hier recht häufigen Herbststürmen kann ich meinen "Alltagshut" nicht tragen, obwohl er mir GERADE im Herbst besonders gut gefällt. Vielleicht sollte ich es mal mit einer Hutnadel probieren, die ich mir durch den Dutt stecke???
    Ganz herzliche rostrosige Grüße,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/02/frida-kahlo-im-schnee-oder-die.html

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  9. mir ist bekannt und ich verwende dieses Ausspruch auch " wenn ich wie ein Schneemännchen ab in die Luft fahre, d. h. wenn einem etwastüchtig auf den Senkel geht.Eine andere Erklärung war natürlich früher die Tatsache den Cowboyhut/Strohut und dergleichen ähnliche mit "breitem Schutzkragen" vor der Sonne und dem Wind mit einem Tuch zu umbinden, einzig allein dass man ihn nicht verliert. in alten John Wayne Filmen sieht man es noch.
    ich hab den begriff in meiner Leseliste von dir entdeckt unnd dachte, ja da kann ich etwas dazu beitragen:_))
    herzlichst ein Gruß in deinen Tag...angelface

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  10. Liebe Martina,
    wie ich mich über deine Worte gefreut habe. Der Jänner war mit Stolpersteinen gepflastert, die mich sehr gefordert haben.
    Jetzt geht es wieder um einiges ruhiger ab und ich komme langsam wieder dazu mich mit andere Dinge, die mir am Herzen liegen zu beschäftigen. Siehst du, heute habe ich sogar wieder etwas dazu gelernt. Die Hutschnur an sich kannte ich, aber nicht, dass sie als Wassermaß galt. Was du nicht alles entdeckst. Super!!!
    Wünsch dir ein wunderschönes Wochenende,
    deine Manuela

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  11. Uiiii, du hast wieder für uns recherchiert und Interessantes zutage gebracht, liebe Martina.
    Ich kann mich an einen Strohhut erinnern den ich in jungen Jahren hatte, an dem ein dünnes Gummiband befestigt war, dass man sich unters Kinn schieben sollte. War immer unangenehm. Hab ich bald entfernt und musste dem Hut dann immer wieder einfangen *lach*.

    Versuche mir die ganze Zeit den dünnen Wasserstrahl vorzustellen den man (wahrscheinlich eher Frau) entnehmen durfte. Ganz schön dürftig.

    ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  12. Gute Erklärung, das wusste ich auch noch nicht.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    LG Elke

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  13. Liebe Martina, jetzt weiß ich wieder etwas Neues, was einfach so im Sprachgebrauch selbstverständlich ist, ohne dass man darüber nachdenkt, was es eigentlich bedeutet. Liebe Grüße Eva

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